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PATENTSCHRIFT Ni. 15603. ERIC GUSTAF HEDMAN IN STOCKHOLM.
Selbsttätige Wage.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche selbsttätige Wagen, die mit einem an Bändern hängenden Zylinder versehen sind, der zur Auf-und Abwicklung der Bänder eingerichtet und mit einer zum Zylinder exzentrisch liegenden Scheibe versehen ist, über welche ebenfalls ein Band gewickelt ist, und zwar in der Richtung, dass es, wenn belastet, den Zylinder in Umdrehung versetzt, so dass sich dieser unter Aufwicklung seiner Bänder aufwärtsbewegt. Hiebei ist vorgesehen, dass der Hebelarm, an welchem die den Zylinder drehende Belastung wirkt, bei der Drehung sich allmählich verkürzt, so dass bei einer gewissen Lage die Belastung und das Eigengewicht des Zylinders einander aufheben und das Gleichgewicht hergestellt wird.
Die Lage, die der Zylinder in diesem Falle einnimmt, wird auf einer Skala angegeben, auf der mithin auch die Grösse der Belastung angezeigt wird, d. h. das Gewicht des zu wiegenden Körpers. Die Ernndung bezweckt, diese Wagen so anzuordnen, dass sie eine gute Stabilität erhalten und dass das die Belastung tragende Band sich stets genau oder fast genau in derseiben Ebene ohne Seitwärtsbewegung bewegt. Die Erfindung bezweckt ausserdem noch andere Verbesserungen, wie aus der folgenden Beschreibung des näheren hervorgehen wird.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Querschnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 2 und diese Fig. 2 eine Vorderansicht des Inneren einer nach dieser Erfindung konstruierten Wage. Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt der Wage nach der Linie 5-3 der Fig. 1. Das den Wagemechanismus umschliessende Gehäuse ist nicht dargestellt. Fig. 4 zeigt in der Draufsicht eine Modifikation des Zylinders mit dem Exzenter. a ist das Gestell oder der Rahmen der Wage, b der Zylinder oder die Rolle und c die mit diesem verbundenen Bänder.
Dieselben sind mit ihrem einen Ende mittels Klemme d und mittels Schrauben an der Rolle befestigt und an ihrem oberen Ende zwischen inneren, an den Seitenstücken des Gestells vorgesehenen Flanschen e und mittels Schrauben befestigten Klemmen f fest- geklemmt. In den Seitenstücken des Gestells a sind Nuten 9 vorgesehen, in welche die
Enden der Rolle eingreifen und deren untere Begrenzungen h Rollbahnen für die Rolle b bilden, die den geraden Teilen der Bänder c parallel verlaufen. Wenn die Rolle b so gedreht wird, dass sich die Bänder c an derselben aufwickeln, d. h. nach rechts in Fig. l, so wird dieselbe offenbar auf den Bahnen h nach oben rollen.
Die Begrenzungen i der Nuten < , zwischen welchen und der Rolle ein kleiner Spielraum sich befindet, dienen als
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Ausser-ana besitzt und am besten von der zwischen den Bahnen h gelegenen Mitte der Rolle ausgeht. Diese Scheibe bildet mit dem Zylinder das beim Wägen tätige Gewicht. Durch zweckmässige Ersparnis an Material im Exzenter k und durch ein Gegengewicht l an der Rolle ist der diesen Teilen gemeinsame Schwerpunkt in die Achse der Rolle verlegt. Auf dem Exzenter k liegt ein biegsames, aus Stahl oder anderem zweckmässigen Material verfertigtes Band w auf, das zwischen Klemmen und Schrauben am Exzenter befestigt ist.
D ieses Band dient dazu, die zu wägenden Gegenstände zu tragen oder durch irgend eine angemessene Anordnung von denselben gezogen zu werden. Nach d'r Zeichnung hängt das
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sich aufwickelt und auf den Bahnen 1. hinaufrollt. Wie, Åaü8 Fig. 1 hervorgeht, verkürzt sich hiebei der Hebelarm, mittels dessen die Belastung des Bandes m die Rolle dreht, so dass bei einer gewissen Lage der Rolle die Belastung und die Rolle einander das Gleichgewicht halten und die Rolle in ihrer auf den Bahnen h aufwärtsrollenden Bewegung stillhält. Ein an der Rolle b befestigter Zeiger n zeigt an einer (in Fig. 1 schematisch gezeigten) Skala die Lage der Rolle und somit die Grösse der Belastung, d. h. das Gewicht des zu wiegenden Gegenstandes an.
