AT165082B - Geformte Gegenstände aus plastisch verformbarem Material mit Verstärkungseinlagen - Google Patents

Geformte Gegenstände aus plastisch verformbarem Material mit Verstärkungseinlagen

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AT165082B
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  Geformte Gegenstände aus plastisch verformbarem Material mit Verstärkungseinlagen 
Die Erfindung bezieht sich auf aus plastisch verformbarem Material bestehende Gegenstände mit Verstärkungseinlagen aus Fäden, Fasern, Garnen, Geweben u. dgl. und insbesondere auf solche Gegenstände, bei denen die Verstärkungseinlagen aus aromatischen Polyestern bestehen. 



   Für Verstärkungseinlagen in Gegenständen aus plastisch verformbarem Material sind bereits zahlreiche Materialien vorgeschlagen worden, wie z. B. Baumwolle, Naturseide, Azetatseide, Viskoseseide, Kunststoffe, wie beispielsweise Polyamide, die unter der handelsüblichen Bezeichnung Nylon bekannt geworden sind, und verschiedene andere   synthetische   Materialien, die als   Fäden, Fsscrn,   Garne, Gewebe od. dgl. 



  Strukturformen hiebei Anwendung finden. 



  Solche mit Verstärkungseinlagen versehene, plastische, verformbare Materialien sind zur Erzeugung von Gegenständen aller Art verwendet worden, beispielsweise für Reifen, Schläuche, Treibriemen, Förderbänder, Ballonhüllen, Bootshäute,   Brennstoff-und Wasserbehälter   usw. 



   Es wurde nun gefunden, dass hochpolymere, lineare Ester von Glykolen der Reihe HO   (CHs) nOH,   wobei n eine ganze Zahl grösser als   1,   aber nicht über 10 ist, mit Terephthalsäure bzw. einem veresterten Derivat derselben, z. B. einem aliphatischen, zykloaliphatischen oder aromatischen Ester oder einem Halbester, einem Säurehalogenid oder einem Ammonium- oder Aminsalz derselben in Form von Fäden, Fasern, Garnen, Geweben od. dgl. Strukturformen zur Verstärkung von plastisch verformten Materialien hervorragend geeignet sind. Diese besondere Eignung ergibt sich aus ihrer ausgezeichneten Verbiegungsfestigkeit, Hitzebeständigkeit und   mrem Reisswiderstand,   aus ihrer hohen Festigkeit, ihrer geringen   zusätzlichen   Spannung und ihrer niederen Dehnbarkeit bei grossen Beanspruchungen. 



  Solcherart verstärkte plastisch verformbare Materialien finden daher zur Erzeugung von Gegenständen aller Art Anwendung. 



   Beispiele solcher hochpolymerer linearer Ester sind die aus Terephthalsäure bzw. einem esterbildenden Derivat derselben und Äthylenglykol, Trimethylenglykol, Tetramethylenglykol, Hexamethylenglykol oder   Dekamethylenglykol er-   hältlichen Produkte. Diese Polester sind hoch-    schmelzende, schwc r   lösliche, farblose oder im    wesentlichen farb''e f iaterialien,   die zu Fäden 
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 charakteristischen Röntgenbildern molekulare Orientierung in Richtung der Faserachse zeigen. 



  Von diesen Polyestern wird das Polyäthylenterephthalat wegen seiner leichten Zugänglichkeit und seiner hervorragenden Eignung als Textilmaterial bevorzugt. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung werden mit Verstärkungseinlagen versehene plastisch verformte Gegenstände aus natürlichem oder synthetischem Kautschuk bzw. kautschukähnlichen Kunststoffen gebildet, die dadurch gekennzeichnet sind, dass ein Verstärkungsmaterial   verwende.   wird, welches Fasern, Garne, Gewebe od. dgl. 



  Strukturformen eines aromatischen Polyesters der vorstehend beschriebenen Art enthält bzw. daraus besteht. 



   Im nachfolgenden wird die vorliegende Erfindung, insbesondere für Pneumatikreifen, beschrieben. In diesen liegen z. B. die Verstärkungsmaterialien in der allgemein als Pneumatikcord bezeichneten Form vor. Gewöhnlich werden die Verstärkungsmaterialien in molekularorientierter Form verwendet, vorzugsweise in einem soweit wie möglich orientierten Zustande. Die Orientierung kann in der gebräuchlichen Weise, d. h. mittels eines bei erhöhter Temperatur vorgenommenen üblichen Streckvorganges durchgeführt werden. 



   Ein erfindungsgemäss für Reifen besonders geeignetes Verstärkungsmaterial kann aus Poly- äthylenterephthalat erhalten werden, u. zw. durch Verspinnen eines 20-Fäden-Garnes dieses Polyesters mit 3-75 S Drehungen je   25. 4 mm,   Strecken dieses Garnes im Verhältnis 4-3 : 1 bei 110 und darauffolgendes nochmaliges Strecken im Verhältnis 1-2 : 1 bei 190'C, Verzwirnen von 10 dieser Einzelgarne zu einem Mehrfachgarn mit 8-8 S Drehungen je   25. 4 mm   und schliessliches Doublieren von zwei dieser Mehrfachgarne zu einer Schnur mit 9-3 Z Drehungen je   25.   4 mm. 



