AT263720B - Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit

Info

Publication number
AT263720B
AT263720B AT209666A AT209666A AT263720B AT 263720 B AT263720 B AT 263720B AT 209666 A AT209666 A AT 209666A AT 209666 A AT209666 A AT 209666A AT 263720 B AT263720 B AT 263720B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
perlite
expanded
dust
film
pearlite grains
Prior art date
Application number
AT209666A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dipl Ing Pape
Joseph Dr Siebel
Original Assignee
Perlite Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Perlite Gmbh filed Critical Perlite Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT263720B publication Critical patent/AT263720B/de

Links

Landscapes

  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit 
Expandierter Perlit, welcher in bekannter Weise hergestellt wird, fällt nicht nur in körniger   Stmk-   tur, sondern auch in feinsten staubbildenden Teilchen an. Daraus resultiert der grosse Nachteil, dass der in Säcken abgefüllt expandierte Perlit, z. B. beim Aufschütten, zu erheblicher Staubentwicklung neigt, so dass eine unangenehme Verschmutzung der Umgebung wie auch eine erhebliche Belästigung des Arbeitspersonals unvermeidbar-sind. Das erschwert, verhindert sogar teilweise den Einsatz von Per- lit für zahlreiche Anwendungsgebiete. 



   Man hat daher schon versucht, den geblähten Perlit mit einem Staubbindungsmittel zu versehen,   u. zw.   behandelt man ihn mit Chlorcalcium.   Derart präparierter Perlit ist jedoch stark hygroskopisch,   kann also im expandierten Zustand grosse Flüssigkeitsmengen aufnehmen und hält diese fest. Häufig ist jedoch die Wasseraufnahmefähigkeit von Perlit unerwünscht. Ausserdem stört, dass mit üblichen Staubbindemitteln behandelter Perlit keine   gegenüber Öl verbesserte Benetzbarkeit   besitzt, er eignet sich daher nicht oder kaum zur Aufnahme von Öl, gleichgültig in welcher Form. 



   Für die Reinhaltung von Grundwasser, genauer um Grundwasserverschmutzung durch Öl zu verhindern, sind ölaufnehmende oder ölaufsaugende, zumeist poröse Stoffe bekannt. Insbesondere wurden sogenannte Ölbindemittel entwickelt, die auf Grund einer chemischen oder physikalischen Oberflächenbehandlung hydrophobe und oleophile Überzüge bilden, so dass auf Wasser schwimmendes Öl aufgesaugt werden kann, ohne dass gleichzeitig oder vorher ein Eindringen des Wassers in das Adsorptionsmaterial zu befürchten ist. 



   Hiezu ist es bekannt, als Adsorptionsmaterial expandierten Perlit zu verwenden, welcher mit einer Silikonemulsion besprüht ist, um dadurch die oleophilen Eigenschaften zu verbessern. Dieser mit Silikon behandelte Perlit ist jedoch ausserordentlich trocken und neigt zu ungewöhnlich starker Staubbildung. Eine solche Staubbildung kann gegebenenfalls in Kauf genommen werden, weil der silikonbehandelte Perlit im Freien, beispielsweise zur Beseitigung von Ölverschmutzungen auf Gewässern, zum Einsatz kommt. Verwendung derartiger Perlits auf festem Untergrund, insbesondere in geschlossenen Räumen, ist jedoch kaum möglich, wenn der Einsatz in kleinen Behältern oder in der Nähe staubempfindlicher Maschinen erfolgen soll. Auch ist häufig für diesen Einsatzfall die Ölaufnahme nichtbefriedigend. 



   Ein besonderer Nachteil von gewöhnlichem, also nicht präpariertem expandiertem Perlit und von silikonbehandeltem Perlit ist darin zu sehen, dass dieser Perlit entweder ungewöhnlich starke Staubent-   wicklung im Einsatz mit sich bringt oderöle bzw.   Ölemulsionen,   z. B. Ölrückstände, die durch   Leckoder Spritzverluste entstehen, nicht vollkommen und schnell genug von ölempfindlichem festem Untergrund aufzunehmen vermag. Letzteres gilt auch für den Perlit, der mit den üblichen Staubbindemitteln behandelt worden ist. 



