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Fünfseitig geschlossener Hohlstein für Mauern, Decken u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf einen fünfseitig geschlossenen Hohlstein, welcher gegenüber den bekannten Steinen einen technischen Fortschritt dadurch erzielt, dass mit ihm die vielen im folgenden näher beschriebenen Teilungs- und Anwendungsmöglichkeiten sich ergeben.
Im erfindungsgemässen Hohlstein sind alle zum Herstellen eines regelrechten Mauerwerks- verbandes oder Kaminmauerwerkes und für alle beliebigen Mauerstärken notigen und ebenfalls je
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weis bewehrte Decken verwendet werden.
Die genannten Formstücke können alle aus einem einzigen Hohlsteinformate gemäss der Erfindung
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den Hohlstein mit seinen fünf Teilen 4, E, C, D und E dar ; Fig. 7 zeigt in der Draufsicht, wie das Mörtelband in der Stossfuge einer 1 Stein starken Mauer durch die mittleren Vorsprünge unterbrochen ist ; Fig. 8 zeigt in der Draufsicht z.
B. den rechten Fensterstein oder rechten Anschlussstein für etwa 10 OH starke Plattenwände, entstanden durch Abtrennung des Teiles 1. Fig. 9 veranschaulicht einen senkrechten Querschnitt durch eine1/2 Stein starke Decke ; Fig. 10 einen Querschnitt durch eine 1 Stein
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Rohrleitungen an der Oberseite der Decke.
Der Hohlstein gemäss der Erfindung ist fünfseitig geschlossen und besitzt zwei Gruppen a und e von Hohlräumen (Fig. 1), von denen die eine Gruppe c senkrecht zur Längseite des Steines, die andere Gruppe a dagegen gleichlaufend zur Längsseite angeordnet ist, wobei die Hohlräume der Gruppe a in Schlitze i in der Steindeeke münden.
In der Mitte des Steines zwischen den beiden Gruppen a und c von Hohlräumen ist ein enger Hohlraum b (Fig. 1) vorgesehen, der zur Kopfseite des Steines parallel verläuft und der Höhe nadi bis zur Steindecke reicht, in der er in einen von Innenseite zu Innenseite der beiden Längswände des Ziegels reichenden Schlitz l (Fig. 4) mündet. Gleiehliegend mit den Hohlräumen b befinden sieh an der Aussenwandung des Hohlsteines Rillen f. Der zwischen den Hohlräumen c angeordnete, in den Schlitz 11 in der Steindecke ausmündende Hohlraum b1 ermöglicht eine weitere Teilung des Hohlsteines.
Durchtrennt man bei diesen Rillen die Wandung des Hohlsteines mit dem Maurerhammer, so erhält man je nach Wunsch den Viertel-, Halb-oder DreivierteIziegeL Der Längshalbstein kann aus zwei Viertelsteinen der Länge nach zusammengesetzt werden.
Durch Abtrennung des linken oder rechten Eckstückes des Steines bei den Einkerbungen g längs der Schlitze i (Fig. 8) wird der linke oder rechte Fenstergewändeziegel oder ein Zwischenwand- anschlussziegel erhalten.
Alle Teile, wie V-, V'Steine, die zur Bildung der verschiedenen Verbände vom erfindungs- gemässen Hohlstein abgetrennt werden, können beim Mauerwerk wiederverwendet werden, so dass kein Verlust durch Abfall entsteht.
Die Teilung des Hohlsteines erfolgt in den durch die Decke, allenfalls auch durch die Seiten- wandungen des Hohlsteines durchgehenden, geschlossenen Schlitzen i und 1 (Fig. 4). Zur Herstellung dieser geschlossenen Schlitze i und 1 sind eigene Schneidemesser oder Schneidestempel notwendig, die so weit in die Decke des Hohlsteines eindringen, dass sie durchtrennt wird, so dass in der Ziegel- decke etwa 0. 5-1 mm weite Schlitze (Fig. 4) entstehen. Diese Schlitze i und 1 müssen die Steindecke nicht vollständig durchdringen, sondern es kann über ihnen noch Vs Ms l MM starke Tonschichte stehenbleiben.
Die Hohlräume a, b und b1 sind praktisch wegen der vorhandenen schmalen Schlitze t, 1, l1 als oben geschlossen zu betrachten, so dass das Bemörteln der Lagerflächen, im Gegensatz zu oben offenen
Steinen, also nur vierseitig geschlossenen, wo eigene Bemörtelungspfannen erforderlich sind, sehr einfach ist und kein Mörtel in die Hohlräume a, bund b1 eindringen kann.
Die Hohlräume e sind quergerichtet (Fig. 1), jedoch durch die Decke des Steines oben vollkommen geschlossen, ausserdem ohne Fuge oder Einkerbung, da an diesen Stellen eine Teilung des Steines nicht beabsichtigt ist.
Die Rippen d (Fig. 1) stehen senkrecht zu den Rippen e ; dadurch wird erreicht, dass sich die Rippen d beim Mauern im Verband bei jeder zweiten Schar mit den Rippen e kreuzen, wodurch eine gute Lastverteilung im Mauerwerk entsteht. Dies ist bei Hohlsteinen mit nur parallel laufenden Rippen nicht der Fall, insbesondere nicht bei solchen Steinen, welche unten und oben offen sind. Ferner ist die Anordnung von verschieden gerichteten Rippen d und e (Fig. 1) unbedingt nötig, um den Mauerhohlstein bei der Verwendung als Deckenhohlstein (Fig. 9 und 10) je nach den auftretenden positiven und negativen Biegungsmomenten gebrauchen zu können.
