AT162189B - Schraubverbindung mit selbsttätiger Nachspannung. - Google Patents

Schraubverbindung mit selbsttätiger Nachspannung.

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  Schraubverbindung mit selbsttätiger Nachspannung. 



   Einfache Schraubverbindungen sind bekanntlich nicht verwendbar, wenn einer der zu verbindenden Teile aus einem Werkstoff besteht, der unter dem Einfluss des Schraubendruckes langsam seine Form verändert. Solche Werkstoffe, die sich setzen oder kriechen, müssen in der Technik häufig benützt werden, z. B. bei verschiedenen Arten von Dichtungen. Auch bei der Verschraubung von Aluminiumleitungen in der Elektrotechnik tritt diese Erscheinung auf. Es ist bekannt, solche Schraubverbindungen durch Beilagen von Federringen zu verbessern. Hiedurch wird wohl erreicht, dass die Spannkraft der Verschraubung unter Ausdehnung des Federringes ungefähr erhalten bleibt, jedoch geht dann die ursprünglich starre Verbindung mit der Zeit in eine elastische Verbindung über.

   Kräfte, die in der Richtung der Schraubenachse wirken, können dann den Federring zusammendrücken und zu einer Abhebung der verschraubten Bestandteile führen. In vielen Fällen ist jedoch schon eine vorübergehende Herabsetzung des Anpressdruckes schädlich, selbst wenn noch 
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 radiale Kräfte, nicht aber durch einen abhebenden
Axialdruck verändern. 



   Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel. Das zusammenarbeitende Paar Unterlagsscheiben be- steht aus einem unter der Mutter   M   liegenden geschlossenen Ring R und aus einem zweiten, durch einen Spalt S aufgeschnittenen federnden
Ring F. Die einander zugekehrten Flächen der beiden Ringe R und F sind als flache Kegelflächen ausgebildet. Bei der Herstellung der Verschrau- bung wird zuerst der Federring F mit Hilfe einer
Zange oder Schraubzwinge zusammengedrückt, bis der Spalt S geschlossen ist. Dann wird die Mutter M satt angezogen. Der Federring F kann sich nun nicht mehr öffnen, sondern drückt mit seiner Federkraft gegen die   Passfläche   des geschlossenen Ringes R. 



   Lockert sich die Verbindung durch Verformung der verschraubten Teile, so kann der Ring F nach aussen nachfedem. Infolge der Keilwirkung der Passflächen zwischen den Ringen R und F bewirkt die Federspannung des Ringes F, dass der wesentlich grössere Axialdruck der Verschraubung aufrecht bleibt. Die Verbindung ist jedoch gegen axiale Kräfte selbsthemmend und bleibt auch nach Verformung der verbundenen Teile eine starre. Die Weite des Spaltes S ist hiebei ein deutlich sichtbares Mass der eingetretenen Verformung. Ein weit geöffneter Spalt S zeigt daher an, dass die Verbindung nachgespannt werden muss. 



   Um den Federring F mit einem Werkzeug bequem schliessen zu können, ist es zweckmässig, an geeigneter Stelle den Federring mit geradlinigen Angriffsflächen zu versehen. Zu diesem Zweck kann er entweder entsprechend Fig. 2 quadratisch ausgeführt oder mit Ansätzen ent- sprechend Fig. 3 versehen werden. Für Verbindungen, die eine Nachspannung in grösserem Ausmass verlangen, können zwei Federringe F nach Art der gebräuchlichen Doppelfederringe benützt werden ; in diesem Falle sind nicht zwei geschlossene Ringe R als Gegenstücke erforderlich, sondern es genügt ein zwischen zwei federnde   Ringe F eingelegter geschlossener Ring R mit beidseitigen kegelförmigen Passflächen.

   Es kann   

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 auch die umgekehrte Anordnung gewählt werden, so dass ein als doppelter Kegel ausgebildeter federnder Ring zwischen zwei geschlossenen Ringen liegt. 



   Im Vorstehenden ist angenommen, dass die Federkraft des elastischen Zwischenstückes radial nach aussen wirkt. Zur Verwirklichung der Erfindung können aber auch radial nach innen drückende Zwischenstücke verwendet werden, die etwa mit einem im Spalt steckenden, das Zusammenfedem verhindernden Keil geliefert werden. Es ist dann nur notwendig, diesen Keil nach Festziehen der Schraubverbindung zu entfernen, z. B. herauszuschlagen, um die Feder-   kraftdes Zwischenstückes wirksamwerdenzulassen.   



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Schraubverbindung mit selbsttätiger Nachspannung durch eine federnde Unterlage, dadurch gekennzeichnet, dass ein senkrecht zur Schraubenachse federnder Körper (F) an einem festen Gegenstück (R) entlang einer Keilfläche gleitet, wobei der Keilwinkel (a) kleiner als der Reibungswinkel und die Verbindung in axialer Richtung selbsthemmend ist.

Claims (1)

  1. 2. Schraubverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der federnde Körper (F) ein mit einem Spalt (S) versehener Ring mit kegelförmiger Gleitfläche und das Gegenstück (R) ein geschlossener Ring ist.
    3. Schraubverbindung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei federnde Ringe (F) und ein zwischen diesen liegender geschlossener Ring (R) vorhanden sind oder umgekehrt.
    4. Schraubverbindung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der federnde Körper (F) zwei parallele Flächen (P) für den Angriff eines Spannwerkzeuges aufweist.
    5. Schraubverbindung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der federnde Körper durch einen Keil od. dgl. gespannt gehalten ist, der nach Festziehen der Schraubverbindung entfernt wird.
AT162189D 1945-09-19 1945-09-19 Schraubverbindung mit selbsttätiger Nachspannung. AT162189B (de)

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