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Blinkeinrichtung für Tag- und Nachtbetrieb, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung befasst sich mit einer Blinkeinrichtung, bei der während der Dunkelheit die Blinklichter mit geringerer Lichtintensität aufleuchten.
Es sind bereits Einrichtungen bekannt geworden, bei denen durch besonders zu bedienende Schalter Widerstände in den Blinkstromkreis eingeschaltet werden, um während des Betriebes bei Nacht die Leuchtkraft der Blinkleuchten zu vermindern.
Diese einfachen Einrichtungen sind überall dort verwendbar, wo keine stromabhängige Kontrolleinrichtung vorhanden ist. Diese stromabhängigen Kontrolleinrichtungen zeigen dem Fahrer das Ausfal- len einer der überwachten Blinkleuchten an. Bei einer bekanntgewordenen Schaltungsanordnung zur Überwachung von Blinklichtanlagen für Tag- und Nachtbetrieb ist ein Kontrollrelais mit zwei Wicklungen vorgesehen, die durch einen Umschalter eingeschaltet werden können. Die eine Wicklung ist bifilar ausgeführt und bildet gleichzeitig den Widerstand, der in den Blinkstromkreis zur Verminderung des Blinkstromes eingeschaltet wird.
Bei einer andern bekannten Ausführung wird ein elektrothermisch, elektromagnetischer Blinkgeber verwendet mit einer zusätzlichen gegengewickelten Spannungsspule. Diese Gegenwicklung wird in Abhängigkeit des Lichtschalters dann eingeschaltet, wenn während des Tagbetriebes der höhere Blinkstrom fliesst. Wird dagegen beispielsweise ein Widerstand in Abhängigkeit vom Lichtschalter in den Blinkstromkreis eingeschaltet, dann ist die Gegenwicklung stromlos. Die Gegenwicklung wird so dimensioniert, dass im Blinkgebermagneten bei Tag- und Nachtbetrieb die gleichen magnetischen Verhältnisse herrschen.
Dadurch lässt sich durch den Kontrollanker der Ausfall einer Blinkleuchte in beiden Betriebszuständen kontrollieren.
Neuerdings wird in verschiedenen europäischen Ländern die Forderung erheben, dans sowohl die Blinkleuchten, als auch die Bremsanzeigeleuchten während des Betriebes bei Nacht mit geringerer Lichtintensität aufleuchten sollen. Um nun einerseits bei den bereits rufenden Kraftfahrzeugen die vorhandene Blinkeinrichtung zu ergänzen, muss ein zusätzliches Aggregat entwickelt werden, das nachträglich eingebaut werden kann. Anderseits sollen auch Blinkeinrichtungen erstellt werden, die bei der Erstausrüstung verwendbar sind und die neuen Vorschriften der Länder berücksichtigen.
Zur Ergänzung der bestehenden Blinkeinrichtungen von Kraftfahrzeugen schlägt die Erfindung vor, neben dem in bekannter Weise für den Tagbetrieb bestimmten Blinkgeber noch einen zweiten Blinkgeber mit einem in seinem BIinkstromkreis liegenden Widerstand anzuordnen und den für den Tagbetrieb bestimmten Blinkgeber bei Betätigung des Schalters für die Beleuchtungsanlage abzuschalten, während gleichzeitig der für den Nachtbetrieb vorgesehene Blinkgeber mit dem Widerstand in die Blinkanlage eingeschaltet wird.
Es wird weiter vorgeschlagen, insbesondere für die Erstausrüstung von Kraftfahrzeugen einen elektrothermischen, elektromagnetischen Blinkgeber zu verwenden, dessen Magnetwicklung angezapft ist. Die beiden Teile der Magnetwicklung sind dabei so bemessen, dass der über einen Wicklungsteil geleitete grössere Strom bei Tagbetrieb die gleiche Magnetkraft im Blinkgeber induziert, wie der durch die ganze Wicklung geleitete, durch einen zusätzlichen Widerstand geschwächte Strom bei Nachtbetrieb. Die Umschaltung der beiden Blink-
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Stromkreise wird durch einen mit dem Lichtschalter mechanisch gekuppelten Schalter vorgenommen.
