AT165202B - Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Stahl im Herdofen - Google Patents
Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Stahl im HerdofenInfo
- Publication number
- AT165202B AT165202B AT165202DA AT165202B AT 165202 B AT165202 B AT 165202B AT 165202D A AT165202D A AT 165202DA AT 165202 B AT165202 B AT 165202B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- steel
- production
- furnace
- hearth furnace
- slag
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 19
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 title description 15
- 239000010959 steel Substances 0.000 title description 15
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 8
- 239000002893 slag Substances 0.000 claims description 16
- 238000007670 refining Methods 0.000 claims description 6
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 4
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 4
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 3
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 3
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 3
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 3
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 3
- UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N Iron oxide Chemical compound [Fe]=O UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000976 Electrical steel Inorganic materials 0.000 description 1
- OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N Phosphorus Chemical compound [P] OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000805 Pig iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000011449 brick Substances 0.000 description 1
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 230000006735 deficit Effects 0.000 description 1
- 229910000514 dolomite Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010459 dolomite Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- ZLNQQNXFFQJAID-UHFFFAOYSA-L magnesium carbonate Chemical compound [Mg+2].[O-]C([O-])=O ZLNQQNXFFQJAID-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- 229910000021 magnesium carbonate Inorganic materials 0.000 description 1
- 235000014380 magnesium carbonate Nutrition 0.000 description 1
- 239000001095 magnesium carbonate Substances 0.000 description 1
- 229910052698 phosphorus Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011574 phosphorus Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Stahl im Herdofen Bei der Stahlherstellung im Herdofen, insbesondere im Siemens-Martinofen, werden die einzelnen Verfahrensstufen, wie das Einschmelzen des festen Einsatzes, das Frischen und das Fertigmachen der Schmelze, meistens in ein und demselben Ofen durchgeführt. Daneben sind Verfahren bekannt und in praktischer Anwendung, die mit zwei hintereinander geschalteten Öfen arbeiten, um für die einzelnen Verfahrensstufen möglichst günstige Bedingungen einhalten zu können oder das Verfahren wirtschaftlicher zu gestalten. Ein solcher Verbundbetrieb ist beispielsweise bei der Herstellung von Elektrostahl üblich, wo der feste Einsatz zunächst in einem anderen Ofen eingeschmolzen und gefrischt und darauf im Elektroofen gefeint und fertiggemacht wird. In neuerer Zeit hat man zur Beschleunigung der Umsetzungen zwischen Bad und Schlacke sogenannte Schnellverfahren vorgeschlagen, bei denen der Stahl mit einer schon vorgeschmolzencn oder einer feinstückigen, festen Sonderschlacke in einer Pfanne oder in einem Herdofen kräftig durchwirbelt wird. Hiedurch gelingt es beispielsweise, den Phosphorgehalt eines Stahles in wenigen Minuten auf sehr niedrige Werte zu senken. Durch all diese geschilderten Massnahmen werden aber nur Teilerfolge erzielt. Insbesondere gelingt es durch die Beschleunigung einer Verfahrensstufe noch keineswegs, den ganzen Arbeitsprozess so zu intensivieren, dass man aus einer Anlage bedeutend höhere Leistungen