<Desc/Clms Page number 1>
Aus Einzelgliedern bestehender Bandförderer
EMI1.1
gelenkhülse auf den freien Wellenstummel vom
Zufall abhängt.
Ferner sind Bandförderer mit Antrieb von einem
Motor über die Förderbänder selbst unter
Zwischenschaltung von Getrieben zwischen den einzelnen Gliedern bekannt. Der Nachteil dieses Antriebes liegt in der grossen Beanspruchung des den Antrieb vermittelnden Bandes, der
Unwirtschaftlichkeit des Antriebes zufolge des grossen Kraftbedarfes und schliesslich der seitlichen Vergrösserung der Breite des Gerätes durch den Anbau von umfangreichen Getriebekasten.
Bekannt ist schliesslich ein Bandförderer, bei dem der Antrieb der einzelnen Glieder über eine Kardanwelle, welche aussen an der Längsseite des Förderers angeordnet ist, erfolgt. Die Kardanwelle steht durch ein Kettenradgetriebe mit der vom Motor angetriebenen Umlenkrolle des Förderbandes eines Fördergliedes in Verbindung und treibt durch ein Stirnradgetriebe eine zweite, parallel zur Kardanwelle angeordnete Gelenkwelle, die zum Anschluss an die Kardanwelle des nächsten Fördergliedes dient. Kardan-und Gelenkwelle werden untereinander zur Erreichung der Beweglichkeit der einzelnen Fördergerüste mit Kugelgelenk verbunden. Die Gerüste selbst werden jedes für sich mit geeigneten Vorrichtungen am Boden abgestützt, wobei jedes Glied zwei höhenverstellbare Stützen benötigt.
Diese Bauart ist insofern nachteilig, als auch hier die Gerätbreite stark vergrössert wird und der Antrieb besonders gekapselt werden muss, um einerseits geschützt zu sein und anderseits das Bedienungspersonal nicht zu gefährden. Ferner ist die Verschwenkbarkeit der Glieder zueinander begrenzt, da die Gelenke an einer Aussenseite des Förderers, also exzentrisch zur Förderlängsachse, liegen. Die Aufstellung und die Verbindung der einzelnen Förderbandglieder ist sehr zeitraubend, da einerseits die jedem Glied zugeordneten beiden Stützen in ihrer Höhe eingestellt und die Kugelgelenke der Kardanwelle aufgesetzt und schliesslich die einzelnen Fördergerüste erst ausgerichtet werden müssen.
Die Erfindung bezieht sich nun auf einen aus Einzelgliedern bestehenden Bandförderer
<Desc/Clms Page number 2>
für Stück-und Schüttgut mit Antrieb von einer
Stelle durch gekuppelte Antriebswellen und besteht im Wesen darin, dass die in der Längsachse jedes einzelnen Fördergliedes unterhalb der
Umlenktrommeln des Förderbandes vorgesehene
Antriebswelle zwischen den beiden Umlenk- trommeln innerhalb des Fördergliedes mit einem
Getriebe zum Antrieb des Förderbandes verbunden und das Förderband durch Umführungsrollen um das Getriebegehäuse geleitet ist. Die Erfin- dung ermöglicht somit erstmalig die Herstellung eines aus mehreren Einzelgliedern bestehenden
Bandförderers mit von einer Kraftwelle betätigten
Innenantrieb sowohl für Stück-als auch Schütt- gutförderung.
Der erfindungsgemässe Band- förderer beseitigt die im vorhergehenden ge- schilderten Nachteile der bekannten Förderer ohne Vergrösserung der Baubreite der Förder- glieder.
Die Umführungsrollen können lose auf der
Welle des Getriebes sitzen oder mit ihr fest verbunden sein und die Förderbänder antreiben, gegebenenfalls an die Umlenktrommeln ange- presst sein. Die Umführungsrollen können auch am Getriebegehäuse gelagert sein und eine oder auch mehrere solcher Rollen zu beiden Seiten des
Getriebes vorgesehen sein. Zum Antrieb des
Bandes durch eine der beiden Umlenktrommeln wird ein schmaler Kettentrieb od. dgl. an der Aussenseite zwischen Umlenktrommel und Getriebewelle eingeschaltet.
