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Förderpumpen, insbesondere Zahnradpumpen. wie sie z. B. zur Förderung des Schmierölen bei Brennkraftmaschinen dienen, zeigen die Eigenschaft, dass ihre Fördermenge und Förderleistung bei abnehmendem äusserem Luftdruck stark sinkt. Diese Erscheinung beruht auf der grossen Empfindlichkeit solcher Pumpen gegen Änderungen der Saughöhe, während sie gegen Änderungen der Druckhöhe nahezu unempfindlich sind.
Aus diesem Grunde hat man bisher bei Flugmotoren jeweils eine Ölförderpumpe vorgesehen, welche derart bemessen war, dass sie noch bei grösster Flughöhe eine ausreichende Ölmenge lieferte.
Hiebei ergab sich jedoch der Nachteil, dass die Pumpe in Bodenniihe eine ausserordentlich grosse Ölmenge durch den Motor hindurchtrieb, was in jeder Hinsicht unerwünscht ist.
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keitsmenge bewirkt. Zweckmässig erfolgt hiebei die Bemessung der nach dem Motor weitergelieferten Flüssigkeitsmenge durch eine zweite, als Dosierungsvorrichtung wirkende Pumpe, insbesondere Zahnradpumpe, welcher die Flüssigkeit durch die erste Pumpe unter Druck zugeleitet wird, während dite Rückleitung der von der ersten Pumpe zu viel gelieferten Flüssigkeitsmenge zweckmässig über ein federbelastetes Umströmventil erfolgt,
welches sich bei einem bestimmten Überdruck in der Förderleitung zwischen der ersten und zweiten Pumpe öffnet. Die Verwendung einer zweiten Zahnradpumpe für den genannten Zweck ist deshalb möglich, weil ihr die Flüssigkeit stets unter Druck zugeleitet wird.
Sie wird zweckmässig auf eine normale Flüssigkeitsmenge berechnet, welche sie dem Motor bei allen Flughöhen im wesentlichen gleichmässig zuliefert.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
In Fig. 1 ist a der Motor, welchem durch die Fördereinrichtung das Schmieröl an den Schmierstellen b zugeführt wird. Die Fördereinrichtung ist der Deutlichkeit halber in der Zeichnung ausserhalb des Motors dargestellt. Das Schmieröl wird in einem Behälter e gesammelt, von wo das Öl durch die
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pumpe d für eine normalerweise wesentlich grössere Fördermenge als die Zahnradpumpe/bemessen, was in der Zeichnung durch die Grösse der Zahnradpumpe angedeutet ist. In Bodennähe liefert daher die erste Zahnradpumpe d eine zu grosse Ölmenge, welche von der zweiten Pumpe t nicht aufgenommen werden kann.
Das überschüssige Öl ist demnach gezwungen, über eine umlaufleitung g in den Behälter e zurückzufliessen, wobei ein in dieser Richtung angeordnetes Rilckström-oder Überdruckventil h ge- öffnet wird. Dieses Ventil ist durch eine Feder belastet, welche sieh bei einem bestimmten Druck in der Förderleitung e öffnet. Statt eines federbelastenden Ventils könute gegebenenfalls auch eine z. B. von der Flughöhe abhängige Drosselvorrichtung od. dgl. vorgesehen werden.
Durch die Erfindung wird eine praktisch gleichbleibende zu den Schmierstellen b geförderte Ölmenge gewährleistet. In der Zeichnung ist. die erste Pumpe in möglichster Nähe des Fördermittel-
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behälters angeordnet, so dass sie eine nur verhältnismässig geringe Saughöhe zu überwinden hat. Sie könnte jedoch auch in grösserer Nähe der Schmierstellen angeordnet sein. Auch könnten, wie in Fig. 2 veranschaulicht, beide Pumpen zu einer baulichen Einheit vereinigt werden.
Statt der zweiten Pumpe könnte gegebenenfalls auch eine andere Einrichtung, z. B. wie Fig. 3 zeigt, eine Drosselvorrichtung i vorgesehen sein, welche trotz der Überbemessung der ansaugenden Pumpe gewährleistet, dass dem Motor stets eine gleiche Menge Flüssigkeit zugeführt wird. Die Verwendung einer zweiten Pumpe stellt jedoch für diesen Zweck das geeignetste Mittel zur Dosierung der Flüssigkeitsmenge dar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fördereinrichtung für Brennkraftmasehinen, insbesondere zur Förderung des Schmieröleo bei Flugmotoren, bei welcher die Förderung mittels Pumpen, insbesondere Zahnradpumpen, erfolgt, deren Fördermenge mit abnehmendem äusserem Luftdruck abfällt, dadurch gekennzeichnet, dass die die Flüssigkeit, insbesondere Schmieröl, ansaugende Pumpe derart bemessen ist, dass sie bei geringem äusserem Luftdruck die für den Betrieb des Motors erforderliche Flüssigkeitsmenge, dagegen bei hohem äusserem Luftdruck zu viel Flüssigkeit liefert und eine Vorrichtung vorgesehen ist, welche die Weiterlieferung nur einer bestimmten Flüssigkeitsmenge zum Motor zulässt und eine Rücklieferung der bei hohem äusserem Luftdruck zu viel geförderten Flüssigkeitsmenge bewirkt.