AT156298B - Einrichtung an Fahrtrichtungsanzeigern für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Einrichtung an Fahrtrichtungsanzeigern für Kraftfahrzeuge.

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AT156298B
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Viktor Seklehner
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Viktor Seklehner
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung an   Fahrtrichtungsanzeigern   für Kraftfahrzeuge. 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 



   Die   beiden Winker J ?, r werden   in bekannter Weise durch Solenoide 2, 2'bei etwa Zwei Ampère betätigt, die ihren Strom fallweise über den Schalter J erhalten, je nachdem dieser mit dem Kontakt 4 oder 4'in Verbindung gesetzt wird.   Erfindungggemäss sind Leitungszweige J, J'in   getrennten gleichsinnigen Wicklungen über den Eisenkern 6 und bei 7 gemeinsam an die Feder des als   Wagnerscher   Hammer ausgebildeten Summers 9 geführt. 



   Die Leitungszweige 5, 5'sind durch eine   Leitung   miteinander verbunden. In dieser Leitung liegt der Heizwiderstand   10,   der so bemessen ist, dass er unter Batteriespannung etwa den zehnten 

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Teil des Stromes aufnimmt, der durch die Solenoide 2 bzw. 2'fliessen kann. Innerhalb der Heizwiderstandwicklung liegt der Bimetallstreifen   11,   der mit dem isolierten Ende an Masse 12 liegt, und dessen freies Ende mit der Kontaktfeder 13 des Summers 9 in Berührung kommen kann. Ein Anschlag 14 ist als Hubbegrenzung für den Bimetallstreifen vorgesehen. Der Summer ist in einem Gehäuse 15 untergebracht und bildet zweckmässig mit dem Schalter 3 eine Einheit. 



   Wird z. B. für die Anzeige einer   Fahrtrichtungsänderung   nach rechts der Schalter 3 in die gezeichnete rechte Stellung gebracht, so fliesst der Strom vom +Pol über das Solenoid 2 an Masse und der Winker 1 wird ausgeschwenkt. Gleichzeitig fliesst jedoch ein Zweigstrom von etwa ein Zehntel dieses Stromes über die Leitung 8, deren Kontakt 4'zu der Masse des Solenoides 2'. Dieser Strom ist zu schwach, um auch den Winker 2'auszuschwenken, erhitzt jeduch den Heizwiderstand 10 und damit den Bimetallstreifen   11,   der sich nach abwärts zu biegen beginnt. Die Wicklungen des Magneten 6 sind ebenfalls von einem Zweigstrom durchflossen, der von 5 zur   Anschlussstelle 7 und   von dieser über 5'zur Masse des Solenoides 2'führt.

   Infolge des Widerstandes der Wicklungen ist dieser
Strom jedoch so schwach, dass auch hiedurch das Solenoid 2'nicht in Wirksamkeit tritt. Da die Wicklungen wie eine Bifilarwicklung wirken, wird der Magnet 6 nicht erregt. Erst bis sich der Bimetallstreifen 11 soweit gebogen hat (etwa nach zehn Sekunden), dass er mit der Kontaktfeder li des
Summers Berührung erhält, fliesst ein Strom durch den Zweig 5 über die entsprechende Wicklung des Magneten 6, die Summerfeder 9, die Kontaktfeder 13 und den Bimetallstreifen 11 zur Masse   12,   der infolge des geringen Widerstandes dieser Teile wesentlich stärker ist, als der in der andern Wicklung fliessende Strom und hält den Summer in bekannter Weise solange in Tätigkeit, bis der Strom mittels des Schalters 3 abgeschaltet wird.

   Da die Einrichtung symmetrisch auch für den linken Winker l' ausgeführt ist, so ist ersichtlich, dass beim   Umstellen   des Schalters 3 auf den Kontakt 4'der gleiche Vorgang eintritt, nur mit dem. Unterschied, dass jetzt der linke Winker ausgeschwenkt wird. 



   Die beschriebene Einrichtung kann in verschiedener Weise abgeändert werden. So kann 7. 



   B. unter Entfall des Magneten 6 samt der Summereinrichtung, und Ausbildung des Anschlages 14 als Stromkontakt eine Signallampe zum Aufleuchten gebracht werden. Statt des Bimetallstreifens könnte auch ein anderer Zeitschalter, z. B. ein durch den Schaltstrom ausgelöstes Uhrwerk verwendet werden. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass ein Befahren von nahe hinterenander gelegenen Kurven (z. B. S-Kurven) keine unbeabsichtigte Warnsignalauslösung infolge anhaltender Erwärmung des Bimetallstreifens und damit kein ungünstiges Erschrecken des Fahrers zur Folge hat. 



   Bei Fahrtrichtungsanzeigern mit vorgesehenem Kontrollkontakt, der normalerweise eine Lampe, die am Armaturenbrett oder im Schalter montiert ist, zum Aufleuchten bringt, kann diese Einrichtung ohne weiteres belassen werden, damit der Fahrer die Gewähr hat, dass der Richtungsanzeiger wirklich in Tätigkeit getreten ist. Nach Ablauf der vorgesehenen Zeit wird er durch obige Neueinrichtung daran erinnert, dass er den Winker in die Nullstellung   zurückbringen   muss. 



   Von besonderer Wichtigkeit ist die erfindungsgemässe   Erinnerungseinrichtung   auch bei Stillstand, oder dem Verlassen des Wagens, denn es ist schon öfter   vorgekommen,   dass, da vergessen wurde, den Winker abzuschalten, ein Wagenbrand verursacht wurde, oder zumindest Überhitzen des Winkersolenoides mit   gänzlicher   Entleerung der Batterie eintrat. 



   Statt der doppelten Wicklung, die im Summersystem vorgesehen ist, lässt sich auch eine einfache Wicklung des   Eisenkernes   6 verwenden, die unmittelbar an den +Pol des Schalters 3, wie punktiert angedeutet, angeschlossen ist, doch hat diese Einrichtung den Nachteil, dass nach dem Abschalten noch ein kurzes Nachsummen stattfindet, bis der Bimetallstreifen sich soweit   zurüek-   gebogen hat, dass der Kontakt der Feder 13 unterbrochen wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Fahrtrichtungsanzeigern für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Aufmerksamkeit des Fahrers auf die Stellung des Fahrtrichtungsanzeigers lenkendes Signal (Schall-oder Lichtsignal) erst nach einer gewissen Zeit (etwa zehn Sekunden) innerhalb der unter gewöhnlichen Verhältnissen die Fahrtrichtungsanzeige bereits   rückgängig gemacht   wurde, bei nicht rückgängig gemachter Fahrtrichtungsanzeige selbsttätig wirksam gemacht wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Zeitschalter ein durch einenZweigstrom desdenFahrtrichtungsanzeiger betätigenden Stromes beheizter Bimetallstreifen (11) vorgesehen ist.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bimetallstreifen (11) als Kontaktgeber für die Feder (13) eines als Summer wirkenden Wagnerschen Hammers wirksam gemacht wird.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leiterzweig (5) des zum Fahrtrichtungsanzeiger führenden Leiters über den Magneten (6) des Summers zur Summerfeder und von dieser als Leiterzweig nach Art einer Bifilarwicklung über den Magneten zurück zu dem zum andern Fahrtrichtungsanzeiger geführten Leiter führt und beide Leiterzweige (5, 5') ihren Masseschluss (12) durch den Bimetallstreifen (11) erhalten. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2
AT156298D 1938-02-24 1938-02-24 Einrichtung an Fahrtrichtungsanzeigern für Kraftfahrzeuge. AT156298B (de)

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