Erfindungsgemäss ist es auch möglich, an Stelle des zusätzlichen Schalters ein Relais zu verwenden, das die Umschaltung mit seinen Kontakten besorgt, während die Wicklung dieses Relais beim Einschalten des Lichtschalters an Spannung gelegt wird. Zweckmässigerweise wird sowohl der zusätzliche und mechanisch mit dem Lichtschalter gekuppelte Schalter, als auch das Relais so ausgebaut, dass beim Einschalten des Blinkstromkreises für den Nachtbetrieb gleichzeitig ein entsprechend dimensionierter Widerstand in den Stromkreis der Bremsanzeigeleuchte gelegt wird.
Die Erfindung wird an Hand von drei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Schaltschema einer Blinkeinrichtung mit zwei Blinkgebern und einem Umschalter, der mechanisch mit dem Lichtschalter gekuppelt ist ; Fig. 2 stellt ein Schaltschema dar, bei dem zwei Blinkgeber verwendet wurden, die von den Kontakten eines Relais umgeschaltet werden. In Fig. 3 ist eine Blinkeinrichtung mit nur einem Blinkgeber dargestellt, dessen Wicklung angezapft ist.
Bei der Blinkeinrichtung nach Fig. 1 sind die beiden Blinkgeber 1 und 2 angeordnet. Der Blinkgeber 1 ist für den Betrieb während des Tages bestimmt und ist mit seiner Klemme 3 mit der Klemme 4 des Fahrtrichtungsauswahlschalters 5 verbunden. Von der Klemme 6 aus werden die auf der linken Seite des Fahrzeuges befindlichen Blinkleuchten 7 und 8, von der Klemme 9 die auf der rechten Seite liegenden Blinkleuchten 10 und 11 an Spannung gelegt. Mit dem Schalter 12 für die Beleuchtungsanlage ist der Schalter 13 mechanisch gekuppelt. In der gezeichneten Stellung, die dem Tagbetrieb entspricht, wird der Klemme 18 des Blinkgebers 1 von der Batterie 14 über den Zündschalter 15, Klemmen 16 und 17 des Umschalters 13 Spannung zugeführt.
Gleichzeitig wird auch von der Batterie 14 über den Zündschalter 15, Klemmen 16 und 19 des Umschalters 13 über den Bremskontakt 20 den beiden Bremsanzeigeleuchten 21 und 22 die Spannung zugeführt. Wird durch den Lichtschalter 12 eine der beiden Beleuchtungsstufen des Kraftwagens eingeschaltet, dann wird durch den Schalter 13 der Blinkgeber 1 abgeschaltet und die Klemme 24 des Blinkgebers 2 erhält nun von der Batterie 14 aus über den Zündschalter 15, Klemmen 16 und 23 des Schalter 13 Spannung. Die vom Blinkgeber 2 erzeugten Lichtimpulse werden von der Klemme 25 aus über den Widerstand 26 zur Klemme 4 des Fahrtrichtungsauswahlschalters 5 geleitet.
Durch das Umschalten des Lichtschalters 12 und des damit gekuppelten Schalters 13 erhalten nun die Bremsanzeigeleuchten 21 und 22 die Spannung von der Batterie 14 über den Zündschalter 15, Klemmen 16 und 27 des Schalters 13 über den Widerstand 28 und Bremsschalter 20.
Der Blinkgeber 1 ist so eingestellt, dass bei dem grösseren Blinkstrom bei Tagbetrieb bei Ausfall einer der Blinkleuchten die an der Klemme 29 des Blinkgebers angeschlossene Kontrolleuchte 30 nicht zum Aufleuchten kommt. An der gleichen Kontrolleuchte 30 ist auch der Blinkgeber 2 mit seiner Klemme 31 angeschlossen, der mit seinem Kontrollanker auf den geringeren Blinkstrom während des Nachtbetriebes eingestellt ist.
