AT155307B - Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hoehglänzender Ober- fläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen,'deren galvanischer Metallüberzug hochglänzend erhalten werden soll, insbesondere von Scheinwerferspiegeln, und bezweckt, das zur Erzielung von Hochglanz übliche Polieren zu ersparen. Bekanntlich bilden sich beim Trocknen von galvanisch mit einem hochglänzenden Metall- überzug versehenen und anschliessend gewaschenen Gegenständen Flecke aus Rückständen der verdampften Flüssigkeit. Diese Trockenflecke überdecken mindestens teilweise den Metallüberzug und stumpfen dessen Glanz ab. Zur Beseitigung der Trockenflecke bzw. zur Erzielung von Hochglanz war man bisher darauf angewiesen, die Metallüberzüge nach dem Trocknen der betreffenden Gegen- stände zu polieren. Gemäss der Erfindung können nun Gegenstände mit hochglänzenden galvanischen Überzügen unter Vermeidung jeglicher Polierarbeit in der Weise hergestellt werden, dass der mit einem hochglänzenden galvanischen Überzug versehene Gegenstand unmittelbar, nachdem er-zwecks Entfernung von Teilen des galvanischen Bades oder eines nach der Galvanisierung etwa noch angewendeten Bades-gewaschen worden ist, von anhaftender Flüssigkeit dadurch befreit wird, dass er um eine mittig gelegene Stelle-bei Hohlspiegeln um die optische Achse-in rasche Umdrehung versetzt wird. Für diese Behandlung, die eine vollkommene Trocknung, ohne Flecke zu hinterlassen, herbei- führt, eignen sich naturgemäss nur solche Gegenstände, deren Form das Abschleudern einer anhaftenden Flüssigkeit gestattet, z. B. Scheinwerferspiegel. Das Abschleudern der Flüssigkeit erfolgt zweckmässigerweise unter Anwendung hoher Umdrehungsgeschwindigkeit. Besonders vorteilhaft hat sich ein Schleudern bei 2500-3500 Umdrehungen pro Minute erwiesen. Die Trocknung wird dann meist innerhalb kurzer Zeit, 15--30 Sekunden. vollständig. Der Erfolg des Verfahrens gemäss der Erfindung kann dadurch erhöht oder gesichert werden, dass zum Waschen des mit einem galvanischen Überzug versehenen Gegenstandes eine Flüssigkeit von hoher Benetzungsfähigkeit verwendet wird. Derartige Flüssigkeiten zeigen wenig Neigung zur Tropfenbildung und lassen Ablaufbahnen auf der durch Schleudern getrockneten Silberfläche nicht entstehen. Eine hohe Benetzungsfähigkeit weisen Flüssigkeiten auf, die entweder an und für sich kapillaraktiv sind, wie z. B. Alkohol, oder die kapillaraktive Stoffe gelöst enthalten. Ein kapillaraktiver Stoff ist beispielsweise Gelatine, die, in geringer Menge in Wasser gelöst, eine besonders geeignete Waschflüssigkeit ergibt. Das bekannte Polieren, das bisher zur Erzielung eines hochglänzenden, auch als Spiegelfläche geeigneten galvanischen Überzuges nicht zu umgehen war, erforderte eine gewisse Mindestdicke der zu polierenden Schicht von 1 Mikron (gleich einem Tausendstel Millimeter) oder mehr, da ein Teil der Schicht beim Polieren entfernt wird. Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ermöglicht durch den Fortfall des Polierens, dass gegebenenfalls nur sehr dünne Metallüberzüge von einer Dicke von weniger als 0-5 Mikron, insbesondere weniger als 0-2 Mikron, galvanisch erzeugt zu werden brauchen. Beispielsweise können noch Silberschichten von etwa 0'05 Mikron Dicke als Spiegelbelag dienen. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Überzug im wesentlichen nur optisch wirksam sein, beispielsweise als reflektierende Fläche eines Scheinwerferspiegels dienen soll. Je geringer die Dicke des hochglänzenden Überzuges ist, um so mehr tritt die Farbe desjenigen Metalls in Erscheinung, auf das der Überzug aufgebrächt ist. Um die Farbe und Wirkung eines sehr dünnen galvanischen Überzuges zu bewahren, ist es angebracht, als Unterlage für den Überzug ein Metall gleicher oder ähnlicher Farbe zu verwenden. Bei Scheinwerferspiegeln, deren reflektierende Flächen aus einem Silber überzug bestehen, dient zweckmässigerweise Nickel oder ein anderes helles und sonst geeignetes Metall als Unterlage, vorzugsweise in Form einer galvanisch niedergeschlagenen Schicht auf einem Grundkörper aus Messing od. dgl. Bei Verwirklichung dieses an und für sich bekannten Aufbaues können nach dem neuen Verfahren dem Aussehen und der Wirkung nach hervorragende Scheinwerferspiegel erhalten werden, deren reflektierende Flächen aus einer Silberschicht von weniger als etwa 0-2 Mikron Dicke bestehen. Das Verfahren gemäss der Erfindung hat zur Voraussetzung, dass die Metallüberzüge, die am fertigen Gegenstand hochglänzend erhalten werden sollen, aus dem galvanischen Bad hochglänzend abgeschieden werden. Dies kann auf bekannte Weise geschehen, beispielsweise dadurch, dass ein geeignetes Bad verwendet wird und als Unterlage für den Metallüberzug eine glänzende Metallfläche dient. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, deren Form das Abschleudern einer anhaftenden Flüssigkeit gestattet, insbesondere von Scheinwerferspiegeln, dadurch gekennzeichnet, dass der mit einem hochglänzenden galvanischen Überzug versehene Gegenstand unmittelbar, nachdem er gewaschen worden ist, von anhaftender Flüssigkeit dadurch befreit wird, dass er um eine mittig gelegene Stelle-bei Hohlspiegeln um die optische Achse-in rasche Umdrehung versetzt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter Anwendung hoher Umdrehungsgeschwindigkeit geschleudert wird, vorzugsweise bei 2500-3500 Umdrehungen pro Minute.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Waschen des mit einem galvanischen Überzug versehenen Gegenstandes eine Flüssigkeit von hoher Benetzungsfähigkeit verwendet wird.4. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der galvanische hochglänzende Metallüberzug eine Dicke von weniger als 0'5Mikron, vorzugsweise weniger als 0'2Mikron, aufweist.5. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierenden Flächen aus einem auf einer Nickelunterlage galvanisch aufgebrachten Silberüberzug von weniger als etwa 0'2 Mikron Dicke bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT155307D AT155307B (de) | 1936-08-27 | 1937-07-26 | Verfahren zur Herstellung von galvanisch überzogenen Gegenständen mit hochglänzender Oberfläche, insbesondere Scheinwerferspiegeln. |
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1937
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