AT15508B - Verfahren zur Herstellung von Lösungen der Titansäure in Milchsäure bezw. von Verbindungen der Titansäure mit Milchsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lösungen der Titansäure in Milchsäure bezw. von Verbindungen der Titansäure mit Milchsäure.

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   Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 15508. 



   DR. CARL DREHER IN FREIBURG I. B. 



  Verfahren zur Herstellung von Lösungen der Titansäure in Milchsäure bezw. von
Verbindungen der Titansäure mit   Milchsäure.   



   Titansäuro als   sehr schwache Hase tost sieh   in schwachen Säuren wie Essigsäure, Ameisensäure und   Milchsäure   direkt nur wenig, selbst bei grossem Überschusse der Säuren, und die Lösung in starken Säuren wie Schwefelsäure und Salzsäure zersetzt sich beim Verdünnen mit Wasser schon in der Kälte beim Stehen rasch in der Wärme, wenn nicht 
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 saure nur mit einem Überschuss an Oxalsäure auf ; die aus den   Lösungen gewonnenen   Salze reagieren immer stark sauer.

   Auf Zusatz von Alkali oder alkalischen Salzen und selbst neutraler Salze der Essigsäure und Ameisensäure fällt besonders rasch beim Erwärmen die Titansäure wieder aus ; ein Neutralisieren der stark sauren Lösungen durch Zusatz von Alkalien oder alkalischen Salzen oder die direkte Herstellung von schwach sauren oder neutralen Lösungen der   Titansäuro   oder schwach saurer oder neutraler wasserlöslicher Salzo der   Titansäure   ist deshalb bislang nicht gelungen.   Da aber Titansatze sich   durch ihre leichte Zersetzbarkeit und grosse   Farbkraft der Lacke dos Titanoxyds   mit Beizenfarbstoffen zum Färben besonders bei niederer Temperatur zu färbende Stoffe wie   Leder, l'elze   und Felle etc.

   sehr geeignet erscheinen, die Gegenwart von starken Säuren oder ein   Überschuss von Säure diesen   Stoffen wieder schädlich ist, ist es von grösster Wichtigkeit neutrale Lösungen von Titansäuro gewinnen zu können oder Lösungen von   Titansäurp   in einer schwachen, säureempfindliche Stoffe tunlichst wenig angreifenden Säure und   ohne grossen Überschuss   dieser Säure. Die Versuche des Erfinders haben nun 
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 säure und Salzsäure   säureempfindliche   Stoffe wie Leder weit weniger angreift, so dass z. B. lohgares Leder in einer 1%igen Milchsäurelösung ohne Schaden bis auf 400 C. erwärmt werden kann, während in 1%igen Lösungen der genannten Säuren bei derselben   Tem-   peratur das Leder sehr stark leidet.

   Es löst sich aber Titansäure in Milchsäure direkt nur in sehr grossem   Überschuss   dieser Säure selbst in Gegenwart von Alkalisalzen der   Milchsäure,   wenn auch in letzterem Falle besser, so dass z. B. zur direkten   Lösung von   1 Teil Titansäurehydrat Ti (OH)4 erforderlich sind etwa 4 Teile Milchsäure   (1000/0) und   weitere. i Teile Milchsäure (100%) als milchsaures Alkalisalz.

   Es wird nun gefunden, dass während Lösungen von, Titansäure in Milchsäure durch direktes Lösen von Titansäure in Milchsäure nur mit einem grossen Überschusse an Milchsäure gewonnen werden können, es gelingt, Lösungen von Titansäure in weit weniger Milchsäure auf indirektem Wege zu 
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 und Oxalsäure oder die   Hoppclsatzo   der entsprechenden Säuren umsetzt mit solchen Salzen der Milchsäure, die mit den genannten   Säuren   unlösliche Verbindungen bilden, also durch Umsetzung der schwefelsauren Titanlösungen mit zur Fällung aller Schwefelsäure als unlösliche Sulfate erforderlichen molekularen Menge von Erdalkalilaktaten, z. B. Kalzium-oder 
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 säure erforderlichen Mengen Erdlaktaten und Laktaten einiger Schwermetalle. die   unlös-   liche Oxalate bilden. z. B.

   Kupferlaktat oder von salzsaurer Lösung mit milchsaurem Blei. 



   Ein gleiches Umsetzen derselben Titanlösungen mit den entsprechenden Azetaten und Formiaten zu Titansäureazetat oder -formiat gelingt   nicht-, vielmehr fällt   die   Titansäure   grösstenteils selbst in Gegenwart eines Überschusses an Essigsäure oder   Ameisensäure   

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 mit den unlöslichen Sulfaten oder   Laktaten zusammen aus und gehen   nur Spuren von   Titansäure   in Lösung. Die neuen Titanlösungen in Milchsäure lassen sich ohne Zersetzung eindampfen und bilden dann im Wasser leicht lösliche breiige oder sirupartige, leicht Wasser anziehende Substanzen. 



