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Goniometer zur Richtlmgsbestimmung elektromagnetischer Wellen.
Die bekannten Goniometer zur Richtungsbestimmung elektromagnetischer Wellen bestehen aus zwei senkrecht zueinander angeordneten Feldspulen und einer Suchspule, die im Felde dieser beiden Spulen gedreht wird. Die Feldspulen sind mit senkrecht zueinander angeordneten Riehtantennen, z. B. Rahmenantennen, verbunden, und die in der Suchspule induzierte Empfangsspannung wird einem beliebigen Peilempfänger zugeführt. Die Richtungsbestimmung einer einfallenden Welle erfolgt gemäss dem Minimum der bekannten Doppelkreischarakteristik des Goniometers. Da diese Charakteristik zwei um 1800 gegeneinander versetzte Minima aufweist, ist die Riehtungsbestimmung nicht eindeutig, und es ist ausserdem eine Bestimmung der Seite notwendig, auf welcher der angepeilte Sender von der Empfangsstelle aus betrachtet, liegt.
Diese Seitenbestimmung geschieht in bekannter Weise dadurch, dass der Doppelkreischarakteristik des Goniometers die Kreischarakteristik einer ungeriehteten Hilfsantenne gleichphasig oder gegenphasig überlagert wird. Es entsteht dann eine resultierende Charakteristik mit einer Minimumstelle und von der Form einer Kardioide. Aus dieser Charakteristik wird auf die Senderseite geschlossen. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass nach der Riehtungsbestimmung die Suchspule, um die Seitenbestimmung durchzuführen, aus der Minimumstellung um 90 in die Maximumstellung gedreht werden muss, was allgemein als störend und zeitraubend empfunden wird.
Um diesen Nachteil zu beheben, ist vorgeschlagen worden, beim Drehrahmenpeiler senkrecht zum eigentlichen Peilrahmen einen zweiten Hilfsrahmen anzuordnen, der zur Seitenbestimmung statt des Hauptpeilrahmens an den Peilempfänger gelegt wird.
Durch die Erfindung wird vorgeschlagen, senkrecht zur Suchspule eine Hilfsspule anzuordnen, die zur Seitenbestimmung mit Hilfe eines Umschalters an den Peilempfänger geschaltet wird. Der Empfangsspannung dieser Hilfsspule wird die Empfangsspannung einer ungerichteten Hilfsantenne überlagert, um das bekannte kardioidenförmige Diagramm zu erhalten. Statt eine solche Hilfsantenne vorzusehen, kann man den Hochantenneneffekt der gekreuzten Richtantennen, benutzen, welcher durch eine absichtlich eingeführte Unsymmetrie der Empfängereingangsschaltung entsteht.
Die Zeichnung ist das Schaltbild eines Beispiels der neuen Anordnung.
Das Goniometer 1 hat senkrecht zueinanderliegende Feldspulen 2,3, die z. B. mit dem Kreuzrahmen 4, 5 verbunden sind. Die Suchspule 6 ist über Klemmen 7, 8 des Umschalters 9 mit dem Peilempfänger 10 verbunden.
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sam mit der Spule 6 drehbar ist und über Klemmen 12, 13 des Umschalters 9 mit dem Eingang des Peilempfängers 10 verbunden wird, wenn es sich um die Seitenbestimmung handelt. Im Eingang des Empfängers 10 wird in bekannter Weise die Hilfsantenne 14 gleichphasig oder gegenphasig mit dem Stromkreis der Spule 11 gekoppelt. Der Empfänger hat einen Umschalter 15, der in seiner Peil-
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Minimumtrübung erreicht wird.
In den Stellungen Sl, S2 des Schalters 15 ist die Antenne 14 im einen Fall gleichphasig, im andern Fall gegenphasig angekoppelt, so dass sich aus dem Lautstärkenvergleich beider Stellungen die Seitenbestimmung ergibt. Die Anordnung ist vorzugsweise solcher Art, dass die Schalter 15, 9 voneinander abhängig sind, u. zw. so, dass in der Peilstellung P Spule 6 über die
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