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Vorrichtung zur Parallelführung und Wälzlagerung zweier Körper mittels Rollen.
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Rollen und besteht darin, dass jede der Rollen von sich gegenseitig spannenden Bändern umfasst und dadurch gezwungen wird, sich ohne Gleiten auf diesen Bändern abzuwälzen. Die Rollen behalten ihre parallele Lage zwischen den gegeneinander zu verschiebenden Körpern stets bei und können sich auch in ihrer Längsrichtung (infolge der Reibung an den Bändern) nicht verschieben. Die so ausgebildeten Vorrichtungen erhalten derart-neben der bekannten sehr leichten Beweglichkeit von Wälzlagerungen- infolge der Reibung der Bänder an den geführten Flächen und infolge ihrer grossen Steifigkeit in der Bandebene eine grosse Genauigkeit der Führung und sind frei vom sogenannten Ecken.
In der verschiedene Anordnungen und Anwendungsmöglichkeiten darstellenden Zeichnung zeigt : Fig. 1 einen Aufriss der einfachsten Vorrichtung mit zwei gegeneinander geführten Platten, Fig. 2-4 zu Fig. 1 gehörige Grundrisse mit verschiedenen Bandanordnungen und teilweise weggebrochen gedachter oberer Platte ; Fig. 5 den Aufriss der Anordnung einer beweglichen Platte zwischen zwei anderen festen ; Fig. 6 den Aufriss einer weiteren Bandanordnung und Fig. 7 den dazu gehörigen Grundriss mit abgenommen gedachter oberer Platte ; Fig. 8 den Aufriss einer Anordnung mit Rollen ungleichen Durch-
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den Seitenriss einer Vorrichtung mit zwei zusammenarbeitenden Rollenbandführungen, die aber eine den Antrieb durch Kurbeltrieb vermittelnde Rolle gemeinsam haben ;
Fig. 11 den Seitenriss der grundsätzlich gleichen Vorrichtung, wobei der Antrieb durch Schnurzug bewirkt wird und die eine der geführten
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der Bandführung ausgerüsteten Rollenlagers ; Fig. 14 die Aufrissdarstellung einer Vorrichtung zur Ausnützung der verschiedenen Winkelgeschwindigkeit ungleich grosser Rollen bei hin-und hergehender Bewegung ; Fig. 15 die grundsätzlich gleiche Vorrichtung zur Ausnützung der dadurch gegebenen Kraft- übersetzung ; Fig. 16 den Aufriss einer Vorrichtung von zwei senkrecht zueinander angeordneten Rollensätzen und damit zwei Freiheitsgraden der so geführten untersten Platte ; Fig. 17 den Grundriss dieser Vorrichtung mit weggenommen gedachter oberster Platte ;
Fig. 18 die Ansicht auf die Axialebene und Fig. 19 den zugehörigen Seitenriss des sogenannten Umkehrelementes zur Verkehrung der Drehrichtung zweier Wellen ; Fig. 20 den Längsschnitt eines mit Wälzrollen und Bandführung ausgerüsteten Kurbeltriebes ; Fig. 21 den vertikalen Querschnitt durch die Kurbelwellenachse.
In diesen Figuren bedeuten a, b bzw. c die gegeneinander auf Wälzrollen verschiebbaren Körper oder Platten, r, R diese Wälzrollen, m die die Rollen in der Mitte und e die sie am Ende umfassenden Bänder, f durch Verschrauben, Nageln, Nieten, Leimen, Schweissen usw. hergestellte Befestigungsstellen der Bänder an den Platten, s Befestigungsstellen, die mit Spannvorrichtungen wie Schrauben, Keilen, Gewichten usw. ausgerüstet sind, S Spannschlösser, k, K einen Hebel oder eine Kurbel, weine Welle, g eine Grundplatte, I eine Pleuelstange oder einen Lenker, n einen Schnurtrieb, y eine Feder, i eine Spannhülse mit Spannmutter q, p einen Längskeil, z.
B. aus Kupfer, Q ein Gewicht, t dessen Aufhängeseil, o Arme einer Platte c, u schreibende oder spanabhebende Werkzeugpunkte, X beliebige untereinander gleiche Linienzüge, einen mit einem Führungskörper b verbundenen Kolben, z den zugehörigen Zylinder.
