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Kopf-und Armstütze für Eisenbahnreisende
Ziel und Gegenstand der Erfindung ist eine Stützvorrichtung für den Körper, mittels welcher Eisenbahnreisende in sitzendem Zustand bequem schlafen können, wobei Gewicht und Grösse der Vorrichtung so gering gehalten sind, dass der
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führen kann, ohne dass die Handhabung durch Schamiermechanismen kompliziert zu werden braucht.
Durch eine aufhängbare gepolsterte Kopfstütze und eine an dieser befestigte Lagerungsvorrichtung für die Unterarme und Hände wird erreicht, dass der Körper in der ihm gegebenen Ruhelage auch dann verbleibt, wenn die den Schlafzustand begleitende Erschlaffung der Haltemuskulatur eintritt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Auf einem Brettchen 1 ist ein Kopfkissen 2 mittels Nieten 3 befestigt und an den beiden Stirnseiten des Brettchens 1 durch Schlitze 4 ein Aufhängegurt 5 gezogen, dessen Länge mittels einer Klemmschnalle 6 verändert werden kann. An einer der beiden Schmalseiten des Brettchens 1 ist noch eine nach unten reichende Handschlaufe 7 befestigt. An dem Brettchen 1 ist ferner ein zweites Brettchen 8 mittels drei Bändern befestigt, von denen die beiden äusseren 9 an einer der beiden Längsseiten angeordnet sind, das mittlere 10 an der anderen Längsseite. Die Befestigung erfolgt dabei ebenfalls mittels Nieten 11.
Zum Gebrauch wird der Aufhängegurt 5 mittels eines vorgesehenen Bügels am Rahmen des Gepäcknetzes bzw. am Rande des Gepäckbrettes befestigt, u. zw. so, dass die Bänder 9 sich an der dem Benützer zugewendeten Seite der Vorrichtung befinden, das Band 10 an der vom Benützer abgewendeten Seite. Es hängt also jetzt an dem Aufhängegurt 5 das Kopfkissen 2 und an dem Kopfkissen 2 hängt das Brettchen 8. Dazwischen hängt an der linken Seite die Handschlaufe 7.
Man schiebt nun die linke Hand von der linken Seite her unterhalb der Handschlaufe so weit auf das Brettchen 8 auf, dass der Ellbogen, der Unterarm und der Handteller eine Auflage finden und lässt die Finger die rechte Schmalseite des Brett- chens umgreifen. Nun schiebt man von rechts her die rechte Hand oberhalb und entlang der linken Hand und des linken Unterarmes vor und schiebt sie bis zur Handwurzel in die Handschlaufe 7 hinein. Nun liegt der rechte Unterarm auf dem linken Unterarm und auf dem Rücken der linken Hand. Die rechte Hohlhand bedeckt den linken Ellbogen.
Schliesslich legt man den Kopf auf die Polsterung 2 der Kopfstütze auf. Nun sind Kopf, Unterarme und Hände in angemessener Weise gestützt und infolgedessen ist auch der Rumpf vor ungewolltem Umsinken bewahrt. Somit ist eine wesentliche Voraussetzung für das Schlafen in sitzendem Zustand erfüllt.
Ein ungewolltes Abgleiten der Hände und Unterarme wird durch die erfindungsgemässe Gestaltung der Armstütze verhindert. Über die Längsseiten des Brettchens 8 können sie nicht abrutschen wegen der Bänder 9 und 10. Ein Abgleiten nach innen wird durch die Bänder 9 verhindert, von denen je eines sich in der Ellenbeuge der beiden Arme befindet. Auch können die Ellbogen nicht nach aussen abgleiten ; der linke deshalb nicht, weil die linke Hand sich am rechten Ende des Brettchens 8 einhält und überdies das Gewicht des rechten Unterarmes einem Entgleiten entgegenwirkt ; der rechte deshalb nicht, weil die rechte Hand in der Handschlaufe 7 eingehängt ist.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung der Bänder 9 und 10 wird ferner erreicht, dass die Masse des Brettchens 8 so gering gehalten werden können, dass die angestrebte leichte Transportierbarkeit der Vorrichtung-z. B. in einer Aktentasche-auch tatsächlich gegeben ist. Würde man statt des mittleren Bandes 10 zwei seitliche (analog 9) verwenden, so würden die Bänder beim Auflegen der Unterarme raumbeengend und hinderlich sein und würde zur Behebung dieses Nachteiles eine grössere Breite des Brettchens 8 erforderlich werden.
Wären die Bänder an der Schmalseite des Brettchens befestigt, statt an der Längsseite, so bestünde die Gefahr des Abrutschens der Arme über die Längskanten des Brettchens 8 und müsste überdies-um den Unterarmen genügend Platz zwischen den Bändern zu bieten-das Brettchen 8 länger gestaltet werden als zulässig ist, wenn das Erforder-
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nis der leichten Transportierbarkeit erfüllt bleiben soll.
Ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen können statt der Gurten und Bänder auch andere biegsame Aufhängeorgane und anstatt der Brettchen Auflageflächen aus anderem Material verwendet werden. Der Erfindungsgegenstand kann selbstverständlich auch ausserhalb Eisenbahnzügen mit Vorteil verwendet werden, z. B. in Flugzeugen, Reiseomnibussen, Wartesälen, Notunterkünften usw. Eine Aufhängemöglichkeit für den Aufhängegurt kann nötigenfalls behelfsmässig ge-
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PATENTANSPRÜCHE :
1. Kopf-und Armstütze für Eisenbahnreisende, bestehend aus einer besonderen Kopfstütze und einer von dieser getrennten Armstütze, sowie einem biegsamen Aufhängeorgan, welches mittels vorgesehener beliebig geformter Aufhängebügel am Gepäckträger aufgehängt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfstütze aus einem starren, vorzugsweise gepolsterten Brettchen besteht, während als Armstütze ein an der Kopfstütze mittels Bändern aufgehängtes Brettchen vorgesehen ist, wobei die Bänder nicht an der Schmalseite, sondern an der Längsseite der Armstützbrettchen angreifen.