   Der so erhaltene Pneumatikcord hat eine Reiss- 
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 lichen Cordfäden aus Viskoseseide von gleichem Aufbau und gleichem Denier und hat eine beträchtlich geringere Dehnung als die meisten
Cordfäden aus Polyamidfasern oder Viskose- seide von gleichem Aufbau und gleichem Denier.
Der erfindungsgemässe Cord ist daher zur Er- zeugung von Pneumatikreifen besonders geeignet. 



   Diese Cordfäden werden mit einer üblichen
Karkassemischung überzogen und die so erhaltenen   Korper   in gebräuchlicher Weise vulkanisiert. 



   Gegebenenfalls können die einfachen Garne doubliert und die erhaltenen Garne zur Her- stellung von Schläuchen oder Riemen (Keil- riemen, Transmissionsriemen und   Förderbändern)   benützt werden ; oder auch können Garne in
Form von daraus in Kette und Schuss   hergestelucn  
Stoffen zur Erzeugung von Ballonhüllen, Boots- häuten,   Brennstoff-oder Wasserbehälter'n,   Dia- phragmen od. dgl. verwendet werden. Ge- wünschtenfalls können noch zusätzlich andere   Verstärkungsmaterialien   in Verbindung mit den für den erfindungsgemässen Zweck beschriebenen zur Anwendung kommen. 



   Gewünschtenfalls kann das Verbinden des
Gummis oder Kautschuks oder der kautschuk- ähnlichen plastisch verformbaren Kunststoffe mit den Verstärkungsmaterialien durch einen gebräuchlichen Klebstoff bewirkt bzw. ver- bessert werden. Die Haftverbesserung kann insbesondere vorteilhafterweise nach dem Ver-   fahren   der britischen Patentschriften Nr. 574903 mittels Isozyanat oder Nr. 477380 mittels
Resorzin-Formaldehyd-Kondensations-Produkten vorgenommen werden. 



   Als Beispiele für plastisch verformbares
Material, welches mit den Verstärkungseinlagen gemäss der Erfindung versehen wird, werden genannt : Naturkautschuk, vorzugsweise in Form von Smoked Sheets, Pale Crepe, ferner Guttapercha und Balata, des weiteren Kunstkautschuk, wie er z. B. unter den handelsüblichen Bezeich- nungen Buna S, Perbunan, GRS, Hycar OR 15,
Butylkautschuk, Vulcaprene, Neopren oder als
Interpolymerisate von Butadien und Methylmethacrylat bekannt ist. Als Beispiele anderer plastisch verformbarer Materialien seien erwähnt :
Zellulosederivate, wie Nitrozellulose oder Azetyl- zellulose, Polyvmylazetale und-ketale, Polyvinyl- ester einschliesslich des Chlorids, des Azetats und der Mischpolymerisate des Chlorids und Azetats, Polyäthylen, Polymerisate der Acryl-und Methacrylreihe einschliesslich Polymethylmethacrylat, Polyesteramide, Polyamide und Alkydharze.

   Die plastisch verformbaren Materialien können in Verbindung mit den üblichen Füllstoffen, Weichmachern, Plastifizierungsmitteln, Farbzusätzen u. dgl. verwendet werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Geformte Gegenstände aus plastisch verformbaren Material mit Verstarkungseinlagen, wie insbesondere Pneumatikreifen, Schläuche, Riemen, Bänder u dgl., bei denen das plastisch 
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 formen eines linear (molekular-) orientierten warmformbaren Kunststoffen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass als linear orientierter Kunststoff für die Verstärkungseinlage hochpolymere lineare Ester von Glykolen der Reihe HO (CH2) nOH, wobei n eine ganze Zahl grösser als   1,   aber nicht über 10 ist, mit Terephthalsäure bzw. einem veresterten Derivat derselben, z. B. einem aliphatischen, zykloaliphatischen oder aromatischen Ester oder einem Halbester, einem Säurehalogenid oder einem   Ammonium-od < r   Aminsalz derselben, Anwendung finden.

Claims (1)

  1. 2. Geformte Gegenstände mit Verstärkungseinlagen nach Anspruch 1, in Form von Reifen.
    3. Geformte Gegenstände mit Verstärkungseinlagen nach Anspruch 2, dadurch gekelm- zeichnet, dass das Verstärkungsmaterial in der allgemein als Pneumatikcord bezeichneten Form vorliegt.
    4. Geformte Gegenstände nach den An- sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung des plastisch verformbaren Materials mit dem Material der Verstärkungs- einlagen durch einen gebräuchlichen Klebstoff, der Haftverbesserer, vorzugsweise Polyisozyanat oder Resorzin-Formaldehyd-Kondensations-Pro- dukte enthält, bewirkt ist.
AT165082D 1946-03-29 1948-11-24 Geformte Gegenstände aus plastisch verformbarem Material mit Verstärkungseinlagen AT165082B (de)

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