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Axiale Ölabdichtung bei Zapfengleitlagern
Die Erfindung befasst sich mit der axialen Ölabdichtung von Zapfengleitlagern, insbesondere für Verbrennungskraftmaschinen.
Diese wird gemäss dem Stammpatente Nr.
163538 mittels eines Dichtringes, der durch axialen Federdruck auf eine senkrecht zur Lagerachse liegende Schulter des Zapfens gepresst und in der Aufnahmebohrung der Lagerschale oder in einer dazu konaxialen Bohrung geführt wird, dadurch erreicht, dass zur Unterbringung des Dichtringes die Sitzfläche der Lagerschale in der Aufnahmebohrung schmäler als die Lauffläche ausgebildet ist und das aus dem Lagerspalt austretende Öl innerhalb der Dichtringe in Ringräumen gesammelt und durch Bohrungen im Lagerdeckel, Lagerstuhl oder der Kurbelwelle geschlossen abgeführt wird.
Bei Verbrennungskraftmaschinen vermeidet man damit, dass das aus dem Lagerspalt austretende Öl ungeregelt abfliesst, in den Bereich der Kurbelwange kommt, von dieser abgeschleudert und in zu reichlichem Masse auf die Zylinderbahn gebracht wird. Die Massnahme vermindert daher weitgehend den Ölverbrauch des Motors.
Eine weitere Verbesserung und Einschränkung des Ölverbrauches wird gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, dass die das aus dem Lagerspalt austretende Öl sammelnden Ringräume so reichlich bemessen sind, dass sie das bei einer Motorumdrehung aus den Lagern austretende Öl aufnehmen können und dass dieses Öl nur im Bereich des unteren Totpunktes der Kolbenbewegung infolge der Massenkräfte durch hiefür vorgesehene Öffnungen im Lagerdeckel abgeschleudert wird.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes wird in den Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Lagerung der Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors. Fig. 2 zeigt Einzelheiten der Pleuellagerausführung, Fig. 3 Einzelheiten der Haupt- lager im vergrösserten Massstab.
In Fig. 1 stellt a die Kurbelwelle, b die Haupt- lager, c zwei nebeneinander liegende Pleuel- stangen dar, wie sie z. B. in einem V-Motor angeordnet sind. Die Lagerschalen d-der Haupt- lager und e der Pleuellager sind mit Gittermetall ausgegossen und durch Stifte f bzw. g gegen
Verdrehung gesichert. Die Ölabdichtung des
Lagerspaltes erfolgt sowohl bei den Hauptlagern wie bei den Pleuellagern durch gusseiserne oder aus Gussbronze gefertigte Ringe h bzw. i, die in der Lagerbohrung bzw. in zur Lagerbohrung konaxialen Eindrehungen geführt und durch Federn k entweder gegeneinander, wie in Fig. 2, oder gegen eine zur Lagerachse senkrechte Zapfengleitfläche, wie in Fig. 3, gedrückt werden.
Bei den in Fig. 2 gezeigten Pleuellagern bewirkt der Druck der Federn k gleichzeitig, dass die Lagerschalen e an die Zapfenlauffläche 1 angedrückt werden, wodurch auch an dieser Stelle eine gute Ölabdichtung erreicht wird.
Die Ringe h und i werden einteilig gegossen, bearbeitet und nachträglich zum Zwecke des Anbaues in zwei Hälften gesprengt. Dadurch erreicht man, dass die Trennfläche der Ringe genau ineinander passen und ebenfalls das öl gut abdichten.
Das aus den Lagern austretende Öl wird in Ringräumen m gesammelt und durch Bohrungen n und o bzw. p und q derart durch den Lagerdeckel abgeführt, dass das abströmende Öl nicht in den Bereich der Kurbelwange kommt und somit nicht von dieser auf die Zylinderbahnen abgeschleudert wird.
Die Bemessung der Ringräume m, in denen sich das austretende Öl sammelt, erfolgt erfindungsgemäss insbesondere bei den Pleuellagern derart, dass die Ringräume das gesamte, während einer Motorumdrehung aus dem Lagerspalt austretende Öl aufnehmen können. Der Ringraum m wird dann während der unteren Hälfte des Kolbenweges, in der Nähe des unteren Totpunktes, unterstützt durch die Massenkräfte, leergeschleudert und füllt sich während der oberen Hälfte des Kolbenweges im Bereiche des oberen Totpunktes, weil in diesem Wegbereich die Massenkräfte einen Ölaustritt aus den Abflussbohrungen o verhindern. Damit ist mit Sicherheit vermieden, dass das ausströmende Lagerschmierol in unkontrollierbarer Weise und Menge auf die Zylinderwandungen geschleudert wird.
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