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Transportables und fahrbares Baugerüst
Die Erfindung bezieht sich auf transportable Baugerüste nach Art der Gittermasten und bezweckt deren Kombination und Ausstattung mit Mörte1misch- und Fördereinrichtungen, zwecks Mechanisierung und Beschleunigung der Bauarbeit.
Fahrbare Turmgerüste und andererseits Turmgerüste mit verstellbarer Plattform sind an sich bekannt, ebenso umlegbare fahrbare Turmgerüste. Gemäss der vorliegenden Erfindung aber sind in einem und demselben transportablen und umlegbaren Baugerüst alle mechanischen Zubringevorrichtungen und mechanischen Arbeitsgeräte samt der Beton-oder Mörtelmischmaschine in solcher Anordnung und mit solcher Steuerung
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Auf dem Fahrgestell 2, das auf den Schienen 1 steht und mittels Schienenzangen od. dgl. 11 in beliebiger Stellung auf dem Gleis 1 fixiert werden kann, befindet sich das zweckmässig umlegbare Turmgerüst 3. Es ist, z. B. durch
Scharnierbolzen 12, mittels entsprechender Lagerplatten 13 mit der Plattform 14 des Fahrgestells verbunden, wobei die Verbindung mit dem anderen Lagerplattenpaar 13 durch lösbare Bolzen erfolgt.
Das Turmgerüst 3 kann aus Winkeleisen nach Art der Gittermasten oder aus Röhren usw. gebaut sein. Reicht die durch die Transportmöglichkeiten begrenzte Länge eines solchen Gitterturmes nicht aus, so kann das Turmgerüst aus zwei oder mehreren entsprechend langen Teilen von Fall zu Fall zusammengesetzt werden.
Diesfalls wird man zweckmässig die einzelnen Schüsse oder Teile nach den üblichen Mauerbzw. Wandhöhen normieren und kombinieren.
Im allgemeinen ist jedoch das Turmgerüst hauptsächlich für die gassenweise Errichtung von Siedlungshäusern oder Häuserblöcken bestimmt, also nicht für übermässig hohe Bauten.
Für den Transport ist das Umlegen des Gerüstturms und seine Beförderung durch zwei oder mehr Fahrgestelle, nötigenfalls mittels drehbarer Untergestelle, vorgesehen. Wird der Turm aus mehr als einem Teil gebildet, so erleichtert sich die Beförderung vermöge der verkürzten Längen der einzelnen Teile.
An dem Turmgerüst ist dann die Arbeitsbühne 7 der Höhe nach verstellbar. Die Arbeitsbühne führt sich an den glatten oder zweckmässig profilierten Aussenseiten der Kantschienen 14 durch Rollen 15 und besitzt die notwendigen Geländer 16. Sie ist, zur Erzielung eines Gewichtsausgleiches, vorteilhaft symmetrisch in der Richtung parallel zur Mauer 17 (Fig. 2) ausgebildet, ragt jedoch in der Richtung zur Mauer entsprechend weit vor. Die Ausbalancierung für diesen vorspringenden Teil kann durch ein entsprechendes Gegengewicht 18 auf der anderen Seite hergestellt sein. Es könnte aber auch ein Ausleger für einen Aufzug od. dgl. an die Stelle eines solchen Gegengewichtes treten.
Die Höhenverstellung der Arbeitsbühne erfolgt z. B, durch Winden 8, 8' (Fig. l und 2) und
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Flaschenzüge 9, 9'. Der Gerüstturm 3 hat eine solche Höhe, dass er um die Länge dieser Flaschenzüge (in deren kürzester Länge) die Mauerkrone überragt.
Zweckmässig ist durch Gegengewichte an Seilen und Rollen für eine Ausbalanzierung der bemannten und höchstbelasteten Arbeitsbühne gesorgt, so dass die Verstellung derselben mit geringster Kraftanstrengung der auf der Arbeitsbühne Arbeitenden besorgt werden kann. Die Höhenverstellung der Arbeitsbühne könnte aber auch von einem für alle Arbeitsvorrichtungen des fahrbaren Gerüstes gemäss der Erfindung gemeinsamen Motor erfolgen und von der Arbeitsbühne aus, z. B. elektrisch gesteuert werden. Auch die Fortbewegung oder Verstellung des fahrbaren Gerüstes könnte von diesem Motor aus erfolgen.
Auf dem Fahrgestell 2, neben dem Gerüst- turm 3, findet die Mörtel-oder Betonmisch- maschine 4 Platz. Sie ist zweckmässig für sich fahrbar und wird gegebenenfalls gesondert befördert. Auf dem Fahrgestell wird sie in der Arbeitsstellung in üblicher Weise durch Unterlagplatten 19 fixiert.
An diesen Mörtelmischkessel 4 schliesst sich bei Anwendung der vom Erfinder herrührenden
Schlauchfördervorrichtung der Mörtelschlauch 5 an, der unter Verwendung entsprechender
Kupplungsteile zu'beliebiger Höhe emporgeführt werden kann, weil im Inneren eine bewegliche
Schnecke für den Transport des Mörtels sorgt.
Dieser Schlauch 5 ist zweckdienlich in der Arbeitsbühne 7 (Fig. 2) durch ein Fassungsstück 21 festklemmbar. Auf diese Weise wird das Mitheben des Schlauches bis zur gewünschten oder bis zur äussersten Höhenlage der Arbeitsbühne gesichert. Von diesem Klemmstück aus besitzt der Förderschlauch noch eine solche Länge nach oben, dass der Mörtel von den Maurern auf der Bühne ohne Schwierigkeit an die eben in Arbeit befindliche Mauerstelle gebracht werden kann. Die Länge dieses Schlauchteiles 22 kann aber auch seitlich so weit verlängert werden, dass im Inneren des Neubaues auf Baugerüsten arbeitende Maurer in gleicher Weise von dieser Mörtelzufuhr Gebrauch machen können. Diesfalls können auch mehr als ein Mörtelmischkessel und mehr als ein Schlauch vorgesehen sein.
