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Wasserdichter Werkstoff, insbesondere zur Herstellung von Säeken und ähnlichen Behältern, Dicutunsbahnen n. dg].
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gelassen und lloehmals mehrere 8tunden auf lliO-200' : erhitzt. welehe Erhitzuug naeh vorhprigem Abkühlen noch ein drittes Mal wiederholt werden kann.
Das zugefiigte Erdölbitumen kann einer Vorbehandlung, z. B. durch Heissblasen, unterworfen werden. Als Füllstoffe haben sich besonders solche als geeignet erwiesen, welche das spezifische Gewicht der Masse erniedrigen, wie z. B. Hüttenbims, Asbest, Schlackenwolle, Russ u. dgl.
Die physikalischen Eigenschaften der Asphaltmasse werden, wie oben dargelegt, nicht nur durch die chemische Zusammensetzung der Mischung, sondern auch durch die Art der Aufbereitung erreicht. Die Spanne zwischen Erweichungspunkt und Brechpunkt von 100 und mehr kann ohne nachteilige Beimischungen (Standöl, Paraffin oder ähnliches) bewirkt werden.
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beispiel erläutert :
Eine Mischung aus a) gemahlenem Asphaltfelsen aus den deutschen Limmer und Vorwohler Asphaltgruben und aus b) Asphaltmastix, hergestellt aus deutschem Naturasphaltgestein und Erd- ölbitumen derart, dass der Gesamtbitumengehalt etwa 16% des Mastix beträgt, wird langsam bis auf etwa 130-140'bis zehn Stunden lang aufgekocht. In einem besonderen Koehvorgang (zweiter Kessel) wird ein durch Erhitzen.
Blasen oder auf ähnliche Weise vorbehandeltes Bitumen mit einem besonders hohen Erweichungspunkt zur Hälfte mit feinem Mineralfüller aus nichtquellbarem Gestein auf etwa 180 bis zehn Stunden lang gekocht. Nach dem Erkalten werden beide Massen zu gleichen Teilen auf etwa 175 erhitzt und einem etwa seehsstündigen Koehprozess unterworfen. Diese Masse wird alsdann in heissem Zustand auf eine Papierbahn in ziemlich dicker Schicht (etwa 1 ssMH) aufgetragen. In die etwas erkaltete Masse wird alsdann die Metalleinlage eingedrückt. Falls erwünscht, wird eine zweite Papierschicht, - gegebenenfalls nach vorhergehendem oberflächlichem Erwärmen des Asphaltes-unter Druck aufgebracht. Das so erhaltene Erzeugnis ist ausserordentlich biegsam, fest, temperaturbeständig und leicht.
Als Metalleinlage kann vorzugsweise ein Leichtmetall, z. B. Aluminium, benutzt werden. Eine derartige Metalleinlage ist besonders biegsam, und aus diesem Grunde für den vorliegenden Werkstoff geeignet, weil ja gerade die nach der Erfindung benutzte Asphaltsehieht gleichfalls besonders biegsam ist.
Statt einer Leichtmetalleinlage aus Aluminium kann nach der Erfindung auch ein an sich bekanntes elektrisch geschweisstes Drahtnetz benutzt werden. Derartige elektrisch geschweisste Drahtnetze bestehen aus ganz besonders dünnen Drähten, die mit ihren Längs-und Querdrähten grosse Maschen bilden. Durch das Aufeinandersehweissen dieser dünnen Längs-und Querdrähte entstehen Knotenpunkte, die aus der Ebene des geschweissten Drahtnetzes nicht herausragen. So ergibt sich eine besonders dünne Metalleinlage ohne besondere Erhöhungen, wie sie bei sonstigen Drahtnetzen unvermeidlich sind.
Bei der Verwendung des Werkstoffes nach der Erfindung kann sich deshalb die Asphaltsehieht an den Knotenpunkten des elektrisch geschweissten Drahtnetzes nicht durchdrücken. Die dünnen Drähte im Zusammenhang mit den grossen Maschen des Drahtnetzes erhöhen ebenfalls die Biegungsfähigkeit des fertigen Werkstoffes.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wasserdichter Werkstoff, insbesondere zur Herstellung von Säcken und ähnlichen Behältern, Dichtungsbahnen u. dgl., bestehend aus einer mit Metalleinlage versehenen Asphaltschieht und vorzugsweise einer darüber befindliehen Gewebeschieht, dadurch gekennzeichnet, dass die die Metalleinlage umgebende Asphaltschicht besteht : a) aus deutschem Asphaltgesteinspulver, welches zusammen mit Erdölbitumen einer mehrstündigen unterbrochenen Erhitzung auf Temperaturen von 120 bis 2000 unterworfen worden ist, b) aus bituminösen Bindemitteln mit feinem Mineralfiiller, die einem mehrstündigen Kochprozess ausgesetzt worden sind, wobei die getrennt behandelten Massen zu fl) und b) nach ihrer Erkaltung gemischt und nochmals einem Kochprozess unterworfen sind.