Wie aus den Fig. 1 und 7 ersichtlich ist, befinden sieh in der Mitte der Längsseiten des erfindungsgemässen Hohlsteines Vorsprünge v, welche Rillen f enthalten. Die Vorsprünge v mit den Rillen t gehen über die ganze Steinhöhe durch. Die Vorsprünge v (Fig. 7) unterbrechen das Mörtelband in der Stossfuge, so dass zwischen den Vorsprüngen v zweier nebeneinanderliegender Hohlsteine beim Einbringen des Mörtels in die Stossfuge mörtellose Stellen, d. h. Lufträume, verbleiben, wodurch ein durch die ganze Dicke der Mauer durchgehendes Mörtelband vermieden und die Wärme-und Schalldämmung der Wand verbessert wird.
An den Längs- und Stirnseiten hat der Manerhohlstein Einbuchtungen h (Fig. 1). Diese Ein- buchtungen h dienen gleichfalls zur Verbreiterung der Mörtelfuge innerhalb der Mauer und dadurch zum einwandfreien Bemörteln der lotrechten Fugen zwischen den mittleren Vorsprüngen v und den Ecken der Steine. Durch die Einbuchtungen 11 wird die Breite der lotrechten Fugen an der Kopf-und Längsseite des Hohlsteines grösser, ohne dass diese vergrösserte Fugenstärke von aussen wahrnehmbar ist. Selbst bei Verwendung von grobem Mörtel ist durch die Anordnung der Einbuchtungen h ein dichter Schluss der lotrechten Fugen sowohl an der Kopfseite wie auch an der Längsseite des Hohlsteines im Mauerwerk gewährleistet.
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Die Einbuchtungen ; sind so angeordnet, dass der dichte Schluss auch bei den durch Trennung mit dem Maurerhammer erhaltenen Formstücken erreicht wird.
Wird der Mauerhohlstein als Deckenhohlstein für Eisenbeton-Hohlsteindecken verwendet, so dienen die durch die Anordnung der Einbuchtungen h entstandenen Vorsprünge p in bekannter Weise als Auflager für die Einsehubplatten m an der Unterseite der Decke (Fig. 9 und 10) und im Verein mit den Rillen g und t (Fig. 1) zum Festhalten der Deekenhohlsteine in den Betonrippen n (Fig. 9 und 10).
Wie aus Fig. 9 ersichtlich ist, sind bei liegender Anordnung des Deekenhohlsteines die Rippen e und die mit diesen parallel laufenden Aussenwandungen lotreeht gerichtet, weshalb der Stein in dieser Lage je nach Bedarf zur Aufnahme von positiven und negativen Momenten benutzt werden kann.
Je zwei Mauerhohlsteine werden beispielsweise mit zugekehrten offenen Seiten verlegt, wodurch auf die Länge von zwei Steinhöhen in sieh geschlossene Luftkammern gebildet werden, welche einen guten Schallschutz ergeben.
Wie aus Fig. 10 ersichtlich ist, werden je zwei die offenen Seiten einander zukehrende Hohlsteine 11/2-2 cm versetzt angeordnet, wodurch eine durch die ganze Dicke der Decke durehreiehende Verzahnung im Rippenbeton entsteht. Die Betonrippe n und die Rippenbewehrung ergibt mit der Verzahnung einen gut wirkenden Verbundquersehnitt.
Aus Fig. 10 ist ersichtlich, dass die Rippen cl nach oben gerichtet sind und über der Nullinie liegen. Diese Anordnung zeigt, wie der Mauerhohlstein bei positivem Biegungsmoment Anwendung findet. Soll der Stein negative Momente aufnehmen, so ist er aus der in Fig. 10 dargestellten Lage in lotrechter Richtung um 180 zu drehen und dann zu versetzen. In dieser neuen Lage sind die Rippen d nach unten gerichtet und liegen unter der Nullinie.
Die Decke gemäss den Fig. 11 und 12 ist eine ganze Steinlänge stark ; hier wird zwischen in Ab-
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Betonbalken q gebildet. Das Verlegen von Leitungen r in der Decke wird dadurch ermöglicht, dass entsprechend geteilte Hohlziegel miteinander einen Raum einschliessen, der die Rohrleitung r aufnimmt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fünfseitig geschlossener Hohlstein für Mauern, Decken u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass er zwei Gruppen von Hohlräumen (a, e) besitzt, von denen die eine Gruppe (e) senkrecht zur Längsseite des Steines, die andere Gruppe (a) dagegen gleichlaufend zur Längsseite angeordnet ist, wobei die Hohlräume der Gruppe (a) in enge Schlitze (i) in der Steindecke münden, und dass in der Mitte des Steines zwischen den beiden Gruppen von Hohlräumen (a, e) ein enger, zur Kopfseite des Steines gleichlaufender, in einen engen Schlitz (I) in der Steindecke mündender Hohlraum (b) vorgesehen ist, so dass der Hohlstein sowohl in der Querrichtung als auch in der Längsrichtung durch die entsprechenden engen Schlitze dz i) in der Steindecke in einzelne,
zur Herstellung von bestimmten Mauerwerksteilen geeignete Formsteinstueke teilbar ist.