AT163643B - Verfahren zur Herstellung von wollähnlichen Effekten auf Fäden oder Geweben aus Cellulosehydratzellwolle - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wollähnlichen Effekten auf Fäden oder Geweben aus CellulosehydratzellwolleInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von wollähnlichen Effekten auf Fäden oder Geweben aus Cellulose- hydratzellwolle
EMI1.1
zu bekommen. Senken der Einwirkungstemperatur bewirkt ein allmähliches Schwächerwerden des Effektes, ebenso wirkt eine Abnahme der Konzentration. Eine Steigerung der Konzentration über die genannten Grenzen hinaus führt jedoch ziemlich unvermittelt zu den in der genannten Patentschrift erwähnten Pergamen-
EMI1.2
Einen besonders weichen und ansehnlichen Wolleffekt erhält man auf den genannten Zellwollgeweben durch Einwirkenlassen von Schwefelsäure von etwa 42 bis 480 Bé, der etwa 5 bis 15% Ammonsulfat zugesetzt werden. Die erhaltenen veredelten Gewebe zeichnen sich nicht bloss durch weichen, wolligen Griff und wolliges Aussehen aus, sondern besitzen ausserdem einen überraschenden Glanz. Auch hier kann die Einwirkungsdauer je nach den übrigen Bedingungen von einigen Sekunden bis Minuten variiren ; im allgemeinen wird man bei Zimmertemperatur etwa 5 bis 20 Sekunden einwirken lassen. Auch hier kann man gegebenenfalls Temperaturen unter 0 C wählen.
Ohne diesen Zusatz von Ammonsulfat wirkt Schwefelsäure auf Zellwollgewebe bei Konzentrationen bis zu etwa 470 Bé so ein, dass die Gewebe dichter erscheinen. Von etwa 470 Bé ab tritt ziemlich unvermittelt der bekannte Pergamentierungseffekt ein.
Man kann bei diesen Quellmittelveredelungen mit dem Werkstoff trocken oder feucht in das Quellmittel eingehen. Es ist ferner klar, dass auch Substanzen, die als Zusätze oder Hilfsmittel für die genannten Quellmittel bekannt sind, zugegeben werden können, wie ein-oder mehrwertige Alkohole, heterocyklische Basen, Formaldehyd, Ammonsalz usw. Die Zellwolle kann, statt als Gewebe, auch lose oder in Form von Mischzwirnen, Mischgespinsten, Mischgarnen oder Mischgeweben vorliegen. Gemusterte Effekte können erzielt werden durch örtliche Einwirkung der genannten Quellmittel, sei es auf dem Wege des Reservedrucks oder des direkten Aufdruck.
Auch können Färbeeffekte, beruhend auf der Verschiedenheit der Farbstoffaffinität der behandelten und unbehandelten Zellwolle, erhalten werden. Schliesslich kann die Behandlung der Zellwolle nach dem Verfahren gemäss der Er-
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findung mit einem Knitterechtprozess verbunden werden, um so zu den besonders begehrten knitterechten wollähnlichen Ausrüstungen zu gelangen.
Die Behandlungen gemäss der Erfindung können übrigens auch kombiniert werden mit bekannten
Wasserabstossendverfahren, z. B. einer Imprä- gnierung mit Paraffinemulsionen oder einer ober- flächlichen Veresterung oder Anätherung oder
Urethanisierung.
Beispiel 1 : Zellwolle-Musselin, bestehend in
Kette und Schuss aus Hydratcellulosezellwollegarn und in normaler Weise vorgereinigt und gebleicht, wird trocken eingehend in 50% Zinkchlorid- lösung bei 110 C während 10 Sekunden behan- delt, kalt gewaschen, ramiert, getrocknet. Das
Gewebe erscheint dichter und zeigt weichen, wolligen Griff und wollartiges Aussehen.
Beispiel 2 : Zellwolle-Musselin wie in Beispiel 1 wird (trocken eingehen) mit Calciumrhodanidlösung von 60% bei 105 C während 10
Sekunden behandelt, gewaschen, ramiert, getrocknet. Wollartiger Griff und Aussehen.
Beispiel 3 : Zellwolle-Musselin wie in Beispiel 1 wird in losem Zustand (trocken eingehen) mit Schwefelsäure von 480 Bé, der 10% des Gewichtes an Ammonsulfat zugesetzt wurden, bei Zimmertemperatur während 10 Sekunden behandelt, gewaschen, ramiert, getrocknet. Weicher, wolliger Griff bei wollartigem Aussehen und überraschendem Glanz.
Beispiel 4 : Ein nach Beispiel 3 behandeltes Gewebe wird während 15 Minuten mit einer Lösung von
400 cm3 Formaldehyd 40%
40 cm3 Rhodanaluminiumlösung 15%
560 cm3 Wasser
1000 cm3 imprägniert, geschleudert, ramiert, bei 60 vor- getrocknet und dann bei 120 C während 15 Minuten nachbehandelt, mit einer Lösung von 2 g Seife im Liter bei 40 C abgeseift, gespült, ramiert und getrocknet.
Das Gewebe zeigt wollartigen Griff und Aussehen neben hervorragender Knitterfreiheit.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von wollähnlichen
Effekten auf Fäden oder Geweben aus Cellulose- hydratzellwolle, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fäden oder Gewebe mit Chlorzinklösungen von etwa 40 bis 55%, oder mit Calciumrhodanidlösungen von etwa 40 bis 65%, oder aber mit
Schwefelsäure von etwa 42 bis 480 Bé unter Zusatz von etwa 5 bis 15% Ammonsulfat behandelt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung mit Chlorzink-oder Calciumrhodanidlösungen bei einer Einwirkungsdauer von einigen Sekunden bis einigen Minuten bei Temperaturen von etwa 30 bis 110 C durchführt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schwefelsäurebehandlung bei einer Einwirkungsdauer von einigen Sekunden bis einigen Minuten bei Temperaturen von unter 0 C bis etwa Zimmertemperatur durchführt.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Quellungsmittel Zusätze, wie ein-oder mehrwertige Alkohole, heterocykl. Basen, Formaldehyd, Ammonsulfat usw. zusetzt.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zellwolle mit mehr oder weniger Spannung dem Quellmittel aussetzt.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Quellmittel örtlich einwirken lässt. EMI2.1
Applications Claiming Priority (1)
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