AT160040B - Goniometer. - Google Patents

Goniometer.

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AT160040B
AT160040B AT160040DA AT160040B AT 160040 B AT160040 B AT 160040B AT 160040D A AT160040D A AT 160040DA AT 160040 B AT160040 B AT 160040B
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  Golliometer. 



     Die Erfindung bezieht sich auf Goniometer,   wie sie zum   Richtempfang und zum Richtsonden   in Verbindung mit   Kreuzrahmen   oder offenen Antennen verwendet werden. Gegenstand der Erfindung ist bei Verwendung eisenhaltigen Materials für die Kerne   der Goniometerspulen   eine bestimmte Formgebung dieser   Eisenkerne und oder der Wieklungen, die.   bewirkt, dass trotz enger Kopplung zwischen Such-und Feldspulen das   Goniometer winkeltreu arbeitet, und dass die Abstimmung   des angeschlossenen Kreises für jede Winkelstellung des drehbaren Teiles erhalten bleibt. 



   Das übliche Goniometer besteht aus drei Luftspulen, u. zw. aus zwei gekreuzten, meist fest angeordneten Feldspulen, die z. B. beim Rahmengoniometer an die Kreuzrahmen angeschlossen sind, und einer beweglichen Suchspule, an die der Empfänger angeschlossen ist.   Das"ideale" Goniometer   weist eine sich mit dem Drehwinkel sinusförmig   ändernde   Kopplung zwischen jeder Feldspule und 
 EMI1.1 
 und die   Konstanz   der Abstimmung gewährleistet. Zwei um eine gemeinsame Achse relativ zueinander drehbare Luftspulen haben jedoch nur bei sehr loser Kopplung einen sinusförmig variierenden Kopplungsverlauf ; bei fester Kopplung entstehen Abweichungen von der Sinusform, die Winkelfehler und Verstimmungen beim Drehen verursachen.

   Durch eine zweite, um einen bestimmten Winkel versetzte und mit der ersten in Reihe geschaltete Suchspule lassen sich zwar die grössten Winkelfehler kompensieren, nicht aber die Änderung der Abstimmung, die auch dadurch gestört wird, dass sich die Kapazität zwischen den festen und den beweglichen Spulen, insbesondere bei engeren Kopplungen, mit der Winkellage der Spulen zueinander stark ändert. 



   Abgesehen von diesen elektrischen Mängeln hat das Luftgoniometer konstruktive Naehteile : aus Gründen der Präzision müssen die Spulen ziemlich gross sein und benötigen daher einen grossen metallenen Abschirmtopf. Ferner müssen die Wicklungen mühsam eingefädelt werden, und bei einer Änderung an den inneren Wicklungen   müssen   die äusseren zerstört werden. Ausserdem muss bei Verwendung zweier   Suchspulen   der Winkel zwischen den beiden Spulen bei jedem Goniometer durch   umständliche   Messungen neu bestimmt werden, was einen grossen fabrikatorischen Nachteil bedeutet. 



   Zur Erzielung geringerer Abmessungen und einer engeren Kopplung wurde bereits vorgeschlagen, das gesamte Goniometersystem unter Verwendung von Hochfrequenzeisen als geschlossenen magnetischen Kreis auszubilden. Es hat sich hiebei jedoch gezeigt, dass durch diese Massnahme allein zwar die Kopplung gesteigert werden kann, dass aber wegen der stärkeren Verzerrung des Magnetfeldes die Fehler grösser werden als bei Luftgoniometern. Ferner bleiben die konstruktiven und fabrikatorischen Nachteile bestehen. Zur Kompensation dieser Fehler wurde nun weiters vorgeschlagen, zur Einregelung der Felder im Goniometer elektrische und magnetische Nebenschlüsse für die Erregerströme bzw. den   magnetischen   Fluss vorzusehen. Diese Einregelung ist jedoch ebenfalls ziemlich   umständlich,   da sie für jedes Goniometer einzeln vorgenommen werden muss. 



   Erfindungsgemäss wird durch bestimmte Formgebung des eisenhaltigen Materials und der Wicklung erreicht, dass auch bei enger Kopplung die Fehler von vornherein sehr klein bleiben. Dabei lassen sich ausserdem konstruktive und   fabrikatorisehe.   Vorteile erzielen. Das eisenhaltige Material besteht aus zwei Teilen, dem inneren und dem äusseren Teil, der den inneren   umschliesst.   Zwischen dem inneren und dem äusseren Teil befindet sieh ein Luftraum (Luftspalt), in dem der aktive Teil der 

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Wicklung untergebracht ist. Die geometrische Form dieses Luftspaltes und die Verteilung der
Windungen der Spulen längs dieses Spaltes sind so gewählt, dass von jeder der erregten Feldspulen in der Suchspule eine sich mit dem Winkel sinusförmig ändernde EMK erzeugt wird. 



   Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens. Der zylindrische Kern a besteht aus eisenhaltigem Material und trägt die   Suchspule   b. Aus demselben Material wie der Kern a sind die Polschuhe c und   cl   sowie das Joch e hergestellt. Die   Polschuhe   tragen die   Erregerspulen 1 und g,   die in Serie oder parallel geschaltet all eine der beiden gekreuzten   Riehtantennen   angeschlossen sind. 



   Die Ströme dieser beiden Spulen erzeugen im Luftspalt ein Magnetfeld, das die Suchspule durchsetzt. 



   Der Luftspalt ist am engsten in der Polmitte, er nimmt nach   beiden Seiten längs   des Polquerschnittes derart zu, dass die   magnetische Feldstärke   in jedem Punkt des Kernumfangs proportional dem cosinus des Winkels ist, den der durch diesen Punkt gehende Radiusvektor mit der Polachse bildet. In jeder
Windung der Suchspule wird so eine   EMK   erzeugt, deren Amplitude sieh   sinusartig   mit dem Winkel ändert, den die Windungsebene mit der   Polaehse   bildet, folglich in der ganzen Suchspule eine   EMK,   deren Amplitude proportional dem cosinus des Winkels ist, den die   Spulenachse mit   der Polachse bildet, u. zw.   unabhängig davon, welche Winkelbreite   die   Suehspule   hat. 



   Ein zweites, genau gleiches System, dessen Erregerspulen an die zweite   Richtantenne   a ngeschlossen sind, ist mit dem ersten mechanisch stark gekuppelt. Die gemeinsam drehbaren   Suchspujen   beider
Systeme sind in Reihe geschaltet, und ihre gegenseitige Lage ist so justiert, dass die   Suehspulenachse   des einen Systems gerade mit der Polachse   zusammenfällt,   wenn die Achsen des zweiten senkrecht aufeinander stehen. 



   Ein solches Goniometer arbeitet winkeltreu und hat keine von der Winkelstellung abhängige
Rückwirkung. Falls der Polschuh eine andere Form hat, als zur Erzeugung eines sich sinusartig   ändernden   Magnetfeldes erforderlich ist, so ergibt die Abweichung   ähnliche   Fehler, wie sie bei Ver- wendung einer Luftspule entstehen. Ebenso wie man die Winkelfehler bei Luftspulen durch Anwendung von zwei Such spulen zum grössten Teil wieder beseitigen kann, kann man diese bei dem beschriebenen
Eisengoniometer für eine nicht sinusförmige Feldverteilung, die man nach Fourier in eine Grundwelle und Oberwellen zerlegen kann, durch geeignete Wahl der Wickelbreite der Suchspule erreichen. Für eine Wiekelbreite von 120  z. B. verschwindet die Wirkung der dritten   Harmonischen,   bei   720 die der   fünften usw.

   Durch Wahl eines Zwischenwinkel kann man zwei Oberwellen gegeneinander kom- pensieren. 



   Bei der Anordnung mit zwei Systemen gemäss Fig. 1 ist die   Kopplung   des   Gesamtsystems   um   30%   loser als die eines einzelnen, aber durch Verwendung eines Materials von sehr hoher Permeabilität können trotzdem noch brauchbare Kopplungen erreicht werden. Diesen Nachteil vermeidet eine
Anordnung, bei der auf dem zylindrischen Kern die beiden Feldspulen, auf den Polen die Suchspule angeordnet sind, wie z. B. in Fig. 2 gezeichnet. Da bei dieser   Anordnung die Induktivität   jeder
Erregerspule etwas von der   Winkelstellung   abhängt und ausserdem die beiden Erregerspulen nicht in jeder Stellung entkoppelt sind, hängen auch die in diesen Spulen fliessenden Ströme in ganz bestimmter
Weise von der Winkelstellung ab.

   Damit also die in der Suchspule induzierte   E11K   sinusartig mit dem Winkel variiert, muss die Kopplung zwischen Erreger und Suchspule ebenfalls in ganz bestimmter
Weise von der Sinusform abweichen, was sich durch geeignete   Formung   des   Polsehuhes   erreichen lässt. 



