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Maschine zum Herstellen von Karten aus Papierbahnen.
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statistische Maschinen benutzt zu werden.
Die bekannten Masehinen, welche dem gleichen Zweck zu dienen bestimmt waren, genügten den an solehe Maschinen zu stellenden Anforderungen nur teilweise. Die Leistung der Maschinen war sowohl zahlenmässig beschränkt als auch hinsichtlich der Beschaffenheit des Endproduktes nicht voll befriedigend.
Die Beschränkung der Leistung war wesentlich dadurch bedingt, dass keine hinreichende Vorsorge für die Trocknung der Farbe auf den Karten getroffen war, und die nicht immer befriedigende Beschaffenheit der durch die Maschine gelieferten Karten dadurch, dass trotz Vorsehung von Mitteln zur Geradriehtung des von einer Vorratsrolle abgewike1ten Blattmaterials keine Gewähr dafür gegeben war, dass die dem Papierstreifen infolge der Aufwicklung zu einer Rolle innewohnende Neigung, sich zu wölben, nur gerade aufgehoben, aber nicht unter-oder überkompensiert wurde.
Gemäss der Erfindung werden die vorgenannten, den bekannten Maschinen anhaftenden und auch noch sonstige Mängel dadurch beseitigt, dass die bedruckten Karten einer für den gleichen Zweck an sich bekannten umlaufenden Trockentrommel zugeführt werden und bei ihrer Zuführung mit ihrem einen Ende in schuppenförmiger Anordnung und tangentialer Ausrichtung zum Mantel der Trommel
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dichter Besetzung des Trommelmantels gleichzeitig der Trocknung auszusetzen, ohne dass die Gefahr der gegenseitigen Berührung der feuchten Druckflächen der Karten besteht.
Ausserdem gestattet diese Anordnung der zu trocknenden Karten an der Troekentrommel, u. zw. während des Trockenvorganges, eine Prüfung und Kompensation der Biegungsneigung des Kartenmaterials, die das Kartenmaterial infolge der den Karten vom Aufrollprozess her anhaftenden Wölbung erhält.
Eine Ausführungsform einer Kartenherstellungsmaschine gemäss der Erfindung ist auf den Zeichnungen veransehaulieht. Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Maschine. Fig. 2 zeigt die Maschine in Vorderansicht, teilweise geschnitten und unter Fortlassung gewisser Teile, um andere sonst verborgene Teile sichtbar zu machen. Fig. : ist eine Seitenansicht des Getriebes der Maschine. Fig. 4 zeigt die Schneideinrichtung für die Papierbahn und diecberfiihrungsvorrichtung für die abgeschnittenen Karten zur Kartentransporteinrichtung in Vorderansicht. Fig. 5 ist ein Schnitt durch die Schneidvorrichtung zum Durchschneiden der Papierbahn nach der Linie 5-5 der Fig. 4.
Die Fig. 6 und 7
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richtung, durch welche die abgeschnittene Karte der Kartentransportvorriehtung zugeführt wird.
Fig. 10 veranschaulicht in grösserem Massstabe die Teile, welche in der rechten oberen Ecke der Fig. 1 erscheinen, und veranschaulicht im besonderen die Prüfvorrichtung für den Ausrichtzustand der abgeschnittenen Karten. Fig. 11 ist eine Einzeldarstellung von in der Mitte der Fig. 1 erscheinenden Teilen und veranschaulicht im besonderen die Streekeinriehtung zur Geradriehtung der gekrümmten Papierbahn. Fig. 12 ist ein Schnitt nach der Linie 12--12 der Fig. 11.
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An der Platte 39 sitzt ein senkrecht zu ihrer Ebene stehender Arm 40, der lose auf die Welle 42 der Walze 38 aufgesetzt ist. Die Welle 42 ist zwischen den Seitenteilen eines Jochstuckes 43 gelagert.
Zwischen dem Jochstück 43 und dem Arm 40 ist eine Feder 44 ausgespannt, welche den Arm und die mit ihm verbundene Platte 39 entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers um den Umfang der Walze 38 zu drehen sucht. Mit ihrem rechtsseitigen Ende stösst die Platte. 39 gegen die untere Kante eines Streckklotzes 45.
Die Papierbahn geht zwischen der Walze 38 und der Platte 39 und darauf zwischen der Platte 39 und dem Streckklotz 45 hindurch. Der Streckklotz 45 sitzt fest am unteren Ende einer konvexen
Führungsplatte'46 mit seitlichen Flanschen 46', welche letzteren sich gegen die Seitenränder der Papierbahn legen und Seitenbewegungen derselben verhindern. Wenn die Papierbahn am Streckklotz 45 und der Führungsplatte 46 vorbeibewegt wird, dann wirkt der Druck, welchen die untere Kante des Streckklotzes auf die Papierbahn bei der Richtungsänderung der letzteren ausübt, in dem Sinne, dass er eine Krümmung der Papierbahn hervorzurufen sucht, welche derjenigen entgegengesetzt ist, welche sie beim Verlassen der Papierrolle besitzt.
Die Wirkung des Streckklotzes 45 besteht im Endergebnis darin, dass die anfängliche Krümmung der Papierbahn aufgehoben und die Bahn geradegerichtet wird, bevor sie den Druck-und Schneidorganen der Maschine zugeführt wird. Der Grad der Streckung, welche durch den Klotz 45 auf die Papierbahn ausgeübt wird, hängt von dem Winkel ab, den die Papierbahn mit Bezug auf den Streckklotz einschliesst, bevor sie in Anlage mit dem Streckklotz gelangt.
Dieser Winkel hängt seinerseits von der Richtung der Platte 39 und der Lage der Walze 38 ab. Je grösser der fragliche Winkel ist, um so grösser ist die vom Streckklotz 45 ausgeübte Streekwirkung.
Bei der in Fig. 11 in ausgezogenen Linien dargestellten Lage der Platte 39 und der mit ihr zusammenwirkenden Walze 38 ist der Winkel besonders gross, so dass dann auch der Streckeffekt des
Streckklotzes 45 seinen Höchstwert erreicht, während bei der in gestrichelten Linien dargestellten Lage der Platte 39 und der Walze 38 der Winkel seinen kleinsten Wert besitzt, wobei auch die Streck- wirkung des Klotzes 45 am geringsten ausfällt.
Bei allen Stellungen der Walze 38 wird die rechtsseitige Kante der Platte 39 durch den Zug der Papierbahn und der Feder 44 in Anlage mit der unteren Kante des Streekklotzes gehalten.