Das Wesen der Erfindung wird an Hand der Fig. 1-4 wie folgt erläutert : Die Bänder e und m umfassen je eine Rolle r über einen halben Kreisumfang und zwingen sie durch die bei genügender Anspannung mittels der Spannvorrichtungen s auftretende Reibung, sich ohne Gleiten auf ihnen abzuwälzen. Dadurch, dass diese Bänder mit den zu führenden Platten oder Körpern a, b wieder durch Reibung und überdies noch durch die Befestigungen f kraftschlüssig verbunden sind, zwingen sie die Rollen r weiterhin, bei einer auftretenden Verschiebung von a gegenüber b auf der einen Seite genau so viel Band aufzuwickeln, als sie auf der anderen Seite in die Gerade abgeben. Kommt dabei z.
B. die Platte a nach a' und legt dabei jeder ihrer Punkte die Strecke s gegenüber Platte b zurück, so gelangen die Rollen unter Zurücklegung des Weges s/2 gegenüber b in die Lage r'. Die Summe der Bandlängen von je einem Ende bis zur Berührungslinie mit der zugehörigen Rolle r bleibt daher konstant und der halbe Rollenumfang ist ebenfalls für alle Lagen gleich, so dass durch die geschilderte Bewegung keine Längen-und damit auch keine Spannungsänderung in den Bändern auftritt. Bei der Zusammenbiegung einer zuerst eben liegenden Bandstrecke auf die Rollenkrümmung wird in derselben so viel potentielle Energie aufgespeichert, als nachher beim Abrollen dieser Bandstrecke wieder erforderlich ist, um sie gerade zu strecken.
Dies gilt freilich nur dann, wenn durch die in den Bändern auftretenden Biegungsspannungen die Elastizitätsgrenze ihres Materials nicht überschritten wird, d. h., wenn das Material an sich genügend elastisch und der Durchmesser der Rollen im Verhältnis zur Banddicke nicht zu klein ist. Trifft dies nicht zu, so erleidet das Band beim Auflaufen auf die Rolle eine bleibende Formänderung und es muss zum Weiterschieben der Platte a eine nennenswerte Kraft ausgeübt werden, um die Bewegung zu unterhalten. Diese
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Erscheinung kann nutzbar gemacht werden, um z. B. die Platte a gegenüber b auf eine bestimmte Lage genau einzustellen und sie durch die Steifigkeit der Bänder in dieser Lage erhalten zu lassen.
Gegen ein Ausweichen der Platte a gegenüber b in der Richtung der Rollenachse, also senkrecht zur Schubrichtung (die mit der Längsrichtung der Bänder zusammenfällt) wirkt einerseits die Biegungsfestigkeit der Bänder mit ihrer Haupterstreckung als Biegungsebene. In dieser Richtung haben sie infolge-der dort vorliegenden Hochkantstellung das grösste Widerstandsmoment und daher die grösste Biegungsfestigkeit. Die für diese Beanspruchung in Betracht kommende Biegungslänge eines Bandes ist jeweils der Abstand seiner Berührungslinie mit der zugehörigen Rolle von dem nächstliegenden Befestigungspunkt des Bandendes. Dieser Abstand ist daher tunlichst nur so gross zu machen, als die notwendige Hubstreeke s erfordert.
Anderseits wirkt gegen ein solches Abweichen von a gegenüber b auch die durch den Rollendruck auftretende Reibung der Bänder an der Lauffläche der beiden Körper a und b sowie auch die Reibung derselben an den Rollenumfängen. Letztere ist es auch, die die Rollen vor einem Schieflaufen bewahrt und wird dadurch naturgemäss die Anwendung einer Schmierung bei dieser Art von Führung ausgeschlossen. Anderseits erscheint es nicht nur unnötig, die Laufflächen von a und b besonders glatt zu machen, sondern es ist sogar vorteilhaft, ihnen eine gewisse Rauhigkeit zu belassen, sie also nicht allzufein zu bearbeiten oder gar zu polieren. Selbstverständlich ist auch hier eine Schmierung unnötig und unrichtig.
Die trotzdem vorhandene und besonders bei Verwendung von federnden Stahlbändern auffallende leichte Beweglichkeit des Ganzen ist damit gegeben, dass eben die Bänder eine glatte und vor allem harte
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lager (Fig. 12 und 13 wertvoll ist) aus minderwertigem Material hergestellt und nur einfach bearbeitet werden.
