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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 16430. WILLIAM NEWTON DUMARESQ IN ACTON (ENGLAND).
Wechselgetriebe.
Vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen bei einer besonderen Art von Wechselgetrieben, wodurch die von der Antriebswelle auf die angetriebene Welle übertragene Ge- schwindigkeit nach Belieben während der Drehung der Wellen geändert werden kann. Diese Art von Wechselgetrieben besteht aus ausdehnbaren und zusammenziehbaren Trommeln, die sich aus einer Reihe von Armen zusammensetzen, welche sich radial in Nuten einer auf einer Welle festen Scheibe verschieben können und von denen jede, je nachdem sie für Seil-oder Kettentrieb dienen sollen, eine Rillenscheibe oder ein Kettenrad trägt, das auf seiner Achse so angebracht ist, dass es entweder auf ihr fest bleibt oder sich auf ihr drehen kann.
Gemäss der obengenannten Ausführungsart wird dies durch Anbringung der Seilscheiben oder Kettenräder auf ihren Achsen mittels eines Klemmgesperres oder einer sonst geeigneten Kupplung bewirkt, welche ihre Drehung auf den Achsen in einer Richtung verhindert, aber in der anderen gestattet, wenn die Arme in der einen oder anderen Richtung verschoben werden.
Nach der vorliegenden Erfindung nun wird das l (lemmgesperre oder die sonst gleichwertige Kupplung, welche eine Drehung der Scheiben oder Kettenräder nur in einer Richtung zulässt, durch eine Reibungskupplung ersetzt, welche, wenn gewünscht, ihre Freigabe zur Drehung in beiden Richtungen gestattet, indessen im erforderlichen Falle ihre Sperrung und feste Verbindung mit ihren Achsen ermöglicht, so dass sämtliche Scheiben oder Kettenräder einfach mit der Trommel und deren Welle rotieren.
In den Zeichnungen ist eine besonders zweckmässige Ausführungsform der Erfindung dargestellt u. zw. zeigt : Fig. 1 eine der ausdehnbaren Trommeln, zur Hälfte in Ansicht. zur Hälfte im Schnitt und Fig. 2 in Draufsicht die treibende und getriebene Trommel in ihrem Gehäuse nebst den Vorrichtungen zum Ausdehnen und Zusammenziehen derselben sowie zum Umkehren der Drehungsrichtung der angetriebenen Welle.
In Fig. 1 ist auf der Welle 5, welche entweder als die treibende oder die angetriebene Welle gelten kann, der Teil 18 mit radialen Nuten 17, in denen die Arme 4 gleichzeitig nach aussen oder innen verschoben werden können, angebracht. Die Arme-4 führen Spindeln 73, auf denen die Kettenräder 32 (bezw., im Falle der Verwendung von Seilantrieb, Rillenscheiben) derart angebracht sind. dass sie, wenn sie frei sind, in beiden Richtungen umlaufen können und sind ferner mit Zapfen oder Ansätzen 6 ausgestattet, die mit der Spiral- nutscheibn 11 in Eingriff sind, welche mittels der in einer Nut 26 der Welle 5 in Längsrichtung verschiebbaren Zahnstange 25 in beiden Richtungen gedreht werden kann.
Jedes der Kettenräder 32 bezw. jede der Seilscheiben ist mit einem konisch ver- tieften Teil 74 ausgestattpt, in den ein entsprechender Konus 75 greift ; diese Konusse 7. ? sind an einer Scheibe 76 angeordnet, die aus einem Stück mit einer in Längsrichtung gegen den Teil 18 verschiebbaren MuSe 77 besteht. In der Regel wird die Scheibe 76 gegen den die Arme 4 führenden Teil 18 durch eine starke Feder 78 gepresst, wodurch die an der Scheibe 76 benndlichen Konusse 75 für gewöhnlich in die an den Kettenrädern oder Seilscheiben 32 befindlichen konischen Vertiefungen gedrückt und die Räder bezw.
Scheiben derart selbst in starrer Verbindung mit ihren Achsen gehalten werden, so dass sie nur mit dem Teil 18, in dem die die Achsen tragenden Arme angebracht sind, umlaufen Die Muffe oder Nabe 77 der Scheibe 76 trägt ausser dieser einen ebenfalls mit ihr aus einem Stück hergestellten und als Nutenscheibo ausgebildeten Teil 79, in dessen Nut
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Maschine, an der das Wechselgetriebe angebracht ist, Bedienende oder Benutzenden vorbunden ist.
