<Desc/Clms Page number 1>
Tonaufnahmekamera.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tonaufnahmekamera. Der Zweck der Erfindung besteht darin, durch die Anordnung und Ausführung der einzelnen Teile der Kamera die Betriebssicherheit und Tonqualität zu erhöhen und die Montage und die Betriebsüberwachung zu vereinfachen. Dies wird nach der Erfindung durch eine Kamera erreicht, bei der die Filmspulen in senkrechter Stellung innerhalb des Kameragehäuses angeordnet sind und die Tonaufzeichnungsstelle mit den zugehörigen Transport-und Führungselementen zwischen den beiden Filmspulen liegt. Es ist zweckmässig, das Kameragehäuse auf der einen der beiden Seiten, die parallel zur Filmkante liegen, mit einer verschliess- baren Öffnung zu versehen.
Es ist bei Wiedergabeapparaturen bekannt, die Filmspulen in senkrechter Stellung in einem Koffer anzuordnen und zwischen den Filmspulen die Tonabtaststelle mit den zugehörigen Führungsund Transportmitteln für den Film unterzubringen.
Es ist fernerhin bekannt, dieselbe Anordnung auch bei transportablen Wiedergabeapparaten zu verwenden, wobei die Projektionseinrichtung in einem Koffer untergebracht ist. Im Gegensatz hiezu handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung nicht um Wiedergabeeinrichtungen, sondern um eine Tonaufnahmeeinrichtung, bei der nicht ein bereits belichteter Film verwendet wird, sondern ein unbelichteter Film.
Die Erfindung und weitere Einzelheiten werden an Hand der Fig. 1-7 c beispielsweise, zum Teil in schematischer Darstellung, erläutert. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht der Kamera und Fig. 2 eine Aufsicht. Fig. 3 und 4 zeigen die Trageinrichtung für die Kamera. Fig. 5 und 5 a zeigen eine Verriegelungseinrichtung für die Kameratür. Fig. 6,6 a und die Fig. 7,7 a, 7 b und 7 c zeigen Kontrolleinrichtungen.
In dem Gehäuse 1 der Kamera befindet sich in der Längsausdehnung an den beiden Enden die Abwickelspule 2 und die Aufwickelspule 3, zwischen denen die für die Tonaufzeichnung erforderlichen Filmführungs-und Antriebsmittel liegen. Diese sind in der Fig. 1 nicht dargestellt. Die Tiefe des Gehäuses wird im wesentlichen durch die Breite der Filmspulen bestimmt. Dementsprechend ergibt sich ein schmales, in der Breite auseinandergezogenes Gehäuse mit Abrundungen an den beiden Enden, in denen die Filmspulen liegen.
An der Vorderseite des Gehäuses befindet sich eine Doppeltür 4, 5, die durch den Griff 6 ge- öffnet werden kann und um die Scharniere'1, 8 drehbar ist. Durch das Öffnen der Doppeltür werden die dahinterliegenden Filmführungselemente an der Aufzeichnungsstelle sichtbar. Zum Einsetzen und Herausnehmen der Filmspulen kann die Vorderwand des Apparatgehäuses noch weiter aufgeklappt werden, indem an den Flügel 3 bzw. ein weiterer Flügel angebracht ist, der um die Scharniere 9 und 10 drehbar gelagert ist.
Auf der Rückseite der Kamera befindet sich der Hauptantriebsmotor 11, der über ein Schneckengetriebe 1Z eine Zackenrolle 13 antreibt, die als Vor-und Nachwickelrolle dient. Ferner befindet sich auf der Rückseite ein kleinerer Antriebsmotor 14 mit Hauptstromcharakteristik zum Antrieb der Aufwickelspule 3. Diese Antriebsmittel sind durch eine Schale 15 abgedeckt. Aus dieser Schale 15
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
ist und gestattet, bei stillstehendem Motor den Filmantrieb, z. B. beim Einlegen, zu bewegen. Oberhalb der Kamera befindet sich ein kleineres Gehäuse 11 mit einem Teil der Tonaufzeichnung und Kontrolloptik und einer Kontrolluke 18.
