<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische
EMI1.1
MARCELLUS REID IN PROVIDENCE (V. ST. A.).
Drahtziehmaschine.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Drahtziehmaschine, bei welcher neben der eigentlichen Ziehtrommel eine ununterbrochen umlaufende Einziehtrommel angeordnet ist, um während des durch das Abnehmen einer fertig gezogenen Drahtrolle von der Ziehtrommel bedingten Stillstandes der letzteren ein Stück der nächstfolgenden Drahtrolle bereits vorziehen und für die weitere Bearbeitung vorbereiten zu können. Um das Vorziehen des Drahtes möglichst ohne Zeitverlust durchführen zu können, ist an der Einziehtrommel eine sich selbsttätig auslösende Greifvorrichtung für den Draht angeordnet.
Die Greifvorrichtung besteht aus des bekannten Drahtzange, die sich durch Ziehen an einer die beiden Zangengriffe verbindenden Kette schliesst, wobei letztere an einem Hebel angebracht ist, der durch Umstellen eines mit Daumen versehenen Schalthebels mit der Einziehtrommel gekuppelt oder von ihr gelöst werden kann. Zu diesem Zwecke und um ein allmähliches Anziehen zu erzielen, sind die beiden Enden eines um die Einziehtrommel gelegten Bremsbandes an dem mit der Kette verbundenen Hebel derart angelenkt, dass das Bremsband je nach Stellung des Schalthebels angezogen oder gelüftet wird, wodurch die Mitnahme des Bremsbandes und der daran gehängten Zange oder dessen Stillstand herbeigeführt werden kann.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiele dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 ein Grundriss, Fig. 2 ein Aufriss der Maschine, Fig. 3 eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt, Fig. 4 ein Horizontalschnitt, Fig. 5 der Teil eines Vertikalschnittes.
In dem Gestell der Maschine sind eine eigentliche Ziehtrommel 1 und eine Einzieh- trommel 2 gelagert, welche um eine gemeinsame, senkrechte Achse 31 drehbar sind und unabhängig voneinander angetrieben werden. Für die Einziehtrommel 2 sind nämlich die ununterbrochen umlaufenden Zahnräder 3,4, 5 und 6 vorhanden, die mittels Kegelräder von einer wagrechten Vorlegewelle 39 gedreht werden. Die Räder 3 bozw. 5 sind von
EMI1.2
Einziehtrommel 2 langsamer umläuft als die eigentliche Ziehtrommel 1, um das Vorziehen dos Drahtes durch das Zieheiscn zu erleichtern und die Beanspruchungen des Materials beim Vorziehen zu vermindern.
Um die Einziehtrommel 2 ist ein Bremsband gelegt, dessen beide Enden an einem Hobel j ! 7 angelenkt, sind. Letzterer ist mittels eines Handhebels .') verstellbar, der mit einem Daumen 1fi versehen ist) welcher beim Verstellen des Handhebels 15 den Hebel 17 derart gegen das Bremsband verdroht, dass ein Anspannen oder Lösen des Bremsbandes bewirkt wird. Wird der Handhebel in die in Fig. I punktiert angedeutete Lage gebracht, so werden die Enden des Bromsbandes zusammengezogen und die Kette samt dem Drahtende um die einziehtrommel gewickelt. Das Zieheisen ist auf einem Träger 22 angeordnet, der um einen Zapfen 23 drehbar ist, um sich tangential zur Trommel 2 stellen zu können. In dieser Lage kann er durch eine Stellschraube 24 festgestellt werden.
Bei der Drehung der Trommel 2 gelangt der Handhebel 15 gegen einen einstellbaren Anschlag 19 auf dem Gestell der Maschine und wird von diesem umgelegt, wodurch das Bremsband von der Trommel 2 abgelöst wird. Hierauf kann das heraus-
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
Die Ziehtrommel 1 ist auf dem oberen Ende einer auf die Achse 31 lose auf. geschobenen Hüke J3 aufgekeilt, deren unterer Ende mit einer bremstrommel 12 versehen ist. Auf die Innenfläche derselben können sich zwei aus Ahoirnholz oder dg !. hergesteMte
Bremsschuhe 29 legen, die mittels zweier mit Rechts-und Linksgewinde versehener
Schrauben 26 verstellt worden und auf, vierkantigen, mit dem verbreiterten Oberteil einer
Muffe 30 verbundenen Klötzen geführt sind. Durch Ausschnitte der Muffe 30 treten die
Enden der auf den Schrauben 3C sitzenden Hebel 25 hindurch, an denen die mittels des
Ringes 27 verstellbaren Lenker 28 angreifen.