Wenn die Walze 38 nach abwärts bewegt wird, dann vollführt die Platte 39 eine Drehbewegung entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers, und ihre rechtsseitige Kante gleitet ein wenig entlang der unteren Kante des Streckklotzes 45. Die Platte 39 hält somit dauernd die Papierbahn gegen die untere Kante des
Klotzes 45 und dient als Stützfläche für die Papierbahn, welche dem Streckklotz die Möglichkeit bietet, eine Strec1. -wirkung auf die Papierbahn auszuüben, bevor diese zur Papierführung 46 gelangt. Die
Platte 39 verhindert auch, dass der zwischen der Walze 38 und dem Streckklotz 45 befindliche Teil der Papierbahn sich nach abwärts durchbiegt. Wenn eine solche Durchbiegung der Papierbahn möglich wäre, dann würde. dadurch der Streckwinkel sehr unbestimmt werden.
Infolge der Vorsehung der
Platte 39 wird eine feste Beziehung zwischen der Grösse des Streckwinkels und der Lage der Walze 38 hergestellt.
Um auch eine Abbiegung der Papierbahn von der Rückseite des Streekklotzes 45 zu verhüten, nachdem die Bahn an der Kante der Platte 39 vorbeigegangen ist, ist eine horizontale Fühnings- schiene 47 (vgl. auch Fig. 2) vorgesehen, welche parallel zur Fläche des Streckklotzes 45 läuft. Die zweite Schiene 47 hält die Papierbahn in Anlage mit der ihr zugekehrten Seite des Streckklotzes.
Um die Streckwirkung dem Erfordernis anzupassen, ist das Jochstück 43 drehbar auf einem
Zapfen 48 einer Welle 49 aufgesetzt, welche drehbar im Maschinengestell gelagert ist. Für gewöhnlich befindet sich die Welle 49 in Ruhe, da eine federnde Unterlegescheibe 50 zwischen dem Maschinen- gestell und einer auf das Wellenende aufgeschraubten Mutter 52 eingeklemmt ist (Fig. 2). Das äussere
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kann. Der Zapfen 48 ist exzentrisch zur Achse der Welle 49 an die Welle angesetzt, so dass bei einer Drehung der Welle 49 die Lage des Exzenterzapfens 48 geändert wird, wodurch auch eine Änderung der Lage des Joehstückes 43 und der Walze 38 und im Zusammenhang damit auch der Platte 39 herbei-
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Wenn das Jochstück 43 verstellt wird, dann erfolgt zugleich durch die Stiftsehlitzverbindung eine
Verstellung des Sektors 56. Die Handeinstellung des Joehstückes 43 dient dazu, die Walze 38, die
Platte 39 und den Sektor 56 in die richtigen Anfangsstellungen zu bringen.
Der Sektor 56 ist mit Schaltzähnen 58 versehen und mit dem Kolben 59 eines Dämpfungzylinders. 60 verbunden. Der Zweck des Dämpfungszylinders besteht darin, die Abwärtsbewegung des Sektors zu verlangsamen.
In die Schaltverzahnung 58 vermag eine Klinke 62 einzufallen. Diese Klinke sitzt drehbar an einem Hebel 63, welcher auf einen Zapfen 64 am Maschinengestell aufgesetzt ist. Der Hebel 6.)
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ist durch einen Lenker 65 mit dem Kern 66 eines Solenoids 67 verbunden. Wenn das Solenoid aberregt ist, dann befindet sich sein Kern 66 in der Tiefstellung und der Hebel 63 befindet sich in der Grenzstellung, welche er in der Richtung des Drehsinnes des Uhrzeigers einnehmen kann (bezogen auf Fig. 11).
Bei dieser Lage des Hebels 63 legt sich die Klinke 62 gegen einen festen Stift 68 und wird durch diesen entgegen ihrer natürlichen, aus der Massenverteilung sieh ergebenden Tendenz in Anlage mit einem Stift 69 des Hebels 63 gehalten, wobei ihre Spitze sich ausser Eingriff mit der Verzahnung 58 befindet.
Wenn das Solenoid 67 erregt wird, dann zieht es seinen Kern 66 in die Höhe, so dass der Hebel 63 eine Drehbewegung entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers ausführt, wobei die Klinke 62 angehoben wird und in die Verzahnung 58 einzufallen vermag. Demgemäss nimmt der Sektor 56 an der Aufwärtsbewegung des Solenoidkernes 66 teil, obwohl eine Feder 70 ihn nach abwärts zu ziehen sucht. Die Erregung des Solenoids 67 ist nur kurzdauernd, wie später ersichtlich werden wird. Demgemäss vermag auch die Klinke 62 den Sektor 56 nur eine kurze Strecke anzuheben. Der Sektor folgt aber der Abwärtsbewegung der Klinke nur langsam, da er durch den Dämpfungzylinder 60 in seiner Abwärtsbewegung verzögert wird.
Wenn daher zwei Erregungen des Solenoids 67 schnell aufeinanderfolgen, dann fällt bei der zweiten Erregung die Klinke 62 in eine tieferliegende Lücke der Verzahnung 58 ein, so dass
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Auf diese Weise kann durch aufeinanderfolgende Erregungen des Solenoids 67 der Sektor 56 angehoben werden, bis er seine obere Grenze erreicht. Wenn indessen aufeinanderfolgende Erregungen des Solenoids in solchen Zwischenräumen eintreten, dass der Sektor weiter herabzusinken vermag, als die Abwärtsbewegung der Klinke 62 beträgt, dann wird die Klinke bei der zweiten Erregung des Solenoids in eine höherliegend Lücke der Verzahnung. ? einfallen als bei der ersten Erregung, und am Ende des zweiten Hubes wird der Sektor sich in einer niedrigeren Lage befinden als zuvor.
Der Sektor kann dann allmählich in die in Fig. 11 dargestellte tiefste Einstellage gelangen. Je tiefer-der
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schliesst, und um so grösser ist die Streekwirkung von Platte und Streckklotz. Wenn die Anfangskrümmung des Papierstreifens durch den Streekklotz mehr als ausgeglichen wird, dann wird das Solenoid 67 durch noch zu besehreibende Mittel erregt, so dass der Sektor angehoben und der Winkel zwischen der Platte 39 und der Kante des Streekklotzes verringert wird, was zur Folge hat, dass auch die Streekwirkung herabgesetzt wird.
Wenn dagegen die Streekwirkung nicht genügt, um die Anfangskrümmung der Papierbahn aufzuheben, dann wird das Solenoid aberregt, und die Klinke 62 bleibt ausser Eingriff mit der Verzahnung 38 des Sektors, so dass dieser sich nach abwärts zu bewegen und den Streckeffekt des Klotzes 45 zu erhöhen vermag. Im Betriebe befindet sich der Sektor 56 dauernd in Bewegung, um die Streckwirkung dem Erfordernis anzupassen, welches durch Überwachung des Streekzustandes der fertigen Karten festgestellt wird, wie dies später erläutert werden wird.