Entsprechend der Fig. 2 werden die beiden Blinkgeber 1 und 2 durch das Relais 32 in den Blinkstromkreis eingeschaltet. Der Blinkgeber 1 ist für den grösseren Blinkstrom, der beim Tagbetrieb auftritt, ausgelegt. In diesem Falle fliesst von der Batterie 14 aus über den Zündschalter 15, Kontakt 34, Klemme 18 des Blinkgebers 1 der Gleichstrom, der im Blinkgeber in Impulse verwandelt wird und dann von der Klemme 3 aus zur Klemme 4 des Fahrtrichtungsauswahlschalters 5 fliesst und dort über die Klemmen 6 oder 9 den Blinkleuchten zugeführt wird. Die Kontrolleuchte 30 ist an die Klemme 29 des Blinkgebers 1 angeschlossen und zeigt den Ausfall einer der Blinkleuchten an. Bei Tagbetrieb wird den Bremsanzeigeleuchten 21 und 22 der Strom der Batterie 14 über den Zündschalter 15, Kontakt 36, über den Bremsschalter 20 zugeleitet.
Wird der Lichtschalter 12 bei Nachtbetrieb eingeschaltet, dann erhält die einerseits an Masse liegende Wicklung 33 des Relais 32 Spannung von der Batterie 14 über den Zündschalter 15 und Lichtschalter 12. In diesem Falle werden die Kontakte 34 und 36 geöffnet und dadurch wird der Blinkgeber 1 abgeschaltet. Die Kontakte 35 und 37 werden dagegen geschlossen und dadurch wird dem Blinkgeber 2 Spannung zugeführt von der Batterie 14 aus uber Zundschaltur lö. Koniakt 35 und Klemme 24 des Blinkgebers 2. Die Impulse dieses Blinkgebers werden von der Klemme 25 aus über den Widerstand 26, der Klemme 4 des Fahrtrichtungsauswahlschalters 5 zugeleitet. Der Stromkreis für die Bremsanzeigeleuchten verläuft von der Batterie 14 aus über den Zündschalter 15, Kontakt 37 über den Widerstand 28 und Bremskontakt 20 zu den Bremsleuchten 21 und 22.
Wie in den vorhergehenden Figuren so werden nach Fig. 3 die linken Blinkleuchten 7 und 8 an die Klemme 6 des Fahrtrichtungsauswahlschalters 5 und die rechten Blinkleuchten 10 und 11 an die Klemme 9 angeschlossen. Mit dem für die Beleuchtungsanlage vorgesehenen Schalter 12 ist sowohl der Schalter 41 als auch der Schalter 54 mechanisch gekuppelt. Während der Schalter 41 zur Umschaltung der Blinkan-
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anzeigeleuchten. Der dargestellte Schaltzustand entspricht dem Tagbetrieb. In diesem Fade bremzen die Blinkleuchten mit höherer Leuchtkraft und daher ist in diesem Falle der Blinkstrom gross.
Die Impulse für die Blinkleuchten werden von einem elektrothermisch, elektromagnetischen Blinkgeber 38 erzeugt, dessen Schaltanker 55 unter dem Einfluss des sich bei Stromdurchgang längenden Hitzdrahtes 48 steht. Die Wicklung 40 des Blinkgebers 38 ist angezapft und die beiden Teile der Wicklungen sind so in den Blinkstromkreis gelegt, dass der höhere Blinkstrom während des Tagbetriebes nur über einen Teil der Wicklung fliesst, während der andere bei Nachtbetrieb auftretende Blinkstrom über die gesamte Blinkgeberwicklung 40 verläuft.