Die Spannung der Bänder ergibt insbesondere dann, wenn sie nur wenig dehnbar sind, einen beträchtlichen Widerstand gegen das Abheben von der Lauffläche und damit gegen das Abweichen der Platten a und b aus itren Führungsebenen.
Während Fig. 2 nur ein Mittelband m und vier einzeln nachspannbare Endbänder e vorsieht, zeigt die Fig. 3 die Anordnung von nur zwei Endbändern und dafür von zwei einzeln nachspannbaren Mittelbändern. Die Fig. 4 endlich zeigt die weitergehende Unterteilung der Mittel-und Endbänder, z. B. für den Fall, als es erwünscht ist, mit einer gegebenen Bandbreite und Dicke dennoch die nötigen
Querschnittsdimensionen herauszubringen.
Die in Fig. 5 dargestellte Vorrichtung hat grundsätzlich die gleiche Wirkungsweise wie die zu Fig. 1-4 beschriebene, nur mit dem Unterschied, dass die beiden parallel zueinander liegenden Rollenführungen ein Abweichen von a aus der Führungsebene ebenso praktisch unmöglich machen und die Bänder von der sonst dazu notwendigen Zusatzspannung entlasten. Sie eignet sieh daher für grosse Querdrücke gegen die Laufflächen bei geforderter sehr leichter Beweglichkeit. (Siehe auch den Kurbeltrieb in Fig. 20 und 21.)
Die in den Fig. 6 und 7 schematisch dargestellte Bandanordnung ist vorteilhaft für sehr grosse Führungslängen bei kleinem Gesamtweg von a gegenüber b (z. B. bei Propellerrinnen u. dgl. ) zu ver- wenden, um die bei grossen Bandlängen zu geringe Seitensteifigkeit zu erhöhen.
Mit Hilfe zweier Rollen r, R von ungleichem Durchmesser kann eine Schrägstellung von a gegen- über b, wie in Fig. 8 dargestellt ist, erzielt werden, wobei diese Schrägstellung durch Ändern der Bandlängen von m unter gleichzeitiger entsprechender Korrektur der Bandlängen von e, e in kleinen Bereichen verstellt werden kann. Beim Abwälzen der Rollen r, R auf den zugehörigen Laufflächen verschiebt sich zwar a auch in der eigenen Längsrichtung um den Fortschreitungsbetrag s. aber immer parallel zu seiner ursprünglichen Lage.
Die Fig. 9 und 10 zeigen die Möglichkeit, z. B. einen Sägerahmen mit zwei voneinander unabhängigen, aber parallelen Rollenbandführungen zu versehen und dabei den Antrieb für die Auf-und Abwärtsbewegung von einer Kurbel K über den Lenker I auf die Kurbel k der beiden Führungen gemeinsamen Rolle R zu übertragen. Dabei verhindert schon einmal die Spannung der Bänder ein Abheben der Rolle R unter dem Rückdruck der Kurbel k und gegebenenfalls können die Bänder durch Anordnung eines senkrecht auf a gegen b hin wirkenden Federdruckes von einer solchen gegen das Abheben wirkenden Zusatzspannung entlastet werden.
Fig. 11 zeigt die grundsätzlich gleiche Anordnung mit dem Unterschied, dass die Auf-und Abwärtsbewegung durch den Zug einer mit dem einen Ende an der Kurbel k hängenden Schnur l gegen den Federzug von y erzielt wird. l kann dabei die Rolle R einige Male umschlingen und mit dem anderen Ende dort befestigt sein. In der gleichen Figur ist als zweite Lösung die Anordnung eines ebenfalls die Rolle R mehrfach umschlingenden Schnurzuges n dargestellt, der von beliebig weit entfernter Stelle her in die notwendige Hin-und Herbewegung versetzt werden kann.
Die Fig. 12 und 13 zeigen die Anwendung der Bandführung bei einem Rollenlager zwecks Vermeidung des dort sehr störenden Schieflaufens der Rollen. Selbstverständlich muss hier die Befestigung der Bänder an den Laufringen a und b wegfallen und das Mitnehmen bloss durch die Reibung bewirkt werden. Ebenso müssen alle Bänder, welche zwei benachbarte Rollen umfassen, untereinander genau
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gleich lang sein. Auch müssen sämtliche Bänder in ihrer Länge so abgestimmt werden, dass sie beim Anliegen an a und b unter dem Druck des durch die Spannhülse i aufgeweiteten inneren Laufringes a gerade die für eine sichere Führung der Rollen notwendige Spannung haben.
