AT159775B - Anordnung zur Unterscheidung der bei einem mehrdeutigen Peilsystem auftretenden Nullstellen. - Google Patents

Anordnung zur Unterscheidung der bei einem mehrdeutigen Peilsystem auftretenden Nullstellen.

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AT159775B
AT159775B AT159775DA AT159775B AT 159775 B AT159775 B AT 159775B AT 159775D A AT159775D A AT 159775DA AT 159775 B AT159775 B AT 159775B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 system auftretenden Nullstellen. Da diese Anordnung hauptsächlich für ein Doppelrahmenpeilsystem
Anwendung finden soll, soll sie für ein derartiges Peilsystem beschrieben werden. 



   In Fig. 1 ist ein an sich bekanntes Doppelrahmensystem dargestellt, das aus den beiden   'Rahmen   und   R,   und dem zur Seitenbestimmung erforderlichen Hilfsrahmen H besteht. Die Ebenen sämtlicher drei Rahmen sind zueinander parallel und das ganze System ist um die in der Zeichenebene liegende Achse a drehbar. Die von den beiden Rahmen   ssiund   aufgenommenen Spannungen werden einander gegengeschaltet und über die   Spulenanordnung   S dem Peilempfänger E zugeführt. Gleich- zeitig wird über diese Spulenanordnung S die von dem Hilfsrahmen H kommende Spannung ebenfalls auf den Empfänger   E   gekoppelt. Im Ausgang des Empfängers liegt ein Indikator, der in der Figur als Zeigerinstrument J ausgebildet ist. 



   Bekanntlich ergibt ein solcher Doppelrahmenpeiler bei einer Drehung des gesamten Systems um 360  vier Nullstellen, die durch die Schnittpunkt der Kurve R mit der Abszissenachse in Fig. 2 dargestellt werden. Der   Hilfsrahmen il   besitzt je nach seiner Polung die Charakteristiken A   bzw. Al'   Zwei Minima des Doppelrahmenpeilers fallen mit den Minima des Hilfsrahmens zusammen, während 
 EMI1.3 
 multiplikativen Zusammenfassung der Empfangscharakteristiken der beiden Antennensysteme unter
Berücksichtigung ihrer gegenseitigen Phasenlagen entsprechen.

   Hiedurch wird erreicht, dass die
Peilrichtung in das Minimum zu liegen kommt, in welchem der Anzeigewert bei der Drehung des Peil- antennensystems die Nullage gleichsinnig mit der Drehung der Peilantenne   durchläuft.   Die multi- plikative Zusammenfassurg der beiden Empfangsdiagramme kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die von dem Hilfsrahmen und die von dem Doppelrahmen kommenden Spannungen über getrennte
Empfänger und getrennte Ausgangskreise auf ein Produktenmesswerk, beispielsweise die beiden Spulen eines Wattmeters, gegeben werden. Der Zeiger dieses   Messwerkes   zeigt dann unmittelbar das Produkt der beiden Spannungen an. Die Multiplikation der beiden Empfangscharakteristiken kann jedoch auch noch auf anderem Wege vorgenommen werden.

   So ist es beispielsweise möglich, entsprechend 
 EMI1.4 
 das normale Stromanzeigeinstrument J das Produkt der beiden Kurven angeben. 



   Der Erfindungsgedanke kommt bei der Betrachtung der Fig. 3 und 4 der Zeichnungen klar zum
Ausdruck. Wird einmal angenommen, dass der Hilfsrahmen H an den Empfänger so angeschlossen ist, dass seine Charakteristik durch die Kurve t gemäss Fig. 2 darstellbar ist, so wird das im Ausgang des Empfängers liegende Anzeigeinstrument J infolge der erfindungsgemäss erfolgenden multiplikativen
Zusammenfassung beider Charakteristiken bei einer Drehung des gesamten Rahmensystems Aus-   schläge   zeigen, deren Verlauf durch die Kurve der Fig. 3 darstellbar ist.

   In den ersten Quadranten von 0 bis   90" und   von 90 bis 180  der Drehung des Doppelrahmensystems ergibt nämlich die Multiplikation der beiden Kurven A und   R einen positiven Ausschlag.   In den beiden Quadranten von 

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 180 bis 270'und von 270 bis 360"wird der Ausschlag des   Anzeigeillstrumentes   negativ. Beim Drehen des Systems über 90 und   270'zeigt   zwar der Instrumentenausschlag ein Minimum, jedoch geht der Ausschlag nicht auf die andere Seite der Nullage. Das geschieht nur bei den Minima, die   bei 180   und   360    liegen. Diese beiden Minima unterscheiden sich jedoch dadurch, dass die Zeigerbewegung einmal gleichsinnig ist mit der Drehurg des   Peilsystems   und das andere Mal entgegengesetzt. 



   In Fig. 4 ; ist der Fall gezeigt, in dem der Hilfsrahmen derart an den Peilempfänger angeschaltet ist, dass seine Charakteristik durch die Kurve Al gemäss Fig. 2 darstellbar ist. Die Kurve der Fig. 4 ergibt für diese Ankopplung der Hilfsantennenspannung den Zeigerausschlag des Instrumentes J bei einer Drehung des Peilsystems um   360".   



   Wie ein Vergleich der Fig. 3 und 4 zeigt, verlaufen diese Kurven bei 180 und 360  in entgegengesetzter Richtung durch die   Nullstelle.   Daraus geht hervor, dass die Schaltung so getroffen werden kann, dass die Drehung des Peilsystems und der Zeigerausschlag beim Durchgang durch das richtige Minimum in gleichem Sinne erfolgen. 



   Der Erfindungsgedanke wurde nur als Ausführungsbeispiel an einem   Doppelrahmenpeiler   beschrieben. Es liegt auf der Hand, den Erfindungsgedanken ganz allgemein für Peilsysteme anzuwenden bei denen mehrdeutige   Minimumstellungen zu   erwarten sind. Insbesondere kann der Erfindungsgedanke Anwendung finden auf   Adcock- oder ähnliche   Systeme. 



   Das Anzeigegerät am Ausgang des Empfängers kann auch dazu benutzt werden, eine selbsttätige Einstellung der Peilanordnung anzutreiben, derart, dass sieh die Peilanordnung stets in das richtige Minimum stellt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Anordnung zur Unterscheidung der verschiedenen Nullstellen bei einem aus mehreren Richtantennen mit gegengeschalteten Empfangsspannungen und einer Hilfsriehtanten. ne bestehenden einstellbaren Peilanordnung, insbesondere bei einem aus zwei zueinander parallelen gegengesehalteten Rahmen und einem dazu ebenfalls parallelen Hilfsrahmen bestehenden Doppelrahmenpeiler, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsspannungen der beiden Antennensysteme im Anzeigeinstrument multiplikativ zur Wirkung gebracht werden und dass die Zusammenschaltung der Antennensysteme derart erfolgt, dass die Peilrichtung in dem Minimum liegt, in dem sich der Instrumentenzeiger mit EMI2.1
AT159775D 1937-04-07 1938-04-02 Anordnung zur Unterscheidung der bei einem mehrdeutigen Peilsystem auftretenden Nullstellen. AT159775B (de)

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