AT162903B - Verfahren und Vorrichtung zum Abdornen von Schläuchen aus Gummi u. dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Abdornen von Schläuchen aus Gummi u. dgl.

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AT162903B
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Semperit Ag
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  Verfahren und Vorrichtung zum Abdomen von Schläuchen aus Gummi u. dgl. 



   Um Schläuche aus Gummi u. dgl. im Verlauf ihrer Fertigung, insbesonders nach dem Vul- kanisieren, vom Dorn abziehen zu können, bläst man in der Regel Pressluft zwischen den
Schlauch und den Dorn ein. Man bedient sich dazu gewöhnlich einer Vorrichtung, die das
Schlauchende etwas aufweitet, um dort selbst zwischen Schlauch und Dorn hineinzuragen und die Pressluft einzuführen. Dieses Verfahren hat eine unerwünschte Dehnung des Schlauchendes zur Folge, oft muss dasselbe sogar aufgeschlitzt und dann später abgeschnitten werden. Auch bläst viel Pressluft daneben, was, insbesonders wenn dadurch die Einstaubung herausgeblasen wird, die zwischen Schlauch und Dorn liegt, die
Arbeiter belästigt. Aber auch dann geht das
Abziehen des Schlauches vom Dorn immer noch schwer, weil zwischen beiden Körpern trockene
Reibung herrscht. 



   Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Abdornen der Schläuche aus Gummi od. dgl., bei dem Wasser oder eine andere, den Schlauch und Dorn nicht angreifende Flüssigkeit, zwischen
Schlauch und Dorn eingepresst wird. Dies hat zur Folge, dass sich die beiden Körper voneinander lösen, ihre Berührungsflächen nass werden und die Reibung beim Abziehen vom Dorn wesentlich vermindert wird. Ferner lässt sich Wasser leichter als Luft abdichten und braucht wegen seiner Unzusammendrückbarkeit nicht sowie Luft im Überschuss angewendet zu werden. 



   Dabei wird erfindungsgemäss das Ende des Schlauches nicht vom Dorn gelüftet, sondern fest an diesen gepresst und das Wasser hinter dieser Anpressstelle durch den mit Längs-und Querbohrung versehenen Dorn zwischen diesen und den Schlauch gedrückt. Die Anpressung des Schlauchendes auf den Dorn ergibt sich als Folge der Abdichtung zwischen dem Zuführungsorgan für das Presswasser und dem aus Schlauch und Dorn bestehenden, zunächst noch ungeteilten Körper. Das auf dem Dorn sitzende Ende des Schlauches wird nämlich erfindungsgemäss durch eine elastische Hülse, vorteilhaft aus Weichgummi, umfasst, die infolge axialen Zusammenpressens durch eine konische starre Hülse der Wasser- zuführung eine radiale Verspannung zwischen
Dorn, Schlauchende, elastischer Hülse und starrer
Hülse bewirkt. 



   Die Erfindung umfasst ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens, die in einem Ausführungsbeispiel in der Zeichnung im Längsschnitt dargestellt ist. 



   An der Figur bedeutet 1 den Dorn mit dem
Schlauch 2. Wenn der Dom, wie gezeichnet, hohl ist, dann muss sein Ende durch einen
Körper 3 abgeschlossen sein, so dass eine Längs- bohrung 4 und Querbohrung 5 den Eintritt des
Wassers zwischen Dorn und Schlauch in einer kleinen Entfernung hinter dem Schlauchende ermöglicht. Wenn der Körper 3 nur hinter der
Querbohrung 5 sitzt, dann braucht man keine besondere Längsbohrung 4, sondern tritt an ihre
Stelle der Hohlraum des Dornes 1. 



   Über das Ende des Schlauches 2 wird eine elastische Hülse 6 geschoben, deren Innenfläche beim Schlauchende zylindrisch und gegen ihr anderes Ende etwas kegelig erweitert ist. Ihre   Aussenfläche   ist dagegen auf der Seite des Schlauchendes kegelig und gegen ihr anderes Ende zylindrisch oder sehr schwach kegelig und trägt an diesem Ende zweckmässig eine flanschartige Verdickung. 