Da es dieser Art unvermeidlich ist, dass der Laufring a an einer Stelle einen Längsspalt in seiner Lauffläche aufweist, so kann
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dieses Keiles ist so zu wählen, dass es sich beim Warmwerden des Lagers im Betrieb ausdehnt und so den
Spalt um so dichter verschliesst. Die verbleibenden kleinen Trennfugen können den ruhigen Lauf des
Lagers nicht stören, da sie ja von den unter den Rollen mitlaufenden Bändern genügend starr überdeckt werden. Durch Anziehen der Spannmutter q wird also die Spannhülse i nicht nur satt auf die Welle ? gepresst, sondern sie weitet hiebei auch den Laufring auf, d. h. sie kann gegebenenfalls zum Nachstellen eines mit schon schlotternden Rollen laufenden Lagers verwendet werden.
Die in Fig. 14 schematisch dargestellte Vorrichtung benützt die wegen der Gleichheit der abge- wälzten Bogenlängen s umgekehrt den Rollendurchmessern proportionale Winkeldrehung der beiden
Rollen r, R zu einer entsprechenden Übersetzung der Drehgeschwindigkeit derselben bzw. der mit den- selben verbundenen Kurbeln 7c und K. Überdies kann, wie ersichtlich, eine Änderung der Schubrichtung der mit diesen Kurbeln verbundenen Lenker z damit bewirkt werden.
Es kann mit dieser Vorrichtung aber auch unter bedeutend geringerem Reibungsverlust, als ihn eine gleichwertige Zahnradübersetzung geben würde, mit fast der gleichen Genauigkeit für eine Teildrehung der Rolle R eine mehrfache
Drehung der Rolle r und damit eine entsprechende Übersetzung der Hubzahl von 7c gegenüber K erzielt werden.
Fig. 15 zeigt schematisch die grundsätzlich gleiche Vorrichtung als Kraftübersetzungselement mit dem gleichen Vorteil geringeren Reibungsverlustes, als ihn Zahnräder geben würden. Der Schnur- trieb n ist an einem mit der Rolle r starr verbundenen Haspelrad angreifend zu denken, so dass durch seine Handhabung das Lastseil t auf-oder abgewickelt und damit die Last Q gehoben oder gesenkt wird. Denkbar wäre es, dass das Lastseil t sich seinerseits wieder um eine Rolle r eines gleich gebauten Übersetzungsmeehanismusses schlingt und erst mit diesem die Last Q in Bewegung setzt. Dies würde eine Hintereinanderschaltung mehrerer solcher Mechanismen analog einer mehrfachen Zahnradüber- setzung ohne die erheblichen Reibungsverluste derselben bedeuten.
Die Fig. 16 und 17 zeigen die Anordnung einer sogenannten Kreuzrollenführung, d. h. zweier
Rollenbandführungen, die senkrecht gekreuzt und übereinander liegen, so dass beim Festliegen der obersten Platte a am Gehäuse g die unterste Platte sich frei in zwei aufeinander senkrechten Richtungen und damit natürlich auch in allen Zwischenrichtungen bewegen kann. Sie bleibt aber dabei zu einer durch die Platte a vorgeschriebenen, ursprünglichen Lage stets parallel. Sind an ihr direkt oder aber an starr mit ihr verbundenen Armen o z. B. Schreib- oder Werkzeugspitzen n angebracht und wird eine derselben entlang einem beliebigen Linienzug X geführt, so beschreiben alle Spitzen n als starr mit e verbundene Punkte die genau gleichen Linienzüge, so dass ein gegebenes Muster vielfach z.
B. sich selbst überdeckend kopiert werden kann. Wird die Platte e mit einem bestimmten Punkt entlang einer Kreis- bahn bewegt, so beschreiben alle ihre Punkte die gleiche Kreisbahn und es ist dann möglich, z. B. die Stirnfläche eines Kurbelzapfens (Kurbelradius gleich dem der gegebenen Kreisbahn ! ) an beliebiger Stelle anzudrücken und durch die auftretende Reibung seine Welle in Drehung zu versetzen. Ebenso kann z. B. ein biegsames Wellenstück, Draht od. dgl. mit dem einen Ende an einer beliebigen Stelle der
Platte e und in einigem Abstand von dieser mit seinem anderen Ende an einen festen Punkt starr befestigt werden.
