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system auftretenden Nullstellen. Da diese Anordnung hauptsächlich für ein Doppelrahmenpeilsystem
Anwendung finden soll, soll sie für ein derartiges Peilsystem beschrieben werden.
In Fig. 1 ist ein an sich bekanntes Doppelrahmensystem dargestellt, das aus den beiden 'Rahmen und R, und dem zur Seitenbestimmung erforderlichen Hilfsrahmen H besteht. Die Ebenen sämtlicher drei Rahmen sind zueinander parallel und das ganze System ist um die in der Zeichenebene liegende Achse a drehbar. Die von den beiden Rahmen ssiund aufgenommenen Spannungen werden einander gegengeschaltet und über die Spulenanordnung S dem Peilempfänger E zugeführt. Gleich- zeitig wird über diese Spulenanordnung S die von dem Hilfsrahmen H kommende Spannung ebenfalls auf den Empfänger E gekoppelt. Im Ausgang des Empfängers liegt ein Indikator, der in der Figur als Zeigerinstrument J ausgebildet ist.
Bekanntlich ergibt ein solcher Doppelrahmenpeiler bei einer Drehung des gesamten Systems um 360 vier Nullstellen, die durch die Schnittpunkt der Kurve R mit der Abszissenachse in Fig. 2 dargestellt werden. Der Hilfsrahmen il besitzt je nach seiner Polung die Charakteristiken A bzw. Al' Zwei Minima des Doppelrahmenpeilers fallen mit den Minima des Hilfsrahmens zusammen, während
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multiplikativen Zusammenfassung der Empfangscharakteristiken der beiden Antennensysteme unter
Berücksichtigung ihrer gegenseitigen Phasenlagen entsprechen.
Hiedurch wird erreicht, dass die
Peilrichtung in das Minimum zu liegen kommt, in welchem der Anzeigewert bei der Drehung des Peil- antennensystems die Nullage gleichsinnig mit der Drehung der Peilantenne durchläuft. Die multi- plikative Zusammenfassurg der beiden Empfangsdiagramme kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die von dem Hilfsrahmen und die von dem Doppelrahmen kommenden Spannungen über getrennte
Empfänger und getrennte Ausgangskreise auf ein Produktenmesswerk, beispielsweise die beiden Spulen eines Wattmeters, gegeben werden. Der Zeiger dieses Messwerkes zeigt dann unmittelbar das Produkt der beiden Spannungen an. Die Multiplikation der beiden Empfangscharakteristiken kann jedoch auch noch auf anderem Wege vorgenommen werden.
So ist es beispielsweise möglich, entsprechend
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das normale Stromanzeigeinstrument J das Produkt der beiden Kurven angeben.
Der Erfindungsgedanke kommt bei der Betrachtung der Fig. 3 und 4 der Zeichnungen klar zum
Ausdruck. Wird einmal angenommen, dass der Hilfsrahmen H an den Empfänger so angeschlossen ist, dass seine Charakteristik durch die Kurve t gemäss Fig. 2 darstellbar ist, so wird das im Ausgang des Empfängers liegende Anzeigeinstrument J infolge der erfindungsgemäss erfolgenden multiplikativen
Zusammenfassung beider Charakteristiken bei einer Drehung des gesamten Rahmensystems Aus- schläge zeigen, deren Verlauf durch die Kurve der Fig. 3 darstellbar ist.
In den ersten Quadranten von 0 bis 90" und von 90 bis 180 der Drehung des Doppelrahmensystems ergibt nämlich die Multiplikation der beiden Kurven A und R einen positiven Ausschlag. In den beiden Quadranten von
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180 bis 270'und von 270 bis 360"wird der Ausschlag des Anzeigeillstrumentes negativ. Beim Drehen des Systems über 90 und 270'zeigt zwar der Instrumentenausschlag ein Minimum, jedoch geht der Ausschlag nicht auf die andere Seite der Nullage. Das geschieht nur bei den Minima, die bei 180 und 360 liegen. Diese beiden Minima unterscheiden sich jedoch dadurch, dass die Zeigerbewegung einmal gleichsinnig ist mit der Drehurg des Peilsystems und das andere Mal entgegengesetzt.
In Fig. 4 ; ist der Fall gezeigt, in dem der Hilfsrahmen derart an den Peilempfänger angeschaltet ist, dass seine Charakteristik durch die Kurve Al gemäss Fig. 2 darstellbar ist. Die Kurve der Fig. 4 ergibt für diese Ankopplung der Hilfsantennenspannung den Zeigerausschlag des Instrumentes J bei einer Drehung des Peilsystems um 360".
Wie ein Vergleich der Fig. 3 und 4 zeigt, verlaufen diese Kurven bei 180 und 360 in entgegengesetzter Richtung durch die Nullstelle. Daraus geht hervor, dass die Schaltung so getroffen werden kann, dass die Drehung des Peilsystems und der Zeigerausschlag beim Durchgang durch das richtige Minimum in gleichem Sinne erfolgen.
Der Erfindungsgedanke wurde nur als Ausführungsbeispiel an einem Doppelrahmenpeiler beschrieben. Es liegt auf der Hand, den Erfindungsgedanken ganz allgemein für Peilsysteme anzuwenden bei denen mehrdeutige Minimumstellungen zu erwarten sind. Insbesondere kann der Erfindungsgedanke Anwendung finden auf Adcock- oder ähnliche Systeme.
Das Anzeigegerät am Ausgang des Empfängers kann auch dazu benutzt werden, eine selbsttätige Einstellung der Peilanordnung anzutreiben, derart, dass sieh die Peilanordnung stets in das richtige Minimum stellt.