Nach erfolgter Streckung geht die Papierbahn an der Führungsplatte 46 und an einer Messerschiene 72 (Fig. 11) vorbei, ohne dass sie jedoch die Messersehiene berührt, und gelangt dann zwischen Transportwalzen 73. Die Krümmung der Papierbahn beim Vorbeigang an der Führungsplatte 46 versteift die Papierbahn, so dass sie unempfindlich gegen den durch die seitlichen Flansche 46'der Platte 46 ausgeübten Druck wird. Die Flansche können daher die Bahn zuverlässig bei ihrer Aufwärtsbewegung führen.
Die Transportwalzen 73 bewegen die Papierbahn nach aufwärts gegen eine Druckvorrichtung mit umlaufender Walze 74 und Druckwalze 76 (Fig. 1, 2). Der Typenwalze 74 wird die erforderliche Farbe durch eine Farbwalze 76 zugeführt, welche zu einer Einfärbeinriehtung K gehört. Wenn die Papierbahn durch das umlaufende Druckwerk hindurchgeht, kann sie mit gewünschtem Kartenformulardruck versehen werden.
Nach dem Durchgang durch das von den Walzen 74, 75 gebildete Druckwerk gelangt die Papierbahn in eine von einem Plattenpaar 87 gebildete Führung (Fig. 1, 2, 7).
Die Platten 87 und die mit ihnen zusammenwirkenden Teile bilden eine Vorrichtung zur Feststellung und zum Anhalten der Maschine und Abschneiden des Papierstreifens unterhalb der Transportwalzen, falls eine Klemmung oder Faltung der Papierbahn oberhalb der Druekvorriehtung auftritt.
Die Transportwalzen schieben die Papierbahn weiter, so dass sie nach Verlassen der Platten 87 zwischen ein Paar umlaufender Schneidmesser gelangen. Das Sehneidmesser 102 sitzt in einer Walze 100, die auf einer Welle 101 befestigt ist (Fig. 1, 2,4, a, 6,7). Die zugeordnete Messerschiene oder das Scherenblatt sitzt zwischen Ringen 103 a, welche fest auf eine Welle 104 aufgesetzt sind. Die Ringe 103 a sind miteinander durch ein Brüekenstüek 103 b verbunden, welches der Wölbung der Welle entsprechend ausgehöhlt ist, so dass zwischen der konkaven Fläche des Brückenstüekes und der Tragwelle 104 ein Schlitz von bogenförmigem Querschnitt verbleibt. Zwischen den Ringen 103 a und längs dem Brücken-
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Die Wellen 101 und 104 der Sehneidvorrichtung liegen parallel zueinander und zur Papierbahn, aber geneigt zur Förderriehtung der Papierbahn, wie aus den Fig. 2 und 4 ersichtlich ist.
Die Schneidkante (im Sinne der Fig. 5) des Scherenblattes 102 ist spiralig gekrümmt. Das Scherenblatt 106 ist auf seiner Unterseite ebengeschliffen.
Wenn die Scherenblattträger sich drehen, dann verlagern sich die Kreuzungspunkte der Scherenblätter mit der gleichen Geschwindigkeit, mit der die Papierbahn fortgeschaltet wird. Die rechtsseitigen Enden der Seherenblätter kreuzen sieh zuerst und leiten den Schnitt durch die Papierbahn an der rechten Kante derselben ein.
Die Seherenblätter schneiden daher die Papierbahn entlang einer geraden Linie in der Richtung von rechts nach links durch. Infolge des geringen Unterschiedes in der Winkelstellung der Seherenblätter 102 und 106 ergibt sich eine Punktberührung zwischen denselben, wenn ihre Kreuzungsstelle wandert, und infolge dieser Verschiedenheit der Winkelstellung der Scherenblätter hebt das Seherenblatt 102 während des Schneidvorganges das Scherenblatt 106 entgegen dem Widerstand der Feder 108, Dadurch ist die sichere Berührung der Seherenblätter miteinander an jedem Kreuzungspunkt ge- währlristet. -
Der von der Papierbahn abgetrennte Abschnitt bildet eine fertig bedruckte Lochkarte T.
Bei Beendigung des Sehneidvorganges steht die Karte nicht mehr unter dem Einfluss der Transportwalzen 7 : ; oder der Transportmittel unterhalb der Schneidvorrichtung. Der unter der zuletzt abgeschnittenen Karte stehende Teil des Papierbandes wird jedoch durch die Transportwalzen 73 vorgeschoben, und die obere Kante dieses Papierbandes, welche durch den Schneidvorgang gebildet wurde, bewegt sieh nunmehr über die Scherenblätter der Schneidvorrichtung hinaus (vgl. Fig. 6). Während des Schneidvorganges tritt in gewissem Masse eine Beeinflussung des Papierbahnabsehnittes J'ür die zu bildende
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während sich die Karte infolge der ihr innewohnenden lebendigen Kraft nach aufwärts bewegt.
Da sich das Scherenblatt 102 (Fig. 6) nach rechts dreht, so erfolgt auch eine Verlagerung des die Karte bildenden Papierabschnittes nach rechts, während sieh dieser Abschnitt gleichzeitig nach aufwärts bewegt. Inzwischen beginnt die obere Kante der Papierbahn sich an den Scherenblättern vorbeizubewegen, wobei sie sieh nicht in der gleichen Ebene'wie die darüber befindliche Karte befindet.
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Abschnitt 110 b, welche beide auf der gleichen Welle 112 befestigt sind, die im Maschinengestell gelagert ist. Die Nuten 110 c beider Abschnitte liegen auf einer Geraden. Die unteren Enden der Nuten jedes Walzenabsehnittes sind erweitert, um den Eintritt der Karten in die Nuten zu erleichtern. In den
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stellung befinden, dann ist ihr Abstand voneinander nur um ein weniges grösser als die Breite der Papierbahn.
Sobald sich die durch den Querschnitt erzeugte Kante der Papierbahn etwas über der Schneidvorrichtung befindet, tritt sie in zwei einander gegenüberliegende Nuten 110 c ein. Wenn dann die Papierbahn weiter vorrückt, dann bewegen sich ihre Ränder in den Nuten, bevor noch ein neuer Querschnitt durch die Papierbahn erfolgt. Das Nutenpaar führt somit die Papierbahn während ihrer Bewegung oberhalb der Scherenblätter. Wenn die Walzen 110 sieh dann im entgegengesetzten Drehsinn drehen, dann erfährt die Papierbahn, welche mit ihren Rändern in den Walzennuten sitzt, eine Verschiebung nach vorwärts.
Die Nuten sind tief genug, um die Ränder der Papierbahn während einer Winkeldrehung festzuhalten, welche etwas grösser ist, als der Entfernung zweier aufeinanderfolgender Nuten der Walze voneinander entspricht. Bei Beginn des Papierbandtransportes in der Nutenführung befinden sich die Nuten in der Ebene, in welcher die Papierbahn für gewöhnlich läuft. Bei weiterer Aufwärtsbewegung wird der in den Nuten sitzende Papierbahnabschnitt mehr und mehr nach vom verlagert. Aus diesem Grunde wird die Führungsplatte 117 an ihrem oberen Ende nach vorn gekippt, um der Papierbahn als Führung zu dienen, während der obere Endabschnitt derselben sich zwischen den Nuten der beiden Walzen befindet.
