AT162482B - Verfahren zum Reinigen von Fruchtkörnern und Plansichter zur Ausübung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Fruchtkörnern und Plansichter zur Ausübung dieses Verfahrens

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AT162482B
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Hans Muellner
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Hans Muellner
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  Verfahren zum Reinigen von Fruchtkörnern und Plansichter zur Ausübung dieses
Verfahrens 
Die zur Reinigung von Getreide und ähnlichen Fruchtgattungen gebräuchlichen Maschinen, sogenannte Tarare und Aspirateure, arbeiten unvollkommen. Unmittelbar am Einlauf wird die Frucht freifallend einem   starken Windstrom aus-   gesetzt, der, obwohl er den ganzen vorhandenen Staub aufwirbelt, dennoch viele leichte, daher noch schlechte Körner nicht erfassen kann, weil sie von den vollwertigen Körnern abgedeckt und mitgerissen werden. 



   Wenn die Frucht auch beim Auslauf nochmals besaugt wird, so ist der Moment des freien Falles zu kurz, um die oft in starker Schichte fallende Frucht gründlich durcharbeiten zu können. Auch muss der aufgewirbelt Staub erst wieder in grossen Filteranlagen od. dgl. abgeschieden werden, was einerseits Material-, Platz-und Kraftverschwendung und anderseits erfahrungsgemäss doch nicht so vollkommen möglich ist, dass nicht eine Verschmutzung von Maschinen und Räumen eintritt. 



   Diese Fehler zu vermeiden, bezweckt die vorliegende Erfindung. 



   Es wird zunächst für diesen Arbeitsprozess die milde Arbeitsweise des Plansichters mit verlässlicher Siebreinhaltung zunutze gemacht, die es ermöglicht, die Siebe staubfrei abzuschliessen. 



    Alle Abfälle,   die grösser und kleiner als die Frucht sind, also insbesondere der Staub, werden durch Siebe ohne Wind innerhalb der staubdicht abgeschlossenen Maschine ausgeschieden. Die derart vorgereinigte Frucht gelangt nun auf ein Sieb, wo unter Ausnützung des sogenannten Grundprinzipes des Handsiebes"die Schichtung nach dem spezifischen Gewicht schon so weit vorgenommen wird, dass durch den, an besonderer Stelle eingesetzten Wind die leichteren Teile restlos erfasst und ausgeschieden werden können. 



   Unter Grundprinzip des Handsiebes"ist ein Arbeitsvorgang zu verstehen, nach welchem auf einem schwingenden Siebe durch die Bewegung des Sichtgutes das schwere, also vollwertige Gut, zu Boden sinkt, während die leichten, schlechten Beimengungen obenauf schwimmen und sich in einem runden oder polygonalen Sieb in der Mitte sammeln. 
Nach vorliegender Erfindung wird die Frucht auf ein solches Sieb geleitet, derartig, dass sie am Umfange einläuft, hier aber noch nicht durchfallen kann, weil unter dem Sieb sich ein Boden befindet. Die Frucht strömt zur Mitte, wobei vorgenannte Schichtung auftritt. Erst in der Mitte befindet sich im Boden eine entsprechend grosse Öffnung, vom Sieb überspannt. Hier ist ein nach oben durchströmender Wind vorgesehen.

   Die Körner laufen über dem Siebe einige Sekunden hin und her, bevor sie durchfallen können, die Sortierung nach spezifischem Gewicht wird durch den Wind noch unterstützt. Die vollwertigen Körner fallen schliesslich doch durch das Sieb, während die leichteren Beimengungen normal aufwärts und zur Mitte gedrängt, vom Luftstrom, der hier am schärfsten ist, erfasst und abgeleitet werden. An Stelle des undurchlässigen Bodens kann auch ein feineres Gewebe verwendet werden, welches wohl   dem Winde, abernichtder Frucht Durchlass gewährt.   



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäss ausgebildeten Plansichters dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen lotrechten und Fig. 2 einen waagrechten Schnitt nach der Linie a-b in Fig. 1. 



   Die Frucht tritt bei 1 in den Plansichter, durchläuft mehrere ringförmig angeordnete Siebe, wobei der Reihe nach gröbste Beimengungen, Schrollen, griesige Abfälle und feiner Staub absortiert werden, gelangt bei 2 in den Innenring   und wird durch Abdachungen am Umfang   des Siebes 3 eingeleitet. Durch die Schwingungen des Plansichters gelangt die Frucht bei gleichzeitiger Schichtung nach den spezifischen Gewicht zur Mitte des Siebes, wo sie durch eine Öffnung des Bodens 4 von einem von unten kommenden Wind durchströmt wird, der die hauptsächlich an der Oberfläche der Fruchtschichte schwimmenden leichteren Körner und Beimengungen mitreisst. 



  Die gehobenen halbschweren Körner können noch in den Kanal 5 abgeleitet werden, während die leichte Spreu durch den Schlauch 6 in die Windkammer oder das Filter gelangt. Da diese Spreu ziemlich rein und staubfrei ist, genügt eine kleine Filterfläche, gegebenenfalls kann der Windabstoss ins Freie geleitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Reinigen von Fruchtkörnern mittels Plansichtem, dadurch gekennzeichnet, dass schlechte Beimengungen, insbesondere Staub, zuerst durch Siebe, ohne Wind, ausgeschieden und dann erst in der Maschine die spezifisch leichteren Teile mittels Wind erfasst werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frucht zuerst über undurchlässige Flächen geführt wird, in welcher Zeit sie sich nach dem Grundprinzip des Handsiebes"sammelt, worauf erst der Wind, während des Durchfallen durch das Sieb, einsetzt.
    3. Plansichter mit kreisförmiger Schwingbewegung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst Siebe zur Ausscheidung aller unbrauchbaren Beimengungen nach Grösse und sodann ein rundes oder polygonales Sieb angeordnet sind, auf welches die Frucht geführt wird und wo im Mittel ein Windstrom zur Abhebung der leichteren daher schlechteren Körner eingesetzt ist.
    4. Plansichter zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle undurchlässiger Flächen ein feineres Gewebe vorgesehen ist, das wohl Winden, aber nicht der Frucht Durchlass gewährt.
AT162482D 1946-10-11 1946-10-11 Verfahren zum Reinigen von Fruchtkörnern und Plansichter zur Ausübung dieses Verfahrens AT162482B (de)

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