<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtungen zur Verstärkung elektrischer Entladungen über Funkenstrecken.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
D ! e Scheibe M aus Material von hohem Widerstand wirkt für die Entladung. als ein Nebenschluss, über den ein kleiner Bruchteil der ganzen Entladungsenergie verläuft, denn es treten ganz kleine Funken zwischen e und ta auf, verlaufen über die Fläche von n und
EMI2.1
welche die einfache Funkenstrecke erzeugte, aber mit Sicherheit ansprach, sobald die Entladungen dureh'die oben beschriebene Einrichtung verstärkt worden waren.
Wenn die Hauptfunkenstrecke verkleinert werden muss, um einer geringeren Stärke der Energiequelle zu genügen, so wird es auch nötig, die Nebenschlussfunkenstrecke zu verkleinern. Dabei kann man die eine Strecke zuerst gleich Null werden lassen, wenn die Spannung noch weiter abnimmt und wenn sie so klein ist, dass die Hauptfunkenstrecke im Vergleich zum Durchmesser der Elektrodenkugeln klein ist, so kann die Scheibe n mit Vorteil mit beiden Kugeln e und f in Berührung gebracht werden. Unter diesen Umständen verläuft die Hauptentladung über die Funkenstrecke e, f und gleichzeitig geht ein Bruchteil über den Nebenschluss auf der Oberfläche der Scheibe n entlang.
Fig. 3 stellt eine abgeänderte Ausführungsform der Einrichtung dar, bei der ein Klotz o aus Material von hohem Widerstand auf einem Ende einer Stellschraube angeordnet ist. Die Stellschraube bewegt sich in einem Träger p, der durch einen Draht mit einem anderen gleichartigen Träger q leitend verbunden ist. In diesem ist eine ähnliche Stellschraube angeordnet, jedoch so, dass sie sowohl ihrer Länge nach verstellt, als auch um die senkrechte Achse des Trägers q geschwenkt werden kann.
Der Kopf trägt eine Motallspitze r ; indem man o der Elektrode e und r der Elektrode f nähert und die Abstände richtig abgieicht, beginnt die Funkenstrecke e, t von neuem zu spielen, wenn sie vorher durch Erhöhung des Abstandes e, f unterbrochen worden war. Diese Einrichtung ist nur eine andere Art, einen Nebenschluss für einen kleinen Bruchteil der Entladungenergie herzustellen und während des Betriebes der Einrichtung werden kleine Funken sowohl zwischen e und o wie zwischen r und f auftreten.
Dieselbe Wirkung kann auch erreicht werden, wenn der Körper p unmittelbar mit der Stellschraube f verbunden wird, aber eine solche Einrichtung gewährt weniger Freiheit in der Wahl der Einstellungen, so dass nicht immer das Maximum der Wirkung zu erzielen ist. Bei der Ausführungsform, die in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist, sind die Muttern, in denen sich die Stellschrauben e und f bewogen, derart drehbar an die Klemmen angelenkt, dass die beiden Kugelelektroden sowohl der Grundplatte s als auch einander genähert und durch eine Klemmutter t in jeder gewünschten Stellung festgestellt werden können. In diesem Fall dient das Material der Grundplatte s als Nebenschluss, da die Klemmen wirksam und sorgfältig voneinander isoliert sind.
In solchen Fällen, in denen besonders hohe Spannungen verwendet werden, kann derselbe Erfolg erzielt werden, indem man nur das Ende eines langen blanken Leiters in die Nähe der einen Elektrode der Funkenstrecke bringt, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist. Dabei muss der Leiter M verstellbar in dem isolierten Träger to montiert sein. Auch diese Anordnung kann als ein Nebenschluss für einen kleinen Bruchteil der Entladung- energie angesehen werden, denn es werden zwischen der Elektrode e und dem Punkt v des langen Leiters kleine Funken auftreten, während die Hauptentladung über die Funken- strocke e, f verläuft.
Der lange Leiter dient dazu, die zerstreuten unsichtbaren Entladungen zu sammeln, die zwischen ihm und der Elektrode f verlaufen.
EMI2.2
von der Funkenstrecke nur in einer Richtung erstreckt, kann er auch, wie dies in Fig. i gezeigt wird, in die Form einer Spirale gebogen und so angeordnet sein, dass er die
Funkenstrecke umgibt. Das innere Ende v wird dabei der Funkenstreckenelektrode e mehr oder weniger genähert ; auch. in diesem Fall ist der Leiter auf einem isolierten Träger te montiert.
Die Tatsache, dass die sämtlichen oben beschriebenen Einrichtungen die Wirkung haben, die Energieentladung in der Funkenstrecke zu erleichtern, deutet darauf hin, dass eine grosse Zahl von verschiedenen Abänderungen wahrscheinlich ebenso wirksam würde, aber alle diese Einrichtungen werden darauf beruhen, dass ein Nebenschluss von sehr hohem
Widerstand vorgesehen wird, welcher das die Hauptfunkenstrecke bildende Dielektrikum überbrückt und für den Hauptenergiestrom einen Weg bahnt.
Wie bereits hervorgehoben worden ist, gestattet die Einrichtung mit einem gegebenen
Apparat und einer gegebenen Energiequelle wesentlich kräftigere Hertzsche Wellen aus-
EMI2.3
<Desc/Clms Page number 3>
Entladung über eine oder mehrere Funkenstrecken stattfinden, wenn sie auch klein ist. Es wird also durch den Gebrauch der vorliegenden Einrichtung der Wirkungsbereich der drahtlosen Telegraphie wesentlich erhöht werden können. Wird die Einrichtung an einem Kohärer oder einem ähnlichen Empfänger für Hertzsche Wellen angewendet, so ist die
EMI3.1
schlusses entsprechend herabgesetzt werden müssen. Er muss grösser als der des Kohärers im ansprechenden Zustande, aber kleiner als der des Kohärers im unterbrochenen Zustande sein.
Noch andere Anwendungen bieten sich dar, werden aber in der vorliegenden Beschreibung nicht besonders erwähnt, dass ihre Ausführbarkeit vom Erfinder nicht erprobt worden ist. Die genannten Ausführungsarten sind vom Erfinder experimentell erprobt worden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Erleichterung der Entladungen über eine Funkenstrecke durch Anordnung eines Nebenschlusses von sehr hohem Widerstande für einen kleinen Bruchteil des Entladungsstromes, dadurch gekennzeichnet, dass neben der Funkenstrecke ein den Nebenschluss von sehr hohem spezifischen Widerstand darstellender Körper derart angeordnet ist, dass er in die Nähe einer oder beiden Elektroden der Funkenstrecke oder in unmittelbare Berührung mit einer oder beider Elektroden gebracht werden kann.