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Elektronenröhre
Bei Verwendung von Elektronenröhren ist es im allgemeinen wichtig, dass jede Röhre von einer gleichartigen Röhre ersetzt werden kann, ohne dass dabei der Apparat, in dem die Röhren zur Verwendung kommen, umgeändert zu werden braucht.
Mit Hilfe von neuzeitlichen Verfahren können Elektronenröhren derart hergestellt werden, dass fast sämtliche wesentliche charakteristische Grössen verschiedener Exemplare von einer Gattung innerhalb sehr enger Grenzen gleich sind. Es hat sich aber gezeigt, dass die zulässigen Toleranzen der Kapazitäten zwischen den einzelnen Elektroden untereinander und gegen die umgebenden Teile des Apparates so gering sind, dass die Herstellung von ohne weiteres austauschbaren Röhren ohne ausserordentlich hohe
Gestehungskosten kaum möglich ist. Dies gilt insbesondere für Röhren für sehr hohe Frequen- zen.
Zur Vermeidung der vorgenannten Schwierig- keit kann man den Nachregelkondensator in einem teilweise von der Kolbenwand, teilweise von einer Abschirmung der Röhre begrenzten
Raum unterbringen. Ein Teil der Abschirmung bildet dabei eine der Elektroden des Nachregel- kondensators. Bei einer bestimmten Ausführungs- form kann die andere Elektrode aus einer starr oder drehbar mit einem Kontaktstift verbundenen
Platte bestehen, und zwischen den Elektroden des Nachregelkondensators ist ein Dielektrikum in Form einer Isolierplatte angeordnet. Wenn die Elektrode starr mit dem Kontaktstift verbunden ist, wird die Isolierplatte drehbar angeordnet und derart ausgebildet, dass sich die Menge des zwischen den Elektroden des Nachregelkonden- sators befindlichen dielektrischen Stoffes bei
Bewegung der Isolierplatte ändert.
Um zu erzielen, dass die verschiedenen Teile des Kondensators mit hinreichendem Druck gegeneinander liegen, wird bei einer Elektronen- röhre mit einer Schirmplatte und mit einem
Nachregelkondensator, bei dem eine Elektrode von einem Teil der Schirmplatte gebildet wird und durch ein Dielektrikum von der anderen
Elektrode getrennt ist, nach der Erfindung die
Schirmplatte derart mit einem oder mehreren
Einschnitten versehen, dass derjenige Teil dieser
Platte, der als Elektrode für den Nachregel- kondensator dient, federnd an dem Dielektrikum anliegt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, wobei Fig. 1 eine beispielsweise
Ausführungsform der erfindungsgemässen Röhre,
Fig. 2 einen Schnitt eines Teiles einer solchen
Röhre darstellt.
In der Zeichnung ist die Röhrenwand mit 1, die Schirmplatte mit 2 und der Kontaktstift mit 3 bezeichnet. Letzterer ist z. B. mit einer Elektrode versehen, deren Kapazität genau auf einen bestimmten Wert gebracht werden muss.
Der Kontaktstift 3 ist mit einer halbkreisförmigen Metallisierung 4 an der Unterseite des Röhrenbodens verbunden ; diese Metallisierung bildet eine Elektrode des Nachregelkondensators.
Die metallene Schirmplatte 2 bildet die andere Elektrode dieses Kondensators. Diese beiden Elektroden sind durch ein Dielektrikum in Form einer Isolierplatte 5 voneinander getrennt, die um den Stift 3 drehbar ist und eine Öffnung 6 aufweist. Diese Öffnung 6 ist derart ausgebildet, dass sich bei Drehung der Platte 5 die Menge des Isolierstoffes zwischen den Elektroden des Nachregelkondensators ändert, wodurch die Kapazität dieses Kondensators geändert wird. Die Drehung der Platte 5 kann durch die Öffnung 7 hindurch erfolgen. Um zu verhüten, dass bei Einführung der Röhre in den Röhrenhalter die Schirmplatte etwas eingedrückt wird, wodurch sich die Isolierplatte verschieben könnte, ist die Schirmplatte an einigen Stellen durchgedrückt, so dass Erhöhungen 10 entstehen, mit denen diese Schirmplatte auf dem Röhrenboden aufruht.
Nach der Erfindung sind Einschnitte 8 und 9 in der Schirmplatte 2 vorgesehen, so dass der als Elektrode des Nachregelkondensators arbeitende Teil federnd ist und infolgedessen mit einem bestimmten Druck gegen die Isolierplatte 5 drückt. Infolgedessen kann diese Platte beim Transport nicht verschoben werden, und es können auch Wärmespannungen in der Schirmplatte 2 keine Verschiebung der Platte herbeiführen.
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Obgleich eine bestimmte Ausführungsform beschrieben worden ist, wird es einleuchten, dass die Einschnitte auch anders ausgebildet sein können. Auch können die Kapazitäten mehrerer Elektroden der Röhre auf die erfindungsgemässe Art nachgeregelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektronenröhre mit einer Schirmplatte (2) und einem Nachregelkondensator (2, 4, 5), bei dem eine Elektrode von einem Teil der Schirm- platte (2) gebildet wird und mittels eines Dielektrikums (5) von der anderen Elektrode (4) getrennt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmplatte (2) derart mit einem oder mehreren Einschnitten (8, 9) versehen ist, dass der als Elektrode des Nachregelkondensators fungierende Teil der Schirmplatte (2) federnd an dem Dielektrikum (5) anliegt.