AT153169B - Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen. - Google Patents

Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen.

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AT153169B
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August Dr Deutzmann
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August Dr Deutzmann
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Tauchmasse zum Härten von   niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder   legierten Stählen. 



   Es ist bekannt, Werkzeuge aus Eisen und Stahl vor der eigentlichen Härtebehandlung in bis auf   800-900  C   erhitztem Zustande zwecks Erzielung höherer Härte bei verhältnismässig grosser Zähig- keit der Einwirkung eines mehr oder weniger flüssigen Tauchbades auszusetzen, das aus pulverigen, festen Stoffen, wie beispielsweise Kohlenstaub und gemahlenem Schiefer, besteht, die mittels Wasser oder Öl angerührt sind. Vor dem Eintauchen in dieses Mittel, das auch noch Blutlaugensalz zugemischt erhält, soll das zuvor auf   600-700  C   erhitzte und zu härtende Werkzeug noch mit Blutlaugensalz bestreut werden.

   Abgesehen von der durch die Verwendung von Blutlaugensalz zu erwartenden Härtewirkung, die erfahrungsgemäss verhältnismässig geringen Grades ist, kann bei Anwendung dieses Tauchmittels die Einwirkung der Einzelstoffe auf das erhitzte Werkzeug aus folgenden Gründen nur eine geringe sein :
Die Erscheinung, dass feste und pulverige Stoffe, wie beispielsweise Schiefermehl, in einer Flüssigkeit, wie beispielsweise Öl, zu Boden sinken, hat zur Folge, dass das zu behandelnde Werkzeug der Einwirkung der am Boden des   Tauchmittelgefässes   lagernden Sinkstoffe entzogen bleibt, da es inzwischen während des Eintauchens in die über den festen Stoffen stehende Flüssigkeit erkaltet.

   Die Flüssigkeit, Wasser oder Öl, hat im Falle eines hohen   Beimischungsgrades   keine andere Wirkung auf das erhitzte Eisen als die bekannte mehr oder weniger starke   Abschreckwirkung.   



   Ist der   Beimischungsgrad   von Öl aber beispielsweise so gering, dass das Tauchmittel zu einer mehr oder weniger trockenen Masse wird, so besteht der Nachteil, dass nur eine verhältnismässig kleine Menge Öl gebunden werden kann, das noch dazu schnell verbrennt. Diese bekannte   Tauchmasse   hat ausser dem Nachteil teurer Herstellung den der geringen Einwirkungsmöglichkeit der Umwandlungsstoffe auf erhitztes Eisen. Soweit Öl in einer mit festen pulverigen Stoffen versetzten Tauchmasse überhaupt bei bekannten Tauehverfahren vorkommt, kommt ihm keine andere Bedeutung und Wirkung zu wie diejenige, die es als milderes Abschreckmittel beim Härten von Werkstücken aus Eisen und
Stahl hat.

   Soweit aber dem Öl auch Bedeutung als Kohlenstoff enthaltendes Einsatz-und Kohlungsmittel zukommen würde, so kann dieses bei bekannten Tauchmassen infolge der Beschaffenheit der festen und pulverigen Stoffe nicht zur Auswirkung gelangen, weil es einerseits nicht in ausreichender
Menge und anderseits auch nicht innig genug an diese gebunden werden kann. Daher ist es bei bekannten   Tauchmassen   nicht möglich, auch an sich besser wirksame Einsatzmittel flüssiger Art, wie beispiels- weise nitrierte Öle, Anilinöl und auch Harnstoff enthaltende Flüssigkeiten wirksam zu machen und zu verwenden. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun eine Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen, unlegierten oder legierten Stählen, bei der die genannten Nachteile dadurch vermieden werden, dass Öle und Stickstoff enthaltende Öle, wie Anilin, und auch Harnstoff enthaltende Lösungen an feste pulverige Stoffe von poriger Beschaffenheit und Flüssigkeit aufsaugender Wirkung, wie vorzugsweise
Kieselgur, gebunden und zu einer teigigen Tauchmasse verrührt sind. 



   Als feste pulverige und poröse Stoffe sind hiebei im Gegensatz zu einem festen und pulverigen
Stoff, wie z. B. Schiefermehl, das ein ausgesprochener Sinkstoff ist, jene leichten Schwebstoffe anzu- sehen, die, wie z. B. Kieselgur, mehr als ihr eigenes Gewicht an Flüssigkeit aufsaugen können. Bei
Verrührung zu teigiger Masse soll das Gewicht des Öles das Gewicht der Feststoffe in der Tauchmasse übersteigen. 



   Die Umwandlungswirkung auf die zu behandelnden weichen Stähle, die infolge ihres geringen
Gehaltes an Kohlenstoff geringere Härtungsmöglichkeit aufweisen als solche kohlenstoffreicher Stähle, 

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 wird mittels der   erfindungsgemässen Tauehmasse   in Verbindung mit zweckmässiger Wärmebehandlung in folgender Weise erreicht :
Der zu behandelnde Stahl wird auf   850-950  C   erwärmt und in die teigige Tauchmasse eingetaucht, die erfindungsgemäss aus Öl und einem   Flüssigkeit   aufsaugenden, porigen Stoff, wie beispielsweise Kieselgur oder Bisquitporzellan, besteht. 



   Der Stahl wird dann nach einigen   Minuten   und nach dem Erkalten herausgenommen, auf die gewünschte Härtetemperatur erhitzt und abgeschreckt. An Stelle des Öles kann in der Masse Anilinöl oder eine Harnstoff enthaltende Lösung treten. 



   Die Wirkung der Anwendung der erfindungsgemässen Tauchmasse ist in einer nach der Schlusshärtung erkennbaren gegenüber dem Ausgangsstoff erhöhten Härte und Zähigkeit feststellbar.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegieiten oder legierten Stählen, dadurch gekennzeichnet, dass Öle, ferner auch Stickstoff enthaltende Flüssigkeiten ölartiger Beschaffenheit, wie Anilin, und auch Harnstoff enthaltende Lösungen an feste, pulverige Stoffe von poriger Beschaffenheit und Flüssigkeit aufsaugender Wirkung, wie Kieselgur, gebunden und zu einer teigigen Tauchmasse verrührt sind.
AT153169D 1935-05-28 1936-05-15 Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen. AT153169B (de)

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