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Chubbschloss mit Doppetbartsehlüsse ! und zwei verschiedenen und voneinander unabhängig arbeitenden Zuhaltungsgruppen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Chubbschloss für Doppelbartschlüssel, das mindestens zwei Sperrtouren gestattet. Die bisher bekannten Chubbschlösser für Doppelbartschlüssel bewerkstelligen, sofern sie überhaupt zwei Sperrtouren aufweisen, die zweite Tour z. B. dadurch, dass der Schlüssel nach Durchführung der ersten Tour aus dem Schlosse entfernt, ausserhalb desselben um 1800 gedreht und sodann, zwecks Durchführung der zweiten Tour, wieder in das Schloss gesteckt wird. Da dies unbequem ist, hat man versucht, Chubbschlösser für Doppelbartschlüssel zu erzeugen, bei denen eine Tour unmittelbar auf die andere folgend durchgeführt werden kann. Bisher konnte dieses Ziel nur dadurch erreicht werden, dass beide Bärte des Schlüssels die gleiche Form erhielten.
Sind aber die Bartformen gleich, so ist die Sicherheit des Schlosses gegen widerrechtliches Aufsperren trotz des Mehraufwandes nur unwesentlich erhöht.
Die Erfindung bezweckt nun, die Sicherheit von Chubbschlossern für Doppelbartschlüssel im
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verschiedenen Bärten Verwendung finden, die-in an sich bekannter Weise-mit zwei voneinander unabhängig arbeitenden Gruppen von Zuhaltungen zusammenwirken, die zwecks Betätigung des Schlosses gleichzeitig angehoben werden müssen. Dadurch wird das Öffnen des erfindungsgemässen Schlosses mittels Sperrwerkzeugen sehr erschwert. Anderseits ermöglicht das erfindungsgemässe Schloss, zwecks weiterer Erhöhung der Sicherheit, die Durchführung von mindestens zwei Sperrtouren, dies aber, im Gegensatz zum Bekannten, in unmittelbarer Aufeinanderfolge, ohne dass es nötig wäre, den Schlüssel nach der einen Tour aus dem Schloss zu entfernen und nach Durchführung der Drehung wieder in dieses einzuführen.
Diese Kennzeichen des erfindungsgemässen Schlosses werden dadurch erhalten, dass die die erste Sperrtour freigebenden Zungen einer Gurppe auf den einen Schlüsselbart und die die zweite Tour freigebenden Zungen der gleichen Gruppe auf den andern Schlüsselbart abgestimmt sind, wobei diese Abstimmung auch für die zweite Zuhaltungsgruppe zutrifft, so dass die gleichzeitig betätigten Zuhaltungsgruppen bei der ersten und zweiten Sperrtour verschieden hoch gehoben werden.
Die Fig. la, lob zeigen zwei Phasen des Sperrvorganges bei einem erfindungsgemässen Chubbschloss.
In den Fig. 1 a und 1 b ist 1 der Riegel, auf dem die Sperrstifte 2,3 sitzen. Die Zuhaltungen 8, 9 sind um Bolzen 4, 5 drehbar und durch 6, 7 gefedert. Die Bolzen 10, 11 führen den Riegel 1 während seiner Bewegung. Am Schlüsselschaft 12 sitzen die Bärte 13, 14 ; 15 ist das Schlüsselloch. Von jeder Zuhaltungsgruppe ist nur eine Zuhaltung gezeichnet.
Der Schlüssel wird durch 15 eingesteckt und im Pfeilsinne a verdreht. Dadurch kommen der Ansatz 17 (vgl. Seitenansicht des Schlüssels) mit dem Schlüsselangriff 18 des Riegels, die übrigen Ansätze (nur noch je einer [19, 20] pro Bart ist dargestellt) mit den Zuhaltungen in Eingriff. Nach Ausrichtung der Zuhaltungen in bekannter Weise kann der Riegel nach rechts verschoben werden.
Fig. 1 zeigt den Augenblick, in dem die Sperrstifte 2,3 gerade aus dem durch die Zungen 21, 22 bzw. 23, 24 gebildeten Spalt austreten.
Zwecks Durchführung der zweiten Sperrtour (Fig. 1 b) wird der Schlüssel weiter im Sinne a gedreht. Der Bart 13, der früher die obere Zuhaltungsgruppe ausgerichtet hat, gerät jetzt mit den unteren Zuhaltungen in Eingriff und umgekehrt. Da das Bartprofil (19, 20) durch die erste Sperrtour
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bereits festliegt, ist damit auch das Mass des Ausschwingens der beiden Zuhaltungsgruppen bei der zweiten Sperrtour bestimmt und damit auch die Höhe der nunmehr wirksamen Zungen 25, 26 bzw.
27, 28. Beim Aufsperren wiederholen sich die Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge.
Die Mehrtourigkeit wird demnach dadurch erzielt, dass die den Riegel für die erste Sperrtour freigebenden Zungen 21, 22 bzw. 23, 24 der Zuhaltungsgruppe 8 bzw. 9 auf je einen Schlüsselbart 13
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den Riegel für die zweite Tour freigeben, auf den andern Bart 14 bzw. 13 abgestimmt sind, d. h. auf jenen, der bei der ersten Tour die die erste Verschiebung ermöglichende Ausrichtung bewirkte.
Die ganze Anordnung ist derart getroffen, dass die Anhebung der beiden Gruppen gleichzeitig erfolgt, u. zw.-da die Bärte unsymmetrisch sind-um verschiedene Beträge ; diese Verschiedenheit besteht nicht nur hinsichtlich einer Gruppe mit Bezug auf eine andere bei Durchführung einer Tour, sondern ist auch für beide Touren verschieden, was die Sicherheit des Schlosses gegen widerrechtliches Aufsperren wesentlich steigert.