AT153169B - Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen. - Google Patents
Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen.Info
- Publication number
- AT153169B AT153169B AT153169DA AT153169B AT 153169 B AT153169 B AT 153169B AT 153169D A AT153169D A AT 153169DA AT 153169 B AT153169 B AT 153169B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- hardening
- low carbon
- dipping
- carbon content
- unalloyed
- Prior art date
Links
- 238000007598 dipping method Methods 0.000 title claims description 13
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 title claims description 10
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 title claims description 9
- 239000010959 steel Substances 0.000 title claims description 9
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 6
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 title claims description 6
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 16
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims description 10
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 10
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 9
- PAYRUJLWNCNPSJ-UHFFFAOYSA-N Aniline Chemical compound NC1=CC=CC=C1 PAYRUJLWNCNPSJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 8
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- XSQUKJJJFZCRTK-UHFFFAOYSA-N Urea Chemical compound NC(N)=O XSQUKJJJFZCRTK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 239000004202 carbamide Substances 0.000 claims description 4
- QJGQUHMNIGDVPM-UHFFFAOYSA-N nitrogen group Chemical group [N] QJGQUHMNIGDVPM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000000956 alloy Substances 0.000 claims 1
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 5
- 238000007654 immersion Methods 0.000 description 5
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 4
- 239000005909 Kieselgur Substances 0.000 description 3
- 239000008280 blood Substances 0.000 description 3
- 210000004369 blood Anatomy 0.000 description 3
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 3
- 239000010454 slate Substances 0.000 description 3
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 description 2
- 235000013312 flour Nutrition 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910000975 Carbon steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000002745 absorbent Effects 0.000 description 1
- 229910002114 biscuit porcelain Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000010000 carbonizing Methods 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 239000002817 coal dust Substances 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 239000003599 detergent Substances 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000001151 other effect Effects 0.000 description 1
- 230000000171 quenching effect Effects 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
- 238000010257 thawing Methods 0.000 description 1
- 230000009466 transformation Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Lubricants (AREA)
- Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen. Es ist bekannt, Werkzeuge aus Eisen und Stahl vor der eigentlichen Härtebehandlung in bis auf 800-900 C erhitztem Zustande zwecks Erzielung höherer Härte bei verhältnismässig grosser Zähig- keit der Einwirkung eines mehr oder weniger flüssigen Tauchbades auszusetzen, das aus pulverigen, festen Stoffen, wie beispielsweise Kohlenstaub und gemahlenem Schiefer, besteht, die mittels Wasser oder Öl angerührt sind. Vor dem Eintauchen in dieses Mittel, das auch noch Blutlaugensalz zugemischt erhält, soll das zuvor auf 600-700 C erhitzte und zu härtende Werkzeug noch mit Blutlaugensalz bestreut werden. Abgesehen von der durch die Verwendung von Blutlaugensalz zu erwartenden Härtewirkung, die erfahrungsgemäss verhältnismässig geringen Grades ist, kann bei Anwendung dieses Tauchmittels die Einwirkung der Einzelstoffe auf das erhitzte Werkzeug aus folgenden Gründen nur eine geringe sein : Die Erscheinung, dass feste und pulverige Stoffe, wie beispielsweise Schiefermehl, in einer Flüssigkeit, wie beispielsweise Öl, zu Boden sinken, hat zur Folge, dass das zu behandelnde Werkzeug der Einwirkung der am Boden des Tauchmittelgefässes lagernden Sinkstoffe entzogen bleibt, da es inzwischen während des Eintauchens in die über den festen Stoffen stehende Flüssigkeit erkaltet. Die Flüssigkeit, Wasser oder Öl, hat im Falle eines hohen Beimischungsgrades keine andere Wirkung auf das erhitzte Eisen als die bekannte mehr oder weniger starke Abschreckwirkung. Ist der Beimischungsgrad von Öl aber beispielsweise so gering, dass das Tauchmittel zu einer mehr oder weniger trockenen Masse wird, so besteht der Nachteil, dass nur eine verhältnismässig kleine Menge Öl gebunden werden kann, das noch dazu schnell verbrennt. Diese bekannte Tauchmasse hat ausser dem Nachteil teurer Herstellung den der geringen Einwirkungsmöglichkeit der Umwandlungsstoffe auf erhitztes Eisen. Soweit Öl in einer mit festen pulverigen Stoffen versetzten Tauchmasse überhaupt bei bekannten Tauehverfahren vorkommt, kommt ihm keine andere Bedeutung und Wirkung zu wie diejenige, die es als milderes Abschreckmittel beim Härten von Werkstücken aus Eisen und Stahl hat. Soweit aber dem Öl auch Bedeutung als Kohlenstoff enthaltendes Einsatz-und Kohlungsmittel zukommen würde, so kann dieses bei bekannten Tauchmassen infolge der Beschaffenheit der festen und pulverigen