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Speicherlagerung.
Dampfspeicher für Drücke über 30 Atm. bestehen im Gegensatz zu den geschweissten oder genieteten Trommeln der Niederdruckspeicher aus nahtlos geschmiedeten Behältern von zirka 1 bis 2 m Durchmesser und zirka 10 m Länge. Es ergeben sieh daher für Hochdruckdampfspeicher verhältnismässig kleiner Kapazität schon vier oder mehr Behälter, deren Lagerung im Hinblick auf die höheren Temperaturen und die grossen Gewichte sowie mit Rücksicht auf die infolge der höheren Temperatur steigenden Wärmeverluste mittels der bei Niederdruckspeiehern üblichen Konstruktionen unvorteilhaft ist.
Nach dem Erfindungsgedanken wird die Lagerung der liegenden Hoehdruekspeicherbehälter derart ausgeführt, dass je nach der Anzahl der Speichertrommeln zwei oder mehrere Behälter die Basis bilden und die übrigen mittels Lagerböcken auf diesen Behältern gelagert sind. Es ist dabei vorteilhaft, die eine Stirnseite aller Behälter durch Verschrauben, Verzapfen, Verkeilen usw. als Festseite auszubilden und der anderen Seite durch Lagerung auf Gleitplatten, Rollen oder Pendelstützen usw. freie Dehnungsmöglichkeit zu geben. Bis zu einer Behälterzahl von 8 bis 10 kommt man meist mit zwei Vertikalreihen aus, darüber hinaus werden drei oder mehr Vertikalreihen angeordnet.
In Fig. 1 und 2 ist eine Ausführungsart der Lagerung eines aus vier Behältern bestehenden Hochdruckspeichers dargestellt. Es bedeuten : a die feste Seite der Behältergruppe, b die bewegliche Seite, 1, 2,3, 4 die Hoehdruekspeicherbehälter, 5 und 6 die Lagerböcke zwischen oberen und unteren Behältern auf der festen bzw. beweglichen Seite, 7 die gemeinsame Isolierung der Speichergruppe. Durch gemeinsame Isolierung wird eine wesentliche Verringerung der wärmeabgebenden Oberfläche und damit gegenüber den bisherigen Speicherbauarten ein wesentlicher Vorteil erzielt. Auch die Anschluss- und Verbindungsrohrleitungen, die an den Enden der Behälter angeordnet sind, werden innerhalb der gemeinsamen Isolierung verlegt, wodurch sich auch die Anzahl der Durchtritte verringert.
Eine Stirnwand des Behälters 1 ist auf der festen Seite a als Fixpunkt der ganzen Speichergruppe ausgebildet und stützt sich auf den Fuss 8. Dieser Fuss wird vorteilhaft mit möglichst geringem Eisenquersehnitt ausgeführt, um die Wärmeverluste durch Wärmeleitung niedriger zu halten. Die Lagerböcke 9 und 10 liegen auf einem Trägerrost 11, welcher sie fest miteinander verbindet. Der Lagerbock 10 ist wegen der Querdehnung auf Rollen 12 gelagert. Die Lagerböcke 5, 9 und 10 sind mit den Behältern mittels kurzer Zapfen 13 oder durchgehender Zapfen 13'und vorteilhaft noch ausserdem mittels der Schrauben 14 verbunden.
Auf der beweglichen Seite b ist der Lagerbock 6 nur mit dem unteren Behälter verzapft, so dass der obere Behälter auf dem Lagerbock frei gleiten kann. Die Lagerung der unteren Behälter 1 und 3 auf der beweglichen Seite b wird vorteilhaft als Rollenlagerung ausgebildet. Der Lagerbock des Behälters 1 auf der beweglichen Seite b erhält eine Beweglichkeit in der Längsrichtung und jener des Behälters 3 Bewegungsmöglichkeiten in der Längs-und Querrichtung, wobei die Lagerböcke fest miteinander verbunden sind. Diese Art der Lagerung eignet sich insbesondere für Speicher, bei welchen zwischen den einzelnen Behältern im Betriebe keine oder nur unwesentliche Temperaturunterschiede auftreten, so dass ein Gleiten der Behälter 2 und 4 auf den Lagerböcken 6 der beweglichen Seite b normalerweise nicht zustande kommt.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgedankens dargestellt. Die Abbildung zeigt die bewegliche Seite eines Hochdruckspeichers mit neun Behältern. Die oberen sechs Behälter 15 bis 20 sind auf den unteren drei Behältern 21-23, welche die Basis der Lagerung bilden, und diese ihrerseits auf Lagerböcken mit zwischenliegenden Rollen 24 gelagert und können sich somit in der
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Längsrichtung frei dehnen. Auch die unteren Behälter 21-23 sind längsbeweglich auf Rollen 24, die aussenliegenden Behälter 21 und 23 auch noch querbeweglich mittels der Rollen 25 gelagert. Die
Lagerböcke sind durch Nasen 26 und 27 gegen Seitenverschiebung und Rollenbrueh gesichert.
Die untersten Behälter 21, 22, 23 sind miteinander durch zug-und druckfeste, jedoch gelenkige Ver- bindungen 28 verbunden. Auch hier wird mit Vorteil die ganze Speiehergruppe mit einer gemeinsamen
Isolation 29 ausgeführt.
Die feste Seite dieser Ausführungsart der Behälterlagerung wird sinngemäss genau so ausgebildet, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt. Die Behälter sind dadurch gegen Verdrehung vollständig gesichert und es hat dadurch die Speichergruppe trotz der Rollenlagerung auf der beweglichen Seite höchste
Stabilität. Diese Anordnung eignet sich besonders für Hochdruckspeicher, bei welchen der Schaltung nach Temperaturdifferenzen zwischen den einzelnen Behältern zu erwarten sind.
In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsart des Erfindungsgedankens dargestellt. Die Abbildung zeigt die feste Seite eines aus acht Behältern bestehenden Hochdruckspeiehers. Der Fixpunkt c liegt bei dieser Anordnung zwischen den zwei untersten Behältern und ist der unterste durchgehende Behälter- träger 33 beiderseits auf Rollen 30 gelagert. Die zwischen den Behältern liegenden Lagerböcke 32 sind hier geschweisst ausgeführt und mit den Behältern mittels der Schrauben 31 fest verbunden.
Auch bei dieser Anordnung ist eine gemeinsame Isolierung 34 des Speichers vorgesehen.
Es sind noch verschiedene Kombinationen des Erfindungsgedankens möglich, so kann z. B. die bewegliche Seite der Lagerung teilweise nach Fig. 1 und teilweise nach Fig. 3 ausgeführt werden, insbesondere wenn nur bei einem oder wenigen Behältern Temperaturdifferenzen gegenüber den übrigen Behältern zu erwarten sind.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Auflagerung einer aus mehreren liegenden Behältern bestehenden Hoehdruckspeicheranlage, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere nebeneinanderliegende, miteinander durch eine Querverbindung (11 bzw. 33) od. dgl., zug-und druckfest verbundene Behälter die Basis bilden, auf der die übrigen Behälter mittels sattelförmiger Lagerböcke derart gelagert sind, dass die unteren Behälter das Gewicht der darüber befindlichen Behälter aufnehmen.