AT162052B - Verfahren zur Herstellung von Klebebändern, insbesondere Kautschukpflastern. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Klebebändern, insbesondere Kautschukpflastern.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Klebebändern, insbesondere Kautschukpflastern. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Klebebändern, insbesondere Kaut- schukpflastern. Dabei handelt es sich um Pflaster, die im wesentlichen aus einer Textilunterlage bestehen, welche einen Belag von vorzugsweise durch Zinkkautschuk gebildeter Klebemasse aufweist. Es sind Verfahren bekannt, bei denen eine mit Füllstoffen, wie Zinkoxyd, Wachsen, Fetten, Harzen, beladene mastizierte Kautschukmasse unter Vermittlung eines Kalanders auf die Textilunterlage aufgebracht wird, wobei die zum Aufbringen erforderliche Weichheit der Masse einerseits durch deren Mastikation und anderseits dadurch erreicht wird, dass ein Teil der Kalanderwalzen geheizt ist, deren Wärme auf die Masse übertragen wird. Durch die bekannten Verfahren wird nun zwar der Vorteil erreicht, dass die Anwendung besonderer Lösungsmittel, wie z. B. Benzin od. dgl. zur Weichmachung der Masse und die damit verbundenen Übelstände (Explosions-und Feuersgefahr), Gesundheitsschädlichkeit, Nachkleben auf der Haut, begrenzte Lagerfähigkeit des Pflasters, vermieden wird, jedoch bringt die Anwendung der Kalander wiederum eine Reihe von Nachteilen mit sich, welche die Verwendbarkeit dieser bekannten Verfahren sehr verschlechtern, wenn nicht gar überhaupt in Frage stellen. Einer der Hauptnachteile besteht dabei darin, dass beim Kalandern ein Kautschukfilm vorbestimmter Stärke auf die Textilunterlage aufgewalzt werden muss. Wird nun der Walzdruck zu gross gewählt, so kommt es häufig vor, dass der Kautschukfilm von der Unterlage zum Teil wieder abgezogen wird, was eine unerwünschte Schwächung der Kautschukschicht beim fertigen Pflaster und dazu eine ebenfalls sehr nachteilige Ungleichförmigkeit dieser Schicht zur Folge hat. Wählt man den Walzdruck kleiner, so besteht anderseits wieder die Gefahr, dass zwischen der Kautschukschicht und der Textilunterlage keine hinreichende Verbindung erzielt wird, was dann meist ein Ablösen der Schicht von der Textilunterlage nach sich zieht. Hier schafft nun die Erfindung Abhilfe, indem gemäss ihrem wesentlichen Kennzeichen die Aufbringung der Kautschukmasse unter Zuhilfenahme einer der an sich bekannten Streich- maschinen erfolgt. Diese Streichmaschinen wurden bislang nur für die Verarbeitung von durch Lösungsmittel weich (streichfähig) gemachten Kautschukmassen verwendet und es waren daher dieselben bei Fehlen jeglicher Wärmezufuhr vor bzw. beim Streichen mit einer das Austreiben des Lösungsmittels aus der fertig aufgetragenen Kautschukschicht bewirkenden Heisstrockenanlage ausgestattet, die mit einer Sammelvorrichtung der Lösungsmitteldämpfe und vielfach auch mit einer Lösungsmittel-Rückgewin- nungsanlage verbunden war. Mit Rücksicht auf die erfindungsgemässe Anwendung der Streichmaschine ist dieselbe so abzuändern, dass das Streichmesser und eventuell auch die Strichtrommel heizbar sind und ausserdem die übliche Heisstrockenanlage durch eine Kühleinrichtung zum Trocknen der fertig bestrichenen Textilunterlage ersetzt ist. Die Zeichnung veranschaulicht das Schema einer Anlage zur Durchführung des erfindunggemässen