Innerhalb des Gitterturms 3 und zum Teil ausserhalb desselben wird ferner zweckmässig ein Paternoster 6 angeordnet, dessen Tragschaukeln 23 sich innerhalb des Turms senken und ausserhalb des Turms durch einen Durchbruch 24 der Arbeitsbühne 7 heben. Sie bringen dadurch Ziegel oder sonstiges Material oder Werkzeuge in die unmittelbare Nähe der auf der Bühne Arbeitenden (Maurern, Bauspenglem, Stukkateuren, Bautischlern, Dachdeckern usw.). Der Paternoster kann, für sich steuerbar, von dem gemeinsamen Antriebsmotor der ganzen kombinierten Vorrichtung angetrieben sein. Selbstverständlich ist für den Fall einer Verlängerbarkeit des Gerüstturms 3 auch die Verlängerbarkeit der Ausbalanzierungsseile für die Arbeitsbühne, des Mörtelschlauches oder der Mörtelschläuche und des Paternoster vorgesehen.
Für den Innenbau des Gebäudes, soweit nicht dafür ebenfalls längere freie Mauern und daher wieder analoge Gerüsttürme in Betracht kommen, ist die Anordnung entsprechend ummontierbarer (verlegbarer) Förderbänder 10 (Fig. 2 rechts) in Aussicht genommen, die von der Arbeitsbühne 7 aus entweder mittels Handkurbel 25 oder ebenfalls wieder motorisch (laufende Bänder) angetrieben sein können.
In Fig. 2, rechts oben, oberhalb des Geländers der Arbeitsbühne 7 ist gezeigt, wie eine der Tragschaukeln 23 zum Zwecke der Abgabe des auf ihr liegenden Materials (Ziegeln od. dgl.) nach links gehoben ist, damit, ohne besonderes Abheben der Ziegel, diese unmittelbar auf das Förderband gleiten können.
Alles am Erfindunggegenstand soll ja der Erleichterung und Beschleunigung der Bauarbeit dienen ; einserseits wird den Arbeitenden damit körperliche Arbeit soweit als möglich abgenommen und erleichtert, andererseits werden mittels dieser Beschleunigung die Bauzeiten auch zur Verminderung der verlorenen Bauzinsen auf das äusserste abgekürzt.
Die Stabilität eines solchen Gerüstturms kann, sofern gewisse Mauerhöhen überschritten werden, in ähnlicher Weise unter Erhaltung freier Verstellbarkeit des Gerüstturms längs der Mauer gesichert sein, wie bei fahrbaren modernen Baukranen. Unterhalb der Arbeitsbühne oder in bestimmten Mauerhöhen kann an der errichteten Mauer eine Fahrschiene wegnehmbar befestigt werden, an der sich das Turmgerüst zur Sicherung gegen Kippen führt.
Solche Turmgerüste können nicht nur für die Neuerrichtung von Mauern und Gebäuden, sondern auch für deren Reparatur oder für sonstige Instandsetzungsarbeiten an Mauern und Gebäuden Verwendung finden. Ferner können an den verschiedenen Mauern oder Gebäudeseiten zu gleicher Zeit je zwei oder mehrere solcher Gerüste für bestimmte Abschnitte gleichzeitig verwendet werden. Sie können, mit Weglassung des Nichterforderlichen, auch für andere als Mauerungszwecke, z. B. für die Montierung von Leitungskonsolen für elektrische Leitungen aller Art, für Dekorationszwecke und anderes, eingesetzt werden. Eine andere Verwendungsart wäre die z. B. für die Renovierung, Instandsetzung oder Verglasung oder auch für Untersuchung an Werkstättenhallen oder in grossen Bahnhofshallen (z.
B. nach Zerstörungen), dann für Beobachtungsstände, für das Stutzen und Beschneiden von Alleebäumen usw. Auch im Schiffbau, auf Werften usw. und zu vielen anderen Zwecken vermöchte der transportable Gerüstmast vorteilhafte Dienste zu leisten. Zuletzt sei auch noch der Einsatz für Rettungszwecke erwähnt, wobei in verschiedenen Anwendungen, je nach Bedarf, auch das Fahrgestell oben liegen und der Mast nach unten gerichtet sein kann. Wesentlich ist, dass das erfindungsgemässe Baugerüst normal
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betriebsfertig zugeführt und aufgerichtet (in Arbeitsstellung gebracht) wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Transportables und fahrbares Baugerüst mit auf einem Schienen-oder Strassenfahrzeug stehenden, umlegbaren Turmgerüst mit daran höhenverstellbarer Arbeitsbühne und Steuerung der Bühnen-und Gerüstverschiebung von der Bühne aus, dadurch gekennzeichnet, dass durch Turm und Bühne ein Paternoster für die Stückmaterialien zirkuliert und von einer auf der Fahrzeugplattform befindlichen Mörtelmischmaschine eine bewegliche Schlauchfördervorrichtung durch die Bühne oder sonst von ihr demontierbar mitgenommen, reicht, um alle Materialien, die festen, wie die breiige, für das Mauern, Anwerfen, Verreiben usw.
maschinell mittels dieser Kombinations-Baumaschine so rasch als möglich den auf der Bühne oder in ihrer Nähe auf dem Bau Arbeitenden an die Hand zu liefern, wobei alle diese Lieferungen von der Bühne aus von Hand oder elektrisch steuerbar sind, ebenso wie die notwendigen sonstigen Gerüst-und Bühnenbewegungen.