AT159744B - Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Kunstharzpreßmassen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Kunstharzpreßmassen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Presskörpern aus Kunstharzpressmassen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Presskörpern aus Kunstharzpressmassen der Phenoplast-bzw. Aminoplastreihe, bei dem die Masse der Pressform in vorerwärmtem Zustand zugeführt wird, und bezweckt, Vorwärmetemperaturen von 100 C und darüber zur Anwendung zu bringen. Die Erfindung besteht darin, dass die Masse in Form dünner Materialschichten (z. B. Tabletten) durch unmittelbare Wärmeeinwirkung, z. B. zwischen beheizten Metallplatten, auf die über 100 C liegende Vorwärtstemperatur gebracht wird, wobei die Dauer der Erwärmung und die Stärke der Materialschichten (z. B. der Tabletten) gemäss der gesetzmässigen Abhängigkeit von der Vorwärmetemperatur um so kleiner gewählt wird, je höher die verlangte Vorwärmetemperatur der Masse liegt (Fig. 1, 2). Das nachstehend beschriebene Ausführungsbeispiel legt dar, wie bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens vorzugehen ist. Bestimmt man z. B. bei Verwendung 3 mm starker Tabletten, die zwischen beheizten Metallplatten vorgewärmt werden, die Eindrucktiefen nach Ablauf bestimmter Zeitspannen mittels einer Stahlkugel von 4 mm Durchmesser bei einer Belastung von 5 3 kg, so ergibt sich, wie in Fig. 1 dargestellt, eine der Form einer Hyperbel angenäherte Kurve. Eingetragen sind bei fünf verschiedenen Vorwärmetemperaturen die Höchstwerte der Eindruektiefe in Abhängigkeit von der Vorwärmezeit. Unterhalb EMI1.1 Im praktischen Bereiche, also bei Temperaturen zwischen 90 und 140 C sowie Vorwärmezeiten von 0 bis 15 Minuten, ergibt sich der hyperbolische Funktionsverlauf. Diese Erkenntnis führt zu der Erfindung, die Pressmasse auf eine Vorwärmetemperatur von mindestens 1000 C zu bringen, u. zw. innerhalb einer Zeit, die in gesetzmässiger Abhängigkeit um so geringer ist, je höher die Vorwärmetemperatur gewählt wurde. Wesentlich ist dabei, dass eine gleichmässige Durchwärmung der Masse stattfindet und die Vorwärmung unterbrochen wird, bevor die Härtung der Pressmasse einsetzt. Die Untersuchungen ergaben, dass es gleichgültig ist, in welcher Form die Pressmasse zur Verwendung kommt. Es kann sich ebensogut um Presspulver wie um mit Kunstharz als Bindemittel getränkte und dann möglicherweise zerschnitten Gewebestücke, beispielsweise auch um sogenannte mit Kunstharz getränkte Papierwolle, Leinenstreifen od. dgl. handeln. Aber auch bei Verarbeitung der Pressmasse in Tablettenform gelingt es, gleichmässige hohe Erwärmung der Masse vor dem Einbringen in die Form zu erzielen, ohne dass mit einer Herabsetzung der Bildsamkeit in der Pressform gerechet werden müsste. Versuche haben ergeben, dass die Vorwärmezeit oder die Vorwärmetemperatur um so höher sein müssen, je stärker die Tablette gehalten ist. Doch ergab sich auch hier wiederum eine hyperbolische Abhängigkeit der Plattenstärke von Vorwärmezeit bzw. Vorwärmetemperatur. Die Abhängigkeit der Zeit bis zur vollkommenen Tablettendurchwärmung von der Tablettenstärke bei verschiedenen Temperaturen ist in Fig. 2 durch die verschiedenen Geraden veranschaulicht. In Abhängigkeit von der Vorwärmetemperatur ergeben sich folgende höchstzulässige Tablettenstärken : <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 <tb> <tb> Vorwärmetemperatur <SEP> <SEP> C <SEP> höchstzulässige <SEP> Tablettenstärke <tb> 90 <SEP> ........................................ <SEP> 8#2 <SEP> mm <tb> 100 <SEP> ........................................ <SEP> 7#3 <SEP> mm <tb> 1300 <SEP> 2-7 <SEP> mm <tb> 130 <SEP> ........................................ <SEP> 2#7 <SEP> mm <tb> 1400 <SEP> 2. <SEP> 5mm <tb> 150 <SEP> ........................................ <SEP> 2#2 <SEP> mm. <tb> Im Wege des erfindungsgemässen Verfahrens gelingt es demnach mit der bisher für unmöglich gehaltenen hohen Vorwärmetemperatur unter Berücksichtigung der Verwärmezeiten und gegebenenfalls der höchstzulässigen Tablettenstärken, eine Abkürzung der Härtungszeit auf ein Drittel der bisher kürzesten Pressdauer zu erreichen. Berücksichtigt man, dass zur weiteren Steigerung der Wirtschaftlichkeit bisher nur kostspielige und umständliche Mittel bekanntgeworden sind, so ergibt sich durch die Erfindung die Steigerung einer Wirtschaftlichkeit, die einen ganz besonderen-technischen Erfolg darstellt. Die vorerwähnten Zahlenbeispiele, veranschaulicht durch die Fig. 1 und 2, sind naturgemäss nicht für alle. verschiedenen Kunstharzpressmassen bindend. Sie beziehen sich auf Pressmassen der Phenoplast-und der Aminoplastreihe, die bei mittleren Werten der Fliessfähigkeit ein Verhalten wie das Geschilderte aufweisen. Es gelingt z. B. auf dem Wege der Bestimmung der Eindruektiefen, für jede beliebige Pressmasse die Abhängigkeit der Vorwärmezeit von der Wärmetemperatur und bei Tabletten von der Tablettenstärke festzustellen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH :- Verfahren zur Herstellung von Presskörpern aus Kunstharzpressmassen der Phenoplast-bzw.Aminoplastreihe, bei welchem die Masse der Pressform in vorerwärmtem Zustand zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse in Form dünner Materialschichten (z. B. Tabletten) durch unmittelbare Wärmeeinwirkung, z. B. zwischen beheizten Metallplatten, auf die über 100 C liegende Vorwärmetemperatur gebracht wird, wobei die Dauer der Erwärmung und die Stärke der Materialschichten (z. B. der Tabletten) gemäss der gesetzmässigen Abhängigkeit von der Vorwärmetemperatur um so kleiner gewählt wird, je höher die verlangte Vorwärmetemperatur der Masse liegt (Fig. l, 2)
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE159744X | 1936-08-06 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| AT159744B true AT159744B (de) | 1940-10-25 |
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|---|---|---|---|
| AT159744D AT159744B (de) | 1936-08-06 | 1937-08-05 | Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern aus Kunstharzpreßmassen. |
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1937
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