herausholt, ohne die Güte des erzeugten Stahles zu beeinträchtigen. Dieses Ziel wird durch die vorliegende Erfindung erreicht. Sie geht von der Erkenntnis aus, dass man bei der Stahlherstellung einen vollen technischen und wirtschaftlichen Erfolg am besten dadurch erzielen kann, dass man den ganzen Herstellungsprozess vom Einschmelzen des Einsatzes bis zum Fertigmachen der Schmelze entsprechend den nacheinander ablaufenden Reaktionen auch verfahrensmässig in mehrere Stufen unterteilt und diese unter den jeweils günstigsten Bedingungen in verschiedenen Ofeneinheiten durchführt. Durch das funktionelle Zusammenwirken solcher an sich bekannter Einzelmassnahmen, die verfahrensmässig auf- einander abgestimmt sind und sich gegenseitig unterstützen, wird im Sinne der obigen Ausführungen eine durchaus neuartige und einheitliche Wirkung erzielt. Das Verfahren wird im einzelnen wie folgt durchgeführt : Der feste Einsatz (Roheisen und Schrott oder Schrott mit Kohlenstofftragern oder abgestimmter Schrott) wird zunächst in einem Siemens-Martin-oder Elektroofen bei erheblich höheren Temperaturen als heute üblich eingeschmolzen. Man kann eine Temperatur- EMI1.1 Siemens-Martinöfen durch Zusatzbrenner erreichen, die zwischen Kammeraustritt und Ofenkopf angeordnet sind und mit einem hochwertigen Brennstoff betrieben werden. Bei Elektroöfen lässt sich ein heisser Ofengang durch stark überhöhte elektrische Leistung erzielen. Der auf diese Weise sehr heiss eingeschmolzene Stahl wird darauf in einem zweiten Ofen oder in einer Pfanne mit einer flüssigen oder festen, stark basischen, elsenoxydhaltigen Schlacke in bekannter Weise kräftig durchmischt. Nach dem Abziehen der Schlacke kommt der Stahl entweder in den ursprünglichen Herdofen zurück oder in einen anderen Herdofen, wo er, gegebenenfalls mit den erforderlichen Zusätzen, unter einer dünnen Decke einer reinen Kalkschlacke in kürzester Zeit aufgeheizt wird. Zum Schluss wird der Stahl nach dem Abschlacken in einer Pfanne mit einer flüssigen, gegebenenfalls festen Feinungsschlacke gemischt und nach dem Abstehen in die Giesspfanne eingefüllt. Als Feinungsschlacke wird zweckmässigerweise eine hoch basische, stark karbidische Schlacke verwendet, wie sie als Feinungsschlacke bei der Herstellung von Stählen im Elektroofen und basischen SiemensMartinofen bereits vorgeschlagen wurde. Bei dem neuen Verfahren wird der Einsatz infolge der hohen Ofentemperatur bedeutend schneller eingeschmolzen als bei der bisher üblichen Arbeitsweise. Die Haltbarkeit des Ofenmauerwerkes bereitet hiebei keine Schwierigkeiten, wenn es ausreichend wassergekühlt wird und an den temperaturbeanspruchten Stellen bindemittellose, unter hohem Druck gepresste Dolomit-oder Magnesitsteine von hoher Feuer- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 zweiten Verfahrensstufe in der Pfanne aus, bei dcr der Stahl weitgehend entphosphort wird, denn bei der bisher üblichen Art der Pfannenentphosphorung war auch in vorgewärmten Pfannen die Bildung von Pfannenbären praktisch nicht zu vermeiden. Der unvermeidliche und bis zu einem gewissen Grade auch erwünschte Temperaturabfall in der Pfanne wird dann in der dritten Verfahrensstufe durch das kräftige Aufheizen der Schmelze unter der Kalkschlacke wieder ausgeglichen und eine ausreichende Temperaturreserve für die Schlussbehandlung des Stahles mit einer Feinungsschlacke in der Pfanne geschaffen. Durch die Intensivierung der einzelnen Verfahrensstufen unter den für ihre Durchführung jeweils günstigsten Bedingungen sowie durch die gute zeitliche Abstimmung dieser Stufen aufeinander wird bei dem neuen Verfahren trotz des mehrmaligen Umfüllens der Schmelze ein bisher unerreichbar schneller Chargenverlauf erzielt, Pttbei erfahrt die (tc des Stahles nicht nur keine Beeinträchtigung, sondern wird im allgemeinen noch höher liegen als bei den bisher üblichen Verfahren. PATENTANSPRÜCHE : 1. Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Stahl im Herdofen, dadurch gekennzeichnet, dass der bei einer erheblich über der bisher üblichen Einschmelztemperatur liegenden Temperatur eingeschmolzene Einsatz mit einer stark basischen, eisenoxydreichen Schlacke unter kräftiger Durchmischung in einem zweiten Ofen oder insbesondere in der Pfanne behandelt, nach dem Abschlacken wieder in einen Herdofen gebracht und dort unter einer dünnen Decke aus reiner Kalkschlacke aufgeheizt sowie schliesslich in der Pfanne mit flüssiger oder fester Feinungsschlacke gemischt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer hochbasischen, stark karbidischen Schlacke als Feinungsschlacke.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT165202T | 1948-03-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT165202B true AT165202B (de) | 1950-02-10 |
Family
ID=34199770
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT165202D AT165202B (de) | 1948-03-24 | 1948-03-24 | Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Stahl im Herdofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT165202B (de) |
-
1948
- 1948-03-24 AT AT165202D patent/AT165202B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1923596C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Stahlerzeugung | |
| AT165202B (de) | Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Stahl im Herdofen | |
| DE810432C (de) | Verfahren zum Raffinieren von Kupfer | |
| DE617943C (de) | Vereinigtes Wind- und Erzfrischverfahren | |
| DE878358C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Stahles mit niedrigem Stickstoffgehalt in der Thomasbirne | |
| AT300870B (de) | Duplex-Verfahren zur Herstellung von schwefelarmem Gußeisen | |
| DE1927308B1 (de) | Anwendung der einstufigen Entphosphorung zur Herstellung eines Stahles auf das Sauerstoff-Aufblasverfahren | |
| AT164524B (de) | Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Windfrischstahl, insbesondere Thomasstahl, mit verbesserten Eigenschaften | |
| AT18584B (de) | Verfahren zur Erzeugung von Stahl auf elektrometallurgischem Wege. | |
| DE835303C (de) | Verfahren zur Herstellung hochwertiger Gusseisensorten im mit Koks betriebenen Kupolofen | |
| AT202582B (de) | Verfahren zum Frischen von Roheisen | |
| DE924452C (de) | Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Windfrischstahl, insbesondere Thomasstahl mit verbesserten Eigenschaften | |
| DE322798C (de) | Verfahren zur Entfernung von Schlacken bei der Gewinnung von Flusseisen und -stahl im Herdofen sowie bei der Darstellung von vorgefrischtem Eisen im Herdofen zwecks Weiterverarbeitung in einer beliebigen Vorrichtung unter nachtraeglicher weiterer Zugabe von Eisen zu dem anfaenglich in den Herdofen eingebrachten Eisen | |
| DE973707C (de) | Verfahren zum Herstellen legierter Staehle | |
| DE1914301C (de) | Verfahren zum Stahlschmelzen in Ofen mit offenem Herd | |
| DE965041C (de) | Verfahren zur Herstellung hochwertiger Staehle mit basischen Herdofen | |
| DE968575C (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessereiroheisen | |
| DE900352C (de) | Entfernung von Phosphor und Schwefel aus Eisen oder Eisenlegierungen | |
| DE601959C (de) | Verfahren zur Behandlung von durch das Thomasverfahren weiter zu verarbeitenden Eisenbaedern | |
| DE473784C (de) | Verfahren zum Betriebe von elektrischen OEfen mit heb- und senkbaren Elektroden | |
| AT70374B (de) | Verfahren zur Herstellung von Gußeisen im Kupolofen durch Zusammenschmelzen mehrerer Eisensorten von verschiedenem Kohlenstoffgehalt. | |
| DE898446C (de) | Verfahren zum Entphosphoren von Stahlbaedern | |
| DE9898C (de) | Neuerungen in dem Verfahren zur Herstellung von phosphorfreiem Flufseisen | |
| DE941432C (de) | Verfahren zur Weiterbehandlung von Thomasstahl zu hochgekohltem phosphor- und schwefelarmem Haematit | |
| DE198953C (de) |