Die Führungsplatte 117 verhindert auf solche Weise, dass die Papierbahn eine Biegung erfährt, während sie mit ihren Rändern in den Walzennuten sitzt.
Wenn das obere Ende der Papierbahn sich den oberen Enden der genuteten Walzen nähert, dann beginnen die Scherenblätter 102 und 106 mit ihrem Querschnitt durch die Papierbahn um eine einzelne Karte T abzutrennen. Der Schnitt durch die Papierbahn, durch den die einzelne Zählkarte hergestellt wird, ist beendigt, wenn die oberen Kanten der Papierbahn über die oberen Enden der genuteten Walzen hinausgetreten sind. Während des Schneidvorganges ist der oberhalb der Schneidvorrichtung liegende Teil der Papierbahn durch die genuteten Walzen nach vorwärts oder im Sinne der Fig. 5 nach rechts verlagert.
Wenn dann der Schneidvorgang beendigt ist und das untere Ende der abgeschnittenen Karte nicht mehr festgehalten wird, dann schnellt dieses Ende aus der normalen Papierebene heraus und die Karte streckt sich in einer Ebene, welche durch die Lage der Nuten bestimmt wird, in welchen die vertikalen Kanten der jetzt gebildeten Karte sitzen. Die untere Kante der Karte ruht dann auf einem Punkt des Seherenblattes 102, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist, und da das Seherenblatt seine Bewegung im Drehsinn des Uhrzeigers fortsetzt, so hebt es die abgeschnittene Karte, welche sich mit ihrer Unterkante gegen das Scherenblatt legt, an. Die Seitenkanten der Karte befinden sich dann noch in den Walzennuten, welche die Karte bei ihrer Aufwärtsbewegung führen und sie gleichzeitig nach vorn verlagern.
Auf die beschriebene Weise wird jede Karte, nachdem sie von der Papierbahn abgeschnitten worden ist, unverzüglich nach vorn aus der normalen Papierbahnebene herausbewegt, so dass die Karte nicht die etwas schnellere und ununterbrochene Bewegung der Papierbahn stört, welche sich jetzt durch die Schneidvorrichtung hindurch bewegt.
Wenn die obere Kante der Papierbahn die unteren Enden der genuteten Walzen erreicht, dann befinden sich die Nuten 110 e, welche denjenigen folgen, in denen sich die zuletzt abgeschnittene Karte führt, in der Ebene der Papierbahn, so dass sie die Kanten des Papierbahnendes aufnehmen können. Auf solche Weise kommen die aufeinanderfolgenden Nuten 110 c der Walzen 110 nacheinander in die Ebene der Papierbahn und nehmen nacheinander das freie Ende der Papierbahn auf, wenn dieses über die Schneidvorrichtung hinübertritt.
Nach jedesmaligem Abschneiden einer Karte von der Papierbahn, während die Bahn noch ihre Aufwärtsbewegung fortsetzt, werden durch das Seherenblatt 102 Greifer wirksam gemacht, welche die abgeschnittene Karte an gegenüberliegenden Seiten erfassen und deren Transport noch um eine kurze Strecke fortsetzen. Die Einrichtung dieser Kartengreifer ist aus den Fig. 4, 6-9 ersichtlich.
Über jeder Nutenwalze 110 a ist ein Halter 120 starr am Gehäuse befestigt, in welchem eine Welle 122 drehbar gelagert ist, die sich quer zur Ebene der abgeschnittenen Karte T erstreckt und gegen die Karte hin etwas nach aufwärts geneigt ist. Auf der Welle 122 sitzt ein Jochstück 123', welches fest mit einem Greiferarm 123 verbunden ist, an dem durch eine Niete 124 ein mit dem Arm 12J zusammenwirkender Greiferarm 125 aus dünnem Federstahl befestigt ist.
Das rückwärtige Ende des Armes 125 ist gegabelt und umfasst mit den Gabelzinken die Welle 122, während ein Zungenstück 126 den Arm 125 so mit der Welle 122 verbindet, dass der Arm an der Drehung der Welle teilnimmt, so dass das Joehstilek 123'und der daran befestigte Arm 123 mit der Welle 122 in Kupplungsverbindung stehen.
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mit seinem unteren Ende im Maschinengehäuse führt und mit seinem freien Ende sieh gegen den Rand einer Nockenscheibe 128 legt, welche fest auf der Welle 115 sitzt. Eine Feder 129 sucht den Arm 127 nach abwärts zu ziehen und sein freies Ende in Berührung mit dem Rand der Noekenscheibe 128 zu halten.
Die Umrisslinie der Noekenseheibe 128 ist so gestaltet, dass der Arm 127 durch die umlaufende Nockenscheibe rasch auf-und abbewegt wird, wobei das Jochstück 123'und die mit diesem verbundenen Arme 123 und 125 Schwingbewegungen ausführen. Da die Welle 115 dauernd umläuft, vollführen auch die Greifer andauernd Schwingbewegungen.
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Der Greiferarm 125 ist an seinem freien Ende mit einer Abbiegung versehen, welche eine Greifklaue 125'bildet. Die dem Arm 125 eigentümliche Elastizität sucht den Arm dauernd gegen den Arm 123 hin zu bewegen und die Klaue 125'in Anlage mit der Seitenfläche des Armes 123 zu halten, so dass eine zwischen beiden Armen sitzende Karte durch die beiden Greifarme erfasst wird. Damit eine von der Papierbahn abgeschnittene Karte zwischen die beiden Greifklauen frei einzutreten vermag, wird der federnde Arm 125 so lange von der Seitenfläche des Armes 123 ferngehalten, bis der Greifermechanismus etwa die Hälfte seines Aufwärtshubes unter dem Einfluss des Armes 127 ausführt, d. h. bis der Arm 125 in die untere der beiden in Fig. 4 gestrichelt dargestellten Stellungen des Armes 125 gelangt ist.
Damit diese Wirkung zustande kommt, ist in den Halter 120 unterhalb der Greifvorrichtung und rechtwinklig zur Welle 122 ein Gelenkzapfen 130 eingesetzt, auf welchem ein Greiferlösehebel 132 sitzt. Eine Drahtfeder 133, welche zwischen dem Maschinengestell und der unteren Kante des Greiferauslösehebels 132 eingespannt ist, sucht diesen Hebel entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers (im Sinne der Fig. 6 und 7) zu drehen, bis das hintere Ende des Auslösehebels gegen eine Leiste M4 am Halter 120 stösst. Das vordere Ende des Hebels 132 ist gebogen und bildet einen winkelförmigen Ansatz 135, welcher in der Bewegungsbahn eines Ansatzes 136 liegt, der seitlich aus dem federnden Greiferarm 125 hervorragt.
