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Es gibt bereits Vorrichtungen für den Toilettenraum von Eisenbahnwagen, die zum Verteilen des Wassers aus dem Vorratsbehälter auf die Klosettspülung und das Waschbecken und ferner zum Ablassen der ganzen jeweils vorhandenen Wassermenge dienen. Dieses Ablassen des Wassers ist nötig, um im Winter, wenn der Eisenbahnwagen an irgendeiner Stelle, von der Heizung abgeschaltet, stehen bleiben soll, das Einfrieren zu verhindern, das den Nachteil hat, dass das Auftauen schwierig und zeitraubend ist, abgesehen davon, dass durch das Gefrieren des Wassers Zerstörungen auftreten können.
Diese Vorrichtungen enthalten eine Verteilungskammer, die an ein von dem Wasserbehälter kommendes Rohr angeschlossen ist, und besitzen ferner einen mit einem Absperrorgan versehenen Anschluss zur Klosettspülung, einen Anschluss zu dem mit einem Absperrorgan versehenen Zulauf zu dem Waschbecken und schliesslich an der tiefsten Stelle einen mit einem Absperrorgan versehenen Anschluss an eine Abflussleitung zur Entleerung aller mit Wasser gefüllten Räume der ganzen Anlage.
Um nun Zerstörungen in der Verteilungsvorrichtung zu verhindern, wenn das darin befindliche Wasser gefriert, ist die Verteilungskammer erfindungsgemäss so gestaltet, dass sie sich von dem Ablaufstutzen gegen das nach aussen öffnende, auf Schliessung belastete Ventil allseitig erweitert.
Eine Ausführungsform dieser Vorrichtung ist in der Zeichnung in Fig. 1 in einem lotrechten Schnitt, in Fig. 2 in einer Draufsicht bzw. in einem Schnitt nach der Linie II der Fig. 1 und in Fig. 3 in einem lotrechten Querschnitt nach der gebrochenen Linie II-II der Fig. 1 dargestellt.
Das Gehäuse 1 der Vorrichtung enthält eine Verteilungskammer 2 mit den beiden Stutzen 3, 4.
Der Stutzen 3 ist durch eine Rohrleitung mit dem Wasserbehälter verbunden, während von dem Stutzen 4 ein Rohr ausgeht, das zu dem Waschbecken hin führt und oberhalb dieses Beckens mit einem Absperrorgan versehen ist.
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der Vorrichtung hin offen ist, von dem das Rohr 11 der Klosettspülung ausgeht.
Das Ventil 9, das bei der dargestellten Ausführungsform auf einem lotrechten Sitz aufruht und daher in waagrechter Richtung beweglich ist, ist mittels eines Bolzens 12 in einer Ausnehmung 13 des Gehäuses geführt. Die nach der andern Seite hin gegen einen Stutzen 14 des Gehäuses vorragende Spindel 15 des Ventils 9 trägt in einem gewissen Abstand von dem Ventil eine Scheibe 16, gegen die sich das eine Ende der Feder 17 abstützt, deren anderes Ende an dem Abschlussdeckel18 des Stutzens 14 abgestützt ist. Diese Feder 17 belastet das Ventil 9 auf Schliessung. Auch die Scheibe 16 dient zur Führung des Ventils 9.
Zum Öffnen des Ventils 9 dient ein Arm 19, der in den Zwischenraum zwischen dem Ventil 9 und der Scheibe 16 hineinragt und um eine waagrechte Achse 20 drehbar ist, die den Gehäusestutzen 21 durchquert und, wie Fig. 2 zeigt, auf beiden Seiten aus der Wandung dieses Stutzens herausragt. Die Achse 20 trägt ausserhalb des Stutzens 21 zwei Nasen 22,23, die in Fig. 1 gestrichelt dargestellt sind.
Wird die Achse 21. an einer dieser beiden Nasen 22 oder 23 angefasst und im Sinne des Uhrzeigers gedreht, so wird auch der Arm 19 in diesem Drehsinn mitgenommen und drängt die Scheibe 16 unter Überwindung der Kraft der Feder 17 zurück, wodurch das Ventil 9 von seinem Sitz abgehoben wird.
Zu dieser Drehung der Achse 21 kann entweder ein Fusstritthebel oder ein Handhebel verwendet werden.
Der Fusstritthebel wirkt mittels der Stange 24 auf den zweiarmigen Hebel 25, dessen Drehpunkt bei 26 liegt, und beim Niedertreten des Fusshebels wird durch Hebung der Stange 24 der Hebel 25 derart
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verschwenkt, dass sein linkes Ende auf die Nase 22 drückt, wodurch die Achse 20 mit dem Arm 19 im Sinne des Uhrzeigers gedreht wird, was das Öffnen des Ventils 9 zur Folge hat. Wird der Fusstritthebel 9 losgelassen, so sinkt die Stange 24 unter ihrem Eigengewicht nieder und das linke Ende des Hebels 25 kommt mit der Nase 22 ausser Eingriff.
Soll das Ventil 9 von Hand aus geöffnet werden, so wird der Handhebel27, dessen Drehpunkt bei 28 liegt, durch einen Druck auf seine aufwärtsgerichtete Fläche gehoben, wodurch eine Anschlagfläche, mit der er versehen ist, mit der Nase 23 der Achse 20 in Eingriff kommt und diese im Sinne des Uhrzeigers dreht. Hört der Druck auf den Hebel 27 auf, so sinkt er infolge seines Eigengewichtes in seine Ausgangsstellung zurück..