Ohne um die eigene Achse gedreht zu werden, wird ein solches Wellenstück eine kegelförmige
Rotationsfläche beschreiben, deren Basis in der Platte c und deren Spitze in dem gegenüber stehenden festen Punkt liegt.
Denkt man sieh auf die Platte e der Fig. 16 eine weitere Kreuzrollenführung so aufgesetzt, dass ihre
Führungsebene zu der von e senkrecht steht, so erlangt die nicht mit c fest verbundene äusserste Platte dieser Führung einen dritten Freiheitsgrad zur beliebigen, aber stets zu sich selbst parallelen Bewegung im Raume. Alle ihre Punkte bewegen sich dann stets in Raumfläehenkongruent zu jener, in der einer ihrer
Punkte geführt wird. Es können solcher Art z. B. Werkzeugspitzen zur Bearbeitung von nach einem gegebenen Modell kongruenten Körpern geführt werden.
Die Fig. 18 und 19 versinnlichen das durch Übereinanderlegen zweier, der vorgeschilderten gleichen
Vorrichtungen entstehende Umkehrelement. Es wird hier je die äusserste Platte a und e mit den um
180 versetzten Zapfen z. B. einer gekröpften Kurbelwelle , verbunden und mit der Mittelplatte b von der weiteren Kreuzrollenführung bl, cl zu einer gegebenen, ursprünglichen Lage parallel geführt.
Die Mittelplatte b ist an beliebiger Stelle (in den Fig. 18 und 19 oben) mit der Kurbelwelle & i, to ver- bunden. Durcheilt nun letztere nacheinander die in Fig. 19 ersichtlichen Stellungen I, II, III, so entsprechen diesen die Stellungen 1', II', III'der Welle to2, was wie folgt bewiesen werden kann :
Bei Drehung von kl aus I nach II muss die Platte b nach abwärts gehen.
Sie muss daher auch die Platte a wegen der in dieser Richtung nicht nachgebenden Rollen r zwischen a und b und damit den hier ein- greifenden Zapfen von Jc2 nach unten hin, also von I'naeh II'mitnehmen. a kann dabei eine von b unabhängige (entgegengesetzte) Seitenbewegung durchführen, um der Kurbel k2 folgen zu können.
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Die Platte c hingegen muss diese Seitenbewegung zwangsläufig mit b mitmachen und treibt dadurch den um 180 versetzten Zapfen von k2 in dieser Richtung, aber übereinstimmend mit dem Drehsinn 1', 11' an. In der Vertikalrichtung ist c von b unabhängig beweglich, um dem gegenüber kl gegenläufigen Kurbelzapfen k2 folgen zu können. Durch die sich stets rechtwinkelig kreuzenden Antriebskräfte von a und c kann ein sogenannter Totpunkt nicht auftreten und wird daher die Bewegungsumkehr zwischen kl und ka mit derselben Genauigkeit, aber mit viel geringeren Reibungsverlusten bewirkt als durch ein Zahnrad-
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und b abgenommen und an eben so viele Wellen weitergeleitet werden.
Die Fig. 20 und 21 zeigen die nach dem zu Fig. 5 Gesagten eigentlich selbstverständliche Anordnung eines Kurbeltriebes ohne Pleuelstange. Der Kolben x ist direkt mit dem Rahmen b verbunden, der nur zum Zwecke der Entlastung des Kolbens von irgendwelchen Seitenkräften (die aber nicht aus dem eigentlichen Kurbeltrieb kommen) gegenüber a, a, mit zwei Rollenbandführungen geführt ist. Senkrecht zur Kolbenschubrichtung ist im Rahmen b ein das Kurbelzapfenlager enthaltendes Stück c ebenfalls in doppelter Rollenbandführung beweglich. Damit hat c wieder zwei Freiheitsgrade in der durch die Kolbenachse senkrecht zum Kurbelwellenmittel gehenden Ebene und kann so der Kreisbewegung des Kurbelzapfens folgen und durch senkrechten Druck auf seine Rollenführungen Kräfte vom Kolben x auf die Kurbel K übertragen oder umgekehrt.