   Beispiele : 1. Titanlaktat aus Titanoxalat und Kalziumlaktat. 
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 und versetzt die Lösung mit einer Lösung von 100 Teilen kristallisiertem neutralen   Kalziumlaktat Ca C3 H5 O3 @   5 H2 0 in 1000 Teilen Wasser und filtriert. 



   2.   Titanlaktat aas Titsnkaliumsulfat   und   Kalzium ! aktat.   
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 Wasser und zersetzt mit der Lösung von 400 Teilen Kalziumlaktat in 4000 Teilen Wasser, lässt absitzen und und filtriert das ausgeschiedene Kalziumsulfat ab. 



   3. Titanlaktat aus Titanchlorid und Bleiazetat. 
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 durch Fällung der Schwefelsäure oder Oxalsäure die   schwefelsauren   resp. oxalsauren Lösungen der Titansäure, in milchsaure Lösungen der Titansäure wie im vorigen bebeschrieben, umzusetzen, kann man aber auch   Titansäurelösungen   in Milchsäure erhalten durch Zusatz von einer der an die Titansäure gebundenen Menge   Säure, z.   B. Salzsäure, Schwefelsäure oder Oxalsäure molekular entsprechenden Menge eines milchsauren Salzes, dessen Base die   Säure des Titanoxyd   nicht fällt, also z. B. durch Zusatz zu der SalzsäureTitanlösung irgend eines wasserlöslichen milchsauren Salzes oder bei Sulfaten und Oxalaten eines Alkalisalze. Das   Titansäurolaktat   bildet sich sofort, wenn die Mischung erwärmt wird. 4.

   Man versetzt die stark saure Lösung von 10 9 im Liter des leicht   zugänglichen   Titankaliumoxalats mit 30   9   Milchsäure 500/oig und versetzt dann die Lösung mit Ammoniak. 



  5. Man löst z. B.   l   Teil Titansäurehydrat Ti (OH)4 in 3 Volumteilen konzentrierter Salzsäure und versetzt mit 7 Volumteilen milchsauren Natron, enthaltend 450 Teile   milch-   saures Natron in 1000 Teilen Wasser. Die Lösung reagiert schwach sauer. 6. Man versetzt die Lösung von Titansäure in konzentrierter Salzsäure wie unter 5 mit einer Lösnng von 5 Teilen milchsauren Kalk in 100 cm3 Wasser. 



   Die Titanlösungen 5 und 6 sind noch schwach sauer. Eine entsprechende Herstellung von Azetaten und Formiaten der Titansäure gelingt nicht, indem die   Titansilure   beim Er-   wärmen,   also sobald Umsetzung vor sich geht, ausfällt. 



   Alle Lösungen der Titansäure in Milchsäure zeigen das auffallende Verhalten, dass sie ohne Ausfällung von   Titans-autre   mit Alkalien, Alkalikarbonaten, Erdalkalien oder Erdkarbonaten versetzt werden können, bis zur vollkommenen Neutralisation. Wenn bei der Herstellung der Titanlaktate   ein Überschuss   von Milchsäure angewendet wurde oder dadurch entstanden ist, dass ein Überschuss einer anderen zur Lösung von Titansäure benützten Säure mit Laktaten umgesetzt wurde, so kann die entstandene überschüssige Milchsäure einfach mit Alkalien, Alkalikarbonaten, Erdalkalien oder Erdalkalikarbonaten (z.   B.   Kalziumkarbonat) neutralisiert werden. Bei Anwendung von Alkalikarbonat oder Erdalkalikarbonaten erfolgt die Neutralisation am besten unter Erwärmung, um die Kohlensäure rascher frei zu machen.

   Die Anwendung eines kleinen Überschusses an Säure, um glatt alle Titansäure in Lösung zu bringen, ist, da man nachher neutralisieren kann, für das Endresultat ohne Schaden, sondern um sichere Lösung alles Titans zu erhalten, nur zu empfehlen. Die nach vorstehendem erhaltenen schwach sauren oder neutralen Lösungen von   Titansäure   in Milchsäure ergeben beim Eindampfen sirupnrtige oder feste Produkte und sollen besonders dazu dienen, Leder in den echten Farben der Titanlacke mit Beizenfarbstoffen zu färben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Lösungen der   Titansäure   in Milchsäure bezw. von Verbindungen der Titansäure mit Milchsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man Lösungen der   Titansäure   in stärkeren Säuren mit Lösungen der milchsauren Salze behandelt.

Claims (1)

  1. 2. Die Herstellung von neutralen Titansalzen resp. deren Lösungen, indem man die nach Anspruch l erhaltenen Titanlaktatlösungen mit Alkalien, Alkalikarbonaten oder bei Abwesenheit von Oxalsäure mit Erdalkalien oder Erdalkalikarbonaten neutralisiert und zur Trockene verdampft.
AT15508D 1901-10-12 1901-10-12 Verfahren zur Herstellung von Lösungen der Titansäure in Milchsäure bezw. von Verbindungen der Titansäure mit Milchsäure. AT15508B (de)

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