Die Verteilungskammer 2 steht mit dem Wasserbehälter in ständiger Verbindung und ist daher, solange im Behälter Wasser vorhanden ist, ständig mit Wasser gefüllt. Wird durch den Hand-oder Fusshebel das Ventil 9 geöffnet, so fliesst Wasser aus der Verteilungskammer in den Gehäuseraum 10 und von hier durch das Rohr 11 durch das Klosett ab. Dabei fliesst Wasser aus dem Behälter in die Verteilungskammer nach.
Wird das Absperrorgan des an dem Stutzen 4 angeschlossenen Rohres, das zu dem Waschbecken führt, geöffnet, so fliesst dort sofort Wasser aus und auch in diesem Falle fliesst sofort Wasser aus dem Behälter in die Verteilungskammer 2 nach.
Soll alles Wasser aus den Rohren, aus der Verteilungskammer und aus dem Wasserbehälter abgelassen werden, so genügt es, das Absperrorgan 6, das bisher geschlossen war, zu öffnen.
Die Vorrichtung besitzt eine Grundplatte 29, mittels deren sie in bequemer Höhe oberhalb des Fussbodens an einer Wand des Toilettenraumes befestigt werden kann.
Die Verteilungskammer 2, die bei geschlossenem Absperrorgan 6 ständig mit Wasser gefüllt ist, soll ein möglichst kleines Volumen haben und so gestaltet sein, dass, wenn schon das darin enthaltene Wasser gefrieren sollte, keine solche Drucksteigerung eintritt, welche zu Zerstörungen Veranlassung geben könnte. Die Verteilungskammer erweitert sieh gegen das Ventil 9 hin, so dass eine durch Eisbildung entstehende Drucksteigerung gegen das nach aussen öffnende Ventil hin gerichtet wird und dieses von seinem Sitz abhebt, ehe es zu Zerstörungen der Wandungen der Verteilungskammer kommen könnte.
Die Achse 20 des Armes 19 befindet sich in einem aufwärts ragenden Stutzen 21 des Gehäuses, der durch eine Kappe 30 dicht abgeschlossen ist, befindet sich also an einer Stelle, wohin das von dem Ventil 9 freigegebene Wasser, das ja sofort durch das Rohr 11 abfliesst, niemals hingelangen kann, abgesehen davon, dass das Aufsteigen des Wassers in dem Stutzen 21 schon durch die in diesem Stutzen befindliche Luft, die nicht entweichen kann, verhindert werden würde. Es besteht daher auch keine Gefahr, dass Wasser an den Stellen, wo die Achse 20 die Wandung des Stutzens 21 durchdringt, aus-
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stellen der Achse erforderlich.
Die Scheibe 16 der Ventilspindel M hat dieselbe Grösse wie die Lichtweite des Stutzens 14.
Soll das Ventil 9 aus dem Gehäuse herausgenommen und dann wieder eingesetzt werden, so wird die Kappe 18 abgeschraubt, die Feder 17 entfernt und dann das Ventil durch Anfassen der Spindel 15 herausgezogen. Dabei wird der in den Zwischenraum zwischen der Scheibe 16 und dem Ventil 9 hineinragende Arm 19 gegen die Ausmündung des Stutzens 14 hin geschwenkt und, um dies zu ermöglichen, ist das Gehäuse in der in Fig. 1 dargestellten Weise mit einer Nische 31 versehen. Damit der Arm 19 die in Fig. 1 in strichpunktierten Linien dargestellte seitwärts geschwenkte Lage 19'beibehält, solange das Ventil 9 aus dem Gehäuse entfernt ist, ist er durch eine Feder 32 belastet, die das Bestreben hat, ihn in der Lage 19'zu erhalten, ihn aber auch bei eingesetztem Ventil ständig gegen die Scheibe 16 zu drücken.
In der Lage 19'ragt das untere Ende des Armes 19 etwas in den Lichtraum des Stutzens 14 hinein. Wird nun das Ventil 9 wieder in das Gehäuse eingeschoben, so wird das untere Ende des Armes 19 von der Scheibe 16 erfasst und in die in Fig. 1 voll ausgezogene Lage zurückgeschwenkt.
Hierauf wird die Feder 17 eingeführt und die Kappe 18 aufgeschraubt. Die Wiederherstellung des Eingriffes des Armes 19 mit dem Zwischenraum zwischen der Scheibe 16 und dem Ventil 9 geschieht also durch das Einschieben des Ventils ganz selbsttätig.
Es ist klar, dass eine Vorrichtung gemäss der Erfindung gegenüber dem dargestellten Ausführungsbeispiel in mannigfache Weise baulich abgeändert werden könnte.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Wasserverteilungs-und Ablassvorrichtung für den Toilettenraum von Eisenbahnwagen mit einer Verteilungskammer, die an ein vom Wasserbehälter kommendes Rohr angeschlossen ist, einem mit einem Absperrorgan versehenen Anschluss zur Klosettspülung, einem Anschluss zu dem mit einem Absperrorgan versehenen Zulauf zu dem Waschbecken und einem an der tiefsten Stelle angeordneten, mit einem Absperrorgan versehenen Anschluss an eine Abflussleitung, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungskammer (2) sich von ihrer tiefsten Stelle gegen den, vorzugsweise lotrechten, Sitz des auf Schliessung belasteten Ventils (9) für die Klosettspülung hin allseitig erweitert.