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Abfederung für Heurechen
Die Erfindung bezieht sich auf Heurechen, bei denen der eigentliche Rechen sowohl in der gehobenen als auch in der gesenkten Lage, letztere im folgenden als"Arbeitsstellung"be- zeichnet, unter der Wirkung einer Feder steht.
Diese Feder, bei den gebräuchlichen Maschinen durchwegs als Druckfeder ausgeführt, ist in der Regel so angeordnet, wie dies schematisch Fig. 1 der Zeichnung zeigt. Man erkennt den um die Achse 1 drehbaren Rechen 2, der mit dem W ; o hebel 3 fest verbunden ist und über einen Lenker : am Endpunkt 5 des Hebels 6 angreift. Die Druckfeder 7, deren Fixpunkt mit 8 bezeichnet ist, wirkt ebenfalls auf den Hebel 6. Die Arbeitsstellung ist voll, die Hublage gestrichelt gezeichnet. Das Heben des Rechens wird durch Expansion der Feder 7 erleichert.
Die Kraft, mit welcher der Rechen auf dem Boden aufruht, ist im wesentlichen ausser vom Gewicht des Rechens und der Federkraft besonders von der Lage des Fixpunktes 8 abhängig. Da die Fixpunkte konstruktiv festgelegt sind, ist die
Kraft, mit welcher der Rechen auf dem Boden aufruht, nicht beeinflussbar, obgleich dies im
Hinblick auf die durchaus nicht immer gleichen
Bodenverhältnisse und Heusorten erwünscht wäre.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird er-
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auszuführen, dass die Feder mit einem Ende auf den Rechen wirkt, während sich das andere Ende auf ein Widerlager stützt, dessen Lage zur Rechenachse veränderlich ist. Ein Beispiel hiefür zeigt die Fig. 2, gem we ! cher die Feder 7 mit einem Ende auf den Wipphebel 3 des Rechens 2 wirkt, wahrend das Widerlager 8 des anderen Federendes in einer Kulisse 9 oder einer ähnlichen Einrichtung hinsichtlich der Rechenachse 1 ortsveränderlich ist. Zweckmässig ist das Widerlager 8 in der Kulisse 9 feststeílbar, wodurch in einfacher Weise die kinematischen Verhältnisse so einstellbar sind, dass der Rechen mit grösserer oder geringerer Kraft auf dem Boden, aufliegt, oder die Rechenabhebung (etwa durch Bodenhindemisse) mehr oder weniger gesperrt ist. Würde man z.
B. das Widerlager 8 in der tiefsten Lage der Kulisse 9 fixieren, so würde die Feder 7 den Druck des Rechens in seiner Arbeitsstellung auf den Boden sogar verstärken.
Es ist erwünscht, leichte Rechen zu verwenden, doch liegen diese nicht genügend stark auf dem Boden auf. Man kanr dies Aufiuli. : n zwar durch Ausnutzung der FedcrkraA unterstützen, muss aber dann gewärtigen, dass der Rechen beim Senken heftig auf dem Boden aufschlägt, was der Maschine abträglich ist.
Dies vermeidet eine weitere Ausgestaltung des Erfindungsgedankens, wofür Fig. 3 ein Beispiel und Fig. 4 einen zugehörigen Grundriss darstellt. Erfindungsgemäss ist das Federwiderlagsr S in einer zweckmässig kreisbogenförmigen Bahn frei beweglich. Gemäss den Fig. 3 und 4 ist dieser Gedanke so gelöst, dass das Widerlager 8 der Feder 7 in einem Bügel 10 ausgebildet ist, welcher um eine Achse 11, die mit Bezug auf die Rechenachse 1 feststehend ist, geschwenkt werden kann. Das andere Federende wirkt wieder auf das Ende des Wipphebels 3, der aus konstruktiven Gründen aus zwei, symmetrisch zur Federachse angeordneten Teilen besteht.
Die Wirkungsweise ist folgende :
Der Rechen wird, wie bekannt, durch Einkuppeln einer Hubwelle in die Radnaben, oder von Hand aus, aus der vollgezeichneten Arbeitsstellung in die gestrichelt gezeichnete Hublage gebracht. Dabei bewegt sich das auf dem Wipphebel 3 angreifende Federende auf einem Kreisbogen abwärts, wobei die Achse 11 ihre Lage nicht ändert. Durch die Bewegung des auf dem Wipphebel 3 liegenden Angriffspunktes der Feder 7 werden die kinematischen Verhältnisse so ge- ändert, dass schliesslich die Feder mit dem Bügel 10 um die Achse 11 abwärts schwirrt (gestrichelte
Lage), wobei die Endlagen des Bügels 10 und damit auch des Federfixpunktes 8 durch An- schläge 12, 13 bestimmt sind, welche ebenfalls einstellbar ausgeführt sein können.
Ferner ist es zweckmässig, den Mittelpunkt des Kreisbogens, den das Widerlager beschreibt, in oder nahe dem
Angriffspunkt der Feder auf den Rechen in seiner untersten Lage zu verlegen, wodurch erreicht wird, dass das Kippen der Feder 7 bzw. des Teiles
10 schon nach Durchführung einer ganz geringen
Rechenhebebewegung erfolgt. Durch die be- schriebene Gesamtanordnung wird erreicht, dass der
Rechen seitens der Feder bis zur untersten Stellung einen verhältnismässig grossen Gegendruck findet (sanftes Herabfallen), dass aber die Feder durch die
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Anordnung derselben in den Bügel 10 in der untersten Lage des Rechens z. B. durch Eigengewicht die Richtung ändert und sperrend auf den Rechen einwirkt.
Fig. 4 zeigt auch eine besonders vorteilhafte, konstrukt-ive Verwirklichung des Erfindungsgedankens. Der Bügel 10 ist in den Streben 14, 15, welche Teile des Maschinenrahmens sind, gelagert. Verwendet man die Teile 14, 15 unmittelbar oder mittelbar auch gleichzeitig zur Befestigung des Fahrersitzes, so verlegt sich der Abfederungsmechanismus in die Mitte der Maschine unter den Fahrersitz. Durch Vorsehung eines Schutzkastens ist der Mechanismus unfallsicher, was vorliegendenfalls mit sparsamstem Materialaufwand erreicht wird.
Obgleich die vorstehend beschriebenen Beispiele durchwegs mit Druckfedern arbeiten, versteht es sich, dass man, nach sinngemässer Änderung der kinematischen Verhältnisse, auch Zugfedern verwenden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1 Abfederung für Heurechen, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (7) mit einem Ende
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