AT155307B - Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln.

Info

Publication number
AT155307B
AT155307B AT155307DA AT155307B AT 155307 B AT155307 B AT 155307B AT 155307D A AT155307D A AT 155307DA AT 155307 B AT155307 B AT 155307B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
coating
production
gloss
mirrors
galvanic
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Bosch Robert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bosch Robert filed Critical Bosch Robert
Application granted granted Critical
Publication of AT155307B publication Critical patent/AT155307B/de

Links

Landscapes

  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hoehglänzender Ober-   fläche,   insbesondere Scheinwerferspiegeln. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   Gegenständen,'deren   galvanischer Metallüberzug hochglänzend erhalten werden soll, insbesondere von Scheinwerferspiegeln, und bezweckt, das zur Erzielung von   Hochglanz übliche   Polieren zu ersparen. 



   Bekanntlich bilden sich beim Trocknen von galvanisch mit einem hochglänzenden Metall- überzug versehenen und anschliessend gewaschenen Gegenständen Flecke aus Rückständen der verdampften Flüssigkeit. Diese Trockenflecke überdecken mindestens teilweise den Metallüberzug und stumpfen dessen Glanz ab. Zur Beseitigung der Trockenflecke bzw. zur Erzielung von Hochglanz war man bisher darauf angewiesen, die   Metallüberzüge nach   dem Trocknen der betreffenden Gegen- stände zu polieren. 



   Gemäss der Erfindung können nun Gegenstände mit hochglänzenden galvanischen Überzügen unter Vermeidung jeglicher Polierarbeit in der Weise hergestellt werden, dass der mit einem hochglänzenden galvanischen Überzug versehene Gegenstand unmittelbar, nachdem er-zwecks Entfernung von Teilen des galvanischen Bades oder eines nach der Galvanisierung etwa noch angewendeten Bades-gewaschen worden ist, von anhaftender Flüssigkeit dadurch befreit wird, dass er um eine mittig gelegene   Stelle-bei Hohlspiegeln   um die optische Achse-in rasche Umdrehung versetzt wird. 



   Für diese Behandlung, die eine   vollkommene Trocknung, ohne Flecke zu hinterlassen, herbei-   führt, eignen sich naturgemäss nur solche Gegenstände, deren Form das Abschleudern einer   anhaftenden   Flüssigkeit gestattet, z. B. Scheinwerferspiegel. 



   Das Abschleudern der Flüssigkeit erfolgt   zweckmässigerweise   unter Anwendung hoher Umdrehungsgeschwindigkeit. Besonders vorteilhaft hat sich ein Schleudern bei 2500-3500   Umdrehungen   pro Minute erwiesen. Die Trocknung wird dann meist innerhalb kurzer Zeit, 15--30 Sekunden. vollständig. 



   Der Erfolg des Verfahrens gemäss der Erfindung kann dadurch erhöht oder gesichert werden, dass zum Waschen des mit einem galvanischen Überzug versehenen Gegenstandes eine Flüssigkeit von hoher Benetzungsfähigkeit verwendet wird. Derartige Flüssigkeiten zeigen wenig Neigung zur Tropfenbildung und lassen Ablaufbahnen auf der durch Schleudern getrockneten Silberfläche nicht entstehen. Eine hohe Benetzungsfähigkeit weisen Flüssigkeiten auf, die entweder an und für sich kapillaraktiv sind, wie z. B. Alkohol, oder die kapillaraktive Stoffe gelöst enthalten. Ein kapillaraktiver Stoff ist beispielsweise Gelatine, die, in geringer Menge in Wasser gelöst, eine besonders geeignete Waschflüssigkeit ergibt. 



   Das bekannte Polieren, das bisher zur Erzielung eines   hochglänzenden,   auch als   Spiegelfläche   geeigneten galvanischen Überzuges nicht zu umgehen war, erforderte eine gewisse Mindestdicke der zu polierenden Schicht von 1 Mikron (gleich einem Tausendstel Millimeter) oder mehr, da ein Teil der Schicht beim Polieren entfernt wird. Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ermöglicht durch den Fortfall des Polierens, dass gegebenenfalls nur sehr dünne Metallüberzüge von einer Dicke von weniger als 0-5 Mikron, insbesondere weniger als 0-2 Mikron, galvanisch erzeugt zu werden brauchen. 



  Beispielsweise können noch Silberschichten von etwa   0'05 Mikron Dicke   als Spiegelbelag dienen. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Überzug im wesentlichen nur optisch wirksam sein, beispielsweise als reflektierende Fläche eines Scheinwerferspiegels dienen soll. 



   Je geringer die Dicke des hochglänzenden Überzuges ist, um so mehr tritt die Farbe desjenigen Metalls in Erscheinung, auf das der Überzug aufgebrächt ist. Um die Farbe und Wirkung eines sehr dünnen   galvanischen Überzuges   zu bewahren, ist es angebracht, als Unterlage für den Überzug ein Metall gleicher oder ähnlicher Farbe zu verwenden. Bei   Scheinwerferspiegeln,   deren reflektierende Flächen aus einem Silber überzug bestehen, dient zweckmässigerweise Nickel oder ein anderes helles und sonst geeignetes Metall als Unterlage, vorzugsweise in Form einer galvanisch niedergeschlagenen Schicht auf einem Grundkörper aus Messing od. dgl.