Bei der Tiefstellung der Greifereinrichtung, welche in den Fig. 4 und 6 in ausgezogenen Linien dargestellt ist, erfasst der Ansatz 136 den horizontalen Teil des winkelförmigen Endes 135 des Hebels 132 und hält dadurch den Auslösehebel !3 in der Tiefstellung entgegen der Wirkung der Feder 133, welche den Hebel 132 anzuheben sucht. Die freie seitliche Kante des Ansatzes 136 legt sich auch gegen den wesentlich senkrecht stehenden Teil der winkelförmigen Spitze 135, so dass der federnde Greiferarm 125 in Fernstellung zum Greiferarm 123 gehalten wird und somit der abgeschnittenen Karte gestattet, frei zwischen der Greiferklaue 125'und dem Greiferarm 123 einzutreten.
Wenn dann die
Greifereinrichtung ihre Aufwärtsbewegung ausführt, dann veranlasst die Feder 133 den Hebel 132 mit seiner Spitze 135 in die Höhe zu gehen, indem sie der Zunge 136 folgt, die in Anlage mit dieser verbleibt. Dabei bleiben die Greiferarme 123 und 125 in Fernstellung, so dass die Karte zwischen siezu treten vermag. Wegen der Bogenform der Spitze 135 entfernt sich diese allmählich von der Zunge 136, so dass die Greiferklaue 1251 sich allmählich gegen den Greiferarm 123 hin bewegt und die Karte erfasst,
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diesem Zeitpunkt trifft auch das hintere Ende des Hebels 132 auf die Leiste 134 des Halters 120, wodurch der Hebel 132 an einer weiteren Aufwärtsbewegung verhindert wird.
Die Zunge 136 des Armes 125 löst sich dann von der Spitze 135 des Hebels 132, und in der Mittelstellung der Greifeinriehtung befindet sich die Zunge 136 völlig über dem senkrechten Teil der Spitze 135 (vgl. Fig. 4).
Die Karte wird somit dann an gegenüberliegenden Seiten und nahe ihrem oberen Rande von zwei Greifern erfasst, von denen jeder oberhalb einer Nutenwalze liegt. Gleichzeitig befindet sich die untere Kante der Karte noch auf dem Scherenblatt 102, welches in der Zwischenzeit die Karte nach erfolgter Abtrennung von der Papierbahn abgehoben hat. Der Rand der Nockenscheibe 128 ist so gestaltet, dass die Greifvorrichtung bei Beginn ihres Hochganges mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt wird, wie die Anhebung der Karte durch das Scherenblatt 102 erfolgt.
Demgemäss folgt der obere Teil der Karte, welcher zwischen die Greiferarme tritt, wenn diese sich in ihrer Tiefstellung befinden, den Greiferarmen bei deren Anfangsgeschwindigkeit und verharrt zwischen den Armen in Ruhe, während sie bei der Schliessbewegung der Greifer etwa in der Mitte von deren Aufwärtsbewegung erfasst wird.
Nachdem das Greiferpaar die Karte erfasst hat, wird deren Geschwindigkeit beschleunigt, so dass der untere Kartenrand rasch von dem die Karte anhebenden Scherenblatt 102 entfernt wird.
Dadurch wird verhindert, dass die untere Kante der Karte durch das Scherenblatt 102 verbogen wird, wenn dieses sich rasch durch die Ebene des unteren Kartenabschnittes hindurchbewegt.
Die Greifervorrichtung führt die von zwei Greifern erfasste Karte einem umlaufenden Transportstern zu. Dieser Transportstern besteht, wie besonders aus den Fig. 1, 2,3 und 10 ersehen werden kann, aus einem Rad oder einer Trommel 140, welche fest auf eine Welle 142 aufgesetzt ist, die ein
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wird somit ununterbrochen durch das Zahnrad 143 gedreht. Am Umfang der Trommel 140 sind Klammern 144 in gleichen Abständen voneinander angeordnet (vgl. auch Fig. 6-8). Jede dieser Klammern dient dazu, eine Karte an dem Umfang der Trommel festzuklemmen. Das vordere Ende jeder Klammer 144 ist von der Trommel abgebogen, um den Eintritt der Karte zwischen Trommel und Klaue zu erleichtern.
Die Klammer 144 ist gelenkig auf den Trommelumfang aufgesetzt, vermittels einer keilförmigen Spitze 144a am hinteren Ende der Klammer, welche in einer V-förmigen Kerbe des Trommelmantels sitzt, wobei hinreichend Spiel zwischen der Klammerspitze und ihrer Sitzfläche im Trommelmantel vorgesehen ist, um der Klammer eine gewisse Schwingbewegung um die Spitze 144 a gegenüber der Trommel zu ermöglichen. Seitliche Lappen 144 b der Klammer übergreifen die Seitenflächen des Trommelkranzes und sind miteinander durch einen Federdraht 145 (vgl. Fig. 6-8) verbunden. Die Enden der Federdrähte 145 sind etwas gebogen, um das Heraustreten der Federdrähte aus den Öffnungen der Lappen 144 b zu vrrhüten. Der. mittlere Teil der Federdrähte legt sich gegen eine Ringrippe 146 auf der Innenseite des Trommelmantels 140.
Durch die Rippe 146
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werden die Federdrähte 145 durchgebogen, so dass die Federn 145 in einen Spannungszustand versetzt werden, welcher bewirkt, dass die Klammern 144 federnd gegen den Trommelmantel gehalten werden.
Die Welle 142 der Fördertrommel 140 ist parallel der Ebene der Papierbahn, und die räumliche Anordnung der Trommel ist so getroffen, dass das im Sinne der Fig. 1 rechtsseitige Bogenstuek der Trommel in Richtung der Ebene der zuletzt von der Papierbahn abgeschnittenen Karte liegt, welche durch die Greifvorriehtung 12.), 125 nach aufwärts bewegt wird. Die Klammern 144 gehen somit nacheinander durch die Ebene der frisch abgeschnittenen Karte hindurch, in welcher diese in Richtung gegen die an der Fördertrommel sitzenden Klammern befördert wird.
Unmittelbar bevor die eine abgeschnittene Karte den Ort einer an der Fördertrommel sitzenden Klammer erreicht, wird diese Klammer vom Umfang der Trommel 140 abgehoben. Um eine solche Abhebung der Klammer von der Trommel herbeizuführen, ist der eine Seitenlappen 144 b jeder Klammer mit einem Ansatz 149 versehen, welcher in Eingriff mit einer horizontalen Abbiegung 148' am oberen Ende eines Armes 148 zu gelangen vermag, der am Masehinengestell befestigt ist (Fig. 4, (i und 7). Wenn sich die Klammer dem Punkt nähert, an welchem eine frisch abgeschnittene Karte unter sie geschoben werden soll, trifft der Ansatz 149 auf den Anschlag 148'. Wenn dann die Klammer ihren Weg fortsetzt, dann wird sie von dem Trommelmantel abgehoben, indem sie sich um die Gelenkkante 144 a entgegen dem Widerstand der Feder 145 dreht.
