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Radioempfangsanordnung mit selbsttätiger Abstimmungsregelung.
In den bisher bekannt gewordenen Schaltungen zur selbsttätigen Abstimmungsregelung wurde eine Regelspannung aus einem Netzwerk abgeleitet, welches zwei lose miteinander gekoppelte
Schwingungskreise enthält, die auf die zu empfangende Hoch-oder Zwischenfrequenz abgestimmt sind. Dabei muss ein Ende des einen Schwingungskreises mit dem elektrischen Mittelpunkt des andern verbunden sein. Da die Einstellung des genannten elektrischen Mittelpunktes erhebliche Schwierig- keiten mit sich bringt, hat die vorliegende Erfindung zum Ziel, eine Schaltung anzugeben, in der die
Einstellung eines elektrischen Mittelpunktes überflüssig ist.
Bei der erfindungsgemässen Schaltung ist die Regelspannung aus zwei Teilen zusammengesetzt, von welchen der eine Teil durch Gleichrichtung der Hoch-oder Zwisehenfrequenzspannung an einem Schwingungskreis, der andere Teil durch Gleichrichtung der resultierenden Hoch-oder Zwischen- frequenzspannung, die über beiden Kreisen auftritt, erhalten wird, wobei die beiden Teilspannungen bei richtiger Abstimmung sich gegenseitig aufheben.
Eine beispielsweise Ausführungsform ist in Fig. 1 dargestellt. In dieser Schaltung werden
Zwischenfrequenzsehwingungen über einen Zwischenfrequenztransformator 10 und eine Verstärker- röhre 11 einem Netzwerk zugeführt, welches zwei lose gekoppelte auf die Zwischenfrequenz abgestimmte
Schwingungskreise 16 und 17 enthält. Die am Sehwingungskreis 17 auftretende Zwischenfrequenz- spannung wird mittels einer Diode 13 gleichgerichtet und es tritt ein gleichgerichteter Spannung- abfall am Widerstand 28 auf. Die Niederfrequenzkomponente dieses Spannungsabfalles wird über einen Widerstand 14 einer Niederfrequenzverstärkerröhre 15 zugeführt.
Die resultierende Zwischen- frequenzspannung, die über die beiden Kreise 16 und 17 auftritt, wird über die Kondensatoren 18 und 19 einer Diode 20 zugeführt und erzeugt nach Gleichrichtung einen Gleichspannungsabfall an den Wider- ständen 21 und 22. Die Widerstände 22 und 14 sind miteinander über einen Widerstand 24 verbunden.
Ferner ist der Verbindungspunkt der Widerstände 21 und 22 über einen Widerstand 26 mit einem
Leiter 23 verbunden. Zwischen diesem Leiter und Erde tritt die zur selbsttätigen Abstimmung- regelung dienende Regelspannung auf, die also aus dem Gleiehspannungsabfall am Widerstand 22 und dem Gleichspannungsabfall am Widerstand 14 zusammengesetzt ist. Die Widerstände 24 und 26 dienen in Vereinigung mit den Kondensatoren 19 und 25 zur Glättung der vorgenannten Teilspannungen der Regelspannung.
Bei richtiger Abstimmung des Empfangsgerätes sind die beiden an den Schwingungskreisen auftretenden Zwischenfrequenzspannungen um 90 in der Phase verschoben. Die Widerstände 21,
22 und 14 sind derart bemessen, dass bei richtiger Abstimmung die beiden Teilspannungen an den
Widerständen 22 und 14 gleich gross und entgegengesetzt gerichtet sind, so dass sie sich gegenseitig aufheben. Wenn die erzeugte Zwischenfrequenz von der Frequenz abweicht, auf die die Kreise 16 und 17 abgestimmt sind, so wird infolge der Bandfilterwirkung dieser beiden Kreise der gleichgerichtete
Spannungsabfall am Widerstand 14 im wesentlichen konstant bleiben.
Da jedoch in diesem Fall die
Phasendifferenz zwischen den an den Kreisen 16 und 17 auftretenden Zwischenfrequenzspannungen nicht mehr 900 beträgt, wird die resultierende Zwisehenfrequenzspannung über die beiden Kreise 16 und 17 sich ändern, so dass auch die gleichgerichtete Teilspannung am Widerstand 22 sich mit der fehlerhaften Abstimmung ändert. Die beiden Teilspannungen heben sich nun nicht mehr gegenseitig auf, und es entsteht zwischen dem Leiter 23 und Erde eine Regelspannung, die in bekannter Weise
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zur Abstimmungsregelung, z. B. durch Beeinflussung der Frequenz der vom örtlichen Oszillator erzeugten Schwingung verwendet werden kann.
Der Gleichspannungsabfall am Widerstand 14 kann, falls erwünscht, zur automatischen Lautstärkeregelung dienen, für welchen Fall zur Glättung dieser Regelspannung ein Widerstand 28 und ein Kondensator 29 vorgesehen sind.
Die Schaltung nach Fig. 2 stimmt im wesentlichen überein mit der nach Fig. 1, mit dem Unterschied, dass die Widerstände 14 und 22, an welchen die Teilspannungen der Regelspannung für die selbsttätige Abstimmungsregelung auftreten, zwei Zweige einer Brückenschaltung bilden, deren beide andern Zweige aus den Widerständen 32 und 33 bestehen. Die Regelspannung wird einer Diagonale der Brückenschaltung entnommen. Diese Schaltung hat den Vorteil, dass keine besonderen Glättungsmittel erforderlich sind, um die Weehselstromkomponenten der an den Widerständen 14 und 22 auftretenden gleichgerichteten Spannungen zu unterdrücken. Ein weiterer Unterschied zwischen dieser Schaltung und der Schaltung nach Fig. 1 besteht darin, dass sich Fig. 2 auf einen Geradeausempfänger bezieht.
Die Regelspannung kann in diesem Fall zur Beeinflussung der Abstimmung der Hochfrequenztransformatoren 10 und 12 verwendet werden.
Eine dritte Ausführungsform ist in Fig. 3 dargestellt. Zum Zwecke, eine grössere Regelspannung zu erhalten, werden die Teilspannungen von je einer Gleichrichterschaltung geliefert, die jede zwei in Spannungsverdopplung geschaltete Gleichrichter 39 und 40 bzw. 41 und 42 enthalten.
In den beschriebenen Schaltungen wurde die eine Teilspannung durch Gleichrichtung der an dem sekundären Schwingungskreis j auftretenden Hoch-oder Zwisehenfrequenzspannung erhalten.
Es ist aber auch möglich, diese Teilspannung dem primären Schwingungskreis 16 zu entnehmen.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Radioempfangsanordnung mit selbsttätiger Abstimmungsregelung, in welchem die Regelspannung einem Netzwerk entnommen wird, welches zwei lose gekoppelte auf die zu empfangende Hoch-oder Zwischenfrequenz abgestimmte Sehwingungskreise enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelspannung aus zwei Teilen zusammengesetzt ist, von welchen der eine Teil durch Gleichrichtung der Hoch-oder Zwisehenfrequenzspannung an einem Schwingungskreis, der andere Teil durch Gleichrichtung der resultierenden Hoch-oder Zwisehenfrequenzspannung, die über beide Kreise auftritt, erhalten wird, wobei die beiden Teilspannungen bei richtiger Abstimmung sich gegenseitig aufheben.