   Es wäre an sich zu erwarten gewesen, dass vor allem mit Silikon oder sonstigen oleophilen Mitteln präparierter, wenn auch staubentwickelnder Perlit zumindest die Fähigkeit besessen hätte, Öle oder Öl- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 emulsionen in befriedigender Weise von festem Untergrund aufzunehmen. Tatsächlich müsste man annehmen können, dass gerade die Verwandtschaft der oleophilen Überzüge zu den Ölen bevorzugt eine Brückenbildung einleitet und eine gründliche und schnelle Adsorption vermitteln bzw. bewirken würde, die Praxis hat jedoch gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, nach dem behandelter Perlit die Fähigkeit besitzt, Staub intensiv und über längere Zeit zu binden und ohne lästige Staubentwicklung auf festen Untergrund gestreut Öl und Ölemulsionen schnell und ohne   Rückstände   aufzusaugen, ohne grosse Mengen an Luftfeuchtigkeit aufzunehmen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit, insbesondere zur Steigerung der Fähigkeit von Perlit, Staub zu binden und Öle und Ölemulsionen von einem festen Untergrund ohne Staubentwicklung aufzunehmen und besteht darin, dass die einzelnen Perlitkörner mit einem Film organischer hygroskopischer Verbindungen umhüllt werden. 



   Diese Massnahme der Erfindung hat neben der Staubbindung zur Folge, dass überraschenderweise das auf dem Boden liegende Öl begierig aufgenommen wird, was vermutlich auf Staubbindung und Veränderung der Benetzungsverhältnisse sowie einer Verwandtschaft der aufzunehmenden Öle mit den organischen hygroskopischen Stoffen beruht. Die für die erfindungsgemässe Behandlung erforderliche Menge ergibt sich, unabhängig von der Körnung des Perlits, aus der Bestimmung, dass die einzelnen Körner von einem Film der organischen hygroskopischen Verbindungen zu umhüllen sind. 



   Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung werden die Perlitkörner an ihrer Oberfläche mit organischen und hygroskopischen Verbindungen aus der Gruppe der mehrwertigen aliphatischen Alkohole, Lactate oder   Triäthanolamfhsef-   fen u. dgl. behandelt. Nach einem Vorschlag der Erfindung, dem selbständige Bedeutung zukommt. und der sich durch besondere Wirksamkeit auszeichnet, wird auf die Perlitkörper ein Glyzerinfilm aufgebracht. 



   Ferner sieht die Erfindung vor, dass die organischen hygroskopischen Verbindungen mit Wasser im 
 EMI2.1 
 : 1sich jedoch meistens intensiver und sparsamer anwenden. Die notwendige Menge liegt z. B. bei Verwendung von Glyzerin oder mehrwertigen aliphatischen Alkoholen bei nur 1 - 2 l/m3 Perlit. 



   Ausserdem empfiehlt die Erfindung, dass die organischenhygroskopischen Verbindungen für sich oder mit Wasser gemischt auf dem Wege der   Perlitkörner.   vom Expansionsofen zur Abpackung auf die expan-   dierten. noch   eine Mindesttemperatur von   1000C   aufweisenden Perlitkörner aufgesprüht werden. Diese Temperatur wird nach oben durch die Zersetzungstemperatur der organischen hygroskopischen Verbindungen begrenzt. Das   erfindungsgemässe   Verfahren ist in dieser Art sicher und einfach durchzuführen. 



  Bei der angegebenen Mindesttemperatur verdampft das überschüssige Wasser der Präparationsmischungen. 



   Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren behandelter Perlit erhöhte Fähigkeit besitzt, ohne lästige Staubentwicklung auf festen Untergrund gestreut werden zu können und den Staub über lange Zeit zu binden, ohne dass Luftfeuchtigkeit, selbst bei hohen   Luftfeuchtigkeitsgehalten,   in erhöhtem Masse aufgenommen wird. Ein besonderer Vorteil ist jedoch darin zu erblicken, dass zugleich der nach Lehre der Erfindung behandelte Perlit Öl und Ölemulsionen schnell und ohne   Rückstände   von festem Untergrund, z. B. von ölverschmutzten   Fussböden,   aufsaugen kann. 



   Im folgenden wird das   erfindungsgemässe   Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit an Hand eines Beispieles erläutert :
Ein expandiertes Perlitkorn wird in der beanspruchten Weise mit einem Überzug aus den organischen hygroskopischen Substanzen,   z. B.   mit einem   Glyzerinüberzug,   dadurch versehen, dass   1 - 21   Glyzerin mit der gleichen Menge Wasser verdünnt und diese Mischung auf eine Menge auf 1 m3 expan-   diertemPerlit gesprüht wird,   welcher eine Temperatur zwischen 100 und 2500C aufweist. Auf dem weiteren Wege von der Sprühvorrichtung zur Abfüllstelle verdampft das Wasser. Selbst nach langer Lagerung neigt der z. B. in einem Sack abgefüllt und behandelte Perlit weder zur Staubbildung noch zu einer unerwünschten hohen Aufnahme von Luftfeuchtigkeit.