Die Karte kann dann ungehindert zwischen Trommelmantel und Klammer eintreten. Bei weiterer Drehung der Trommel geht der Ansatz 149 an dem Anschlag 148'vorbei, so dass die Klammer sich wieder an den Trommelmantel anlegt. Die zwischen Trommel und Klammer eingeschobene Karte wird dann durch die Klammer gegen den Trommelmantel geklemmt.
Wie weiter oben erläutert wurde, wird jede frisch abgeschnittene Karte von den Greifern 12 : ; und 125 erfasst, wenn diese etwa die Hälfte ihrer Aufwärtsbewegung zurückgelegt haben. Wenn die Greifer ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen, dann gelangt die in der vorstehend angegebenen Weise geöffnete Klammer 144 in die Stellung, bei welcher sich der Winkelraum zwischen dem Trommelmantel und der geöffneten Klammer unmittelbar oberhalb der Mitte des oberen Kartenrandes, welcher zwischen den beiden Greifern liegt, befindet. Während des letzten Teiles der Aufwärtsbewegung, welche der Karte durch die. Greifer erteilt wird, bewegt sich der Kartenrand somit in dem Winkelraum zwischen der Klammer und dem Trommelmantel.
Während die Karte durch die Greifer weiter aufwärts bewegt wird, bewegt sich der Trommelmantel mit der Klammer, unter welche die Mitte des Kartenrandes geschoben ist, durch die Aufnahmestelle für frisch abgeschnittene Karten hindurch.
Die Greifer erfassen die Karte etwa in der Mitte ihrer Aufwärtsbewegung, welches die in Fig. 4 in gestrichelten Linien dargestellte untere Lage des Greiferarmes 12. 5 ist. Während der zweiten Hälfte der Aufwärtsbewegung der Greifer gelangt der Greiferarm 125 in die obere der beiden in Fig. 4 in gestrichelten Linien dargestellten Lagen. Während dieses Teiles der Bewegung bewegen sich die Greiferarme so, dass sie die von ihnen erfassten Kartenränder seitlich verlassen : während der Aufwärts- bewegung der Karte durch die Greifer geben die Greifer also zugleich die Karte frei.
Der Ort der völligen Freigabe der Karte durch die Greifer liegt etwa in der Mitte zwischen den beiden in Fig. 4 in gestrichelten Linien dargestellten Greifersteimngen. Bevor die völlige Freigabe der Karte durch die Greifer erfolgt ist, hat die Klammer den Kartenrand gegen den Trommelmantel angeklemmt.
Nach Freigabe durch die Greifer wird die Karte also nur durch die Klammer 144 gehalten und läuft nur unter dieser Sicherung auf einer Kreisbahn weiter, um schliesslich abgelegt zu werden.
Wie früher erläutert wurde, sind die Greifer 123, 125 geöffnet, wenn sie sich in ihrer in Fig. 4 in ausgezogenen Linien dargestellten Tiefstellung befinden und den oberen Teil einer Karte an jeder Seite erfassen. Während die Greifer aus der in ausgezogenen Linien dargestellten Lage in die Mittellage übergehen, bewegen sie sich nunmehr mit der gleichen Geschwindigkeit, welche die Karte besitzt, wenn sie unter dem Einfluss der ihr innewohnenden lebendigen Kraft bei Anlage ihrer unteren Kante an das Scherenblatt 102 bewegt wird. Wenn die Greifer die Karte erfassen, haben sie eine grössere Geschwindigkeit in der Richtung nach aufwärts als die Karte selbst, so dass sie rasch vom Seherenblatt 102 abgehoben wird.
Die Greifer befördern dann die Karte in den Winkelraum zwischen dem Mantel der Fiirdertrommel und einer Klammer 144, wobei die Greiferbewegung schneller ist als diejenige der Klammer, so dass die Karte sicher unter die Klammer geschoben wird. Während die Karte sowohl durch die Klammer als auch durch die Greifer 12. 3 und 125 erfasst wird, bewegen sieh die Greifer mit im wesentlichen der gleichen Geschwindigkeit wie die Klammer. Die verschiedenen Greifergesehwindigkeiten werden durch passende Formgebung der Umrisslinie der Nockenseheibe 128 erzielt, welche die Greiferbewegung beherrscht.
Es wurde schon erwähnt, dass die Greiferarme 12 : 3 und 125 auf einer Welle sitzen, welche eine gewisse Neigung zu der Ebene besitzt, in welcher die Karte ihre Aufwärtsbewegung ausführt. Wenn also die Greifer hochgehen, dann erfolgt diese Bewegung mit einer gewissen Neigung zur Kartenfläche im Sinne einer Abrückung von der Kartenfläche nach rückwärts. Der Teil der Karte, welcher sich unterhalb der Greifer befindet, wird durch die Nuten floe, in welchen die seitlichen Karten-
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führung eine Verschiebung der Karte nach vorwärts, d. h. im Sinne der Fig. 6. und 7 nach rechts.
Nachdem die Greifer 123 und 125 die Karte erfasst haben, fahren die Nutenwalzen fort, den Hauptteil der Karte nach vorwärts zu verlagern, aber der obere Teil der Karte wird jetzt durch die Greifer gezwungen, sieh in der Bahn zu bewegen, welche ihm durch die Greifer vorgeschrieben wird. Da die Greifer sich nun nach aufwärts in einer geneigten Bahn bewegen, welche nach rückwärts von der Ebene des Hauptteiles der Karte zurückweicht, je weiter sich die Aufwärtsbewegung der Greifer fortsetzt, so wird der obere Teil der Karte oberhalb der Nutenwalzen nach rückwärts aus der Ebene herausgebogen, in welcher die Karte durch die Nutenwalzen geführt wird.
Die Klammer 144 empfängt den oberen Kartenrand von den Greifern, während der obere Kartenabschnitt nach rückwärts abgebogen ist. Die Klammer 144 klemmt dann den oberen Teil der Karte zwischen den beiden Greifern fest.
Darauf bewegt sieh die Klammer nach vorwärts oder im Sinne der Fig. 7 nach rechts, in der gleichen Richtung, in welcher auch der Hauptteil der Karte durch die Nuten 110 c der Nutenwalzen bewegt wird, während die Greifer ihre Aufwärtsbewegung in einer mit Bezug auf die Klammer geneigt nach rückwärts gerichteten Bahn fortsetzen. Demgemäss biegen die Greifer 123 und 125, bevor sie die Seiten der Karte freigeben, die Seitenränder des oberen Teiles der Karte nach rückwärts, bevor sie dieselben freigeben, während der mittlere Teil der Karte, der zwischen den Greifern liegt, nach vorwärts bewegt wird, u. zw. sowohl durch die mit Nuten versehenen Walzen als auch durch die Klammer 144, welche die Karte gegen den Trommelmantel144 presst.
