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Einrichtung zur Einstellung von Empfängern für modulierte Trägerfrequenzen.
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aus weichem Gummi, deren Achsen senkrecht zur Achse des Schaftes liegen, sind seitlich an festen
Stützen angebracht und werden je nach der axialen Lage des Steuerschaftes gegen den einen oder den andern Zylinder gepresst. Die Rollen sind in bezug auf den Schaft aneinander gegenüberliegenden
Seiten angeordnet, damit die seitlichen Druckkräfte auf dem Schaft sich gegenseitig aufheben. Bei 1axialen Verschiebungen des Schaftes drehen sich die Rollen um ihre Achse und rollen von dem einen
Zylinder auf den andern Zylinder.
Obwohl demnach axiale Verschiebungen des Steuerschaftes nicht gehemmt werden, verhindern die Gummirollen jedoch Drehungen des festen oder auch des losen Zylinders, wenn sie gegen den einen oder den andern Zylinder gedrückt werden. Wenn die Rollen gegen den festen Zylinder gepresst werden, ist eine Drehung des Steuerschaftes zum Zwecke der Abstimmung nicht möglich. Der Schaft wird erst bei derjenigen axialen Lage für Drehungen freigegeben, bei welcher sich die Rollen auf dem losen Zylinder befinden. Es ist vorteilhaft, die Oberfläche der Zylinder zu riffeln oder mit Zähnen zu versehen, um die Reibung zwischen den Gummirollen und den Zylindern zu erhöhen.
Damit nicht durch Anwendung überuormaler Gewalt der Steuerschaft auch im gesperrten
Zustand verdreht werden kann, wird vorteilhafter Weise zwischen dem Bedienungsknopf und dem
Schaft oder zwischen dem Schaft und dem festen Zylinder eine Reibungskupplung vorgesehen, welche zu gleiten beginnt, bevor der feste Zylinder gegen die Rollen verdreht wird.
Es ist bekannt, dass die von einem Kopplungssystem durchgelassene Bandbreite vergrössert wird, ohne dass sich die mittlere Frequenz des Bandes verschiebt, wenn man die induktive Kopplung zwischen zwei abgestimmten Kreisen vergrössert. Derartige Kopplungssysteme werden daher bevorzugt als Bandfilter verwendet. Wenn jedoch die induktive Kopplung über einen gewissen Betrag hinaus erhöht wird, zeigt die Übertragungskurve des Bandfilters eine Doppelspitze. Der maximale Wert der Kopplung, bei welcher nur eine einzige Spitze vorhanden ist, wird bekanntlich als optimale Kopplung bezeichnet.
Die Herabsetzung der Kopplung unterhalb des Optimums verringert die Bandbreite, und die Erhöhung der Kopplung oberhalb des Optimums erhöht die Frequenzdifferenz zwischen den beiden Spitzen der Übertragungskurve, wodurch sich die Bandbreite vergrössert, wodurch sich aber auch gleichzeitig die beiden Spitzen der Kurve schärfer ausprägen. Der Begriff der Selektivität hängt mit dem Begriff der durchgelassenen Bandbreite eng zusammen ; die Selektivität ist dabei der Breite des durchgelassenen Bandes umgekehrt proportional. Der eben erörterte Effekt der Veränderung der Bandbreite durch Veränderung der induktiven Kopplung wird bei der erfindungsgemässen An- ordnung benutzt.
Die Fig. 1 und 2 stellen eine Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung dar. Die
Einrichtung ist auf einer Grundplatte 100 befestigt, deren Seiten und Enden rechtwinklig nach unten gebogen sind. Auf der Oberseite der Grundplatte befindet sich ein Gestell 101, welches die Abstimmungs- kondensatoren für die einzelnen Hochfrequenzkreise eines Empfängers trägt. Diese Kondensatoren sind in der Fig. 1 nicht dargestellt, weil sie von irgendeiner gebräuchlichen Form sein können und an sich keinen Teil dieser Erfindung bilden. Alle einzelnen Drehkondensatoren können hintereinander auf einer Achse montiert sein und werden durch die Achse 102 angetrieben. An dem Ende der Achse ist ein Zahnrad 103 befestigt, das durch ein weiteres Zahnrad 104 angetrieben werden kann, welches auf dem Steuerschaft befestigt ist.
An dem äusseren Ende des Steuerschaftes 105 ausserhalb der durch die Grundplatte gebildeten Wanne ist der Bedienungsknopf 106 angebracht.
In einer Reihe längs der Mitte der Grundplatte befinden sich die Abschirmbüchsen 119, 120,
121, 122 und 123. Jede dieser Abschirmbüchsen enthält einen Selektionskreis oder ein selektives
Kopplungssystem des Empfängers.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Sekundärspule der Kopplungssysteme unbeweg- lich innerhalb der zugehörigen Abschirmbüchse angebracht, während die Primärspule beweglich angebracht ist, wobei sie durch den beweglichen Träger 115, der durch eine Öffnung in der Grundplatte hindurchragt, in axialer Richtung verschoben werden kann. Fig. 2 zeigt genauer, wie diese Bewegung der Primärspule bewirkt wird. Man erkennt die Lage des Schaftes 105 unterhalb der Grundplatte : die Figur zeigt auch die Abschirmbüchse 122 im Schnitt, welche die fest angebrachte Sekundärspule 66 und die bewegliche Primärspule 55 enthält.