Durch Antrieb dieses Pedals oder Hebels wird die Muffe 77 gegen die Wirkung der Feder 78 zurückbewegt und werden die durch die Konusse 75 und konischen Vertiefungen an den Rädern oder Scheiben 32 gebildeten Reibungskupplungen infolgedessen ausgerückt, so dass die Räder oder Scheiben freigegeben werden, um sich in beiden Richtungen auf ihren Achsen drohen zu können, wenn die Anne 4 nach aussen oder innen gemäss der Drehrichtung, die der Spiralnutscheibe 11 erteilt wird, verschoben werden.
Die von der Scheibe 76 getragenen Konusse 75, die, wie ersichtlich, auf denselben Achsen wie die Kettenräder oder Scheiben sitzen, sind ebenfalls in radialer Richtung verschiebbar, u. zw. in Schlitzen 82 der Scheibe 76, so dass sie demnach der Verschiebungbewegung der Räder oder Scheiben bei Vergrösserung oder Verkleinerung des Trommeldurchmessers folgen.
Wie aus der Darstellung in Fig. 2 hervorgeht, bestehen die Mittel zur gleichzeitigen Verstellung der Reibungskupplungen der Räder 32 sowohl der antreibenden Welle 105 wie der angetriebenen Welle 5 aus einem beiden gemeinsam dienenden Gewinde 83 einer Spindel 84, die in einem Lager 85 des Gehäuses 86 des Getriebes drehbar ist und auf der der Arm 87, mit dem das Antriebspedal oder der Antriebshebel 81 verbunden ist, sitzt. Das Gewinde 83 tritt durch eine mit entsprechendem Innengewinde. ersehene Buchse S, mit der die in die Nutenscheiben 79 der Muffen 77 greifenden Gabeln 80 verbunden sind. Auf diese Weise werden, wie ohne weiteres ersichtlich, durch Antrieb des Pedals bezw. Hebels 81 beide Muffen gleichzeitig in der Ausrückrichtung der Kupplungen 75 bewegt.
Die dargestellten Mittel zur Bewegung der verschiebbaren Zahnstangen 25, 125, die die Drehung der beiden Spiralnutscheiben 11, 111 in entgegengesetzten Richtungen veranlassen, bestehen in einem an dem Rahmen oder Gehäuse schwingbar gelagerten doppelarmigen Hebel 90, dessen geschlitzte Enden Stifte oder Zapfen 91, 191 in Ringen 92, 192 fassen, in denen die treibende bezw. angetriebene Welle sich drehen kann und die in geeigneter Weise mit den Zahnstangen 25, 125 verbunden sind.
Der eine Arm des Hebels 9U wird dabei durch einen geeigneten weiteren (nicht dargestellten) Hebel gesteuert, durch dessen Bewegung der Ring 192 zur Verschiebung der Zahnstange 125 in der einen oder anderen Richtung veranlasst wird, während diese Bewegung naturgemäss durch den anderen Arm des Hebels 9C auf die andere Zahnstange in der Weise übertragen wird, dass sie sie' ;, in entgegengesetzter Richtung verschiebt.
Zwecks Ermöglichung der Umkehrung der Drehrichtung der angetriebenen Welle 5 sind zwei Zahntriebe 93,94 frei drehbar auf am Gehäuse befindlichen Zapfen 95 aufgesetzt und werden von einem beiden gemeinsamen Ring 96 gehalten, an den ein Arm eines am Gehäuse schwingbar gelagerten Hebels 97 angreift, dessen anderer Arm durch eine Stange. 98 mit dem Umkehrhebel verbunden ist.
Ein Zahnkranz 1. 9. 9 ist auf dem Teil S', in dem die Arme 4 verschiebbar sind, angebracht und ein gleichartiger Zahn- kranz 9. 9 sitzt auf dem entsprechenden Teil 18 der angetriebenen Welle 5, so dass, wenn der Umkehrhebel in solcher Richtung bewegt wird, dass die Triebe 93, 94 mit den Kränzen 199 und 99 in Eingriff treten, die Bewegung der Antriebswelle 105 durch den
Zahnkranz 19 und die Triebe 93, 94 auf den Zahnkranz 99 übertragen wird, jedoch in umgekehrter Richtung zu der, in welcher sie durch die Kettenräder 32 bezw. Rillen- scheiben und die Kette 2 übertragen werden würde.
Es ist selbstverständlich, dass in diesem
Falle die Reibungskupplungen 75 ausgerückt sein müssen, so dass sie die Räder 32 frei auf ihren Achsen drehen können.