Stoffe nicht zur Auswirkung gelangen, weil es einerseits nicht in ausreichender Menge und anderseits auch nicht innig genug an diese gebunden werden kann. Daher ist es bei bekannten Tauchmassen nicht möglich, auch an sich besser wirksame Einsatzmittel flüssiger Art, wie beispiels- weise nitrierte Öle, Anilinöl und auch Harnstoff enthaltende Flüssigkeiten wirksam zu machen und zu verwenden. Gegenstand der Erfindung ist nun eine Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen, unlegierten oder legierten Stählen, bei der die genannten Nachteile dadurch vermieden werden, dass Öle und Stickstoff enthaltende Öle, wie Anilin, und auch Harnstoff enthaltende Lösungen an feste pulverige Stoffe von poriger Beschaffenheit und Flüssigkeit aufsaugender Wirkung, wie vorzugsweise Kieselgur, gebunden und zu einer teigigen Tauchmasse verrührt sind. Als feste pulverige und poröse Stoffe sind hiebei im Gegensatz zu einem festen und pulverigen Stoff, wie z. B. Schiefermehl, das ein ausgesprochener Sinkstoff ist, jene leichten Schwebstoffe anzu- sehen, die, wie z. B. Kieselgur, mehr als ihr eigenes Gewicht an Flüssigkeit aufsaugen können. Bei Verrührung zu teigiger Masse soll das Gewicht des Öles das Gewicht der Feststoffe in der Tauchmasse übersteigen. Die Umwandlungswirkung auf die zu behandelnden weichen Stähle, die infolge ihres geringen Gehaltes an Kohlenstoff geringere Härtungsmöglichkeit aufweisen als solche kohlenstoffreicher Stähle, <Desc/Clms Page number 2> wird mittels der erfindungsgemässen Tauehmasse in Verbindung mit zweckmässiger Wärmebehandlung in folgender Weise erreicht : Der zu behandelnde Stahl wird auf 850-950 C erwärmt und in die teigige Tauchmasse eingetaucht, die erfindungsgemäss aus Öl und einem Flüssigkeit aufsaugenden, porigen Stoff, wie beispielsweise Kieselgur oder Bisquitporzellan, besteht. Der Stahl wird dann nach einigen Minuten und nach dem Erkalten herausgenommen, auf die gewünschte Härtetemperatur erhitzt und abgeschreckt. An Stelle des Öles kann in der Masse Anilinöl oder eine Harnstoff enthaltende Lösung treten. Die Wirkung der Anwendung der erfindungsgemässen Tauchmasse ist in einer nach der Schlusshärtung erkennbaren gegenüber dem Ausgangsstoff erhöhten Härte und Zähigkeit feststellbar.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegieiten oder legierten Stählen, dadurch gekennzeichnet, dass Öle, ferner auch Stickstoff enthaltende Flüssigkeiten ölartiger Beschaffenheit, wie Anilin, und auch Harnstoff enthaltende Lösungen an feste, pulverige Stoffe von poriger Beschaffenheit und Flüssigkeit aufsaugender Wirkung, wie Kieselgur, gebunden und zu einer teigigen Tauchmasse verrührt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE153169T | 1935-05-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT153169B true AT153169B (de) | 1938-04-25 |
Family
ID=29412232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT153169D AT153169B (de) | 1935-05-28 | 1936-05-15 | Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT153169B (de) |
-
1936
- 1936-05-15 AT AT153169D patent/AT153169B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT153169B (de) | Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen. | |
| DE658654C (de) | Teigige Tauchmasse zum Haerten von niedrig kohlenstoffhaltigen Staehlen | |
| DE458192C (de) | Erhaltung des Stickstoffs in der Jauche | |
| CH193688A (de) | Tauchmasse zum Härten von unlegierten oder legierten Stählen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. | |
| DE429479C (de) | Herstellung eines Duengemittels | |
| DE728877C (de) | Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln | |
| AT150984B (de) | Verfahren zum Einsatzhärten von Werkstücken aus rostbeständigen Chromstählen. | |
| AT32615B (de) | Verfahren zur Herstellung eines eine Quecksilberemulsion bildenden Insekten-vertilgungsmittels. | |
| DE4227131C2 (de) | Nachkonditionieren von Klärschlamm | |
| DE363517C (de) | Bodenverbesserungsmittel | |
| DE664996C (de) | Verfahren zur Konservierung von Stallduenger und Jauche | |
| DE706929C (de) | Verfahren zur gleichzeitigen Entphosphorung und Entschwefelung von Stahl | |
| DE609103C (de) | Verwendung von Torfgemischen zur Bodenverbesserung und Foerderung des Pflanzenwachstums | |
| AT263720B (de) | Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit | |
| DE359224C (de) | Verfahren zur Herstellung eines fluessigen Haftungsmittels aus OElen und Harzen fuerTreibriemen | |
| AT101468B (de) | Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln aus tierischen Abfallstoffen durch Mischung mit Zusätzen. | |
| AT133872B (de) | Verfahren und Mittel zum Zementieren von Eisen, Stahl und deren Legierungen. | |
| AT133601B (de) | Härtemittel und Verfahren zum Härten von Werkzeugen aus Eisen oder Stahl. | |
| AT86402B (de) | Verfahren zur Herstellung von Flußeisen und Stahl. | |
| AT140573B (de) | Verfahren zur Herstellung eines hydraulisch wirkenden Bindemittels in Pulverform (Mörtelbasis). | |
| AT159300B (de) | Verfahren zum Entkälken von geäscherten Häuten und Blößen. | |
| DE866342C (de) | Verfahren zur Bekaempfung der Helminthen und Ascariden | |
| AT119736B (de) | Härtungsflüssigkeit für Stahl. | |
| DE478260C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Einschleifpaste | |
| AT160797B (de) | Verfahren zur Vorbereitung von Kiesabbränden, insbesondere von Flotationskiesabbränden für die Verhüttung im Hochofen durch Herstellung von Formlingen. |