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Magnetscheider unter Anwendung elektromagnetischer Wanderfelder.
Durch Mehrphasenstrom erzeugte Magnetfelder wurden bisher in der Weise zur magnetischen Trennung loser Körpergemische verwendet, dass schmale Rinnen u. dgl., in die man das Scheidegut eintrug, von einem Mehrphasenstrom durchlaufen wurde. Der magnetische Anteil wurde aus den Rinnen seitlich hinausgedrängt. Man benutzte zur Scheidung demnach die magnetische Abstossung.
Der unmagnetische Anteil des Scheidegutes wurde durch die Schwerkraft oder durch mechanische Hilfsmittel aus der Scheiderinne entfernt. In andern Fällen wurde durch Wanderfelder besonderer Konstruktion, z. B. durch wandernde Gleichstromfelder geschieden.
Weiters werden elektromagnetische Wanderfelder in der Weise zur Trennung loser Körpergemische verschiedener magnetischer Eigenschaften benutzt, dass der magnetische Anteil unter Berücksichtigung des Schlupfes mit dem Wanderfeld mitwandert und nicht aus diesem hinausgestossen wird. Es wird somit nicht mit der Abstossung, sondern mit der magnetischen Anziehung geschieden. Der
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nach Art eines Stators oder eines Rotors ausgebildeten Wanderfelder können im Bedarfsfalle in an sich bekannter Weise in eine Ebene aufgerollt werden, auch können ebene und gekrümmte Wanderfelder miteinander verbunden werden.
Einige Ausführungsbeispiele sollen den Erfindungsgegenstand erläutern :
In Fig. 1 bilden die Magnetpole des Wanderfeldes die Innenwandung eines Hohlzylinders, ähnlich dem Stator eines Drehstrommotors. Wird bei A ein loses Körpergemiseh aufgegeben, von dem ein Teil magnetisch, der andere unmagnetisch ist, so wird der magnetische Anteil vom Wanderfeld erfasst und er wandert, von Pol zu Pol springend, in der Richtung des Pfeiles Q an der Innenwandung des Hohlzylinders ringsherum, falls der Zylinder peripherisch geschlossen ist. Der unmagnetische Anteil bleibt bei A liegen. Erhöht wird die trennende Wirkung erfindungsgemäss dadurch, dass man den Hohlzylinder mit einer nicht überall aufliegenden Auskleidung versieht, so dass diese Auskleidung in Vibration gerät.
Um das magnetische Gut auszutragen, genügt es, eine Austragrinne E (Fig. 1) in den Hohlzylinder einzubauen. Der unmagnetische Anteil fliesst bei geneigtem Zylinder durch die Schwerkraft ab.
Die magnetische Wirkung wird ausserdem noch dadurch erhöht, dass man die Pole in ihrer Längsrichtung durch Einkerbungen F öfters unterbricht, wie Fig. 2 zeigt.
Aus dem Zylinder gemäss Fig. 1 kann auch ein Sektor herausgeschnitten werden, so dass das Wanderfeld nur einen Teil des Kreisumfanges umspannt. In diesem Falle wird das magnetische Gut am Ende des Feldes bei C (Fig. 1) abfallen. Man kann den Zylinder aber auch aufrollen und ihm die Form eines Troges oder einer an sich bekannten ebenen Platte geben (Fig. 3). In diesem Falle wandert das magnetische Gut in der Richtung der Pfeile Q 1, während das unmagnetische Gut bei horizontaler Platte auf dieser liegen bleibt. Neigt man die Platte, so fliesst das unmagnetische Gut in der Richtung der Neigung ab, während das magnetische Gut dem Wanderfelde folgt (Pfeil Q 1), wodurch die Bewegungsbahnen unter beliebigem Winkel eingestellt werden können.
Die Erzeugung der Erschütterungen und die Erhöhung der Magnetwirkung können in derselben Weise erfolgen, wie bei den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Anordnungen.
Schliesslich kann man erfindungsgemäss zur Steigerung der Wirkung auch noch zwei Wanderfelder übereinander in ebener oder konzentrischer Lage anordnen (Fig. 4), so dass das magnetische
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Gut in der Richtung der Pfeile Q 3 von einem Feld zum andern Überspringt. Auch kann man, was allerdings schon bekannt ist, die Anordnung so treffen, dass das Wanderfeld statt im Innern eines Hohlzylinders oder eines Troges am äusseren Umfang eines Zylinders oder eines Wulstes erzeugt wird, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist.
Eine andere erfindungsgemässe Anordnung besteht darin, dass die Magnetzonen des Wanderfeldes Erzeugende eines Kegelstumpfes bilden, wie dies Fig. 6 angibt. Erfolgt bei A die Aufgabe (Fig. 6),
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liegen die Magnetzonen gegen das Austragende zu, also nach unten, näher aneinander und dadurch wird das Magnetfeld gegen das Austragende hin verdichtet.
Die Anordnung lässt sich in vorbekannter Weise aber auch so treffen, wie es in Fig. 7 dargestellt ist : Auf einer schiefen Ebene sind Magnetzonen senkrecht zur Fallinie, also horizontal angeordnet. Die Schaltung sei so, dass das Wanderfeld aufwärts in der Richtung des Pfeiles Q 1 wandert.
In diesem Falle wird das magnetische Gut auf der schiefen Ebene aufwärts wandern (Richtung Q 1), während das unmagnetische Gut der Fallinie folgt (Q 2). Man kann aber auch so schalten, dass auch das Wanderfeld in der Richtung Q 2 wandert. In diesem Falle empfiehlt es sich, das Wanderfeld bogenförmig fortzusetzen, damit das magnetische Gut in der Richtung Q 3 abgetrieben wird, während das unmagnetische Gut in der Richtung Q 2 abfällt. Man kann schliesslich die schiefe Ebene aber auch so aufstellen, dass sie überhängt, d. h. dass die Scheideebene dem Erdboden zugekehrt ist oder anders ausgedrückt, dass die Scheideebene eine Neigung zwischen 90 und 180 hat und dass sich der Scheidevorgang auf der Unterseite der überhängenden Ebene abspielt.
Es ist für jeden Fachmann einfach, die dargestellten Apparate je nach Bedarf für die Trockenoder für die Nassscheidung zu gestalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Magnetscheider zur Trennung loser Körpergemische verschiedener magnetischer Eigenschaften unter Anwendung elektromagnetischer Wanderfelder, dadurch gekennzeichnet, dass die Polflächen des Wanderfeldes mit einer dünnen Platte überzogen sind, die dadurch, dass sie nicht überall aufliegt, in Vibrationen gerät und damit die Scheidung verbessert.