   Ein Beispiel für die Erzeugung sinusförmig variierender   Kopplungen   und konstanter Rück-   wirkung zwischen Feld-und Suchspule durch Formung   des Wieklungsquerschnittes ist in Fig. 3 gezeichnet. Es ist wieder a der zylindrische Kern mit der   Suehspule   b, e ein koaxialer   Aussenring,   der ebenfalls zylindrisch ist. Der Luftspalt ist also ringsherum gleich breit. Die im Querschnitt gezeichneten   Erregerspulen , y,   die das eine Feldspulenpaar bilden, sind so in dem Luftspalt untergebracht, dass ihr   Wicklungsquerschnitt   sinusförmig entlang dem Umfang variiert ; sie sind so geschaltet, dass, wie gezeichnet, im Luftspalt auf der einen Hälfte der Strom nach vorn, auf der   ändern nach   hinten fliesst. 



   Das zweite Erregerspulenpaar   dz     g2   hat ebenfalls sinusförmig verlaufenden Wicklungsquersehnitt. aber um   900 versetzt. Durch   die in den   Erregerspulen   fliessenden Ströme wird im Luftspalt ein radiales, der Amplitude nach sinusförmig verlaufendes Magnetfeld erzeugt, so dass in der   Suchspule   eine sich sinusförmig mit dem Winkel ändernde   EMK   erzeugt wird. Dieses   Goniometer   ist winkeltreu und hat   winkelunabhängige Rückwirkung.   Will man, z. B. aus wickeltechnisehen Gründen, von der Sinusform des Wicklungsquersehnittes abweichen, so kann der Winkelfehler durch geeignete Wahl der Wickel- breite der Suchspule kompensiert werden. 



    I Diese Wickelbreite   ist abhängig von der Ordnungszahl der zu unterdrückenden Harmonischen. 



   Nimmt man z. B. an, dass die dritte und fünfte Harmonische unterdrückt werden sollen, so kann die 
 EMI2.1 
 
Damit werden also durch eine bestimmte Wickelbreite der Feldspule die fünfte Harmonische und durch eine bestimmte Wickelbreite der   Surhspule   die dritte Harmonische   unterdrückt.   



  Bei den beschriebenen Ausführungsformen kann der Innenteil aus dem Aussenteil heraus-   genommen werden, 80   dass jede Spule zugänglich ist, was einen grossen   konstruktiven   Vorteil 

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 bedeutet. Ferner kann die einmal als richtig befunden Form des   eisenhaltig ? !) Materials   in beliebiger Zahl genau gleich gepresst werden, so dass eine Serienherstellung   möglich   ist. 



   Selbstredend kann bei allen AusfÜhrungsformen die Rolle des Innenteils mit dem des.   Aussenteils   
 EMI3.1 
 elektrostatische Schirme zwischen den Wicklungen angewandt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Goniometer,   bei dem das magnetische Feld im wesentlichen in einem eisenhaltigen Material verläuft, das nur durch den zur Drehung der ebenfalls einen eisenhaltigen Kern enthaltenden Rotorwicklung vorgesehenen Luftspalt unterbrochen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Polschuhe und/oder die Wicklungen derart geformt sind, dass in der Suchspule eine sich mit dem Winkel sinusförmig ändernade Spannung erzeugt wird.

Claims (1)

  1. 2. Gonimeter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die mechanische Kopplung der Drehkerne zweier aus je zwei Feldspulen und je einer auf den Kernen der Goniometer sitzenden Suehspule bestehenden Goniometersysteme.
    3. Goniomete nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Kreuzrahmen- anordnungen die Feldspulen je eines Goniometers parallel oder in Reihe an je einen der beiden Kreuzrahmen angeschlossen sind.
    4. Goniometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Mrregerspulen unter einem Winkel von annährrnd 900 auf dem Goniometerkern angeordnet sind, und dass die Suchspule auf die beiden Polkerne verteilt ist.
    5. Goniometer nach Auspruch 1, dadruch gekennzeichnet, dass die Wicklungen der Feldspulen am Umfang des Joches derart verteilt angeordnet sind, dass sich bei relativer Drehung der Suehspule ein sinusförmig variierender Kopplungsverlauf zwischen Feld-und Suchspulen ergibt.
    6. Goniometer nach Anspruch 1, dadruch gekennzeichnet, dass der durch die höheren Harmonischen hervorgerufene Winkelfehler durch Wahl einer von der Ordnungszahl der zu unterdrückenden Harmonischen abhängigen Wickelbreite der Spulen beseitigt wird. EMI3.2
AT160040D 1936-01-28 1937-01-14 Goniometer. AT160040B (de)

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AT160040B true AT160040B (de) 1941-01-10

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