   Bei Verwirklichung dieses an und für sich bekannten Aufbaues können nach dem neuen Verfahren dem Aussehen und der Wirkung nach hervorragende Scheinwerferspiegel erhalten werden, deren reflektierende Flächen aus einer Silberschicht von weniger als etwa 0-2 Mikron Dicke bestehen. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung hat zur Voraussetzung, dass die   Metallüberzüge,   die am fertigen Gegenstand hochglänzend erhalten werden sollen, aus dem galvanischen Bad hochglänzend abgeschieden werden. Dies kann auf bekannte Weise geschehen, beispielsweise dadurch, dass ein geeignetes Bad verwendet wird und als Unterlage für den   Metallüberzug   eine glänzende   Metallfläche   dient. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit   hochglänzender   Oberfläche, deren Form das Abschleudern einer anhaftenden Flüssigkeit gestattet, insbesondere von Scheinwerferspiegeln, dadurch gekennzeichnet, dass der mit einem   hochglänzenden   galvanischen Überzug versehene Gegenstand unmittelbar, nachdem er gewaschen worden ist, von anhaftender Flüssigkeit dadurch befreit wird, dass er um eine mittig gelegene   Stelle-bei Hohlspiegeln   um die optische Achse-in rasche Umdrehung versetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter Anwendung hoher Umdrehungsgeschwindigkeit geschleudert wird, vorzugsweise bei 2500-3500 Umdrehungen pro Minute.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Waschen des mit einem galvanischen Überzug versehenen Gegenstandes eine Flüssigkeit von hoher Benetzungsfähigkeit verwendet wird.
    4. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der galvanische hochglänzende Metallüberzug eine Dicke von weniger als 0'5Mikron, vorzugsweise weniger als 0'2Mikron, aufweist.
    5. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierenden Flächen aus einem auf einer Nickelunterlage galvanisch aufgebrachten Silberüberzug von weniger als etwa 0'2 Mikron Dicke bestehen.
AT155307D 1936-08-27 1937-07-26 Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln. AT155307B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE155307T 1936-08-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT155307B true AT155307B (de) 1938-12-27

Family

ID=29412540

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT155307D AT155307B (de) 1936-08-27 1937-07-26 Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT155307B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE608270C (de) Verfahren zur Herstellung von oxydischen, als Traeger fuer lichtempfindliche Stoffe geeigneten Schichten auf Aluminium und seinen Legierungen
CH636131A5 (de) Verfahren zur behandlung von aluminiumoberflaechen durch oxidation mit einer nachfolgenden verdichtung.
AT155307B (de) Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln.
DE2548792A1 (de) Geformtes metallteil mit eindiffundierter edelmetallschicht und verfahren zum herstellen desselben
DE2254857B2 (de) Verfahren zur Herstellung von abnutzungsfesten Nickeldispersionsüberzügen
CH200472A (de) Verfahren zur Herstellung von einen hochglänzenden galvanischen Überzug aufweisenden Gegenständen, insbesondere von Scheinwerferspiegeln.
DE3417355A1 (de) Verfahren zum aufbringen eines klaren films aus einem anaphoretischen harz auf metallflaechen
DE10026338B4 (de) Verfahren zur Beschichtung eines metallischen Bauteils
DE624210C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, insbesondere von Faeden aus Celluloseacetaten
DE680517C (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus waesserigen Dispersionen von Kautschuk
DE689014C (de) Verfahren zur Herstellung von optisch genauen Metallspiegeln, insbesondere fuer mit sichtbaren oder unsichtbaren Lichtstrahlen arbeitende Geraete, wie Scheinwerfer, Ultrarotsender und -empfaenger
DE566671C (de) Verfahren zur Herstellung von alaungarem Leder
DE708117C (de) Verfahren zur Herstellung von Eiweissabbauprodukten von der Art der Lysalbin- und Protalbinsaeure
DE682736C (de) Verfahren zur Erhoehung der Korrosionsbestaendigkeit von Werkstuecken aus Leichtmetallen und deren Legierungen durch anodische Oxydation
DE1253552B (de) Reinigungsmittel fuer Metalloberflaechen
DE559782C (de) Verfahren zur Herstellung glaenzender Chromueberzuege bei Chrombaedern, die mit sogenannten Abdeckschichten arbeiten
AT139102B (de) Verfahren zum Schmälzen von Textilmaterialien.
AT155136B (de) Verfahren zur Herstellung von festhaftenden dichten Metallüberzügen auf elektrisch nicht leitenden Stoffen.
DE729641C (de) Schutzmittel gegen Dichlordiaethylsulfid
DE133486C (de)
DE663415C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen auf der Faser
DE580116C (de) Verfahren zum Lackieren feuerverzinkter Oberflaechen
DE748585C (de) Verfahren zum Herstellen von hochglanzverzinkten Scheinwerferspiegeln mit Spiegelschichttraegern aus Stahl
DE695255C (de) Verfahren zur Verhinderung der elektrostatischen Aufladung von Kunstfaeden aus organischen Cellulosederivaten
DE315412C (de)