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Zur Herstellung von photographischen Bildern, insbesondere farbigen Bildern, ist es bekannt, Halogensilberemulsionen zu verwenden, die Farbstoffkomponenten enthalten. In diesen Schichten
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diffusionsechtmachende Molekülreste enthalten, eine weitere Gruppe sehr wertvoller Farbstoffbildner darstellen. Als solche Derivate der Malonsäure sind beispielsweise zu nennen : das symmetrische Dianilid der Malonsäure sowie das symmetrische Diaminobenzoesäure-Malonid, das Di- (3-chlor- 4-carboxyanilid) und das Di- (3'5-dicarboxyanilid) der Malonsäure, ferner unsymmetrische Verbindungen, die man z. B. durch Umsetzung einer Aminoverbindung mit dem Halbchlorid des Malonsäureäthylesters und darauffolgende Umsetzungen der Estergruppe mit einem zweiten Amid erhält.
Ein solcher Körper wird z. B. erhalten durch Umsetzung des Halbchlorids des Malonsäure- äthylesters mit Anilin und durch darauffolgende Umsetzung dieses Reaktionsproduktes mit p-Aminobenzoesäureäthylester in siedendem Xylol.
Diese Farbstoffbildner werden zur Herstellung eines photographischen Erzeugnisses mit mehreren übereinander angeordneten Halogensilberemulsionen verwendet, von denen mindestens eine Halogensilberemulsionsschieht als farbbildende Substanz ein amidartiges Derivat der Malonsäure enthält, das durch Einführung von bestimmten Molekülresten in bezug auf das Bindemittel diffusionsecht ist. Mit Hilfe der Farbstoffbildner gemäss der Erfindung können gelbe Teilfarbenbilder hergestellt werden,
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Die gemäss dem vorliegenden Verfahren zu verwendenden Verbindungen eignen sich jedoch auch als Azokomponenten für die Verfahren nach D. R. P. Nr. 561867 (französisches Patent Nr. 787388) und französisches Patent Nr. 814731, da sie mit Diazokomponenten Azofarbstoffe geben.
Durch Substitution mit bestimmtem Molekülrest werden die Farbstoffkomponenten gegenüber der Gelatine diffusionsecht gemacht. Gemäss österr. Patent Nr. 158818 können in Farbstoffkomponenten geeignete Gruppen eingeführt werden, die dem Molekül des Farbstoffbildners substantiven Charakter verleihen. Nach österr. Patent Nr. 156589 können Farbstoffkomponenten diffusionsecht gemacht werden, indem man Reste hochpolymerer Carbonsäuren oder deren Derivate einfügt. Nach österr.
Patent Nr. 159312 erhält man diffusionsechte Farbstoffkomponenten durch Einführung von Kohlenstoffketten mit mehr als 5 C-Atomen. Weiterhin erhält man diffusionsechte Farbstoffkomponenten nach französischem Patent Nr. 825233 durch Einführung von Polypeptidresten, nach französischem Patent Nr. 825878 durch Einführung von Kohlehydratresten, nach französischem Patent Nr. 827625 durch Einführung von Bestandteilen oder Umwandlungsprodukten natürlicher Harze, nach französischem Patent Nr. 827626 durch Einführung von Sterinresten. Schliesslich kann man die Farbstoffkomponenten gemäss der vorliegenden Anmeldung nach österr. Patent Nr. 159508 zu einem kettenförmigen Molekül vereinigen.
Als Beispiele sind für die diffusionsechten Farbstoff komponenten zu nennen :
1. Das Umsetzungsprodukt aus Malonsäureäthylesterhalbehlorid mit Octylamin und mit darauffolgender Umsetzung der Estergruppe mit Anilin.
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2. Das Umsetzungsprodukt aus Malonsäureäthylesterhalbchlorid mit p-Dodecylanilin und mit darauffolgender Umsetzung mit p-Aminobenzoesäureäthylester und nachfolgender Verseifung der Estergruppe.
3. Das Umsetzungsprodukt aus Malonsäurediäthylester mit 2 Mol Aminodiphenyl.
Zweckmässig ist es, dem Molekül der Farbstoffkomponente noch wasserlöslichmachende Gruppen, z. B. Carboxyl-, Sulfogruppen und mehrere Oxygruppen, einzuführen. Die Farbstoffbildner können der Emulsion in einem beliebigen Zeitpunkt des Herstellungsprozesses zugegeben werden.
Die so gewonnenen Halogensilberemulsionen mit diffusionsechten Farbstoffbildnern können in an sich bekannter Weise zu photographischen Schichten verarbeitet werden, wobei diese mit mehreren Schichten auf einer oder beiden Seiten eines Schichtträger übereinander angeordnet werden können.
Die Schichten können zur Aufnahme von Schwarzweiss- oder farbigen Bildern verwendet werden. Für farbenphotographische Zwecke werden die Schichten zweckmässig für verschiedene Bereiche des Spektrums sensibilisiert. Gegebenenfalls können neben Farbstoffkomponenten gemäss dem vorliegenden Verfahren in einer Schicht noch mehrere Farbstoffkomponenten untergebracht werden.
Für gewisse Zwecke ist es von Vorteil, die Farbstoffkomponente so auszuwählen, dass man bei der Herstellung daraus ein neutralgraues Bild erhält.
Die Emulsionen können aber auch in anderer Weise verarbeitet werden, z. B. können verschieden sensibilisierte Emulsionen mit verschiedenen Farbstoffbildnern in Form von kleinen Partikeln auf einem Schichtträger verteilt werden.
In den belichteten Emulsionsschiehten können die Bilder durch einfache oder chromogene Entwicklung oder durch Umkehrentwicklung nach den Verfahren der französischen Patente Nr. 811541 und 823600 erzeugt werden. Bei der Herstellung von farbigen Bildern wird das Silber in den meisten Fällen restlos entfernt. Bei der Herstellung von Sehwarzweissbildern mit Hilfe von nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Halogensilberschichten kann das Silber entfernt werden oder mit dem Farbstoffbild in der Schicht verbleiben. In gewissen Fällen kann es vorteilhaft sein, dass das Silber ganz oder teilweise in der Schicht verbleibt.