AT156698B - Empfangsanordnung für Trägerstromsysteme mit Pegelreglern. - Google Patents

Empfangsanordnung für Trägerstromsysteme mit Pegelreglern.

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AT156698B
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Claus Peter Dr Ing Schweiner
Raoul Dipl Ing Baranowsky
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Aeg
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  Empfangsanordnung für Trägerstromsysteme mit Pegelreglern. 



   Es sind bereits Empfangsanordnungen für Trägerstromsysteme bekannt, bei denen der Verstärkungsgrad durch Pegelregler so eingestellt wird, dass die empfangenen Ströme annähernd konstant bleiben. Diese bekannten Pegelregler arbeiten mit einer ziemlich grossen Zeitkonstante, die erforderlich ist, um Verzerrungen der schnellen   Sprachschwingungen   zu vermeiden und um ein Schwingen der Regler selbst bei starken Amplitudenänderungen zu verhindern. Aus diesem Grunde sind die bekannten, träge arbeitenden Pegelregler für manche Zwecke nicht anwendbar. Ein solcher Fall liegt bei der Übertragung von Trägerstromwahlimpulsen vor, die im allgemeinen so kurz sind, dass die normalen Pegelregler während der Impulse den Verstärkungsgrad nicht wesentlich ändern, so dass eine Regelung des Empfängers für die Impulse nicht möglich ist.

   Diese Regelung ist jedoch besonders wichtig, wenn während der Impulsübertragung ein Störpegel am Empfänger vorhanden ist, da in diesem Fall die Empfangsrelais für die Impulse schon durch den Störpegel zum Anzug gebracht werden können, so dass die Impulse selbst nicht mehr empfangen werden. 



   Gemäss der Erfindung wird daher zur Einregelung der Ausgangsleistung des Empfängers ausser 
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   trägheitslos ansprechender Pegelregler   vorgesehen. Dieser zweite Pegelregler spricht bei Vorliegen einer zu grossen   Hochfrequenzspannung   am Eingang des Empfängers sofort an, so dass die Empfängerempfindliehkeit so weit herabgesetzt wird, dass bei Fortfall der Trägerspannung, unabhängig davon, ob noch ein Störpegel vorhanden ist, das Empfangsrelais abfällt, so dass ein Impuls aufgenommen wird. 



  Bei Wiederkehr der Hochfrequenz nach dem Impuls spricht das Relais wieder an, und der Regler regelt auch jetzt wieder die Empfindlichkeit so ein, dass der zweite, durch Fortfall der Hochfrequenz gegebene Impuls zum Abfall des Empfangsrelais führt. 



   Dieser zweite Pegelregler kann nach einem beliebigen Regelverfahren arbeiten, da er nur die Aufgabe hat, bei Auftreffen des Nutzpegels die Empfindlichkeit des Rufempfängers der Höhe dieses 
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 Impulspausen die gegenüber der Normalempfindlichkeit herabgesetzte Empfindlichkeit noch kurze Zeit beibehalten wird, damit auf jeden Fall das Anrufrelais den   Nutzstromzeichen   sicher folgt. Als Pegelregler kann mit Vorteil einer der bekannten   (Fading)-Schwundausgleichsregler   benutzt werden, der entsprechend den für diesen Zweck vorliegenden Bedingungen besonders ausgebildet wird.

   Diese besondere Ausbildung besteht darin, dass der Anstieg der Empfindlichkeit während Niehtvorhandensein des Nutzträgers in einer im Verhältnis zu der Länge der Impulspause genügend langen Zeit erfolgt, während die Herabsetzung der Empfindlichkeit verhältnismässig schnell vor sieh geht. Ein solcher Schwundausgleichsregler kann beispielsweise darin bestehen, dass in Abhängigkeit von dem durch den Hochfrequenzgleiehrichter erhaltenen Strom an einem Widerstand eine Spannung erzeugt wird, die zur Verlagerung der Gittervorspannung des Eingangsrohres dient. Dabei hat man es durch   entsprechend..   Bemessung der Konstanten der Rohre und des Widerstandes ohne weiteres in der Hand, die im vorstehenden genannte Einstellbedingung zu erfüllen.

   Die Spannung zur Steuerung des Eingangsrohres kann beispielsweise auch über einen Widerstand und über einen Kondensator erzeugt werden, so dass 
 EMI1.3 
 werden kann. 



