AT163541B - Drehkeilkupplung - Google Patents

Drehkeilkupplung

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AT163541B
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Austria
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wedge
brake
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clutch
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Inventor
Julius Dr Urbanek
Original Assignee
Julius Dr Urbanek
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Drehkeilkupplung 
Bei den   üblichen Bauarten der Drehkeilkupplung   wird der auf dem Drehkeil sitzende Ausrückhebel auch zur Begrenzung der Wellendrehung benützt, indem er nach Beendigung der Keildrehung als starr mit der Welle verbundener Anschlag wirkt, der gegen die Ausrückknagge stösst und die
Welle plötzlich, also stossartig zur Ruhe bringt.
Hebel und Knagge werden dabei sehr hoch beansprucht und gehen bei höheren Drehzahlen der Presse häufig zu Bruch. Man kann die
Verhältnisse verbessern, indem man den Dreh- winkel des Keiles vergrössert, so dass zwischen der Lösung der Kupplung und der Sperrung der Welle noch ein gewisser Winkelweg zur
Verfügung steht, dem ein zur Bremsung der
Welle dienender Winkelweg der Welle entspricht. 



   Aus konstruktiven Gründen kann dieser Winkel aber nur klein gehalten werden, so dass der Brems- weg zur Vernichtung der Wellenenergie meist nicht ausreicht und die Welle doch durch Stoss zur Ruhe gebracht werden muss. 



   Man hat vorgeschlagen, diesen Stoss dadurch zu vermeiden, dass man die Ausrückung durch
Bremsung eines drehbar auf der Welle sitzenden
Ringes bewirkt. Diese Bauart hat aber den Nachteil, dass sie bei stark abgenutzter Bremse oder bei zufällig erhöhtem Widerstand gegen die
Drehung des Keiles oder des Ringes nicht sicher funktioniert und dann die Gefahr einer unbeabsichtigten Hubwiederholung bedingt. 



   Nach der vorliegenden Erfindung werden die Aufgaben : Ausrücken des Drehkeiles und Stillsetzen der Welle getrennten Organen zugewiesen. 



  Das Ausrücken des Keiles erfolgt zwangsläufig, indem der am Drehkeil feste Ausrückhebel durch einen fest am Ständer gelagerten Anschlag zufolge winkelförmiger Ausbildung der bei der Ausrückung wirksamen Fläche zunächst von einem ungefähr radial verlaufenden Schenkel dieser Fläche aus der Ein-in die Ausrückstellung gedreht und dann vom zweiten, konzentrisch zum Wellenmittel verlaufenden Schenkel in der Ausrückstellung festgehalten wird, ohne die weitere Drehung der Welle zu hindern, so dass deren kinetische Energie auf einem Wege genügender Länge, also stosslos abgebremst werden, kann. 



   Zum Stillsetzen der Welle ist eine Bremse vorgesehen, die sich zwar in bekannter Weise durch eine auf der Welle angeordnete Kurve steuern liesse, die aber erfindungsgemäss un- mittelbar vom Keil betätigt wird, derart, dass sie gespannt ist, wenn sich der Keil in Ausrück- stellung befindet, und umgekehrt gelüftet ist, wenn der Keil eingerückt ist. Dadurch wird dem funktionellen Zusammenhang zwischen
Kupplung und Bremse unmittelbar Rechnung getragen. 



   Der Bremsweg lässt sich durch eine ent- sprechende Nachstellvorrichtung leicht regeln, mit der man auch eingetretene Abnutzung ausgleichen kann. 



   Um bei nachlässiger Bedienung allzu grosse
Bremswege zu vermeiden, kann nach einer Aus- führungsform der Erfindung am Ausrückhebel ein Anschlag vorgesehen sein, der aber erst nach
Durchlaufen des maximalen Bremsweges zur
Wirkung kommt und daher nur gering bean- sprucht ist. Bei einer Weiterbildung der Er- findung wird dieser Anschlag dazu benützt, um bei zu langem Bremsweg das Einrücken der Kupplung zu sperren und so das rechtzeitige
Nachstellen der Kupplung zu erzwingen. 



   In den Figuren ist die Erfindung bei- spielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den eigentlichen Ausrückmechanismus mit den Einzel- heiten, Fig. la und 1 b, wogegen die Fig. 2 ein
Ausführungsbeispiel für die Konstruktion der
Bremse gibt. 



   In Fig. 1 bedeutet 1 die Welle, 2 den Drehkeil, 3 den am Drehkeil festen Ausrückhebel. 



