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Räuchervorrichtung
Gewisse Wurstsorten, wie Extrawurst, Frank- furter-, Pariser-, Krakauerwurst, Schinkenwurst und sonstige Frischwürste, unterliegen leicht der Verderbnis. Durch Beimengung konser- vierender Stoffe in solchen Mengen, dass die
Haltbarkeit wesentlich verlängert wird, leiden
Geschmack und Bekömmlichkeit der Würste.
Das lange Selchen der fertigen Ware macht die
Wurst unansehnlich und zäh und ergibt einen grossen Gewichtsverlust.
Durch die Erfindung wird eine Vorrichtung geschaffen, die es ermöglicht, diesen Mängeln dadurch abzuhelfen, dass das als Ausgangsprodukt für die Wursterzeugung dienende Kleinfleisch, wie auch der Kleinspeck, vor der Weiterver- arbeitung im Wolf u. dgl. in der Kaltrauch- kammer dem Räucherverfahren unterzogen werden. Hiedurch wird nicht nur die Haltbarkeit der Würste erhöht, sondern auch eine wesentliche
Geschmacksverfeinerung der so zubereiteten
Wurstwaren erzielt.
Mit den üblichen Räuchervorrichtungen ist es nicht gut möglich, kleine Fleisch-und Speck- stücke zu selchen, da diese meist nur Aufhängevorrichtungen in Form von Haken für einige grosse Stücke enthalten. Für das Räuchern von
Fischen sind zwar bereits fahrbare Räuchereien bekannt geworden, in denen die Fische in aus- ziehbaren Laden mit Siebböden lagern. Diese Vorrichtung eignet sich indessen für den Erfindungszweck nicht, da die Fleisch-und Speckstücke einerseits vor dem Zutritt grösserer Verunreinigungen, wie Russ, geschützt werden müssen, wozu der völlige Abschluss durch feine
Siebe erforderlich ist, wobei die Fleischstücke aber andererseits nicht mit Metall in Berührung kommen sollen, weil dies dem Geschmack schadet.
Die Räuchervorrichtung nach der Erfindung vermeidet diese Schwierigkeiten in einfacher und zweckmässiger Weise und besteht in einem zum Einschieben in eine Räucherkammer geeigneten kleinen Behälter mit am Boden, seitlich und im Deckel angebrachten, mit engmaschigen Gittern versehenen Öffnungen für den Durchtritt des Rauches und einem in diesem Behälter etwas über dem Boden herausnehmbar angebrachten Einsatz mit einem aus Holz od. dgl. gefertigten rostartigen Boden zur mittelbaren Aufnahme des Räuchergutes.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Behälter, Fig. 2 den dazu- gehörigen Einsatz und Fig. 3 den Deckel der
Räuchervorrichtung in axonometrischer Dar- stellung. Fig. 4 ist eine schematische Darstellung der zusammengesetzten, auf zwei Trägern in der
Räucherkammer stehenden Vorrichtung.
Der aus Fig. 1 ersichtliche kistenförmige
Behälter 1 ist aus den beiden gleichartig ausgebildeten Stirnwänden 2, der Vorderwand 3, aus der zum besseren Verständnis in der Darstellung ein Stück herausgeschnitten ist, und der Rückwand 4 zusammengesetzt. Der Boden wird durch ein engmaschiges Gitter 5 gebildet, das nur dem Rauch den Eintritt gestattet. Die Vorderwand 3 weist im unteren Teil zum gleichen Zweck ebenfalls einen über die ganze Länge sich erstreckenden Ausschnitt auf, der durch ein Gitter 6 verkleidet ist. An den mit Ausschnitten 7 zum Tragen der Vorrichtung versehenen Stirnwänden 2 ist an der Innenseite je ein Rahmen 8 zur Aufnahme des in Fig. 2 dargestellten Einsatzes 11 angebracht. Deckleisten 9 füllen den Spalt zwischen dem Einsatz 11 und der Vorder-bzw. Rückwand aus.
Eine aussen rund um den Behälter laufende Leiste 10 dient als Deckelauflage.
Der in Fig. 2 dargestellte Einsatz 11 ist in einfachster Weise aus Leisten zusammengesetzt. An den beiden Schmalseiten wird er durch Brettchen 12 mit Grifflöcher 13 begrenzt, während die Seitenwände 14 und der Boden 15 ähnlich wie Lattenroste aus parallel zueinander angeordneten Leisten gebildet werden, um dem Rauch freien Zutritt zu dem darin liegenden Gut
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lichen Träger 20 gestellt. Da der Abstand dieser Träger nicht in allen Anlagen gleich ist, kann der Behälter 1 auch mit ausschiebbaren, vorzugsweise
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an der Unterseite angeordneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Schienen oder Leisten versehen werden, die fallweise als Verlängerungsstücke dienen, um die Auflage auf den Trägern zu ermöglichen.
Der mit den zu räuchernden Fleisch-und Speckstücken angefüllte Einsatz 11 wird nun in die hiefür im Behälter 1 vorgesehenen Rahmen 8 eingelegt und der Deckel 16 aufgesetzt.
Der von der Feuerstelle aufsteigende Rauch tritt nun, wie in Fig. 4 durch Pfeile angedeutet, durch das Gitter 5 im Boden und das Gitter 6 in der Vorderwand des Behälters ein, wo er durch die Zwischenräume der Leisten in den Seitenwänden und im Boden 15 des Einsatzes 11 an das zu räuchernde Gut gelangt, um schliesslich durch die Gitter 17 im Deckel auszutreten. Die Deckleisten 9 verhindern hiebei den unmittelbaren Austritt von Rauch aus dem Behälterinnern durch die Deckelöffnungen.
Nach Beendigung des Räuchervorganges wird nach Abheben des Deckels der Einsatz 11 mit den geräucherten Stücken herausgenommen und kann durch einen neu gefüllten Einsatz ersetzt werden.
Die Vorrichtung besteht vorteilhaft aus Holz oder einem anderen Material, das keine nachteilige Geschmacksveränderung der Räucherware zur Folge hat.