Die Antriebswellen der Einzelglieder werden durch Kugelgelenke miteinander verbunden, welche eine allseitige Verstellung der einzelnen Glieder zueinander ermöglichen. Um diese Gelenke zu entlasten, ist eine einziehbare Kupplung der Gliedergerüste, die ebenfalls allseitig verstellbar ist, so angeordnet, dass der Zwischenraum zwischen den aneinander stossenden Gliedern möglichst klein und die Teile des Kugelgelenkes der Antriebswellen im Zeitpunkt der Verbindung nicht abgedeckt sind.
Die Teile der Gerüstkupplung sind mit den Fördergliedern beispielsweise in Führungen verschiebbar verbunden und so ausgebildet, dass sich die Gerüste durch sie im gekuppelten Zustand gegenseitig abstützen, wodurch einerseits die Förderglieder abwechselnd abgestützt sein können, anderseits die Gerüste sowohl bei Förderung von Stückgütern als auch von Schüttgütern unter Benützung der gleichen Kupplungsbestandteile verbunden werden können.
Die Gerüstkupplung kann so ausgebildet sein, dass der eine Teil der Kupplung zwei längsgeführte Schienen aufweist, an deren einem Ende ein senkrecht zu den Schienen stehender Bügel angelenkt ist und an deren anderem Ende ein Anschlag für die Führung vorgesehen ist und der andere Kupplungsteil aus einer ebenfalls mit einem Anschlag für die Längsführung ausgestatteten Schiene besteht, deren Ende zu einer Gabel geformt ist und mit dem Bügel durch einen Drehzapfen verbunden werden kann. Diese Art der Kupplungsverbindung erfolgt bei Verwendung des Förderers für Stückgut.
Für die Förderung von Schüttgut werden die
Glieder stufenartig einander zugeordnet, in wel- chem Falle zwischen den Gerüstkupplungs- hälften eine Schwinge eingesetzt wird, die, senk- recht zur Längsachse des Förderbandgliedes stehend, ein Getriebe, z. B.
Kettenrad und Kette, zur Verbindung zwischen den Antriebswellen zweier in verschiedener Höhe liegender Bandglie- der besitzt, und die jeweils eine zur Gerüstkupp- lung passende zweite Kupplungshälfte trägt, die mit der Schwinge ebenfalls beweglich verbunden, mit dem Kupplungsteil des Gerüstes in Ver- bindung gebracht wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindung- gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt zwei hintereinander geschaltete
Glieder des Bandförderers in Ansicht in stufen- förmiger Anordnung für Schüttgutförderung und
Fig. 2 eine ähnliche Darstellung einer für Stück- gutförderung geeigneten Anordnung. Fig. 3 stellt die beiden Enden zweier Förderglieder in
Seitenansicht und Fig. 4 in Draufsicht dar.
Fig. 5 und 6 zeigen ähnliche Darstellungen wie
Fig. 3 und 4 jedoch bei Schrägstellung des einen
Fördergliedes, Fig. 7 eine Draufsicht auf die
Kupplung und Fig. 8 eine Seitenansicht hiezu.
Fig. 9 zeigt die Anordnung von Kupplung und
Schwinge zur Verbindung zweier Förderglieder für Schüttgutförderung in Seitenansicht, Fig. 10 stellt eine Draufsicht und Fig. 11 eine Vorderansicht zur Fig. 9 dar.
Der Bandförderer besteht aus einer beliebigen Anzahl von Einzelgliedern, welche alle im Wesen gleich ausgebildet sind. Sie werden durch eine in ihrer Längsachse durchgehende Antriebswelle von einer Kraftquelle aus angetrieben. Die einzelnen Förderglieder sind gegeneinander allseitig verstellbar und können auch stufenförmig angeordnet sein. Sie eignen sich in gleicher Weise zur Förderung von Stück- und Schüttgut.