  Eine nicht gezeichnete Feder sucht die Teile 2 und 3 im Uhrzeigersinn zu drehen. Der Hebel 3 ist voll in ausgerückter und gestrichelt in eingerückter Stellung gezeichnet. Die Ausrückknagge 4 ist gleichfalls zweimal gezeichnet, voll in ihrer relativen Stellung zum Hebel 3 nach Beendigung des Ausrückvorganges und gestrichelt zu Beginn desselben. Wie die gestrichelten Teile des Bildes erkennen lassen, stösst der Hebel 3 mit seiner ungefähr radialen Vorderfläche gegen den Anschlag 4 und wird bei der weiteren Drehung der Welle im Uhrzeigersinn im entgegengesetzten Sinne gedreht. 



  Sobald seine Kante 3'die Kante 4'des Anschlages 4 erreicht hat, ist der Keil in der Ausrückstellung angelangt, der eigentliche Ausrückvorgang daher beendet. Vermöge ihrer kinetischen Energie dreht sich die Welle aber weiter. Dabei gleitet der Schenkel   3"des Ausrückhebels 3 1 (   

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 mit seiner Fläche 14 unter dem Anschlag 4 weg, bis die Wucht der Welle von der Bremse aufgezehrt ist. Am Ende von 3"ist eine Nase 5 angebracht, die gegen den Anschlag 4 stossen würde, wenn der Bremsweg zu lang werden sollte. 



   Bei richtig eingestellter Bremse werden Nase 5 und Anschlag 4 nicht zur Berührung kommen. 



  Je mehr sich die Bremse aber abnützt, desto länger wird der Bremsweg werden. Nimmt man nun nach Fig. 1 a die Nase 5 zur Hälfte ab und bringt am Anschlag 4 nach Fig. 1 b eine Warze 6 an, so wird bei zu lang werdendem Bremsweg die Warze 6 in die Lücke neben 5 eingreifen und verhindern, dass der Anschlag   4,   der zur Einrückung der Kupplung im Pfeilsinne (Fig. 1 b) abgezogen werden muss, betätigt werden kann. Die Kupplung lässt sich also nicht mehr einrücken und erzwingt so selbsttätig die rechtzeitige Nachstellung der Bremse. 



   Die Fig. 2 zeigt die Betätigung der Bremse durch den Keil. Das Ende des Keiles 2 ist verjüngt und abgeflacht. Auf den Flächen liegen die Hebel 7 auf, gegen die sich über nachstellbare Schrauben 8 die Bremsbacken 9 mit dem Bremsbelag 10 stützen. Kommt der Keil bei der Ausrückung der Kupplung in die strichliert gezeichnete Schräglage, so werden die Hebel 7 gespreizt, die Bremsbacken an die am Pressenständer feste Bremstrommel 11 gepresst und so die Wucht der Welle auf einem kurzen, durch die Einstellung der Schrauben 8 regelbaren Wege vernichtet. Wird die Kupplung eingerückt, so kehrt der Keil in die voll gezeichnete Lage zurück und die Bremsbacken heben sich unter der Wirkung der Blattfeder 12 von der Bremstrommel ab, so dass der Anlauf der Welle schon bei gelüfteter Bremse erfolgt. 



   Statt der Backenbremse kann natürlich jede andere Art von Bremsen verwendet werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Drehkeilkupplung, dadurch gekennzeichnet, dass der am Drehkeil   (2)   feste Ausrückhebel   (3)   durch einen fest am Ständer gelagerten Anschlag   (4)   zufolge winkelförmiger Ausbildung der bei der Ausrückung wirksamen Fläche zunächst von einem ungefähr radial verlaufenden Schenkel (13) dieser Fläche aus der Ein-in die Ausrückstellung gedreht und dann vom zweiten, konzentrisch zum Wellenmittel verlaufenden Schenkel   (14)   in der Ausrückstellung festgehalten wird, ohne die weitere Drehung der Welle   (1)   zu hindern, so dass deren kinetische Energie auf einem Wege genügender Länge, also stosslos, abgebremst werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Drehkeilkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehung des Keiles (2) beim Aus-und Einschalten der Kupplung zum Spannen und Lüften der Bremse (9-11) benützt wird.
    3. Drehkeilkupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Ausrück- EMI2.1 grossem Bremsweg übergreifen, das achsiale Abziehen des Anschlages und damit das Einrücken der Kupplung verhindern und so das rechtzeitige Nachstellen der Bremse erzwingen.
AT163541D 1946-12-03 1946-12-03 Drehkeilkupplung AT163541B (de)

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AT163541T 1946-12-03

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