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Belichtungsmesser für Vergrösserung.
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Im Rahmen des so gekennzeichneten allgemeinen Erfindungsgedankens sind zahlreiche Ausführungsformen des Belichtungsmessers möglich, von denen in den Zeichnungen 1-4 zwei typische
Beispiele zur Darstellung gelangt sind.
Fig. 1 zeigt einen Belichtungsmesser, bestehend aus dem prismatischen Kästchen 11, das in seinem Innern ein hochempfindliches Mikroamperemeter birgt und das oben durch die kreisrunde
Sperrschichtphotozelle 12 geschlossen ist, mit der es unter das Objektiv 13 des Vergrösserungsapparates angelegt wird. Die Skala 14 mit doppeltem Messbereich wird zweckmässig nach logarithmisch ansteigen- den Lichtwerten geteilt.
Fig. 2 zeigt eine einfache tabellarische Ergänzung zu diesem Belichtungsmesser. Diese tabel- larische Ergänzung besteht aus einer Sammlung von Tabellenblättern, von denen eines in Fig. 2 dar- gestellt ist, nämlich dasjenige, das für einen Belichtungsfaktor B = 4 des Bromsilberpapiers zu ver- wenden ist. Ergibt sich nämlich als Zeigerausschlag beispielsweise die Zahl 6, die man in der linken
Randspalte des Tabellenblattes nach Fig. 2 findet, so geht man von diesem Wert in der horizontalen
Reihe des Tabellenblattes nach rechts und liest die Belichtungszeit der Vergrösserung unter dem auf der Projektionsebene ausgeleuchteten Format ab.
Ein Belichtungsmesser dieser Art ist verhältnismässig billig in der Herstellung, aber noch etwas unbequem in der Handhabung, da man vom Instrument getrennte Tabellen zu benutzen hat. In der
Herstellung teurer, aber im Gebrauch sehr viel bequemer ist ein Belichtungsmesser, bei dem die relative Belichtungszahl des Papiers und das ausgeleuchtete Projektionsformat durch gegenseitig verschiebbare Skalen berücksichtigt werden. Ein solcher Belichtungsmesser kann beispielsweise nach Fig. 3 und 4 ausgeführt werden.
Fig. 3 zeigt diesen universell zu handhabenden Belichtungsmesser im Gebrauch unmittelbar unter dem Vergrosserungsobjektiv von der Seite, teilweise im Schnitt. In das Gehäuse 15 ist die licht- elektrische Sperrschiehtzelle als kreisrunde Platte 16 eingesetzt. Das Instrument wird so unter das Vergrösserungsobjektiv 17 gehalten, dass die Sperrschichtzelle 16, die stets etwas kleinere Objektiv- fassung vollständig abschliesst. Die Belegungen der Sperrschichtzellen führen zu den Klemmen des- nicht im einzelnen gezeichneten-Drehspulinstrumentes J bekannter Ausführung, dessen Zeiger 19 über der Skalenebene 20 spielt.
Fig. 4 zeigt die Skalenebene in senkrechter Aufsicht. Die Skalenanordnung besteht aus dem festen Skalenträger 20, der ein Fenster 21 besitzt, unter dem sich ein über zwei Rollen 22 (Fig. 3) laufendes Gummiband 23 bewegt.
Auf dem festen Skalenträger 20 befinden sich zwei Skalen, nämlich auf dem unteren Teil die
Skala, durch welche die radialen Striche des Zeigerausschlages bis zu dem unteren Rand des Aus- schnittes 21 so weitergeführt sind, dass dort eine logarithmisch äquidistante Teilung 24 solcher Art entsteht, dass z. B. dem Skalenstrich 25 eine doppelt so grosse Stromstärke zugeordnet ist, als dem
Skalenstrich 26 und diesem wieder eine doppelt so grosse Stromstärke, als dem Skalenstrich 27 und
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Jenseits des Fensters 21 ist auf dem festen Skalenträger die Skala 28 angeordnet, die mit Formaten beschriftet ist, deren Flächengrössen ebenfalls logarithmisch ansteigen.
Das unter dem Fenster 21 laufende Band 23 trägt zwei Skalen, eine untere 29 etwa in schwarz und eine obere 30 etwa in rot.
Auf der roten Skala 30 liest man in erster Linie die relativen Belichtungszahlen der zur Vergrösserung benutzten Bromsilberpapiersorten wieder im Sinne des Tabellenblattes nach Fig. 2 ab, so dass also ein Papier mit der Belichtungszahl 8 doppelt so lange zu belichten ist, als ein solches mit der Belichtungszahl 4.
Man erkennt ausserdem, dass die Beschriftung der roten Skala 30 gegenüber der schwarzen
Skala 29 viermal so grosse Werte angibt, so dass die Skala 30 auch zugleich zur Ablesung der viermal so langen Belichtungszeiten dient, wenn durch Rechtsdrehen des Knopfes 31, d. h. durch Ausschalten eines zur Drehspule parallel geschalteten Widerstandes, ein zweiter Messbereich mit viermal so grosser
Empfindlichkeit eingeschaltet wird.
Das so vorbereitete Instrument wird nun unter das Vergrösserungsobjektiv gehalten und der
Zeigerausschlag beobachtet. Es ergibt sich z. B. in Fig. 4 auf der schwarzen Skala 29 als Belichtung- zeit 1 Sekunde. Ist der Zeigerausschlag zu gering, so dreht man den Knopf 31 bis zum Anschlag rechts und liest die Belichtungszeit nicht auf der schwarzen Skala 29, sondern auf der roten Skala 30 ab.
Man erhält so eine viermal so lange Belichtungszeit, also für einen Zeigerausschlag, der auf der schwarzen
Skala 29 1 Sekunde ergibt, eine Belichtungszeit von 4 Sekunden.
Aus dieser Gebrauchsvorschrift erkennt man leicht, dass man bei Einstellung der gleichen relativen
Beliehtungszahl 6 des Papieres auf das halb so grosse Format 9 x 12 die halbe Belichtungszeit erhalten hätte usw. und dass sich in allen Fällen die für die gerade vorliegenden Verhältnisse richtige Belichtungzeit der Vergrösserung ergibt.
Sowohl für den in Fig. 1 und 2 als auch für den in Fig. 3 und 4 dargestellten Belichtungsmesser wird die relative Belichtungszahl des Papieres zweckmässig durch eine einmalige Probeaufnahme bestimmt. Bei dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Belichtungsmesser verfährt man hiezu folgendermassen :
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im voraus bestimmen.
Da der Gebrauch von Ableselampen leicht eine zusätzliche Belichtung der Zellen und dadurch falsche Ergebnisse zur Folge haben könnte, ist in das Instrument eine über der Skala befindliche kleine
Glühlampe eingebaut, die mittels des Knopfes 33 ein-, und ausgeschaltet werden kann und von einer kleinen auswechselbaren Taschenbatterie 34 gespeist wird.