Entsprechend der Fig. 3 fliesst der Blinkstrom von der Batterie 14 zum Schalter 15, zum Schaltanker '55 des Blinkgebers 38 über das Kontaktstück 39 und über den ersten Teil der Wicklung 40, über die Klemmen 42 und 43 des Schalters 41 zur Klemme 4 des Fahrtrichtungsauswahlschalters 5. Durch die magnetsche Wirkung der Wicklung 40 wird der Schaltanker 47 angezogen, der den eigentlichen Heizstromkreis aufbaut. Dieser verläuft von der Batterie 14 aus über den Schalter 15, Schaltanker 47, Hitzdraht 48 zur Masse. Durch die Erwärmung des Hitzdrahtes 48 wird dieser gelängt und ein nicht gezeichneter Kraftspeicher kann den Schaltanker 55 vom Magnetkern 38 wegziehen, so dass der Schaltanker 55 nunmehr an dem Schaltstück 56 zum Anliegen kommt.
Dadurch wird der Blinkstromkreis unterbrochen und über den Schaltanker 55 wird jetzt der Strom über das Schaltstück 56 der Kontrolleuchte 30 zugeleitet. Mit dem Abschalten des Blinkstromes ist auch die Wicklung 40 stromlos geworden, so dass der Scnaltanker 47 abfällt und den Heizstromkreis wieder öffnet. Der Hitzdraht 48 verkürzt sich während des abkühlens und zieht den Schaltanker 55 wieder an das Schaltstück 39, wodurch der Blinkstromkreis wieder geschlossen wird. Diese rhythmische Folge wiederholt 3ich so lange, bis der FahrtrichtungsauswahIschalter wieder in die gezeichnete Mittelstellung gebracht wird.
Sobald der Lichtschalter 12 auf eine der beiden Schaltstellungen gebracht wird, wird der mechanisch gekuppelte Schalter 41 ebenfalls betätigt und nunmehr ist in dem Blinkstromkreis die gesamte Wicklung 40 des Blinkgebers 38 und der Widerstand 26 eingeschaltet worden. Dieser Widerstand 26 ist über die beiden Klemmen 45 und 46 des Schalters 41 mit der Klemme 4 des Fahrtrichtungsauswahlschalters 5 verbunden. Auch in diesem Falle vo1lziehtsichdasrhythmische Ein- und Ausschalten wie vorher beschrieben.
Während des Tagbetriebes erhalten die Bremsanzeigeleuchten 21 und 22 von der Batterie 14 aus über Schalter 15, die Klemmen 50 und 51 des Schalters 54 und Bremsschalter 20 die Spannung. Während des Nachtbetriebes bei eingeschaltetem Lichtschalter 12 wird in diesen Stromkreis der Widerstand 28 eingeschaltet, der den Strom so vermindert, dass die Bremsanzeigeleuchten mit geringer Intensität zum Brennen kommen.
In diesem Falle verläuft der Strom von der Batterie 14 aus über den Schalter 15, Widerstand 28, Klemmen 52 und 53 des Schalters 54, Bremsschalter 20, zu den Leuchten 21 und 22.
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zeichnet, dass neben dem in bekannter Weise für den Tagbetrieb bestimmten Blinkgeber (1) noch ein zweiter Blinkgeber (2) mit einem in seinem Blinkstromkreis liegenden Widerstand (26) angeordnet ist und dass der für den Tagbetrieb bestimmte Blinkgeber (1) bei Betätigung des Schalters (12) für die Beleuchtungsanlage abgeschaltet, während gleichzeitig der für den Nachtbetrieb vorgesehene Blinkgeber (2) mit dem Widerstand (26) in die Blinkanlage eingeschaltet wird.
2. Blinkeinrichtung für Tag- und Nachtbetrieb, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektrothermischer, elektromagnetischer Blinkgeber verwendet wird, dessen Magnetwicklung angezapft ist und bei dem die beiden Teile der Magnetwicklung so bemessen sind, dass der über einen Wicklungsteil geleitete grössere Strom bei Tagbetrieb die gleiche-Magnetkraft im Blinkgeber induziert wie der durch die ganze Wicklung geleitete, durch einen zusätzlichen Widerstand geschwächte Strom bei Nachtbetrieb.