AT157755B - Verfahren zum Gießen von Mannlochdeckeln und zugehörigen Rahmen. - Google Patents

Verfahren zum Gießen von Mannlochdeckeln und zugehörigen Rahmen.

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Vivian Elkington
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  Verfahren zum Giessen von   Manntoehdeckeln   und zugehörigen Rahmen. 
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 u. dgl. bestimmt sind, bietet Schwierigkeiten in ihrer Herstellung, weil solche Deckel. ohne besondere
Bearbeitungskosten zu verursachen,   wasser-und gasdicht schliessen   sollen. Selbst dort, wo wasser- dichter und gasdichter Abschluss nicht nötig wäre. wird ein dichter Verschluss gefordert, damit nicht Öl, Teer und andere bei der Herstellung von   Strassenoberfläehen   verwendete Stoffe eindringen können, etwa dadurch, dass sie durch schwere Fahrzeuge od. dgl. durch die Fugen des Verschlusses gepresst werden. Der Deckel muss also dicht schliessen, aber dennoch jederzeit entfernt werden können, um Zutritt zu dem verdeckten Raum zu gestatten.

   Bei mehrteiligen Deekeln erhöht sich die Schwierigkeit der Abdichtung der Fugen zwischen den zusammenstossenden Deekelteilen, weil man stets mit, wenn auch geringen Ungenauigkeiten der Gussteile zu rechnen hat, auch wenn diese in denselben Giessformen und unter gleichen Bedingungen hergestellt werden. 



   Um völlig zu befriedigen, müssen die   Gussstucke   starr und ihr Gefiige durchwegs gleichmässig sein, so dass, wenn sie zusammengebaut   werden, keine Veränderung   ihrer Form und der Fugen mehr stattfinden kann. Dies bedingt, dass die Gussstücke dauernd frei von inneren Spannungen sein müssen, eine Bedingung, die bis jetzt nicht erfüllt worden ist. 



   Obwohl es mit den   gewöhnlichen   Giessmethoden und   nachträglicher   Bearbeitung, die vorgenommen wird, nachdem die Gussstücke alle unvermeidlichen Formänderungen durchgemacht haben, möglich ist, zu erreichen, dass   Gussstucke wie Deckel   und Rahmen dicht aneinanderpassen, so gilt dies doch nur   anfänglich,   und es hat sieh gezeigt, dass nachträglich Formänderungen auftreten, u. zw.

   wegen des allmählichen Nachlassens innerer Spannungen, welche stets im Inneren von solchen   Gussstücken   vorhanden sind, und die Folge davon ist, dass solche Deckel und   Rahmen   zwar bei ihrer ersten Ingebrauchnahme zufriedenstellend sind, aber später wegen der nachträglich auftretenden   Formveränderung   ihren dichten Abschluss verlieren, sich lockern und andere Übelstände zeigen. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung können Deckel und   Rahmengussstücke   hergestellt werden. welche bleibend von inneren Spannungen frei sind, und ausserdem können Deckel und Rahmen ohne Bearbeitung dicht passen und sind leicht lösbar. Durch Forschung und Versuch wurden gewisse bestimmte Bedingungen hiefür gefunden. Es bestehen drei Bedingungen :
1. Deckel und Rahmen müssen so bemessen sein, dass die   Materialstärke   von Deckel und Rahmen überall gleich ist und Verdickungen überall vermieden sind. Um diese Gleichheit der Querschnitte zu erreichen, ist es nötig, dass die Hohlräume der Form. also der Abstand zwischen den inneren Wandungen, welche das geschmolzene Metall   einschliessen,   überall gleich gross ist.

   Dies bedingt unter anderem, dass alle Wände des Deckels und Rahmens nur gerade die   Verjüngung   aufweisen, welche für das leichte Herausnehmen des   Gussstückes   aus der Form genügt, und die Form muss derart sein, dass beim Herausheben des Gussstückes Reibungen an den Wandungen der Form möglichst vermieden sind. 



   Diese Verminderung der   Verjüngung   ist etwas grundsätzlich neues gegenüber der bisherigen Technik, welche stets eine reichliche Verjüngung forderte, da man der Auffassung war, dass, je grösser 

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 die   Verjüngung   ist, desto leichter das Gussstück aus der Form herausgehoben werden kann und die Leichtigkeit des Heraushebens als eine   Hauptbedingung,   namentlich für die Herstellung solcher Gussstücke, wie Mannlochdeckel und Rahmen, angesehen wurde. 



   2. Nach Herstellung einer geeigneten Gestalt des Gussstückes muss das Giessen nach einer besonderen Methode vorgenommen werden, deren Eigentümlichkeiten folgende sind. Das Eingiessen des Metalls in die Form muss derart geschehen, dass das Metall in flüssigem Zustand verbleibt, bis die Form vollständig gefüllt ist. Zu diesem Zweck muss das Eingiessen an einer oder mehreren derart gewählten Stellen erfolgen, dass der Weg, den das geschmolzene Metall von dem oder den Eingiess- 
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 gross ist.

   Es ist auch nötig, mit einer bestimmten und geregelten Geschwindigkeit einzugiessen, und die Form darf nur ein Minimum von Substanzen enthalten, deren chemische Zersetzung Wärme absorbiert, 
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   mässiges Abkühlen sichern, damit   das Metall praktisch gleichzeitig durch die ganz Masse des Gussstiiekes hindurch erstarrt, so dass keine Nester von noch flüssigem Metall bleiben und durchwegs ein gleichartiges Gefüge des Gussstückes gebildet wird. 