In der Büchse 122 ist die Sekundärspule 56 auf einem Spulenträger befestigt. von dem sie oben in der Büchse gehalten wird. Die Primärspule 55 ist mit ihrem Spulenträger an dem beweglichen Träger 115 befestigt. Das andere Ende des beweglichen Trägers ist mit einem Verbindungsträger 112 verbunden, der längs der Unterseite der Grundplatte unter allen Büchsen 119, 120, 121, 122 und 123 hindurchgeht. Dieser Verbindungsträger 112 wird an seinen Enden durch zwei Führungsarme 113 und 113'gehalten. Diese Führungsarme können sich um die Achse 114 längs der Hinterseite der Grundplatte bewegen. Die vertikale Einstellung des Verbindungsträgers 112 wird durch die hervorspringende Nase 111 bestimmt, welche in eine Kerbe 129 der Klinke 108 eingreift ; die Klinke 108istauf der Achse 109 drehbar befestigt.
Um das Gewicht der ganzen beweglichen Spulenanordnung, welches auf der Nase 111
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werden, so dass die Stellung der Klinke und damit die vertikale Lage der Spule'3. 5 gegenüber der
Spule 56 durch die axiale Lage des Schaftes 105 bestimmt ist. Auf diese Weise wird durch die axiale Einstellung des Bedienungsknopfes die Kopplung zwischen den Spulen 55 und 56 und damit zwischen allen Spulenpaaren bestimmt, welche noch durch die Bewegung des Verbindungsträgers 112 verstellt werden.
Der Stenersohaft 105 trägt ein Zahnrad 10due welches innerhalb der Grenze der axialen Verschiebung des Schaftes 105 dauernd mit dem Zahnrad 10. 3 in Eingriff ist, das auf der Achse 102 fest angebracht ist. Die Achse 102 ist mit den Drehachsen aller abzustimmenden Drehkondensatoren gekuppelt. Ein zweites Zahnrad 1. 10 oder ein Zylinder des gleichen Durchmessers wie der des Zahnrades 104 ist auf dem Schaft 105 neben dem Zahnrad 104 drehbar angebracht. Zwei weiche Gummirollen 131 werden je nach der axialen Lage des Schaftes 105 gegen das Zahnrad 104 oder den Zylinder 130 gedrückt ; diese Rollen sind um ihre Achse drehbar mit den Trägern 1. 12 an der Grundplatte 100 befestigt.
Entweder das Zahnrad 104 oder der Bedienungsknopf 106 ist mit dem Schaft 70. 3 über eine Reibungskupplung verbunden, welche so konstruiert ist, dass sie zu gleiten beginnt. ehe sich das Zahnrad 104 gegenüber den Rollen 131 verdreht. Auf diese Weise wird die Achse 102 für die Drehkondensatorabstimmung so lange gegen Verdrehungen durch den Bedienungsknopf 106 gesperrt, wie die Rollen 131 gegen das feste Zahnrad 104 gepresst werden.
Man erkennt, dass durch die Rollen 131 die axiale Bewegung des Schaftes 105 zwecks Einstellung der Selektivität nicht gehemmt wird, dass die Rollen wohl aber eine Drehung des Schaftes verhindern, wenn sie an dem Zahnrad 104 anliegen. Die Länge des Zahnrades 104 ist so bemessen, dass die Rollen 131 sich bei axialen Verschiebungen des Schaftes 105 so lange auf der Oberfläche des Zahnrades 104 befinden, bis der Steuerschaft 105 in die axiale Lage gebracht worden ist, bei welcher die Bandbreite im wesentlichen einem vorgegebenen Minimum entspricht. Bei Überschreitung dieser Grenze der axialen Einstellung des Steuerschaftes treten die Rollen auf den Zylinder 1 : 30 über, welcher lose auf dem Steuerschaft drehbar ist.
Bei dieser axialen Lage des Steuerschaftes bewirkt also eine Drehung des Knopfes 106 eine entsprechende Drehung des Zahnrades 104, wobei kein Rutschen der Reibungskupplung eintreten kann, weil die Bremskraft durch die Rollen wegfällt. Das Zahnrad 104 treibt dann über das Zahnrad 10 : 3 die Drehkondensatorachse an.
Fig. 3 stellt eine Reibungskupplung dar, welche besonders für die Zwecke der erfindungsgemässen Einrichtung geeignet ist. Die Zeichnung zeigt die Reibungskupplung eingebaut in den Bedienungsknopf 106.
Der Bedienungsschaft 105 ist mit einem ringförmigen Flansch 140 versehen, über welchen der Knopf übergreift. Auf der Innenseite des Knopfes 106 ist mittels der Schrauben 142 ein Ring 743 befestigt, durch welchen der Flansch 140 elastisch gegen den Knopf gepresst wird ; durch die Gummizwischenlage 145 kann dabei nötigenfalls die Reibung erhöht werden. Die durch den Ring 14 : 3 erzeugte Spannung ist so bemessen, dass der Knopf 106 auf dem Schaft 105 zu gleiten beginnt, ehe sich das Zahnrad 104 gegenüber den Rollen 1 : 31 verdreht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Einstellung von Empfängern mit Bandfiltern einstellbarer Bandbreite nach dem Patente Nr. 152372, bei welcher für die Abstimmung und die Regelung der Bandbreite ein gemein- sames Regelmittel vorgesehen ist, welches derart ausgebildet ist, dass die Abstimmung des Empfängers erst erfolgen kann, nachdem die an sich beliebig einstellbare Durchlassbreite der Bandfilter auf ein vorgegebenes Minimum zurückgeführt wurde, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sperrung vorgesehen ist, welche eine Veränderung der Abstimmung verhindert, solange das Regelmittel nicht im wesent- lichen auf das vorgegebene Minimum der Bandbreite eingestellt ist.