   Dagegen saugt er auf festen Untergrund gestreut Öllachen schnell, restlos und begierig auf. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von expandiertem Perlit, insbesondere zur Stei- <Desc/Clms Page number 3> gerung derFähigkeit von Perlit, Staub zu binden und Öle oder Ölemulsionen von einem festen Untergrund ohne Staubentwicklung aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Perlitkörner mit einem Film organischer hygroskopischer Verbindungen umhüllt werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die expandierten Perlitkörkörner von einem Film organischen hygroskopischen Verbindungen aus der Gruppe der mehrwertigen aliphatischen Alkohole, Lactate oder Triäthanolaminseifen umhüllt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die expandierten Perlitkörner ein Glyzerinfilm aufgebracht wird.
    4. Verfahren nach denAnsprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die organischen hygroskopischen Verbindungen mit Wasser im Verhältnis von etwa 1 : 1 bis 1 : 2 gemischt und als Film auf die expandierten Perlitkörper aufgesprüht werden und danach der Wasseranteil zum Verdampfen gebracht wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die organischen hygroskopischen Verbindungen für sich oder mit Wasser gemischt auf dem Wege der Perlitkörner vom Expansionsofen zur Abpackung auf die expandierten eine Mindesttemperawr von 1000C aufweisenden Perlitkörner aufgesprüht werden.
AT209666A 1966-01-27 1966-03-07 Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit AT263720B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED0049225 1966-01-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT263720B true AT263720B (de) 1968-08-12

Family

ID=7051744

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT209666A AT263720B (de) 1966-01-27 1966-03-07 Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT263720B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2220378A1 (de) Oberflaechenschutz poriger materialien
DE2908736C3 (de) Mittel und Verfahren zum Unschädlichmachen von verschütteten Mineralsäuren
DE920487C (de) Verfahren zur Verbesserung von Boeden, insbesondere leicht austrocknenden Boeden
EP0085939B1 (de) Mittel zur Bindung und Sanierung von tierischen Schlackenprodukten sowie Verfahren zur Herstellung des Mittels
DE69529855T2 (de) Harnstoff-Tensid Clathrate
DE60030482T2 (de) Bodenverbesserungsmittel enthaltend bodenhärter und bodenverbesserer, dessen verwendung sowie eine methode zur bodenverbesserung
AT263720B (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit
DE2417431C3 (de) Verfahren zum Entfernen von Kohlenwasserstoffen und Rohölen von Wasseroberflächen
DE2538276B2 (de) Staubbindemittel
CH682810A5 (de) Verfahren zur Immobilisierung von organischen und anorganischen Schadstoffen in einem kontaminierten Bodenmaterial einer Sanierungsfläche.
AT376190B (de) Material zur reinigung von mit oel od.dgl. mineraloelprodukten bedecktem wasser sowie verfahren zu dessen herstellung
DE2520999A1 (de) Verfahren zur schadlosen beseitigung von mineraloelen
DE2803814C3 (de) Verwendung von biologisch aktiv eingestellten Bakterien als Mittel zum Aufsaugen und zum biologischen Abbau von mineralischem öl und ähnlichen Schadflüssigkeiten
DE1269602B (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Perlit
DE1484374C3 (de) Verfahren zur Beseitigung von auf Oberflächen, insbesondere Wasseroberflächen, befindlichen Ölschichten
DE1303934C2 (de) Verfahren zur Erhöhung der Lagerfähigkeit von Zement
DE69625284T2 (de) Hydraulisches Bindemittel für die Behandlung von Böden oder tonhaltigen Materialien
DE363517C (de) Bodenverbesserungsmittel
DE629586T1 (de) Verfahren zur Reinigung von Grundwasser, durchlässige Struktur für die Durchführung des Verfahrens und Verfahren zur Herstellung dieser Struktur.
AT153169B (de) Tauchmasse zum Härten von niedrig kohlenstoffhaltigen unlegierten oder legierten Stählen.
DE867999C (de) Verfahren zur Herstellung granulierter, humushaltiger Duengemittel
DE1034552B (de) Verfahren zur Beseitigung von auf Wasseroberflaechen schwimmenden OElen oder OElresten aller Art
DE859740C (de) Verfahren zur Behandlung von Duengemitteln
DE1484374B2 (de) Verfahren zur beseitigung von auf oberflaechen, insbesondere wasseroberflaechen, befindlichen oelschichten
AT151671B (de) Einrichtung zur Deckung verwischbarer Schriften und Drucke mit einem Schutzstaub.