Die Vorteile der hier in ihren Grundzügen geschilderten Erfindung sind : bedeutend leichtere Beweglichkeit der auf den geführten Wälzrollen sich gegeneinander verschiebenden Körper als bei einer gleich festen und gleich genauen Gleitführung ; keinerlei Totgang der Führung infolge Abnützung, da blosses Nachspannen der Bänder leicht durchführbar ist ; sehr geringer Aufwand an höherwertigem Material für die Rollen und Bänder und bedeutende Ersparnis an sonst notwendigem hochwertigem Material für die Laufflächen zwecks starrer Ausführung derselben ;
geringeres Gewicht der ganzen Führung
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der Laufflächen und damit der grossen Gefahr von Ausschuss durch Verziehen und Reissen derselben. Überdies Möglichkeit, viel grössere Wälzlagerungen ausführen zu können, als dies mit gehärteten Laufbahnen möglich wäre und damit Ausdehnung ihrer kraftsparenden Anwendung auf weite Gebiete des Maschinenbaues ; Verwendbarkeit ungehärteter Rollen.
Geringste Ausschussmöglichkeit bei den als Halbfabrikat zu beziehenden Bändern ; Ausführungsformen (Schrägstellung der geführten Platten), wie sie mit Gleitführungen nur unter bedeutendem Aufwand an Material, Bearbeitung und Raum möglich wären ; Möglichkeit eines einfachen, weitere Ersparnisse an Reibungsarbeit erzielenden Antriebs der geführten Körper direkt an einer der Wälzrollen und von weit entfernten Punkten aus, damit zweckmässigere Gestaltung vieler Maschinen durch Verlegung des Kurbeltriebes aus dem Arbeitsfeld der Führung ;
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solchen und der Gefahren bei ihrem Versagen ; keine Betriebsstörung oder Bruchgefahr selbst beim Reissen eines Bandes, da die andere Hälfte des entsprechenden Mittelbandes und das unversehrte Endband ihre Spannung aufrecht erhalten und die betroffene Rolle wälzend weiterläuft ;
Möglichkeit der Ausführung sehr grosser, stets leicht laufender und z. B. bei Rohrausführung der Rollen auch gut Wärme ableitender Rollenlager, die sich selbstbelüftend gebaut werden können, da die Schmierung wegfällt ; Möglichkeit der Ausführung von hochwertigen Gesehwindigkeits-, Kraftübersetzungs-und Umkehr- getrieben mit geringstem Reibungsverlust ; weitreichende Anwendungsmöglichkeiten der Kreuzrollen-
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beliebiger Linienzüge, für wirksame Siebbewegungen, Mahlprozesse usw. ; Möglichkeit des Antriebes vieler Wellen von einem (nach Art der untersten Platte einer Kreuzrollenführung) kreisenden Körper aus unter Aus-und Einschaltbarkeit derselben mittels einfacher Reibplattenkupplung ;
Möglichkeit der Abstützung eines solcher Art kreisenden Körpers durch im Kreis schwingende, sich aber nicht drehende, daher starr zu befestigende elastische Lenker ; Ausführungsmöglichkeit eines die Vorteile einer unendlich langen Pleuelstange (Wegfall des Seitendruckes und genaue Sinusbewegung) gewährenden Kurbeltriebes von Kolbenmaschinen. Wegfall der Vorkehrungen für Füllungsausgleich ; sehr hoher Wirkungsgrad eines solchen Kurbeltriebes ; sehr gedrängte, insbesondere kurze Bauart von Kolbenmaschinen mit diesem Kurbeltrieb. Daher Gewichts-und Arbeitsersparnis besonders am Rahmen ; Wegfall der Pleuelstange und des Kolbenbolzens.
Damit Ersparnis an Gewicht der hin und her gehenden Teile im allgemeinen und an teurem Material und kostspieliger Bearbeitung im besonderen ; Wegfall der Anstände in der schwierigen Schmierung dieser Teile.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Parallelführung und Wälzlagerung zweier Körper mittels Rollen, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Rollen von sich gegenseitig spannenden Bändern umfasst und dadurch gezwungen wird, sich ohne Gleiten auf diesen Bändern abzuwälzen.