Das Ergebnis dieser verschiedenartigen Bewegung der verschiedenen Kartenabschnitte besteht darin, dass die Karte in der Breitenrichtung eine
Krümmung erfährt. Wenn die Karte so gebogen ist, dann erreichen die Greifer einen Punkt in ihrer
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schnellen die seitlichen Kartenränder nach vorn, so dass sie aus der Bewegungsbahn der Greifer herausgelangen. Die Seitenränder des unteren Teiles der Karte sitzen dabei noch in den Nuten 110 c, welche
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der jetzt wieder nach abwärts bewegten Greifer fort. Die Abwärtsbewegung der Greifer kann sich also unmittelbar an die Aufwärtsbewegung ansehliessen, ohne dass die Bewegung der Karte durch die Greifer gestört wird.
Während der Abwärtsbewegung der Greifer trifft die Zunge dz des Greiferarmes 125 auf die winkelförmige Spitze 135 des Auslösehebels 132. Während die Zunge sich entlang der vertikalen Seite der Spitze 135 bewegt, entfernt die letztere den Greiferarm 125 vom Greiferarm 123, indem sie den Arm 125 nach rechts (im Sinne der Fig. 6) verlagert. Danach legt sieh die Zunge 136 gegen den horizontalen Rand der Spitze 135, so dass während des Schlussabschnittes der Abwärtsbewegung der Greifer der Arm 125 durch seine Zunge 136 den Hebel 132 entgegen dem Widerstand der Feder 133 nach abwärts dreht. Die Teile befinden sieh dann in der Ausgangsstellung und in Bereitschaft, die Karte aufzunehmen, welche im Anschluss an die unmittelbar zuvor abtransportierte Karte von der Papierbahn abgeschnitten wird.
Auf die beschriebene Weise werden die Karten den Klammern 144 der Transporttrommel nacheinander zugeführt, um von ihnen aus dem Druck-und Zerteilungsabschnitt der Maschine herausbefördert zu werden. Die hintereinander in den Klemmen 144 sitzenden Karten hängen an der Trans- porttrommel140 nach abwärts herab und liegen in vom Trommelmantel nach aussen divergierenden Ebenen. Diese Ebenen divergieren, weil die Karten an verschiedenen Punkten der Trommel erfasst sind und an jedem derselben tangential zum Trommelmantel gerichtet sind. Die Karten werden in den divergenten Ebenen im Abstand voneinander gehalten.
Während sich die Karten noch an der rechten Seite der Transporttrommel140 (im Sinne der Fig. 10) befinden und die Tendenz haben, sich in verschiedenen Richtungen einzustellen, gelangen die unteren Kanten von mehreren hintereinanderliegenden Karten in Berührung mit einem leichten Draht 150 (Fig. 1, 2 und 10), welcher an einem Gelenkzapfen 151 sitzt, der in einer vertikal stehenden Wand eines Gehäuses 152 gelagert ist. Dieses Gehäuse ist mit einem horizontal liegenden Ansatzteil152' versehen, welcher sich gleitend gegen die Unterseite eines horizontalen Armes eines Halters legt.
Der Ansatz 152 ist mit Lappen 152 a versehen, welche von einer Schraube 154 durchsetzt sind. Die
Schraube 154 sitzt drehbar im Halter 153 und steht mit ihrem mit Gewinde versehenen Teil in Eingriff mit einem Gewindegang in einem der Lappen 152 a, während ihr vom Gewinde freier Schaftabschnitt frei durch den andern Lappen 152 a hindurchgeht. Auf diese Weise ist das Gehäuse 152 entlang dem
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Gehäuses 152 besteht darin, das Gehäuse gegen die freien Kanten der Karten, welche an den Mantel der Trommel JMss angeklemmt sind, verschieben zu können. Wenn die Sehraube 154 gedreht wird, dann erfolgt eine Verschiebung des Gehäuses 152 in der Richtung auf die Kartenränder hin oder von den Rändern fort.
Da der Draht 150 an der Verstellbewegung des Gehäuses teilnimmt, so beherrscht die Verstellung des Gehäuses zugleich diejenige des Drahtes 150 und gestattet dadurch zu erreichen, dass dieser Draht stets eine gewünschte Anzahl von Kartenrändern mit dem erforderlichen Druck berührt.
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Das obere Ende des Drahtes 150 ist winkelförmig umgebogen, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, und legt sich unter elektrischer Isolierung gegen eine Leitkontaktfeder 155. An der Kontaktfeder 155 sitzt eines der beiden Kontaktstücke eines Sehalters 156, dessen zweites Kontaktstück an einem Federblatt 157 sitzt. Der Schalter 156 liegt im Stromkreis des Solenoids 67 (Fig. 11), welches, wie bereits erläutert worden ist, die Einstellung des gezahnten Sektors 56 überwacht, wodurch der Grad der Streckung des Papierbandes festgelegt wird, welcher von dem Streekklotz 45 ausgeübt wird. Wenn der Schalter 156 offen ist, dann ist das Solenoid 67 aberregt, und der Sektor 56 bewegt sich nach abwärts mit der Wirkung einer Verstärkung des auf die Papierbahn auszuübenden Streekeffektes.
Wenn der Schalter 166 sich schliesst, dann wird das Solenoid 67, erregt und veranlasst eine Anhebung des Sektors 56, wodurch der Streckeffekt auf die Papierbahn vermindert wird.
Der Draht 150 fühlt dauernd die unteren Kanten von fünf aufeinanderfolgenden Karten auf der rechten Seite der Transporttrommel140 ab. Wenn diese Karten übermässig gestreckt worden sind, d. h. wenn die anfängliche Krümmung der Papierbahn, welche von der Vorratsrolle 10 kommt, überkompensiert ist durch den Streekklotz 45, dann haben die Karten statt der ursprünglichen konkaven Krümmung infolge der Aufrollung eine konvexe Krümmung erhalten, was zur Folge hat, dass sie sieh enger an die Krümmung der Transporttrommel anschliessen, so dass ihre unteren Kanten dem Trommelmantel näher liegen, als wenn die Karten nur vollkommen geradegerichtet worden wären.
Wenn die Karten genau geradegerichtet worden sind, dann liegen ihre unteren Kanten weiter vom Trommelmantel ab, als wenn sie nicht genug gestreckt worden sind, in welchem letzteren Fall sie eine konkave Krümmung besitzen, so dass sie bei der Anklemmung an den Mantel der Trommel 140 mit ihrer unteren Kante weiter vom Trommelmantel abstehen, als wenn sie geradegeriehtet sind.