   Diese elastische Hülse, die vorzugsweise aus Weichgummi besteht, wird zwischen der starren Hülse 7 und der Kappe 8 axial eingespannt, wenn sich diese beiden Körper einander nähern. 



  Dadurch drückt die kegelige Innenfläche der starren Hülse 7 auf die elastische Hülse 6 und diese auf den Schlauch 2 und dieser schliesslich auf den Dorn 1. Dadurch tritt zwischen diesen vier Körpern Abdichtung ein. Das Vorschieben der Hülse 7 wird durch den Druck des Wassers hervorgerufen, das zwischen Schlauch und Dorn gepresst wird. Dazu ist die starre Hülse 7 zu einem Kolben 9 ausgebildet, der mit einer Dichtung, z. B. durch die gezeichnete Stulpmanschette 10 oder durch Kolbenringe od. dgl. versehen ist. Der Stützring 11 dieser Manschette ist so dünn, dass das Wasser um ihn herum aus dem Innenraum der starren Hülse 7 und des Kolbens 9 durch Querbohrungen 12 hinter den Kolben treten kann. 

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  Das Presswasser wird durch das Rohr 13 und einen dort angeschlossenen Schlauch zugeführt. Ein Handgriff 14 dient zum Halten der Vorrichtung. Die Feder 15, die sich gegen das Zwischenstück 16 stützt, drückt den Kolben zurück, wenn der Wasserdruck absinkt und löst so selbsttätig die Klemmverbindung mit dem Schlauchende. Der Schlauch kann dann leicht vom Dorn abgestreift werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Abdornen von Schläuchen aus Gummi u. dgl. unter Verwendung eines Druckmittels, dadurch gekennzeichnet, dass Wasser oder eine andere den Schlauch und den Dorn nicht angreifende Flüssigkeit zwischen diese beiden Körper eingepresst wird, um sie voneinander zu lösen und gleichzeitig ihre Berührungsflächen zu schmieren.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit durch eine Längsund eine Querbohrung (4, 5) des Schlauchdomes (1), ein kleines Stück vom Ende des Schlauches (2) entfernt, zwischen diesen und den Dorn eingepresst wird, während das Schlauchende auf den Dorn abdichtend angedrückt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch kegelige Ausbildung der Berührungsflächen zwischen einer starren äusseren Hülse (7) und einer elastischen, zweckmässig aus Weichgummi bestehenden inneren Hülse (6) eine radiale Anpressung des Schlauchendes am Dorn erfolgt, wobei der Abdichtungsdruck durch den Druck der einzupressenden Flüssigkeit erzeugt wird.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekenn- zeichnet durch einen an eine bewegliche Pressflüssigkeitszuleitung angeschlossenen, den abzudornenden Schlauch (2) aufnehmenden Zylinder, dessen gegen die Wirkung einer Rückholfeder (15) durch die Pressflüssigkeit verschiebbarer hohler Kolben (9) mit seiner flachkegel- EMI2.1 Flüssigkeit zwischen Dorn (1) und Schlauch (2) durch das gleichzeitige durch den Druck der Flüssigkeit bewegte Vorgehen des Kolbens (9) achsial verkürzt wird und dadurch das Ende des Schlauches (2) an den Dorn (1) presst, bei Nachlassen des Flüssigkeitsdruckes jedoch durch die Rückbewegung des Kolbens (9)
    infolge der Wirkung der Rückholfeder (15) entspannt wird und das Schlauchende freigibt, so dass der Schlauch (2) vom Dorn (1) leicht abgestreift werden kann.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (9) hohl und stufenförmig ausgebildet ist und radiale Bohrungen (12) aufweist, durch die Pressflüssigkeit in den Ringraum hinter seinem stärkeren Teile tritt.
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützring (11) der Stulpdichtung (10) des Kolbens (9) den Hohlraum dieser Dichtung nicht ausfüllt, so dass die Pressflüssigkeit rasch hindurchtreten kann.
AT162903D 1946-10-02 1946-10-02 Verfahren und Vorrichtung zum Abdornen von Schläuchen aus Gummi u. dgl. AT162903B (de)

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