Die Verstellung des Ringes 27 erfolgt durch einen in einer Nut desselben eingelassenen, mit Zapfen versehenen Ring 11, an welchem
Hebel 32 angreifen (Fig. 5). Diese sitzen auf einer Welle 10 (Fig. 3), die mit Hilfe eines
Hebels 9, einer Stange 8 (Fig. 2) und eines Hobels 7 von Hand gedreht werden kann.
Auf den äusseren Umfang der Trommel 12 kann sich ferner ein Bremsband 14 (Fig. 4 und 5) legen, dessen beide Enden durch eine mit Rechts-und Linksgewinde versehene Schraube 35 einander genähert oder voneinander entfernt werden können. Zu diesem Zwecke ist auf der
Schraube 35 ein Hebel 33 aufgekeilt, der mittels einer Verbindungsstange 34 von einem auf der Welle 10 aufgekeilten Hebel betätigt wird.
Die Ingangsetzung und Abstellung der Ziehtrommel vollzieht sich demnach folgender- masson : Wird mittels des Handhebels 7 der Ring 27 gehoben, so erfolgt ein Anlegen der stetig umlaufenden Bremsbacken 29 an die Trommel 12, wodurch mittels der Hülse J'3 eine
Drehung der oberen Trommel 1 herbeigeführt wird. Gleichzeitig wird der Hebel 34 von der
Welle 10 ans verstellt und das Bremsband 14 auf dem äusseren Umfang der Trommel 1. 2 gelöst. Wird andererseits der Handhebel 7 in eine Mittelstellung gebracht, so wird die
Kupplung zwischen den Bremsbacken 29 und der Trommel 12 gelöst, ohne dass das
Bremsband 14 noch angezogen würde.
Erst eine weitere Bewegung des Handhebels 7 in seine äusserste, entgegengesetzte Stellung bewirkt, dass sich das Bremsband 14 auf den
Umfang der Trommel 12 fest auflegt und ein sofortiges Stillstehen der Trommel 1 herbei- führt. Je nach der Einstellung des Handhebels kann also die Trommel 1 in Bewegung gesetzt oder sofort zum Stillstehen gebracht werden.
Die Gebrauchsweise der Maschine gestaltet sich folgendermassen : Während auf der
Trommel 1 noch gezogen wird, wird das in dem Zieheisen vorstehende Ende der neuen
Drahtrolle mit der Zange 18 erfasst und nach Umlegen des Handhebels 15 (Fig. 1) auf ungefähr den halben Trommelumfang aufgewickelt. Die Zange wird dann selbsttätig aus- gelöst und es kann daher das Ende des Drahtes nach Beendigung der ersten Rolle und
Abstellung der Trommel 1 in dem Schraubstock 20 auf der Trommel befestigt werden.
Eine Verstellung des Handhebels 7 genügt sodann, um die Fortsetzung des Drahtziehens zu ermöglichen.
Die beschriebene Einrichtung bietet den besonderen Vorteil, dass das Anziehen des
Drahtes sowohl durch die Drahtziehtrommel als auch durch die eigentliche Einziebtrommel stets unter Vermittlung einer Bremse bewirkt wird, welche das Auftreten von Stössen und das Zerreissen der Drähte vermeiden lässt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Drahtziehmaschine, gekennzeichnet durch die Anordnung einer ununterbrochen in
Drehung befindlichen, das Ziehen des ersten Drahtendes bewirkenden Einziehtrommel (2), welche mit einer Greifvorrichtung für den Draht versehen ist, zum Zwecke, während des durch das Abnehmen einer fertig gezogenen Drahtrolle von der Ziehtrommel bedingten
Stillstandes der letzteren ein Stück der nächstfolgenden Drahtrolle bereits vorziehen zu können.