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Österreichische PATENTSCHRIFT Nark 16446.
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Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Regler, der dazu dient, die Geschwindigkeit der Turbinen ausserhalb der im voraus festgesetzten Grenzen zu regeln. In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 einen lotrechten Schnitt durch die Achse der Stifte der Steuerungsvorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Steuerungsvorrichtung mit lotrechtem Schnitt durch die Achse des Wasserzylinders der Abstellvorrichtung, Fig. 3 eine Stirnansicht der Steuerungsvorrichtung, Fig. 4 einen Grundriss derselben, Fig. 5 den Grundriss einer Francisturbine mit drehbaren Leitschaufeln, die beiden Wasserzylinder im Schnitte dargestellt, und Fig. 6 die Ansicht einer Spiralturbine mit im Achsialschnitt gezeigten Wasserzylinder.
Der hydraulische llochdruckregler besteht aus zwei an das Leitrad (Fig. o) oder den Turbinenkasten oder Turbinenkessel (Fig. 6) befestigten Wasserzylindern 1, 2, deren gemeinschaftlicher Doppe1tauchkolben 3,4 mit seiner in der : Mitte befindlichen Öse 5 einen Zapfen oder Zahn 6 oder mittels seiner in der Mitte befindlichen Zahnstange 7 ein Zahnrad oder Zahnsegment 8 der Drosselvorrichtung der Turbine verstellt.
Das Hochdruckwasser durchströmt vor dem Eintritt in den einen oder den anderen Wasserzylinder eine vom Tachometer aus regelbare Steuerungsvorrichtung, welche die nachstehend beschriebene Einrichtung aufweist : An der Drehachse 9 des die TachometerhtUse-M umfassenden gabelförmigen Hebels-M sind zwei parallele einfache Hebel 11, 12 befestigt, die beim Auf-oder Niedersteigen der Tachometerhülse zwei beiderseitig iu Bohrungen eines Gehäuses auf oder ab verschiebbare
Stifte 13, 14, 15, 16 bewegen. Das Druckwasser tritt bei 17, 18 in das Gehäuse ein und übt auf die Stirnflächen der Stifte 13, 14 den gleichen Druck aus.
Bei normaler Geschwindigkeit haben alle drei Hebel 10, 11, 12 eine wagerechte Lage und die Stiftenden greifen gleich tief in ihre Bohrungen ein, so dass sämtliche Leitungen abgesperrt sind. Bei Änderung der normalen Geschwindigkeit der Turbine wird durch
Heben oder Senken der Tachometerhülse und der dadurch bewirkten Verstellung der Hebel die Lage der Stifte jedesmal eine andere. Wächst die Geschwindigkeit der Turbine, so
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verlassen, während die Stiftenden 13, 15 in die Bohrungen 19, 21 noch tiefer eindringen und den Wasserabschluss noch dichter machen. Das Druckwasser strömt nun durch 18, 20, 24 zum Wasserzylinder , dessen Tauchkolben 3 verschoben wird und dadurch die Drosselvorrichtung teilweise schliesst.
Hingegen kann das Wasser aus dem Zylinder 2 durch 23, 27, 26, 22, 29 ins Freie gelangen. Bei kleinerer als der normalen Geschwindig-
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dringen. Das Druckwasser findet offenen Weg durch 17, 19, 23 zum Wasserzylinder 2, dessen Tauchkolben durch Verschiebung eine Öffnung der Drosselvorrichtung bewirkt. Das Wasser aus dem Zylinder 1 gelangt durch 24, 28, 25, 21, 30 ins Freie. Nachdem bei normaler Geschwindigkeit der Turbine die Hebel wagerecht stehen und alle Stifte gleich
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nach auf-oder abwärts schwingen, bis ein Stiftenpaar die Bohrungen verlässt.
Innerhalb dieses Winkels, welcher der im voraus bestimmten oberen und unteren Grenze der normalen Geschwindigkeit entspricht, findet daher keine Regelung statt, bei Überschreitung
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Der gabelförmige Hebel 1 10 ist über die Tachometerhülse hinaus verlängert und beide Enden sind durch einen Hebel verbunden, der eine Rolle 31 trägt. Unterhalb dieser be. findet sich ein kleiner Wasserzylinder mit einem Tauchkolben 33, welch letzterer beim absichtlichen Einlassen des Wassers in die Höhe geht und dadurch die ganze Steuerung-
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gänzlich Drosselung bezw. gi1nzlicho. Absperrung der Turbine stattfindet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Turbinenkessel befestigten Wasserzylindern, deren gemeinschaftlicher Doppeltauchkolben unmittelbar die Drosselvorrichtung der Turbine, bewegt, wobei innerhalb der festgesetzten oberen und unteren Grenze der normalen Geschwindigkeit das Druckwasser nach beiden Richtungen abgesperrt ist, während ausserhalb dieser Grenzen durch weitere Hebung oder Senkung der Tachometerhülso und daher zweier in Bohrungen eines Gehäuses durch zwei parallele Hebel verschiebbarer Stifte die Zuführung des Druckwasser in den einen oder don anderen Wasserzylinder bewerkstelligt wird, wodurch eine Drosselung oder Öffnung der Turbine stattfindet.