Unterhalb der Kamera befindet sich in einer Ausbuchtung 19 des Gehäuses ein Verstellhebel 20 für eine Andruckrolle, ein Filmmeterzähler 21 sowie ein Verstellknopf 22 für die Einstellung der Federspannung einer federnd gelagerten Filmspannrolle hinter der Steuerstelle.
Die Rückwand des Gehäuses ist im Innern zweckmässig mit Polstern 23, z. B. aus Samt oder Gummi, ausgerüstet, die ein Klappern der Filmspulen verhindern und Stösse dämpfen, welche von
EMI2.1
bestehen.
Um sicherzustellen, dass die Filmspulen in der richtigen Lage eingelegt werden, ist es vorteilhaft, am Gehäuse eine entsprechende, hier nicht gezeichnete Nut vorzusehen, in die eine Führung an den Spulen bei richtiger Lage eingreift. Die Kamera wird zweckmässig mittels isolierender, vorzugsweise runder Pflöcke 24 auf einer
EMI2.2
Eisen, der wie ein Tisch mit Beinen versehen sein kann, ist mit zwei eisernen Querleisten 26 ausgerüstet, die auf einer Unterlage 27 aufliegen. Auf diese beiden Leisten ist in der Längsrichtung eine weitere eiserne Leiste 28 vorgesehen, auf welche die Tonkamera aufgesetzt ist, derart, dass die die Tonkamera tragendenPflöcke bei29 bzw. 30 abgestützt werden. Es ergibt sich hiedurch eine ausgezeichnete elastische Abstützung der ganzen Kamera.
In dem Tragkasten 25 können Schaltungselemente 31 für den Anschluss der Motoren, Regulierungseinrichtungen 32 für die Tonlampe, Signaleinrichtungen 33 und weitere elektrische Zusatzeinrichtungen untergebracht sein. Der Kasten wird zweckmässig durch einen zweiteiligen Deckel 34, 35 abgeschlossen, dessen Teile abgenommen und aufgelegt werden können, ohne dass die Kamera selbst bewegt werden muss, wenn beispielsweise eine Kontrolle der in dem Kasten untergebrachten Nebeneinrichtungen erforderlich ist.
Zur Verriegelung und Entriegelung der zweiten Türhälfte, die sich um das Scharnier 9 dreht (Fig. 1), ist gemäss Fig. 5 und 6 eine besondere Vorrichtung vorgesehen, die es ermöglicht, die Entriegelung vorzunehmen, ohne dass die dazu erforderlichen Mechanismen sichtbar sind. Diese Mechanismen liegen nämlich innerhalb der Tonkammer, so dass sie vom Operateur nicht gesehen werden können. Um trotzdem eine leichte Bedienung zu erzielen, ist längs der Kante der zweiten Tür, also
EMI2.3
betätigt wird. Bei geöffneter Tür 5 kann dieses Flügelblech vom Operateur durch Tasten sehr leicht gefunden werden, wenn es auch nicht gesehen wird. Die Wirkungsweise des Mechanismus im einzelnen
EMI2.4
ergibt sich aus der Fig. 5 a. Das Flügelblech besitzt die beiden Flügel 124 und 125.
Wird der Flügel 124 heruntergedrückt, so legt sich der Flügel 125 an einen Mitnehmerstift 126, der mit einem Riegel 127 verbunden ist, und bewegt dadurch diesen Riegel entgegen der Feder 128 nach links. Der Türfliigel129 kann dann nach aussenhin geöffnet werden, da der Riegel 127 das Sperrstück 130, das an dem Kamera-
EMI2.5
Einfluss der Feder automatisch hinter das Sperrstück 130. Diese Entriegelungsvorrichtung ist an beiden Aussenflügeln der Kameratür angebracht.
Um zu verhindern, dass die Aussenflügel der Kameratür zu weit ausgeschwenkt werden, ist an den Scharnieren 9 und 10 (Fig. 1) eine geeignete Sperrung vorgesehen, die das Öffnen der Türen so weit gestattet, dass die dahinterliegenden Filmspulen leicht eingesetzt und herausgenommen werden können.
Eine besondere Vorrichtung gemäss Fig. 6 und 6 a ermöglicht die Kontrolle des Ruheliehtes.
