AT154540B - Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen. - Google Patents

Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen.

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AT154540B
AT154540B AT154540DA AT154540B AT 154540 B AT154540 B AT 154540B AT 154540D A AT154540D A AT 154540DA AT 154540 B AT154540 B AT 154540B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verstärkerschaltung   für sehr hohe Frequenzen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen, bei der zwischen das Steuergitter und die Kathode einer oder mehrerer Verstärkerröhren ein auf die zu verstärkende Frequenz abgestimmter Schwingungskreis eingeschaltet ist. 



   Wenn dem Steuergitter einer Elektronenröhre eine Spannung sehr hoher Frequenz zugeführt wird, so wird der zum Steuergitter fliessende Strom eine Phasenverschiebung in bezug auf die Steuergitterspannung aufweisen infolge des Umstandes, dass die Laufzeit der Elektronen in bezug auf die Periode der angelegten Spannungen nicht   vernachlässigbar   klein ist. Infolge dieser Phasenverschiebung benimmt sieh die Röhre in solcher Weise, als ob zwischen das Steuergitter und die Kathode ein Ohmscher Widerstand eingeschaltet wäre. Es wird dadurch eine zusätzliche Dämpfung des Gitterkreises herbeigeführt. Der zwischen Steuergitter und Kathode auftretende scheinbare Ohmsche Widerstand wurde von C. J.

   Bakker und G. de Vries in einem in Physica 2, S. 683-697, Juli 1935, veröffentlichten Aufsatz"On Vaeuum tube   eleetronics"berechnet.   Gemäss diesem Aufsatz ist der Reziprokwert dieses Widerstandes gleich 
 EMI1.1 
 in der S die Steilheit der Kennlinie ist, welche den Zusammenhang zwischen dem das Steuergitter   durchfliessenden   Gesamtstrom und der Steuergitterspannung angibt, während (o die Kreisfrequenz der zugeführten   Hoebirequenzspannung und v   die Laufzeit der Elektronen zwischen der Kathode und dem Steuergitter darstellt. 



   Wenn die Verstärkung der Schaltung in üblicher Weise durch Änderung der Steuergittervorspannung der Verstärkerröhren geregelt wird, so weist die Steilheit und mithin auch der oben genannte scheinbare Widerstand für jede Einstellung der Verstärkung einen andern Wert auf. Es wird also für jede Einstellung der Verstärkung eine verschiedene zusätzliche Dämpfung der Gitterkreise herbeigeführt, so dass auch die Selektivität der Schaltung für jeden Wert der Verstärkung verschieden ist. 



   Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass in der Kathodenleitung der Verstärkerröhre, bzw. Röhren eine solche Impedanz eingeschaltet wird, dass der infolge der Phasenverschiebung zwischen der Steuergittervorspannung und dem das Steuergitter   durchfliessenden   Strom zwischen Steuergitter und Kathode auftretende scheinbare Ohmsche Widerstand ausgeglichen oder nahezu ausgeglichen wird. 



   Man hat bereits vorgeschlagen, zwischen Steuergitter und Kathode zum Zwecke der Erzielung einer Steuergittervorspannung einen Widerstand einzuschalten (automatische Gittervorspannung). 



  Dieser bekannte Widerstand hat bei   Hoehfrequenzverstärkerröhren   einen Wert, der grösser ist als 200 Ohm, während der Widerstandswert gemäss der Erfindung unter 200 Ohm liegt. 



   Die Erfindung wird an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. 



   In der Zeichnung ist eine Schirmgitterröhre dargestellt, bei der das Steuergitter und die Kathode mit einem abgestimmten Schwingungskreis verbunden sind, der aus einer Selbstinduktion L und einer veränderlichen Kapazität C besteht. Die durch die im Schwingungskreise auftretenden Verluste herbei- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 durch   C :   dargestellt. 



   Die Spannung über den Schwingungskreis beträgt V und die Spannung zwischen dem Steuergitter und der   Kathode V,,.   Ferner ist der die Kapazizät   Ogk     durchfliessende Strom   mit   ic   und der von der Anode und dem Schrimgitter aufgenommene Wechselstrom mit ik bezeichnet. 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 Hieraus ergibt sich : 
 EMI2.7 
 Die durch den Widerstand Rk verursachte Dämpfung beträgt also : 
 EMI2.8 
 Bei Wellenlängen von etwa 6   bis 12 m ist   
 EMI2.9 
 Für die durch den Widerstand Rk verursachte Dämpfung wird also annähernd gefunden : 
 EMI2.10 
 Diese Dämpfung hat ein positives Glied : 
 EMI2.11 
 das nicht von der Steilheit abhängt, und ein negatives, also entdämpfendes Glied 
 EMI2.12 
 das der Steilheit proportional ist.

   Der Wert des Widerstandes Rk wird nun so gewählt, dass 
 EMI2.13 
 oder 
 EMI2.14 
 Ist diese Bedingung erfüllt, so beträgt die Gesamtdämpfung des   Schwingungskreises   : 
 EMI2.15 
 
Diese Dämpfung ist also von der Steilheit der Verstärkerröhre unabhängig, d. h. die Selektivität der Schaltung ist von der Vorspannung der Steuergitter der Verstärkerröhren unabhängig. Die Kapazität zwischen der Kathode und dem Heizfaden ist zu dem Widerstand Rk parallelgeschaltet. Wenn man diese Kapazität in die Rechnung einführt, so ergibt sich, dass diese Kapazität keinen nachteiligen Einfluss auf die beabsichtigte Wirkung   ausübt.   Nur soll man für den Widerstand Rk einen etwas kleineren Wert wählen, als aus der obigen Rechnung hervorgeht.

   Ein zur Lösung der erfinderischen Aufgabe in einem praktischen Falle bewährter Wert ist beispielsweise Rk = 100 Q. 



   Weil es sich bei der Erfindung um die Behebung eines den Röhren anhaftenden Mangels handelt, empfiehlt es sich, die erfindungsgemässe Impedanz in der Röhre einzubauen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen, dadurch gekennzeichnet, dass in die Kathodenleitung der Verstärkerröhre (n) eine Impedanz von der Grössenordnung von höchstens etwa 200 Ohm eingeschaltet ist zum Zwecke, die durch die Laufzeit der Elektronen verursachte Abhängigkeit des Eingangswiderstandes von der Steuergittervorspannung ganz oder zur Hauptsache zu kompensieren.

Claims (1)

  1. 2. Verstärkerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Kathodenleitung eingeschaltete Impedanz ein Ohmscher Widerstand ist.
    3. Verstärkerschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Kathodenleitung eingeschaltete Ohmsche Widerstand durch eine kleine Kapazität überbrückt wird.
    4. Verstärkerschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazität durch die Kapazität zwischen der Kathode und dem Heizfaden der Verstärkerröhre gebildet wird. <Desc/Clms Page number 3>
    5. Elektronenröhre, geeignet zur Verwendung in einer Verstärkerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsimpedanz in der Verbindung zwischen der Kathode und der Kathodenansehlussklemme eingebaut ist. EMI3.1
AT154540D 1935-10-18 1936-10-17 Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen. AT154540B (de)

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