Das einzelne Förderglied besteht aus einem Gerüst 1, an dessen beiden Enden je eine Umlenktrommel 2, 3 gelagert ist, über die das endlose Förderband 4 läuft. Die Antriebswelle 5 ist unterhalb der Umlenktrommeln im Gerüst gelagert und trägt eine Schnecke 6, in die ein Schneckenrad 7 eingreift, welches den Antrieb des Förderbandes bewirkt, indem die Welle 8 des Schneckenrades durch einen schmalen Kettentrieb 9 die Achse der Umlenktrommel 2 antreibt. Um die Unterbringung des Schneckengetriebes innerhalb : des Fördergliedes zu ermöglichen, wird das Förderband 4 um das Getriebe 6 herumgeführt, zu welchem Zwecke Umführungsrollen 10 auf der Welle 8 vorgesehen sind.
Diese Rollen können lose auf der Welle 8 sitzen oder auch mit der] Welle fest verbunden sein, um so den Antrieb des Förderbandes unmittelbar zu bewirken, so dass der Kettentrieb 9 in Wegfall kommen kann. Die Rollen 10 können auch am Gehäuse des Getriebes 6, 7 gelagert sein. Die Rolle 10 kann auch an] die Trommel 2 angepresst sein.
Die miteinander gekuppelten Antriebswellen 5 und die einzelnen Förderglieder werden von einem
<Desc/Clms Page number 3>
Motor 11 (Fig. 1, 2) über ein Getriebe 12 angetrieben. Der Motor kann auf einem Förderglied untergebracht oder auch gesondert angeordnet sein. Die Kupplung der einzelnen Förderglieder erfolgt in zweifacher Weise, nämlich sowohl durch eine Kupplung der Welle 5 als auch der Gerüste 1.
Diese beiden Kupplungen müssen so gelenkig sein, dass sie eine allseitige Verstellung der Förderglieder zueinander ermöglichen. In Fig. 1 und 2 sind strichlierte Stellungen eingezeichnet, welche die Höhenverstellbarkeit veranschaulichen, wogegen die seitliche Verstellbarkeit aus Fig. 6 hervorgeht.
Zur Erzielung dieser allseitigen Verstellbarkeit ist jede der beiden Kupplungen um eine horizontale und senkrechte Achse verschwenkbar, wobei die Drehachsen der beiden Kupplungen in einer gemeinsamen Ebene liegen müssen. Die Wellenkupplung wird als übliche Kreuzgelenk-oder Kugelgelenkkupplung 15 ausgebildet, deren horizontale Drehachse mit 16 und deren senkrechte Drehachse mit 17 bezeichnet ist. Die Kreuzgelenke bleiben dauernd verbunden, die Kupplung bzw. Entkupplung erfolgt dadurch, dass die Verbindung eines Kupplungsteiles mit der Welle hergestellt oder gelöst wird. Die Gerüstkupplung ist oberhalb der Wellenkupplung angeordnet und besteht aus zwei ausziehbaren Teilen, die, wie Fig. 3 zeigt, in die Förderglieder zurückgeschoben werden können, um dadurch den Zutritt zur darunterliegenden Wellenkupplung freizugeben.
Der eine der beiden ausziehbaren Teile ist durch zwei Schienen 18 in Führungen 19 geführt und besteht aus einem an den Schienenenden angelenkten Bügel 20, der sich somit um diese waagrechte Achse 21 drehen kann. In dem waagrechten Teil des Bügels 20 ist eine Bohrung 22 vorgesehen, die die senkrechte Drehachse bildet.
Der Bügel 20 kann in das Förderglied zurückgeschoben werden, wie Fig. 3 und 4 zeigen, und aus ihm so weit herausgeschoben werden, bis seine Drehachsen mit jenen der Wellenkupplung in eine gemeinsame Ebene zu liegen kommen, wie die Fig. 5 und 6 zeigen. Diese Ausziehbarkeit des Bügels ist durch die Anschläge 23 an den Schienenenden, die im ausgezogenen Zustand an den Führungen 19 anliegen, begrenzt. Der andere Teil der Gerüstkupplung weist ebenfalls eine in einer Führung 24 laufende Schiene 25 auf, deren Ausziehbarkeit gleichfalls durch einen Anschlag 26 begrenzt ist. Am Ende der Schiene 25 ist eine Gabel 27 vorgesehen, die im ausgezogenen Zustande den ausgezogenen Bügel 20 umgreift und Bohrungen 28 aufweist, welche sich mit der Bohrung 22 des Bügels decken, um die Verbindung der beiden Kupplungsteile durch den Bolzen 29 herstellen zu können.