EMI2.6
der Auf zeichnungsoptik 46 und der Tonrolle 37 ein einschwenkbares Prisma 89 oder eine ähnlich wirkende optische Einrichtung vorgesehen, welche das von der Tonlampe herrührende Licht auf eine lichtelektrische Zelle 90, z. B. Sperrschichtphotozelle, wirft, die in einem Kontrollkreis, beispielsweise in einem Anzeigeinstrument liegt.
Die Einschwenkung des Prismas kann bei geschlossenem Kameragehäuse von aussen bewirkt werden. Zu diesem Zweck ist das Prisma an einem Hebel 91 gelagert, der bei 92 einen Drehpunkt hat.
An diesem Hebel befindet sich ein Bolzen 93 mit einer Sehrägführung. An der Schrägführung liegt
EMI2.7
gehäuses 97 verbunden ist. Wird der Druckknopf 96 senkrecht nach unten gedrückt, so bewegt sich der Hebelarm in Richtung des Pfeiles 98 ; durch diese Bewegung wird das Prisma in den unteren Teil des Hebelarmes zwischen Tonobjektiv und Film eingeschwenkt. Wird der Druckknopf losgelassen,
EMI2.8
ist. Die Rückwärtsbewegung des Druckknopfes kann durch die Feder 100 unterstützt werden. Zur Begrenzung der Bewegung des Hebels können Anschläge 101 und 102 vorgesehen sein. Für eine länger dauernde Kontrolle kann das Prisma durch eine geeignete Vorrichtung in der Kontrollstellung arretiert
<Desc/Clms Page number 3>
werden.
Die Verschiebung des Hebelarmes kann auch durch Drehung eines Stiftes erfolgen, der beispielsweise mit einer Kurvenscheibe ausgerüstet ist.
Mit einer Kontrolleinrichtung gemäss Fig. 7,7 a, 7 b und 7 c kann die Tonsteuerung selbst auf
EMI3.1
kreis liegt oder über Verstärker, Kopfhörer oder Lautsprecher betätigt wird. Diese elektrooptische
Einrichtung ist wahlweise in die Kamera einschaltbar. In der oberen Platte 109 der Aufzeichnung- optik 46 befindet sich zu diesem Zweck eine verschliessbare Öffnung 110. Zum Verschluss dient der
Schieber 111, der durch die Leisten 112 geführt wird. Der Schieber besitzt eine Öffnung 113, in die im geschlossenen Zustand ein Stift 114 zur Arretierung eingreift, der durch eine Blattfeder 115 gegen den Schieber gedrückt wird. Die Öffnung und Schliessung der Lichtöffnung 110 erfolgt beim Einsetzen und Abnehmen der Kontrollphotozelle 116, die in einem besonderen Gehäuse 117 gehaltert ist.
An dem unteren Teil dieses Gehäuses befindet sich ein Bolzen 118, beim Aufsetzen des Photozellengehäuses wird der Bolzen 118 in die Öffnung 113 des Schiebers 111 gebracht, wodurch der Arretierstift IM ent-
EMI3.2
Photozellengehäuse der Schieber 111 nach links verschoben werden, wodurch die Lichtöffnung 110 frei wird und die Photozelle oberhalb dieser Lichtöffnung zu liegen kommt. Wird das Photozellengehäuse abgenommen, so muss es erst nach rechts verschoben werden und nimmt dabei den Schieber 111 mit, da der Bolzen 118 an dem Photozellengehäuse sich noch in der Öffnung 113 des Schiebers befindet. Wird das Photozellengehäuse abgenommen, so drückt sich der Bolzen 114 in die Öffnung des Schiebers und arretiert den Schieber.
Auf diese Weise wird beim Abnehmen des Photozellengehäuses ein automatischer
Verschluss der Lichtöffnung bewirkt und vermieden, dass von aussen Licht in die Tonaufzeichnungs- optik fallen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Tonaufnahmekamera, dadurch gekennzeichnet, dass die Filmspulen (2, 3) in senkrechter
Stellung innerhalb des Kameragehäuses (1) angeordnet sind und die Tonaufzeichnungsstelle mit den dazugehörigen Transport-und Führungselementen zwischen den beiden Filmspulen (2, 3) liegt.