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Elektrode zum Schweissen mit dem elektrischen Lichtbogen.
Die Erfindung betrifft eine Elektrode mit Metallseele zum Schweissen mit dem elektrischen
Lichtbogen.
Eine gute Elektrode dieser Art soll bis zum äussersten Ende ihrer Metallseele mit einer Um- mantelung versehen sein.
Zu diesem Zweck bedeckt man bei der Elektrodenherstellung allgemein nicht bloss die Seiten- flächen mit einem Ummantelungsstoff, sondern auch die Flächen des äussersten Endes.
Um das Zünden des Lichtbogens zu ermöglichen, ist es erforderlich, die Ummantelung am äussersten Elektrodenende abzunehmen, was meistens durch Abreiben der Elektrodenspitze am Schweisswerkstück geschieht. Aber dieses Abreiben verursacht nicht selten eine untragbare Beschädigung des
Schweisswerkstückes, z. B. wenn dieses ein dünnes Blech ist, einen Niederschlag von Metall an unerwünschten Stellen infolge des Zündens des Lichtbogens an solchen Stellen und ein Absplittern von
Spänen des Ummantelungsstoffes nahe den Elektrodenspitzen.
Um diese Nachteile zu beseitigen, hat man unter andern auch vorgeschlagen, die ummantelte Elektrodenspitze vor Gebrauch der Elektrode zum Schweissen abzuschleifen, um die Spitze der Metallseele blosszulegen. Diese Massnahme bringt eine zusätzliche Schleifarbeit mit sich und gestattet nicht immer das Absplittern von beträchtlichen Spänen der Ummantelung nahe der blossgelegten Elektrodenspitze zu vermeiden.
Noch dazu können nach dem Schleifen Späne der Ummantelung von der Elektrodenspitze im Laufe der Handhabung, der diese Elektrode unterworfen ist, leicht weggerissen werden.
Zweck der Erfindung ist, alle diese Nachteile zu beseitigen und um dies zu erreichen, endigt die Seele der ummantelten metallischen Elektrode erfindungsgemäss in eine ummantelte, gegebenenfalls ein-oder angesetzte Spitze.
Die Vorkehrung der Spitze am Ende der Metallseele gestattet der Ummantelung, gleichfalls in einen spitzen Teil zu enden. Daraus folgt, dass das Absplittern von Spänen der Ummantelung unter dem Einfluss von durch die Werkarbeit und durch Transport bedingten Erschütterungen viel schwerer als bei ummantelten, nicht zugespitzten Elektroden ist. Noch dazu kann immer, selbst wenn der Ummantelungsstoff die Elektrodenspitze vollkommen bedeckt, die dünne Schichte dieses Stoffes, die das äusserste Ende der Spitze überzieht, leicht entfernt werden, um das Zünden des Lichtbogens zu ermöglichen, indem die ummantelte Spitze leicht gegen eine harte Masse, z. B. gegen das Schweisswerkstück, gedrückt wird.
Die der Beschreibung angeschlossenen Zeichnungen zeigen schematisch einige beispielsweise Ausführungsformen von Elektroden gemäss der Erfindung samt den Schweisswerkstücken im Längsschnitt.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer in einen Stromkreis geschalteten Elektrode und die Fig. 2-8 zeigen Elektroden in andern Ausführungsformen.
In Fig. 1 ist eine Elektrode zum Schweissen mit dem elektrischen Lichtbogen dargestellt, die eine Metallseele 2 und eine Ummantelungssehichte 3 aufweist. Die Metallseele 2 endet in eine Spitze 4, die gleichfalls von einem Ummantelungsstoff bedeckt ist.
Zufolge der spitzzulaufenden Form des äussersten Endes der Ummantelungssehicht 3 ist es schwer, Späne dieser Schicht durch Erschütterung abzusplittern. Daher bleibt die Elektrode in ihrer ganzen Länge bis zu ihrer Verwendung in einem Stromkreis vollkommen ummantelt, wobei sie an der gewünschten Stelle mit dem Schweisswerkstlick 5 in Berührung kommt ; im Stromkreis befinden sich
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noch die Stromquelle 6 und ein Stromunterbrecher 11, der nur geschlossen werden kann, nachdem die Elektrode mit dem Schweisswerkstück in Berührung gebracht worden ist.
Wenn die Elektrodenspitze selbst wieder mit Ummantelungsstoff überdeckt ist, kann dieser von dieser Stelle dadurch leicht weggebracht werden, dass man die Elektrode gegen das Schweisswerkstückdrückt.
Der verringerte Teil 4 der erfindungsgemässen Elektrode muss nicht notwendigerweise die in
Fig. 1 dargestellte Form haben ; er kann z. B. auch die in den Fig. 2-4 gezeigten Formen aufweisen.
Es ist ferner nicht notwendig, dass er mit der metallischen Seele der Elektrode einen Körper bildet.
Der fraglich Teil kann z. B. auch, wie in Fig. 5 gezeigt, in der Metallseele 2 befestigt, oder am Ende der Metallseele gemäss Fig. 6 angebracht sein. Auch kann er das Ende der Seele umfassen, wie aus den Fig. 7 und 8 ersichtlich ist.
Die spitze Form des Endes der Metallseele bringt, was immer für eine Ausführungsart gewählt wird, den Zusatzvorteil, das Zünden des Lichtbogens durch ihr rasches Verschwinden zufolge Schmelzens zu erleichtern, das dann augenblicklich eintritt, wenn sie in Berührung mit dem SchweiBwerkstück in geschlossenen Stromkreis kommt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrode zum Schweissen mit elektrischem Lichtbogen, mit einer ummantelten Metallseele, dadurch gekennzeichnet, dass die Seele in eine ummantelte, gegebenenfalls ein-oder angesetzte Spitze endigt.