Der Vorgang bei der Kupplung ist folgender : Es werden zuerst die Antriebswellen 5 durch die Kupplung 15 gekuppelt, wobei die ausziehbaren Teile der darüberliegenden Gerüstkupplung zurückgeschoben sind. Dieses Kuppeln wird durch Zusammenschieben der beiden Förder- glieder erwirkt, wodurch das eine Kreuzgelenk auf die Keilwelle aufgeschoben und dadurch mit ihr verbunden wird. Hierauf werden die beiden Teile der darüberliegenden Gerüstkupplung aus dem Gerüst herausgezogen und durch den Bolzen 29 miteinander verbunden. Damit ist der Kupplungsvorgang beendet. Dadurch, dass die Kupplungsteile der Gerüstkupplung mit den Anschlägen 23 bzw. 26 an den entsprechenden Führungen anliegen, wird verhindert, dass sich die beiden gekuppelten Förderglieder auseinander bewegen können.
Die Führungen haben eine solche Länge, dass sie die Gerüste ohne weiteres tragen können.
Für die Förderung von Schüttgut wird diese Kupplung noch durch eine zusätzliche Schwinge 30 mit Kettentrieb ergänzt. Schüttgut kann nur gefördert werden, wenn das Ende des umlaufenden Bandes eines Fördergliedes oberhalb des Endes des anderen Fördergliedes zu liegen kommt, da der Höhenunterschied zum Transport des Schüttgutes unter seiner eigenen Schwere von dem höher gelegenen zum tiefer liegenden Förderglied erfolgen muss. Dieser Höhenunterschied wird durch einen zwischen den Fördergliedern eingeschalteten Stützbock 31 bewirkt, in dem die Schwinge 30 bei 32 verschwenkbar gelagert ist, die sich immer senkrecht zur Längsachse des oberen Fördergliedes einstellt. Die Schwinge trägt zwei Lager ?. ?, mit parallelen Achsen, in denen je ein Getrieberad bzw. Kettenrad 35, 36 gelagert ist.
Diese beiden Räder sind durch eine Kette 37 od. dgl. miteinander verbunden. Das obere Kettenrad 35 arbeitet mit der Antriebswelle des oberen Fördergliedes, das untere Kettenrad 36 mit der Kupplung zur Antriebswelle des unteren Fördergliedes zusammen. Zu diesem Zweck ist das obere Kettenrad als Hülsenrad ausgebildet, um die Hülse desselben auf das Ende der Antriebswelle 5 aufschieben und damit fest verbinden, z. B. verkeilen zu können. Das untere Kettenrad kann in ähnlicher Weise mit der Wellenkupplung verbunden werden oder aber es weist der eine Kupplungsteil der Wellenkupplung eine Hülse 38 und das Ketten-
EMI3.1
wird. Die Verbindung der Gerüstkupplung, deren eine Hälfte, u. zw. jene mit dem Bügel 20, sich in diesem Falle auf der Schwinge 30 befindet, erfolgt in der schon beschriebenen Weise.
Die Achse, um die die Schwinge 30 drehbar ist, steht zur oberen Kettenradachse senkrecht, wobei diese beiden Achsen auch einander kreuzen können.
Zwischen den beiden Enden der miteinander gekuppelten Förderglieder ist eine Ablaufrutsche 40 (Fig. 1) mit seitlichen Wänden vorgesehen, welche das Fördergut, das sich auf dem auflaufenden Förderband allmählich ausbreitet, in die ursprüngliche Breite auf dem folgenden Förderband wieder zurückführt.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.