Um der Rolle bei ihrer auf den Bahnen 11 emporrollenden Bewegung die beste Steuerung zu verleihen, so dass sie nicht nach der Seite (in Fig. 1 nach links) schwingt, haben die Bahnen A eine solche Neigung erhalten, dass die Rolle stets fest gegen dieselben anliegt. Hiedurch erhält die Wage eine vorzügliche Stabilität. Diese Neigung kann übrigens so bemessen werden, dass sich das Band beim Wagen gerade auf und nieder bewegt, ohne sich seitwärts zu verschieben. Wie gesagt, verkürzt sich der Hebelarm des Bandes m beim Aufwärtsrollen der Rolle und das Band m nähert sich also der Zentrumlinie der Rolle. Wären die Bahnen h vertikal, so würde sich das Band m bei der Aufwärtsbewegung der Rolle längs derselben nach links (Fig. 1) verschieben.
Diese Seitwärtsverschiebung lässt sich dadurch kompensieren, dass man den Bahnen eine so grosse Neigung gibt (Fig. 1), dass die hiedurch entstehende Rechtsverschiebung der Rolle b der Annäherung des Bandes m an die Zentrumlinie der Rolle gleichkommt. Das Hand M wird sich folglich beim Wägen stets auf und nieder, und zwar ohne seitliche Verschiebung, bewegen. Hiedurch erreicht man ausser der erhöhten Stabilität der Wage den Vorteil, dass die in dem Wagegestell oder dem den Mechanismus umgebenden Gehäuse angebrachte Öffnung jp, durch-welche das Band m läuft, sehr schmal gemacht werden kann, so dass das Eindringen von Staub durch diese Öffnung so viel als möglich verhütet wird.
Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung an der Rolle b und dem Exzenter k zu unten angegebenem Zwecke. Am Umkreis der Rolle b und an der Aussenseite des Exzenters k sind an denselben entlang laufende scharfe Kanten oder Leisten angebracht, gegen welche die Bänder c bezw. m anliegen und mittels welcher die Rotte auf den Bahnen h rollt. Sollte sich Staub oder Schmutz an der Rolle und am Exzenter ansammeln, so wird derselbe in die zwischen den Leisten gelegenen Zwischenräume hinabgedrängt. Dieser Staub verursacht mithin keine Vergrösserung der Durchmesser der Rolle und des Exzenters und beeinflusst daher auch nicht den Ausschlag des Zeigers.
An den Teilen der Wage lassen sich verschiedene Veränderungen bewerkstelligen,
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grössere Anzahl von Bändern, Exzentern und Zeigern benutzen, da dies nur eine Vermehrung der einzelnen Teile bedeutet. Anstatt einer ganzen Rolle kann man auch den Teil einer solchen benutzen. Auch zwei Rollen (oder Teile von Rollen) mit dazugehörigen Exzentern und Bändern lassen sich anwenden, wobei die Rollen in zwei nach oben gegeneinander zusammenlaufenden Bahnen rollen und die Exzenter gegen den zwischen diesen Bahnen liegenden Raum gerichtet sind und die Bänder dieser Exzenter nach unten in eines zusammenlaufen. Statt der Bänder kann man auch andere verbindende Teile, wie Schnüre, Ketten u. dgl. benutzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Wage, die eine an Bändern (G) oder dgl. aufgehängte Rolle (b) oder einen Teil einer Rolle besitzt, die während des Wägens auf Bahnen (h) rollt, wobei die Rollo. mit einem auf derselben angeordneten exzentrischen Teil (k) das beim Wägen tätige Gewicht bildet und auf dem genannten Teil (k) ein Band (m) oder dgl. ab-bezw. auf- gpwickelt wird, das den zu wägenden Gegenstand trägt oder von demselben gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnen (h) gegen die vertikale Richtung geneigt sind, zum Zwecke, der Wage Stabilität zu verleihen.
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