Wenn infolge unzureichender Wirkung des Streckklotzes 45 die anfängliche Krümmung der Papierbahn für einen gewissen Abschnitt derselben nicht hinreichend ausgeglichen worden ist, so dass die von diesem Abschnitt gebildete Karte mit ihren unteren Kanten zu weit vom Mantel der Transporttrommel absteht, dann verstellen diese Kanten den Draht 150 entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers im Sinne der Fig. 10. Die Folge davon ist, dass das obere Ende des Drahtes 150 den Schalter 156 öffnet. Wenn der Schalter 156 geöffnet worden ist, dann ist das Solenoid 67 aberregt, so dass der Zahnsektor 56
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und demgemäss der Winkel zwischen Platte 39 und der Kante des Streckklotzes 45 vergrössert wird, was eine Erhöhung des Streekeffektes zur Folge hat.
Wenn die Krümmung der von der Papierrolle ablaufenden Papierbahn durch den Streckklotz 45 überkompensiert worden ist, dann befinden sich die unteren Kanten der von diesem Papierabsehnitt hergestellten Karte zu nahe dem Trommelmantel, so dass sie dem Draht 150 eine Drehung im Drehsinn des Uhrzeigers unter dem Einfluss des Kontaktfederblattes 155 gestatten und demgemäss der Schalter 156 geschlossen wird. Dann wird das Solenoid 67 erregt und veranlasst eine Anhebung des Hebels 56 und im Zusammenhang damit eine Verringerung der Streekwirkung.
Wenn eine Überkompensierung der Krümmung der Papierbahn stattgefunden hat, wird der Schalter 156 geschlossen und veranlasst eine Verringerung der Streckwirkung. Wenn die Papierbahn nicht genug gestreckt worden ist, wird der Schalter 156 geöffnet und veranlasst eine Steigerung der Streckwirkung.
Wenn die Karten genau geradegerichtet worden sind, dann halten ihre unteren Kanten den Draht 150 gerade in der Mittelstellung zwischen Öffnung und Schliessung des Schalters, jedoch so, dass der Schalter 156 no eh gerade geöffnet ist. Es ist dann das Solenoid 67 aberregt, was eine Steigerung des Streckeffektes herbeiführen würde, wodurch jedoch der Papierbahn eine konvexe Krümmung erteilt werden würde. Die vollkommen geradegerichteten Karten werden somit konvex gekrümmt sein, so dass sie eine Schliessung des Schalters j ! 56 veranlassen und eine Verminderung der Streckwirkung herbeiführen würden. Von der Stellung, in welcher der Draht 150 durch vollkommen geradegerichtete Karten gehalten wird, bedarf es nur einer sehr kleinen Drehung im Drehsinn des Uhrzeigers, um eine Schliessung des Schalters 156 herbeizuführen.
Die Karten, welche den vollkommen geradegeriehteten Karten folgen, brauchen daher nur ganz wenig konvex gekrümmt zu sein, um die Schliessung des Schalters 156 herbeizuführen. Auch die Verminderung der Streekwirkung, welche dann eintritt, braucht nur sehr gering zu sein, bevor die Karten gerade genug werden, um den Schalter 156 zu öffnen.
Der Schalter 156 wird sich daher dauernd abwechselnd öffnen und schliessen und eine abwechselnde Erregung und Aberregung des Solenoids 67 herbeiführen. Jedesmal, wenn das Solenoid aberregt wird, gestattet es dem Sektor 56 eine gewisse Abwärtsbewegung, um die Streekwirkung zu steigern. Wenn das Solenoid erregt ist, veranlasst es eine Anhebung-des Sektors mit dem Erfolg einer Verringerung der Streckwirkung. Wenn die Karten vollkommen gerade sind, dann folgen Aberregung und Erregung des Solenoids einander sehr schnell, wie dies oben erläutert wurde.
Im Endergebnis wird erreicht, dass während einer ganzen Betriebsperiode, während deren eine Vorratsrolle 10 aufgearbeitet wird, die Streekeinriehtung zur Herstellung von Karten führt, welche zwischen voller Geradheit und sehr geringer Wölbung in dem einen und dem andern Sinne abwechseln.
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Die Überwachung der Streckwirkung durch die fertigen Karten berücksichtigt alle Einwirkungen auf die Papierbahn durch Maschinenteile, an denen die Papierbahn vorübergegangen ist, bevor die Karten der Transporttrommel jMss zugeführt werden.
Nachdem die Karten an dem die Streekwirkung überwachenden Draht 150 vorbeigegangen sind, wandern sie weiter mit der Transporttrommel 140.
Bevor eine Karte auf der linken Seite der Trommel 140 die horizontale Lage erreicht hat, wird die Klemme, welche sie erfasst hat, von der Karte abgehoben und so lange geöffnet gehalten, bis die Karte unter Schwerewirkung auf den Plattenstapeltisch fällt. Geeignete Vorrichtungen bilden eine Sperre, die bewirkt, dass die Karte in einer bestimmten Lage festgehalten wird und der nach rechts wandernden Klemme nicht folgen kann.
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch einen elektrischen Motor 111 (Fig. 1, 2 und 3), welcher auf einer Platte 375 sitzt, welche vermittels einer Stange 376 am oberen Ende des Maschinengestelles verschwenkbar gelagert ist. Eine Riemscheibe 377 auf der Rotorwelle ist durch einen Triebriemen 378 mit einer Riemscheibe 379 auf einer Welle 380 verbunden. Die Riemscheibe 379 überträgt ihre Bewegung auf die verschiedenen zur Maschine gehörigen Organe, wie dies im vorstehenden erläutert worden ist.
Die verschiedenen Mechanismen können auch von Hand betätigt werden. Diesem Zweck dient die Handkurbel 387 (Fig. 1). Dieselbe ist durch eine entsprechende Zahnkupplung für einseitige Kraft- übertr8gung mit der Welle 389 kuppelbar, auf welche ein Zahnrad 390 fest aufgesetzt ist (Fig. 3). Das Zahnrad 390 bildet einen Teil des Getriebes der Maschine, welcher Anschluss an die Welle 380 der getriebenen Riemscheibe 379 besitzt. Eine Drehung der Kurbel 387 bewirkt somit einen Handantrieb der Welle 380 der Maschine und übt somit die gleiche Wirkung aus wie der Antrieb des Motors M.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Herstellen von mit einem Aufdruck versehenen Karten aus Papierbahnen od. dgl. unter Trocknung der frisch bedruckten Karten durch Anheftung an eine umlaufende Trockentrommel, dadurch gekennzeichnet, dass die Karten bei ihrer Zuführung zu der Trockentrommel an dieser mit ihrem einen Ende in schuppenförmiger Anordnung bei tangentialer Ausrichtung zum Trommelmantel befestigt werden und mit gegenseitigem Flächenabstand mit der Trommel umlaufen.