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Axiale Ölabdichtung bei Zapfen-Gleitlagern
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oder des Kurbelschenkels gedrückt werden ; erfindungsgemäss ist zur Unterbringung des
Dichtringes die Sitzfläche in der Aufnahme- bohrung schmäler als die Lagerlauffläche aus- gebildet. Dadurch wird eine Vergrösserung der
Zapfenlänge gegenüber bisher üblichen Aus- führungen vermieden und trotzdem eine aus- reichende öldichte Führung der Dichtringe erreicht.
Bei Lagern mit Druckschmierung ist zur
Kühlung der ungehinderte Austritt der zuge- führten Ölmenge erforderlich. Nach weiterer
Ausbildung der Erfindung wird das aus dem
Lagerspalt austretende Öl innerhalb der Dicht- ringe in Ringräumen gesammelt und durch
Bohrungen im Lagerdeckel, Lagerstuhl oder der
Kurbelwelle geschlossen abgeführt, so dass es nicht auf die Zylinderlaufbahn gelangt.
Beispielsweise Ausführungsformen des Er- findungsgegenstandes zeigen die Fig. 1-6 bei
Kurbelwellenlagern. Es stellen die Fig. 1 und 2 eine solche Lagerung im Schnitt und Aufriss dar, die Fig. 3 zeigt die Ansicht eines Details in der Richtung des Pfeiles der Fig. 2 gesehen. Fig. 4 zeigt ein komplettes Lager im Aufriss, während die Fig. 5 und 6 Einzelheiten bezüglich des Einbaues des Dichtringes darstellen. Die Fig. 7 und 8 zeigen die Anwendung des Erfindungsgegenstandes bei Pleuellagern, wobei die Fig. 8 ein Detail der Fig. 7 in vergrössertem Massstab darstellt.
In den Fig. 1-6 stellt a den Lagerstuhl, b den Lagerdeckel, c und d die Lagerschalen mit Bleibronzeausguss e dar. f und g sind die Verdrehungssicherungen der Lagerschalen. Die L-förmigen Dichtringe k und 1 sind aus Gründen des Einbaues bei den dargestellten Ausführungen zweiteilig und durch Nasen m, die in Nuten n der Lagerschalen hereinragen, gegen Verdrehen gesichert und werden mittels Federn i von senkrecht zur Lagerachse angeordneten Schultern der Kurbelwelle h angedrückt, um so den freien Ölaustritt an dieser Stelle zu verhindern.
Die Dichtringe werden entweder in der Lagerbohrung des Gestelles selbst (Fig. 1-6) oder in zum Lager koaxialen Eindrehungen (Fig. 7 und 8) längsverschieblich und öldicht geführt, wobei die Sitzfläche der Lagerschale in der Aufnahmebohrung schmäler als die Lagerlauffläche ausgebildet ist, wodurch ohne Vergrösserung der
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Lagerlänge eine hinreichende Dichtringführung erreicht wird. Das aus dem Lagerspalt austretende und sich innerhalb der Dichtringe in Ringräumen sammelnde Öl tritt z. B. in Fig. 1 durch die Nuten o und Bohrungen p nach aussen, in Fig. 8 wird es durch Bohrungen t des Kurbelschenkels abgeleitet.
Es ist Vorsorge getroffen, dass dieses austretende Öl nicht in den Bereich des Kurbelschenkels gelangt und daher nicht auf die Zylinderbahn geschleudert wird, sondern entweder nach unten geschlossen abfliesst oder wie bei dem gezeigten Pleuellager (Fig. 8) durch die Kurbelwelle geschlossen abgeführt wird.
Der Einbau der Kurbelwelle erfolgt in der Weise, dass zuerst die Lagerschalenhälfte c (Fig. 1) mit den dazugehörigen Öldichtringhälften k und l eingebaut und dann die Welle eingelegt wird. Um die Kurbelwelle leicht einbauen zu können, ist eine Einrichtung getroffen, die Dichtringhälften k und I im zusammengedrückten Zustand festzuhalten. Wie Fig. 3 zeigt, ist die Lagerschale c mit Bohrungen q und Nuten r versehen. In diese Nuten ragen Nasen s der Ringhälften herein. Werden die Ölabdichtringe zusammengedrückt und in die Bohrungen q Bolzen gesteckt, so werden die Dichtringhälften k und I durch die Nasen s im zusammengedrückten Zustand gehalten. Nach dem Einlegen der Welle werden die Bolzen wieder herausgezogen und der Lagerdeckel aufgesetzt.
Auch im Lagerdeckel können für den Zusammenbau ähnliche Einrichtungen vorgesehen werden, z. B. Bohrungen t in der axialen Führung der Öldichtringe und von aussen eingesteckte Bolzen u nach Fig. 5 oder Bleche v an der Stirnfläche des Deckels nach Fig. 6, um beim Aufsetzen des Deckels die Ringe im zusammengedrückten Zustand festzuhalten. Auch die Pleuellager nach Fig. 7 und 8 können mit ähnlichen Hilfsmitteln für den Einbau ausgestattet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Axiale Ölabdichtung bei Zapfen-Gleitlagern, insbesondere für Verbrennungsmotoren mittels Dichtring, der durch axialen Federdruck auf eine senkrecht zur Lagerachse liegende Schulter des Zapfens gepresst und in der Aufnahmebohrung der Lagerschale oder in einer dazu koaxialen Bohrung geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterbringung des Dichtringes die Sitzfläche der Lagerschale in der Aufnahmebohrung schmäler als die Lagern lauffläche ausgebildet ist.