AT164051B - Verfahren zur Verhinderung von Fäulniserscheinungen in alkalischen Caseinlösungen - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung von Fäulniserscheinungen in alkalischen Caseinlösungen

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verhinderung von Fäulniserscheinungen in alkalischen Caseinlösungen 
 EMI1.1 
 höher die Temperatur ist, ein desto stärkerer chemischer Abbau findet statt, der gleich- zeitig mit einer pH-Abnahme verbunden ist.
Daraus folgt, dass die Temperatur nicht höher als notwendig gehalten werden soll, um überflüssigen chemischen Caseinabbau zu vermeiden. 



   Es empfiehlt sich auch, bei Temperaturen von 57  C und höher den Zahlenwert der PH der Caseinlösung nicht niedriger als die Zahl 9-8 einzustellen, um ohne Gefahr z. B. vor dem
Spinnen die Temperatur herabsetzen zu können, weil bei niedrigerem pH-Wert mit der Möglich- keit des Auftretens bakteriologischer Vorgänge gerechnet werden muss. 



   Beispiel 1 : Es wurde eine Caseinlösung mit einem PR   von 9-0   dadurch hergestellt, dass 1 kg
Sauer-Casein langsam und unter Rühren in
3700 cm3 Wasser von   250 C   zugefügt wurde. 



   Nachdem man eine halbe Stunde bei derselben
Temperatur gerührt hatte, wurde 140 cm3 Lauge von einer Konzentration von 19-4% zugefügt. 



   Darauf wurde die Temperatur innerhalb ungefähr 10 Minuten bis auf   600 C   erhöht, und bei dieser Temperatur wurde noch eine halbe Stunde weitergerührt. Für diese Versuche wurde steriles Glas gebraucht. Nach Abkühlen wurde ein Teil der Caseinlösung bei 40  C und ein anderer Teil bei 57  C weggesetzt. Die Lösung von   40  C   war schon nach 24 Stunden durch Bakterienwirkung zum Teil zersetzt und hatte einen intensiven Fäulnisgeruch angenommen. 



  In der auf   570 C   gehaltenen Lösung konnte auch nach längerer Zeit keine Bakterienwirkung wahrgenommen werden. 



   Beispiel 2 : Eine Caseinlösung mit einem PR von 9-82 wurde dadurch hergestellt, dass man 1 kg Casein langsam und unter Rühren in 3725 cm3 Wasser von 25   C zufügte. Nachdem man eine halbe Stunde bei derselben Temperatur gerührt hatte, wurde 162 cm3 Lauge von   19'4%   zugefügt. 



  Darauf wurde die Temperatur innerhalb von ungefähr 10 Minuten bis auf   600 Cerhöht   und bei dieser Temperatur noch eine halbe Stunde weitergerührt. Es wurden dabei sterile Glasgeräte gebraucht. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Nach Abkühlung wurde die Caseinlösung in 2 Teile geteilt und beide Lösungen bei 45  C weggesetzt. Nach 24 Stunden war der pH-Wert in beiden Lösungen   9. 78.   



   Die eine Lösung (I) wurde mit Lauge korrigiert, bis zu einem pH-Wert von 9-82 ; die andere Lösung (II) wurde unverändert gelassen. 



   (I) wurde nach weiteren 24 Stunden aufs neue korrigiert, bis zu einem pH-Wert von 9-82, und dasselbe wurde nach 24 Stunden wiederholt usw. 



   In (I) konnte nach mehreren Tagen keine Bakterienwirkung wahrgenommen werden, während (II) nach 3x24 Stunden deutlich einen Fäulnisgeruch angenommen hatte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Verhinderung von Fäulniserscheinungen in alkalischen Caseinlösungen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Temperatur und den pH-Wert dieser Lösungen derart einstellt, dass, solange die Temperatur nicht auf mindestens 570 C gehalten wird, der pH-Wert auf mindestens 9-8 oder höher eingestellt wird.
AT164051D 1946-11-26 1946-11-26 Verfahren zur Verhinderung von Fäulniserscheinungen in alkalischen Caseinlösungen AT164051B (de)

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