Verfahrens. Dabei bezeichnet 1 die Vorratstrommel, von welcher die Stoffbahn 2 abgezogen wird, die dann der eigentlichen Strichtrommel 3 zugeführt wird. Oberhalb der Trommel 3 ist das verstellbare Streichmesser 4 angeordnet. Bei 5 wird die Klebemasse aufgebracht, die durch das Streichmesser 4 in einer durch die Einstellung des Messers bestimmten Schichtstärke auf die Stoffbahn 2 aufgetragen wird. Erfindungsgemäss ist dabei das Streichmesser 4 und eventuell auch die Streichtrommel 3 künstlich, z. B. durch eine eingebaute Dampf-bzw. Elektroheizung erwärmt. Die mit der Kautschukschicht 6 versehene Stoffbahn 2 wird dann über eine Kühltrommel 7 geführt und nach dieser der Aufwickeltrommel 8 zugeleitet. Die Trommel 7 ist dabei z. B. durch eine eingebaute Kaltwasserkühlung soweit gekühlt, dass die Temperatur der Masse ungefähr auf die normale Raumtemperatur herabgesetzt wird. Durch diese Kühlung wird ein oberflächliches Abtrocknen der Schicht 6 erreicht, so dass beim darauffolgenden Aufwickeln des fertigen Pflasters kein Zusammenkleben der Bandlagen untereinander stattfinden kann. Beispiel : Eine entsprechende Menge Rohkautschuk wird in einem Kautschukkneter mastiziert. Dieser Kautschukmasse werden dann die <Desc/Clms Page number 2> erforderlichen Füllstoffe in einer Menge zuge- geben, dass auf 30 Teile Rohkautschuk, 25 Teile Zinkoxyd, 25 Teile Kolophonium und Harz und 20 Teile Adeps lanae oder Vaseline entfallen. Die so hergestellte Klebemasse wird auf die Streich- maschine aufgebracht und mittels vorgewärmter Streichwerkzeuge (Streichmesser, Streichtrommel) unter Erwärmung auf zirka 70 C auf eine Stoffbahn aufgetragen. Die auf diese Weise bestrichene Stoffbahn wird dann unter Vermittlung einer Kühlvorrichtung auf zirka 20 bis 300 C gekühlt und schliesslich aufgewickelt. Das erhaltene Produkt wird vorzugsweise als Verbandpflaster verwendet. Beispiel 2 : Eine entsprechende Menge Rohkautschuk wird wie nach Beispiel 1 vorgearbeitet und dann mit den Füllstoffen beladen, in einer Zusammensetzung, dass auf 20 Teile Rohkautschuk 40 Teile Bariumsulfat, 10 Teile Steinkohlenteer, 10 Teile Ozokerit und 20 Teile Kolophonium ent- fallen. Die Weiterverarbeitung dieser Masse geschieht in voller Übereinstimmung mit dem Beispiel 1. Das erhaltene Produkt wird vorzugsweise als Klebeband (Isolierband) verwendet. Das erfindungsgemässe Verfahren bietet also zusätzlich zu der bereits eingangs genannten Vermeidung von Explosions-und Feuergefähr- lichkeit sowie Gesundheitsschädlichkeit noch den Vorteil, dass einerseits eine zuverlässige, innige Verbindung zwischen Schicht und Textilunterlage und anderseits eine gleichförmige, durch ent- sprechendes Einstellen des Streichmessers festzulegende Schichtstärke gewährleistet ist. Überdies kann das Auftragen der Schicht stets in einem Arbeitsgang erfolgen, ohne dass dadurch die vorerwähnte Verbindung bzw. Gleichförmigkeit ungünstig beeinflusst wäre. Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Pflaster zeichnet sich ausserdem noch besonders dadurch aus, dass die Schicht auf Grund der Verarbeitung ohne Anwendung von Lösungsmitteln nicht nur (zufolge ihrer trocken-zähkleben- den Wirkung) kein Nachhaften an der Haut sondern auch eine nahezu unbegrenzte, von Temperatureinflüssen weitgehend unabhängige Lagerfähigkeit besitzt.
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