   Da Fernmessimpulse oder Fernsteuer-oder Fernregelimpulse hinsichtlich der Aussendung und vor allen Dingen in bezug auf Empfang genau so behandelt werden wie die vorerwähnten Auswahlimpulse bei Telephoniegeräten, so wird mit Vorteil der eben beschriebene und in der angegebenen Weise eingestellte Pegelregler auch für Fernmess-, Fernsteuer-,   Fernschreib-und Fernregeleinrichtungen   
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Dieselben Mittel können überall da angewendet werden, wo bei Trägerstromübertragungen mit nennenswerten Störspannungen gerechnet werden muss, deren Grösse bis annähernd an die Grössenordnung der Nutzspannungen reicht. 



   Da dieser zweite, trägheitslos ansprechende Pegelregler bei Telephonieempfängern hauptsächlich für den Rufempfang gebraucht wird, kann er zweckmässig gemäss der Erfindung auch zusammen mit dem Rufempfänger eingeschaltet und wieder abgeschaltet werden. Der daneben noch vorhandene Pegelregler für den Übertragungsvorgang selbst, der in bekannter Weise eine grosse Zeitkonstante hat, kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung nur in den Geräten eingeschaltet werden, die an 
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 Dieser Regler für den Übertragungsvorgang kann   zweckmässig auch   erst nach Beendigung des Auswahlvorganges eingeschaltet werden, da während des Auswahlvorganges der zweite, trägheitslos ansprechende Pegelregler für die Regelung der ankommenden Auswahlimpulse sorgt. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und zeigt die Anordnung des trägheitslos ansprechenden Pegelreglers in einem Trägerstromtelephoniegerät. 



   Dort ist der Niederfrequenzempfänger ENF vorgesehen, der die Gespräche aufnimmt und zu dem Teilnehmer weitergibt. Dieser Empfänger nimmt die Eingangsspannung Up auf, die über den Hochfrequenzverstärker V verstärkt wurde, dessen Verstärkungsgrad durch den Pegelregler   PRl   in bekannter Weise mit grosser Zeitkonstante eingeregelt wird. Der Pegelregler   PR,   wird durch die Ausgangsspannung des Empfängers z, B. über die Spule   Pi   gesteuert. Zur Auswahl des Teilnehmers dienen die Wahlimpulse, die im Rufempfänger ER aufgenommen werden und das Anrufrelais betätigen. 



  Dieser Rufempfänger wird durch den zweiten, trägheitslos ansprechenden Pegelregler   PR2   eingeregelt, durch den die Impulse auch noch bei Vorliegen eines hohen Störpegels, der zum ständigen Ansprechen des Relais AR führt, aufgenommen werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Empfangsanordnung für Trägerstromsysteme mit Pegelreglern zur selbsttätigen Lautstärkeregelung in Abhängigkeit von der Amplitude des ankommenden Trägerstromes, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einregelung der Ausgangsleistung ausser dem an sich bekannten Pegelregler für den Übertragungsvorgang noch ein zweiter, trägheitslos ansprechender Pegelregler vorgesehen ist.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler für den Übertragungsvorgang nur in den Geräten eingeschaltet wird, die an dem Übertragungsvorgang jeweils beteiligt sind. EMI2.1 vorgang erst nach Beendigung des Auswahlvorganges eingeschaltet wird.
    4. Anordnung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der trägheitslos ansprechende Pegelregler ein Regler für kontinuierliche Regelung ist.
    5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der trägheitslos ansprechende Regler zusammen mit dem Rufempfänger eingeschaltet und wieder abgeschaltet wird.
    6. Anordnung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass beim trägheitslos ansprechenden Regler die Zeitkonstanten für den Wiederanstieg der Empfindlichkeit der zu übertragenden Impulsfrequenz angepasst wird.
    7. Anordnung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitkonstanten durch geeignete Bemessung einer Kondensator-und Widerstandskombination erzielt werden, die zur Einstellung der Gittervorspannung eines Eingangsrohres in Abhängigkeit vom Gleichrichteranodenstrom beeinflusst wird. EMI2.2
AT156698D 1936-06-11 1937-06-04 Empfangsanordnung für Trägerstromsysteme mit Pegelreglern. AT156698B (de)

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AT156698B true AT156698B (de) 1939-08-10

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