   3. Es müssen Mittel vorgesehen sein, welche trotz des genauen   Passens   zwischen Deckel und Rahmen gestatten, dass der Eingriff zwischen diesen Teilen leicht gelockert werden kann und der Deckel vom Rahmen an Ort und Stelle, also auf der Strasse selbst, rasch entfernt werden kann. Dies bedingt, dass nur ein sehr schwaches Anheben von nur einigen Zehnteln Millimetern genügen soll, um den Deckel zu lockern. 



   Es kann daher gesagt werden, dass Gegenstand der Erfindung ein Giessverfahren für solche   Mannlochdeckel   und Rahmen ist, welches im wesentlichen darin besteht, dass die Hohlräume der Form 
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 Material besteht, welches ein   Minimum   von Substanzen enthält, deren chemische Zersetzung Wärme absorbiert, weshalb die Form einen geringen   Wärmeleitungskoeffizienten   hat, so dass das eingegossene Metall in geschmolzenem Zustand verbleibt, bis die Form vollständig gefüllt ist.

   Ferner sind Mittel vorgesehen, welche eine solche Regelmässigkeit des Abkühlens bewirken, dass das Erstarren des Gusses sozusagen durchwegs gleichzeitig erfolgt und keine Nester von noch flüssigem Metall übrig bleiben und dass dadurch ein Guss entsteht, der ein gleichmässiges Gefüge besitzt, starr bleibt und frei von inneren Spannungen ist. All dies hat den Zweck, dass, wenn Deekel und Rahmen einmal vereinigt sind und dicht zusammenschliessen, die Dichtheit unverändert bleibt. 



   Die Erfindung betrifft auch die neue Bauart des   Mannloehdeekels   samt Rahmen, die bei Durchführung des Verfahrens erhalten wird. 



   Das Verfahren wird nun beispielsweise unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, welche das Verfahren in seiner Anwendung auf das Giessen eines Mannlochdeckels und Rahmens der dort dargestellten Art veranschaulicht. 



   In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Grundriss eines rechtwinkeligen   Mannloehdeekels   samt Rahmen mit den Stellen für   Eingiesstriehter,   Fig. 2 ein Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1 und Fig. 3 eine schematische Darstellung, um die Art des Giessens eines Deckels zu zeigen. 



   Nach Fig. 1 und 2 besteht der rechtwinkelige   Mannlochdeckel10   aus einer leichten rostartigen Hohlkonstruktion aus Gusseisen. Der gusseiserne Rahmen ist aus vier einzel gegossenen Teilen 23-26 zusammengesetzt und   versehraubt.   Die Rahmenteile sind umgekehrt U-förmig gestaltet, wobei aber der obere Steg nur von Querrippen 27, 27 a, welche die innere und äussere Wand verbinden, gebildet ist, so dass im oberen Steg Öffnungen 28 freigelassen sind. Die Querrippen sind nur teilweise vorhanden, wie in Fig. 2 veranschaulicht, wo sie zwischen den Hauptrippen des Deckels liegen. Sie sind vollständig vorhanden, d. h. sie verlaufen über den ganzen Querschnitt der Rahmenteile, wo sie den Hauptrippen des Deckels wie bei 27   fi   entsprechen oder ihnen gegenüberliegen.

   Diese Rahmenteile werden je für sich an den Deckel 10 angepasst und Deckel und Rahmen passen so dicht zusammen, dass, wenn alle Teile zusammengesetzt sind, die gebildeten Fugen gasdicht und wasserdicht sind. Dieses Ergebnis wird durch ein solches Giessen von Deckel und Rahmen erzielt, dass die   Gussstücke   von Anfang an spannungsfrei sind, d. h. dass die   Gussstücke   die Form vollkommen frei von sogenannten Anfangsspannungen verlassen, was bis jetzt bei   Gussstüeken   als unerreichbar gegolten hat. Man hat schon versucht, diese Anfangsspannungen dadurch zu beheben, dass man die Gussstücke altem liess oder sie verschiedenen Temperaturen ausgesetzt hat ; dabei haben sich die   Gussstücke aber verbogen   und verzerrt.

   Diese Anfangsspannungen von Gussstücken haben ihre Ursache meistenteils in den in den dickeren Metallteilen gebildeten Nestern. in welchen nach der Erstarrung der   übrigen Teile flüssig gebliebenes     letd ! verblieben   ist. Die Bildung solcher Nester im Dekcel 10 und in den   Rahmenteiten -6 kann   
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Claims (1)

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    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formmaterial Sand, Bentonit und Kohlenstaub enthält, wobei der Bentonitgehalt weniger als 0'15 Gewiehtsprozente des Sandes EMI4.1 verwendet wird, und dass auf den einzelnen Körnern des Formmateriales Auswüchse aus Kohlenstoff gebildet werden, so dass von selbst zwischen den Körnern ein Verband entsteht. EMI4.2
AT157755D 1937-01-29 1937-11-23 Verfahren zum Gießen von Mannlochdeckeln und zugehörigen Rahmen. AT157755B (de)

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